Pilzticker Brandenburg 29:
Funde vom 25.03.2019 - 27.09.2019



Pilzticker Brandenburg 29




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Übersicht aller bisherigen Pilzticker Brandenburgs




Die köstlichen Waldschnitzel retten Anjas Pilzjahr im Landkreis Oberhavel


Anja schreibt am 27. September 2019:

»Guten Tag,

ich habe schon gar nicht mehr daran geglaubt, dieses Jahr noch Pilze zu finden. Vor zwei Wochen war ich an meinen Schirmpilzstellen und fand nichts als tote Hose vor.

Nachdem ich diese Woche am Straßenrand die ersten Schirmpilze gesehen habe, bin ich gestern nach Feierabend los - und wurde belohnt. Mein Körbchen hat sich schnell gefüllt und ich freue mich auf heute Abend: da gibt es die Waldschnitzel mit Pasta in Pilzrahm.

Beste Grüße aus Oberhavel!«

(4 Fotos © Anja)

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4 Fotos: Anja hat das Parasol-Festival im Landkreis Oberhavel fotografiert und zeigt die Pilze in verschiedenen Wachstumsphasen. Eine schöne kleine Studie!

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Erkner, Oder-Spree-Kreis: »Geschmacklich war jeder Pilz ein Hochgenuss«


Foto: Beinahe wie ein Strauß von Parasole mutet dieses Pilzstillleben an. Links sehen wir außerdem zwei Schopftintlinge, rechts eine Handvoll Flaschenstäublinge. 

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Constanze schreibt am 25. September 2019:

»Hallo Heinz-Wilhelm,

ich habe gestern eine kleine Radtour durch den Wald bei Erkner im Landkreis Oder-Spree gemacht und bin schon nach ein paar Metern auf wunderschöne Parasolpilze (z. B. Foto rechts) gestoßen. Sie standen direkt am Wegesrand.

Ein paar kleine Schopftintlinge und Flaschenstäublinge gesellten sich auch noch hinzu. Geschmacklich war jeder Pilz für sich ein Hochgenuss.

Liebe Grüße Constanze«

(2 Fotos © Constanze)

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Schlaubetal: Die Nachschau auf dem Rückweg zahlte sich aus: Drei Steinpilze mehr!


Foto: Diesen sehr schönen Fund haben Helga und Detlef im Schlaubetal gemacht. Trotz ihrer Skepsis, es könnte zu trocken für Pilze sein. (3 Fotos © Detlef)

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Helga und Detlef schreiben am 22. September 2019:

»Lieber Heinz-Wilhelm,

obwohl wir befürchteten, dass es in der Region des Schlaubetales zu trocken wäre, fuhren wir gestern dorthin. Und zunächst schien sich unsere Skepsis auch zu bestätigen: von Pilzen keine Spur. 

An unserem Lieblingswald angekommen, der Jahre zuvor immer reichlich Pfifferlinge für uns bereit hielt, sahen wir erst einmal nichts. Aber gleich hinter unserem Auto entdeckte ich den ersten entzückenden Steinpilz. Er stand neben einem von mir plattgefahrenen Täubling. Detlef fand sogleich einen zweiten Steinpilz.

Im regulären Wald sah es dann erst einmal wieder leer aus, aber dann fanden wir doch zu unserem guten Pilzblick. Wo abgeschnittene Stiele liegen, könnten noch mehr sein.

So konnten wir in einem kleinen Areal wieder eine feine Auswahl zusammentragen, darunter auch die zwei Rotkappen (Foto rechts). In anderen Waldteilen war hingegen wieder nichts. Es mag daran gelegen haben, dass dort, auf dem bloßen Boden, das Moos völlig fehlte.

Wir kamen dann zu dem Schluss, dass man doch nicht alles beim ersten Anlauf sieht, und so sind wir auf dem Rückweg noch einmal in den Lieblingswald gegangen. Zu unserer Freude konnten wir feststellen, dass wir drei Steinpilze übersehen hatten. 

 Herzliche Grüße von Helga und Detlef«

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Foto: Er hat noch eine Decke aus Walderde und Gräsern auf dem Kopf, der junge Steinpilz, der bei einer Kiefer steht.

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Dahme-Heidesee

Zwei herrliche Steinpilze und knackige Pfifferlinge reichten völlig für leckere Semmelknödel mit Rahmpilzen


Foto: Es muss nicht immer die große Menge sein! Diese tadellosen Steinpilze und Pfifferlinge reichten Helga und Detlef für leckere Semmelknödel mit Rahmpilzen. (Foto © Detlef)

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Helga und Detlef schreiben am 19. September 2019:

»Lieber Heinz-Wilhelm,

angesichts der vollen Steinpilzkörbe aus den anderen Bundesländern mutet unsere Nachlese sehr bescheiden an. 

Nachdem wir am letzten Wochenende ratlos vor den stämmigen Perlpilzen im Dachauer Land standen (ansonsten sahen wir dort auch nur noch Minimaronen), zog es uns gestern schnell zu unserer Pilzstelle in Dahme-Heidesee.

Als erstes sahen wir abgeschnittene Pfifferlingsstiele. Da war also jemand vor uns fleißig. Folglich hatten wir innerhalb einer Stunde nur eine kleine Nachlese. Die beiden Steinpilze waren superfest. So reichte es für Semmelknödel mit Rahmpilzen.

In einem anderen Waldstück, ca. 5 Kilometer weiter, stand nicht einmal ein Giftpilz.

Daran erkannten wir, dass die  Brandenburger Wälder immer noch recht frustriert auf die Trockenheit reagieren.

Herzliche Grüße Helga und Detlef«

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Ronny freut sich über gutes Pilzwachstums auch im Märkischen Oderland


Foto: Ronny war überrascht, im Landkreis Märkisches Oderland schon so viele gute Speisepilze einschließlich einer schönen Krausen Glucke zu finden. Wie alle Pilzfreunde im Osten, so hofft auch er auf ergiebigen Landregen. (2 Fotos © Ronny B.)

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Ronny schreibt am 23. August 2019:

»Guten Morgen Herr Bertram,

der Pilzticker ist für mich ein tolles Barometer. Trotz der Trockenheit im Märkischen Oderland habe ich mich mal auf die Socken gemacht, und siehe da, in einem guten Mischwald war bereits von allem etwas zu finden

Kleine Pfifferlinge, ein paar Steinpilze, Semmelstoppelpilze und Maronen. Sogar eine Krause Glucke hat mich überrascht. Alle Pilze, außer die Pfifferlinge, waren sehr »erwachsen«, Nachwuchs ist noch nicht in Sicht.

Hoffen wir alle, im Interesse unserer Natur, auf einen schönen Landregen.

In diesem Sinne schöne Grüße!

Ronny«







Im Trockenwald von Dahme-Heidesee gibt es alle vier Tage ein paar hundert Gramm Pfifferlinge


Foto: Eine gute Ausbeute von kleineren und größeren Pfifferlinge machten - einmal mehr - Helga und Detlef in den Wäldern von Dahme-Heidesee. Bei Betrachtung des zweiten Fotos ahnt man, wie trocken der Wald ist. (2 Fotos © Detlef)

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Helga und Detlef schreiben am 14. August 2019:

»Lieber Heinz-Wilhelm,

in Dahme-Heidesee ist es wieder sehr trocken. Wir fanden in Abständen von vier Tagen drei Mal jeweils 250 bis 400 Gramm Pfifferlinge. Sie standen überwiegend in einem einzigen Waldstück, ein anderes war sehr leer. Wir haben die Erfahrung gemacht, dass sie immer wieder in den gleichen Arealen  zu finden sind. Vermutlich entwickeln sie sich schon unter dem Moos, so dass sie dann nach vier Tagen schon auf uns zu warten schienen.

Ich würde also nicht erst wieder nach zwei Wochen hingehen.

Zu Deinen kuriosen Pilznachrichten im Bunten Pilzticker gratulieren wir. Man möchte ja gleich nach Sibirien reisen! Bei 2,9 Einwohnern pro Quadratkilometer dort, und weil auch nicht an jedem Baum ein Supermarkt steht, sollte man die Schätze der Natur schon nach Hause bringen und für den Wintervorrat haltbar machen.

Wir werden in der nächsten Woche mal sehen, wie es im Darßwald  mit Pilzen aussieht.

Herzliche Grüße Helga und Detlef«

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Welch ein Anblick bei Dahme-Heidesee: Eine Ansammlung von Pfifferlingen, tatsächlich!


Foto: Das kann sich doch sehen lassen! Helga und Detlef freuten sich unbändig über diese schönen Pfifferlinge. Nach so langer Durststrecke waren sie sicher der Höhepunkt eines leckeren Abendessens. (3 Fotos © Detlef)

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Helga und Detlef schreiben am 5. August 2019:

»Lieber Heinz-Wilhelm und liebe Pilzfreunde,

Ihr könnt Euch unser Entzücken vorstellen, als wir nach so langer Trockenzeit von der Saison 2018 bis jetzt den ersten Pfifferling entdeckten. Das dritte Foto war für uns schon eine Ansammlung!

Bei den Täublingen sind wir uns einig, dass wir sie zur Freude der Waldbewohner stehen lassen.

Unsere Kiefernwälder in Dahme-Heidesee machen jedoch immer noch den Eindruck, leergefegt zu sein, denn mehr Sorten gab es nicht.

Nun hoffen wir auf mehr Regen im Land und grüßen herzlich aus Berlin.

Helga und Detlef«

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Foto: Dieser Goldknopf war der erste Hoffnungsschimmer nach dem nahezu ausgefallenen Pilzjahr 2018.

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Foto: Und dies war dann schon eine »Ansammlung«, wie Helga und Detlef die kleine Pfifferlingsfamilie nannten.

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Oberhavel: Johannas Spitzmorcheln wohnen ganz nah am Wasser


Johanna schreibt am 25. März 2019:

»Hallo Heinz-Wilhelm,

ich bin eine eifrige Leserin des Pilztickers und möchte mich nun auch mal beteiligen. Zunächst aber einen großen Dank an Dich und an alle, die hier beitragen!

Nachdem die ersten Morchel-Meldungen eingelaufen sind, habe ich gestern im Landkreis Oberhavel an einem meiner Fleckchen nachgeschaut, wo die spitzhütigen Kobolde meist sehr früh dran sind. Und tatsächlich, sie warteten schon auf mich.

Insgesamt 16 schöne Spitzmorcheln habe ich mitgenommen, eine besonders schöne zusammen mit meinem Pilzmesser fotografiert (Foto rechts) und ein paar kleinere durften stehen bleiben. Sie wohnen in einem Au-Gebiet, ganz nah am Wasser.

Herzliche Grüße Johanna«

(Foto © Johanna)

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