Pilzticker Brandenburg 49:
Funde vom 16.09.2025 - 20.10.2025



Pilzticker Brandenburg 49




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Übersicht aller bisherigen Pilzticker Brandenburgs





Von Braunschweig in die Ausweichwälder der Uckermark

Ein hart erarbeiteter Fund, gekrönt von einem köstlichen Abendessen mit frischen Totentrompeten und wildem Brokkoli


Prächtiger Herbstfund im prächtigen Wald; Foto Verena 20.10.25
Frische Totentrompeten mit Wildem Brokkoli und Spaghetti; Foto Verena 20.10.25

Verena schreibt am 20. Oktober 2025:

"Lieber Heinz-Wilhelm,

für ein paar Tage bin ich nochmal aus den heimatlichen Pilzgefilden um Braunschweig in die Uckermark geflüchtet, denn der Pilzherbst 2025 in meinen heimischen Wäldern entpuppt sich als Totalausfall! Nach wochenlanger Trockenheit ist kaum ein Pilz zu finden, es fehlen nicht nur die Speisepilze. Zudem hatten wir bereits einige sehr kalte Nächte und jede Menge Wind. Ich habe keine großen Hoffnung mehr für den November, auch wenn für diese Woche endlich Regen angekündigt ist.

Umso schöner waren die heutigen Erfolge in Brandenburg, auch wenn diese in fünf Stunden im Wald hart erarbeitet wurden, denn auch in der Uckermark findet sich nicht gerade viel. Die Steinpilze sind praktisch verschwunden und die Maronen halten sich sehr bedeckt. Kommissar Zufall ermöglichte mir dafür einen üppigen Fund Totentrompeten, die ich bisher nur hier gefunden habe, stets in sehr kleiner Menge. Heute füllte sich der Korb rasch, es gesellten sich noch zwei kleine Krause Glucken, zwei Steinpilze, eine Handvoll Pfifferlinge, ein paar Herbstrotfüße und Rosenrote Gelbfüße hinzu.

Im Wald standen zudem etliche Knollenblätterpilze, die ersten Herbstlorcheln und Nebelkappen, die zwei letzten typische Spätherbstpilze. Fast gänzlich ausgefallen sind dieses Jahr die Edelreizker, Birkenpilze und Flockis, auch Violette Rötelritterlinge machen sich rar.

Das Highlight des Tages war die Abendmahlzeit: Frische Totentrompeten mit Cime di Rapa (wilder Brokkoli) und Spaghetti. Da die Kombüse der Ferienwohnung nicht viel hergibt, ganz einfach zubereitet: den Brokkoli kleingeschnitten und zusammen mit einer Handvoll Totentrompeten gebraten, mit Gemüsebrühe und Sahne aufgekocht und reduzieren lassen, mit Salz/Pfeffer abgeschmeckt und mit den Nudeln durchgeschwenkt.

Es waren die ersten frischen Totentrompeten meines Lebens und das kulinarische Fazit lautet: Hervorragend!!!

Viele Grüße aus Brandenburg sendet

Verena"

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Herbstlicher Wald mit alten Rotbuchen; Foto Verena 20.10.25

Foto: Herrlicher Wald mit alten Rotbuchen. Sie lassen Luft und Licht durch, der Waldboden ist kalkhaltig und basisch, sonst würden hier keine Totentrompeten wachsen. Aber noch schwieriger, als hier Totentrompeten zu finden, ist es, ein verlorenes Pilzmesser wiederzufinden. 


Herbsttrompete in typische, Habitat; Foto Verena 20.10.25
Pilzmesser und Herbsttrompeten; Foto Verena 20.10.25

2 Fotos: Ausgewachsene Herbsttrompeten im Buchenlaub; typisch könnten sie kaum wachsen. Rechts Verenas vermutlich neues Pilzmesser neben zwei Herbsttrompeten. Erst unlängst hatte sie ihre altes Pilzmesser vermutlich in diesem Wald verloren. (5 Fotos © Verena)

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Spremberg: Gemütliche Pilzlese am Wegesrand


Rotkappenfund; Foto Mario 9.10.25
Rotklappen, Butterpilze, Fichtenreizker; Foto Mario 9.10.25

Martina vom Pilzticker Niedersachsen schreibt am 9. Oktober 2025 für ihren Bruder:

"Lieber Heinz-Wilhelm, liebe Pilzfreunde,

wir in Niedersachsen mit unserem bescheidenen Pilzfund haben das Fernduell mit meinem Bruder in Brandenburg wieder einmal glatt verloren. 

Die Fotos zeigen seine Ausbeute heute bei Spremberg im Landkreis Spree-Neiße: Rotkappen (1. Bild) sowie Rotkappen, Butterpilze und Fichtenreizker (2. Bild). Er war dabei noch nicht einmal richtig im Wald, nur am Wegesrand, berichtet er. Brandenburg ist und bleibt ein tolles Land für Pilzsammler!

Martina und Achim"

(2 Fotos © Mario)

Liebe Martina, 

so richtig zu funzen scheint es im Bundeslang Brandenburg dieses Jahr aber auch nicht. Gegenüber den Vorjahren kommen sehr wenige Pilznachrichten aus Brandenburg rein. Das Gleiche gilt allerdings dieses Jahr für alle neuen Bundesländer. Die letzte Nachricht aus Thüringen liegt über zwei Monate zurück. Speziell in Mitteldeutschland haben wir bislang ein schwaches, wenn nicht sehr schwaches Pilzjahr. Es war über lange Wochen trocken und - vor allem - sehr windig, mit kalten, über Wochen anhaltenden Nordost-Winden. Das mögen Pilze überhaupt nicht. 

Viele liebe Grüße Heinz-Wilhelm 

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Das gibt's nicht alle Tage: Eine Pilzrahmsoße mit Reifpilzen und Rosenroten Schmierlingen, dazu selbstgemachte Kürbisgnocchi


Pilzrahmsoße mit Kürbisgnocchi; Foto Verena 6.10.25

Verena schreibt am 6. Oktober 2025:

"Lieber Heinz-Wilhelm,

der heutige letzte Tag in der Uckermark brachte ein paar schöne junge Steinpilze, weitere Rosenrote Schmierlinge, Pfifferlinge, Edelreizker, Totentrompeten, Birkenpilze und eine Quotenmarone. Die Kiefernwälder waren voller Butterpilze, aber komplett ohne Maronenröhrlinge.

Ein für mich schöner Erstfund waren ein paar knackige Reifpilze. Dankenswerterweise gehört dieser Pilz mit seinem (leicht abfallenden) Ring, seiner ockerbräunlichen Hutfarbe nebst typischer weißlicher "Bereifung", festem Fleisch, im Alter bräunlicher Sporenfarbe und angenehmen Geruch zu den einfacher zu bestimmenden Pilzen.

Eine Kostprobe habe ich heute Abend direkt vorgenommen: einige Reifpilze wanderten zusammen mit den Schmierlingen, einigen Sandpilzen, Pfiffers und Schinkenwürfeln in eine Sahnesoße und wurden mit angebratenen, selbstgemachten Kürbisgnocchi und grünem Salat serviert (Foto rechts). Ein wirklich leckeres Herbstgericht!

Hoffentlich geht es nun auch in meinen heimischen Wäldern in Niedersachsen mit den Pilzen nochmal los.

Es grüßt ganz herzlich Verena"

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Reifpilze; Foto Verena 6.10.25

Foto: Ein halbes Dutzend Reifpilze, deren Merkmale Verena sehr gut beschrieben hat. Sie sind sehr wohlschmeckend. 


Rosenrote Schmierlinge; Foto Verena 6.10.25

Foto: Und hier sieben Rosenrote Schmierlinge, wie man sie kaum einmal sieht. Diese Pilzart schmarotzt am Wurzelgeflecht des Kuhröhrlings, weshalb sie auf sandigen sauren Böden zu finden ist. Und zwar unter Kiefern, wie man hier gut an den langen Nadeln erkennt. 


Zwei junge hellhütige Steipilze; Foto Verena 6.10.25
Steinpilz; Foto Verena 6.10.25

2 Fotos: Die zwei jungen Steinpilze sind noch etwas blass hinter den Ohren. Da hat der mittelalte auf dem Foto rechts schon ein bisschen mehr erlebt. Sie fanden keinen Zugang zu Verenas Pilzrahmsauce, vermutlich deshalb nicht, weil sie so die Geschmacksnoten der Reifpilze und Schmierlinge besser herausschmecken konnte. (5 Fotos © Verena)

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Sehr lesenswert!

Keine Motorsäge, kein Harvester, keine Sammeltrupps mit Plasteeimer: Welche Freude macht solch eine Pilzsuche!


Herrlicher herbstlicher Pilzkorb; Foto Verena 5.10.25
Ein voller Pfifferlingskorb; Foto Verena 5.10.25
Pfifferlinge bei Grünblättrigen Schwefelköpfen; Foto Verena 5.10.25
Herbsttrompeten; Foto Verena 5.10.25

Verena schreibt am 5. Oktober 2025:

"Lieber Heinz-Wilhelm, 

heute melde ich mich mal aus den Wäldern der Uckermark. In Braunschweig und Umgebung, wo ich sonst unterwegs bin, hat es seit Wochen keinen nennenswerten Niederschlag gegeben. Pilzmäßig war der September bei uns mehr oder weniger ein Totalausfall. 

Durch eine Berliner Bekanntschaft habe ich die Buchen- und Kiefernwälder der Uckermark lieben gelernt und bin nun wieder ein paar Tage in Deutschlands trockenstem Bundesland zu Besuch. Erfreulicherweise gab es hier aber deutlich mehr Niederschläge, und so fanden sich gestern bei Ankunft hunderte von Kuhröhrlingen, an denen hier und da Rosenrote Gelbfüße (Schmierlinge) parasitierten, Butterpilze, Sandröhrlinge und Körnchenröhrlinge im Kiefernwald.

 Die Röhrlinge wuchsen in Gruppen direkt am Wegesrand, es war gar nicht nötig, die Pfade zu verlassen. Häufigste Pilzart war aber ganz klar der Gelbe Knollenblätterpilz. Maronen fanden sich auch, leider außen hui und innen pfui: sie waren durchweg verschimmelt.

Sandröhrlinge sammelt sie gerne - sie bleiben so knackig

Der heutige Pilzgang führte vormittags in einen Kiefernwald mit eingestreuten Jungbuchen. Hier fanden wir schöne Edelreizker, ein paar Birkenpilze und Perlpilze, die ersten Steinpilze, knackfrische junge Sandpilze, reichlich Fliegenpilze und Erdschieber (Wollige Milchlinge), die dieses Jahr früher da sind, als ich es kenne. Noch ein Wort zu den Sandpilzen (Sandröhrlingen), die ich nur in Brandenburg finde. Ich esse sie gerne, da sie lange schön knackig bleiben und praktisch nie von Schimmel oder Maden befallen werden.

Die größte Überraschung und Freude waren aber die Pfifferlinge, die sowohl im Moos als auch unter Jungbuchen und auf dem Grasweg wuchsen. Ein ganzes Körbchen habe ich vollbekommen (2. Foto rechts), was mir bisher noch nie gelungen ist, da ich in meinen Stammgebieten in Niedersachsen und Sachsen-Anhalt Pfifferlinge immer nur vereinzelt finde. Herrlich war das, und es war noch nicht einmal Mittagszeit!

Auch ohne essbare Pilze sind die Stunden im Altwald kostbar

Nach einer Stärkung ging es in einen alten Hallen-Buchenwald mit eingestreuten Kiefern. Die Ruhe und Atmosphäre in diesen alten, natürlich gewachsenen und vor allem naturbelassenen Wäldern ist einmalig. Hier kann ich richtig auftanken und selbst, wenn sich keinerlei Speisepilze finden, sind die Stunden in diesem Wald für mich immer kostbar.

Keine Motorsäge stört die Ruhe, kein Harvester richtet hier sein Unheil an, und marodierende Pilzsammeltrupps mit Plastikeimern und ausländischen Kennzeichen am alten VW- Bus trifft man hier auch nicht. Man hört noch Spechte, und Jahr für Jahr begegne ich hier z.B. dem Ästigen Stachelbart, einem Naturnähe-Anzeiger.

In der ersten Viertelstunde fand sich heute erstmal gar nichts, aber dann ging es Schlag auf Schlag mit Steinpilzen, Edelreizkern, Totentrompeten (4. Foto rechts), weiteren Pfifferlingen, Flockenstieligen Hexenröhrlingen und zwei Krausen Glucken. Ein Pfifferlingsnest fand sich im Moos ganz nahe bei Grünblättrigen Schwefelköpfen; ein nicht gerade alltäglicher Anblick (3. Foto rechts)!

Ihr Pilzmesser ging verloren, das dritte schon

Morgen geht es leider schon wieder nach Hause, aber für einen kurzen Gang in den Wald wird die Zeit noch reichen. Mal gucken, ob es mit den Maronen noch klappt, um das Sammelergebnis abzurunden. 

Neben aller Euphorie musste ich heute aber noch den Verlust meines Pilzmessers beklagen- das nunmehr dritte, welches ich verloren habe, und jedes Mal tut es weh. Ist mir schleierhaft, warum Pilzmesser in Holz- und Erdtönen hergestellt werden. So hat man so gut wie keine Chance, sie im Laub wiederzufinden, deshalb überlege ich jetzt, mir an das nächste einen GPS- Tracker zu machen. Ob es hilft? Man darf gespannt sein...

Viel Erfolg allen Pilzenthusiasten, vor allem aber viele Mußestunden in der Natur wünscht

Verena"

(4 Fotos © Verena)

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Viele schöne Rotkappen bei Spremberg-Haidemühl


Schöner Rotkappenfund; Foto Mario 30.9.25

Martina schreibt am 30. September 2025:

"Lieber Heinz-Wilhelm, liebe Pilzfreunde,

nachdem wir hier in Niedersachsen bisher keinen Sammelerfolg verzeichnen konnten, hatte mein Bruder rund um den Angelteich in Spremberg/Ortsteil Haidemühl mehr Glück und fand die schönen Rotkappen auf dem Foto rechts.

Wir hoffen, dass es im Oktober auch bei uns in Niedersachsen noch Pilze geben wird.

Liebe Grüße

Martina und Achim"

(Foto © Mario)

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Goldener Herbst in der Schorfheide und in Franks Pilzkorb


Steinpilzkorb im Herbst; Foto Frank 27.9.25

Frank schreibt am 28. September 2025:

"Lieber Heinz-Wilhelm,

der Herbst ist da - und mit ihm schöne Steinpilze, Maronen- und Sand-Röhrlinge sowie Birkenpilze, die ich am Beginn dieses Wochenendes im Goldenen Herbst in der Schorfheide gefunden habe.

Anbei einige Impressionen. Faszinierend finde ich immer wieder, wie viel vom dicken Steinpilzkörper sich unter der Erde versteckt.

Ich hoffe, dass es noch einige Wochen so weitergeht mit dem Pilzwachstum und der reichhaltigen Ernte!

Alles Gute und beste Grüße

Frank"

Anmerkung: Ein schönes, stimmungsvolles Korbfoto!


Steinpilz 1; Foto Frank 27.9.25
Steinpilz 2; Frank 27.9.25

2 Fotos: Steinpilze aus dem Kiefernwald, wie die langen Nadeln zeigen. Besonders auffällig ist der rillig geratene Stiel des Pilzes im Bild rechts. 


Röhrlingsfund; Foto Frank 27.9.25

Foto: Herbstlicher Röhrlingsfund in der Schorfheide: Maronenröhrlinge , Steinpilze, Birkenpilze, Sandröhrlinge (im Uhrzeigersinn von links oben). (4 Fotos © Frank)

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Nach den Sandröhrlingen und Totentrompeten das nächste Reingericht zur Erstverkostung bitte:

«Der etwas süßliche, parfümierte Geschmack der Kupferroten Gelbfüße ist mal etwas Besonderes»




Korb mit Steinpilzen und Kupferroten Gelbfüßen; Foto Heidrun 24.9.25
Kupferrote Gelbfüße im Korb; Foto Heidrun 24.9.25

Heidrun schreibt am 24. September 2025:

"Hallo Heinz-Wilhelm,

Steinpilze sind in der Uckermark zur Zeit reichlich zu finden und ich dörre mir welche für den Winter. Ohnehin wird das Aroma durch das Trocknen viel intensiver. 

Seit Jahren habe ich heute erstmals wieder mehr als nur vereinzelte Kupferrote Gelbfüße gefunden; es war geradezu eine Massenansammlung. Sowohl auf dem 1. als auch auf dem 2. Foto rechts ist ei Teil von ihnen im Korb zu sehen. Die Gelegenheit für ein Reingericht wollte ich mir nicht entgehen lassen. Sehr gerne esse ich immer mal Pilze abseits der üblichen Verdächtigen.

Sehr schön diesmal der auffällige Lilaton der Pilze in der Pfanne. Der etwas süßliche, parfümierte Geschmack ist ebenfalls mal etwas Besonderes; die Pilze vertragen kräftiges Salzen. Mit Kartoffeln mundete mir die Mahlzeit recht gut. 

Gruß Heidrun"




Kupferrote Gelbfuesse vor dem Bratgen; Foto Heidrun 24.9.25
Kupferrote Gelbfüße nach dem raten; Foto Heidrun 24.9.25

2 Fotos: Hier sehen wir die Kupferroten Gelbfüße gesäubert und geschnitten vor dem Braten (links) und während des Erhitzens, wobei sie typischerweise violett anlaufen und fast wie gebackene Pflaumen aussehen (rechts). (4 Fotos © Heidrun)

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Auf die leckeren Sandpilze folgt bei Heidrun sogleich die nächste Schlemmerei:

Die erstmals gefundenen Herbsttrompeten begeistern Heidrun in leichter Milchbrühe zu Spaghetti




Pfifferlinge u. Totentrompeten (Herbsttrompeten im Korb; Foto Heidrun 19.9.25

Heidrun schreibt am 19. September 2025:

Hallo Heinz-Wilhelm,

ein Traum ist wahr geworden: Herbsttrompeten!

Letztes Jahr fanden wir bei einem Pilzseminar Ende Oktober ganze DREI Fruchtkörper. Kartiert sind sie zwar in den hiesigen Buchenwäldern, aber: sie mögen den sauren, sandigen Boden, der hier üblich ist, überhaupt nicht. Sie bevorzugen klar das kalkhaltige Erdreich. 

Aber Fleiß und Kilometer schrubben sowie wohl auch Glück und Zufall haben mir nun eine Mahlzeit in einem Wald bei Templin beschert. In leichter Milchbrühe gleich frisch hergerichtet mit Nudeln: köstlich!

Gruß Heidrun"

(4 Fotos © Heidrun)

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Totentrompeten im Buchenlaub; Foto Heidrun 19.9.25

Foto: So standen sie da im Buchenlaub und haben Heidrun damit eine neue Fundstelle beschert: zwei Toten- oder Herbsttrompeten. 


Herbsttrompetenausbeute auf Teller; Foto Heidrun 19.9.25
Herbsttrompeten mit Nudeln; Foto Heidrun 19.9.25

2 Fotos: Der schöne Batzen Herbsttrompeten auf dem Teller (links) ist schon eine krasse Steigerung gegenüber den drei Trompetchen, die Heidrun vergangenes Jahr mit einer Seminargruppe fand. Sie ließ es sich nicht nehmen, sie gleich zuzubereiten. Es gab sie ganz frisch zu Nudeln in leichter Milchbrühe (Foto rechts). Ein herrlicher Moment, einen lange gesuchten wohlschmeckenden Pilz erstmals auf diese Weise zu verkosten! 





Heidruns Küchentipp, sehr lesenswert:

Getrocknete Sandröhrlinge in Rahmsauce zubereiten wie getrocknete Morcheln: Eine Wucht! 




Heidruns Pilzkorb wird herbstlich bunter; Foto Heidrun 16.9.25

Heidrun schreibt am 16. September 2025:

"Hallo Heinz-Wilhelm,

es gibt natürlich noch Pfifferlinge, aber mit den ersten reicheren Funden vom Fichtensteinpilzen stellt sich nun auch hier der Herbst ein.

Flockenstielige Hexenröhrlinge starten nach langer Sommerpause neu, aber vor allem erfreuen mich die Sandröhrlinge. Nahe dem Ferienhaus bei Templin beschenkt mich das Myzel jedes Jahr gegen Ende des Aufenthaltes.

Sandpilze sind frisch nun nicht so geschätzt ABER getrocknet und dann à la Morchelrahm* zubereitet, entwickeln sie ein intensives Aroma. Sooo lecker! Auch getrocknet zeigen sie noch den Orangeton im Fleisch.

Gruß Heidrun"

* So veredelt Heidrun ihre Sandröhrlinge:

"Ich weiche die getrockneten Sandröhrlingsstückchen in Sahne ein. Dann die Pilzstücke in Butter ein bisschen braten, die Einweichsahne dazugeben, einreduzieren und mit Nudeln essen. Das ist bei uns das Verfahren, wie wir auch mit getrockneten Morcheln vorgehen.

Ich persönlich finde, dass das Aroma der Sandröhrlinge durch das Trocknen in dieselbe Richtung geht wie bei Morcheln. Gemischt werden die zwei Pilzarten bei mir nicht."

Anmerkung: In Heidruns Pilzkorb auf dem Foto links schaut uns am Rand rechts ein Sandröhrling mit geschnittener heller Stielfläche an. Typisch sind die je nach Alter rost- oder senfgelben, rostbraunen oder schmutzig-olivbraunen Röhren.

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Getrocknete Stückchen von Sandröhrlingen; Foto Heidrun 16.9.25

Foto: Getrocknete Stückchen und Scheiben von Sandröhrlingen. Die Pilze sind Kiefernbegleiter auf sauren, sandigen Böden, kommen folglich vor allem in der "Streusandbüchse des Heiligen Römischen Reiches", also in der heutigen Mittelmark, Altmark und Neumark im nördlichen Teil des Bundeslandes Brandenburg vor. (2 Fotos © Heidrun)


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