Pilzticker Bayern 72:
Funde vom 23.09.2018 - 05.10.2018



Pilzticker Bayern 72




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Die würzigen Aniszählinge sind eine tolle Bereicherung in Christians Mischpilzgericht


Foto: Aniszählinge, hier sehr schön fotografiert, sind ausgezeichnete Würzpilze für ein Mischpilzgericht. Der in der Regel gut wahrnehmbare Anisduft reduziert sich beim Erhitzen auf ein sehr angenehmes Maß - ganz anders als beim auch erhitzt penetrant nach Parfüm riechenden Grünen Anistrichterling. So ist der Aniszähling am besten in der Mischpilzpfanne aufgehoben, wie Christian ihn auch verwendete. Man kann ihn aber getrocknet auch als Würzpilz einsetzen, nachdem man ihn geschreddert oder pulverisiert hat. (2 Fotos © Christian H.)

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Christian schreibt am 5. Oktober 2018:

»Hallo Heinz-Wilhelm, liebe Pilzfreunde,

die großen Mengen an Steinpilzen, Maronen, Flockenstieligen Hexenröhrlingen, Birkenpilzen, Perlpilzen und Reizkern neigen sich dem Ende zu. Unser Wintervorrat ist angelegt. Ich bin jetzt auf der Suche nach eher selteneren Exemplaren in meinen Gefilden östlich von München.

Aniszähling, Habichtspilz oder Rauchblättriger Schwefelkopf zählen dazu. Es gibt noch die verschiedensten Täublinge, je grüner oder blauer, deso leckerer. Nach bestimmt 20 Jahren fand ich sogar mal wieder fünf Birken-Rotkappen. Auf die Violetten Rötelritterlinge muss ich noch warten. Auch wenn´s diesmal keine spektakulären Fotos sind, so machen sie dem ein oder anderen vielleicht Lust und Neugier auf Neues.

Grüße an alle, Christian«


Foto: Eine Schüssel voller Trompetenpfifferlinge. Sie sind gute Suppenpilze, machen sich aber gut durchgebraten auch in einem Rühreigericht mit Petersilie ausgezeichnet. Christian hat sie unter Weglassen des Eis mit Petersilie und einer Prise Salz auf einem Butterbrot genossen. Einfach - und einfach lecker!

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Simbach am Inn: Armin freut sich über die neue Generation Steinpilze: Jung und knackig sind sie


Foto: Ja, sie drücken wieder, die Steinpilze! In Armins Wäldern bei Triftern in Niederbayern hatten sie eine Verschnaufpause eingelegt, um jetzt mit einer neuen jungen Generation wieder kraftvoll, wie man sieht, aufzumarschieren. Ein schönes Exemplar!

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Armin schreibt am 3. Oktober 2018:

»Servus, 

heute war ich mal wieder in der Nähe von Triftern beim Schwammerlsuchen. Derzeit gibt's Birkenpilze, Maronen und nach einer  kurzen Pause wieder viele junge Steinpilze.

Gruß aus Simbach am Inn, Armin«


2 Fotos: Sie haben alle inetwa dieselbe Größe. Alle Steinpilze, die Armin fand, waren jung und knackig. (3 Fotos © Armin)

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Unfaires Duell in einem Andechser Wald: Ein Steinpilz gegen vier Fliegenpilze


Foto: »Unfaires Duell« überschreibt Pilzfreund Christian dieses Bild. Es zeigt, in einem Wald bei Andechs, einen Steinpilz, der gleich (mindestens) vier Fliegenpilzen gegenübersteht.

Das Foto zeigt eindrucksvoll, dass beide Pilzarten die gleichen Bodenverhältnisse (ph-Wert und Mineralien- bzw. Spurenelemente-Vorkommen) mögen. Bei genauem Hinsehen dürfte sogar noch ein weiterer Anzeiger von Steinpilzen (richtiger: Röhrlingen) zu entdecken sein: links am Bildrand befinden sich ganz offensichtlich zwei Pfefferröhrlinge. Sie, Fliegenpilze und Mehlräslinge sind gute Zeigerpilze für Röhrlingswuchsstellen. (Foto © Christian)

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Landkreis Starnberg: Beinahe hätte Maria ein Leiterwagerl für den Abtransport zur Wies'n gebraucht


Foto: Ein wahrhaft stämmiger Geselle ist dieser Steinpilz. Olli und Margit vom Pilz-Ticker Rheinland-Pfalz pflegen solche Exemplare »Butterfässchen« zu nennen. (2 Fotos © Maria)


Maria schreibt am 29. September 2018:

»Hallo, Heinz-Wilhelm,

die beiden abgebildeten Prachtexemplare stehen stellvertretend für all die vielen Steinpilze und Flockenstieligen Hexen, die ich auch letzte Woche wieder Tag für Tag nach Hause getragen, verarbeitet, verspeist und auch großzügig verschenkt habe. Dazu gesellten sich  viele kleine Habichtspilze, Körnchenröhrlinge, einige Ziegenlippen, Rotfüßchen, Birkenpilze,  Parasole und Maronen

Heuer scheint aber nicht ganz das Jahr der beiden letztgenannten Arten zu sein. Vor allem die Maronen reißen einen nicht vom Stuhl. Entweder sind sie zu nass oder zu trocken und ziemlich vermadet.

Den Steinpilzen und Hexen bekommt das warme Wetter mit gelegentlichem, teilweise ziemlich heftigem Regenschauern dagegen ausgezeichnet. Hätte ich all diejenigen dazu gehabt, die ich vor allem an grasigen Stellen stehen lassen musste, weil sie entweder überständig oder schlicht »abgesoffen« waren, so hätte ich zum Transport ein Leiterwagerl gebraucht und auf der Wies´n einen Schwammerlstand eröffnen können.


Foto: Und auch der Flockenstielige Hexenröhrling strotzt mit seinem breiten Stiel nur so vor Kraft. Das gibt gut was in die Pfanne.


2018 scheint bei uns auch ein Jahr der Champignons zu sein. Sie sprießen in vielen Gärten und die zahlreichen Anisegerlinge im Wald wachsen zu wahren Prachtburschen heran. Zwei von ihnen, die ich über mehrere Tage beobachtet habe, haben es auf einen Hutdurchmesser von stolzen zwanzig Zentimetern gebracht.  

Einen zweiten Schub erleben im Moment Perlchampignons und Wulstlinge sowie die Goldröhrlinge. Auch etliche Pantherpilze und Knollenblätterpilze treiben ihr Unwesen. Und dann sind da natürlich noch die allgegenwärtigen Fliegenpilze – in manchen Waldstücken könnte man glauben, die Elfen hätten einen roten Teppich ausgerollt.

Und wie in jedem guten Schwammerljahr, melde ich auch heuer wieder eine Premiere: die ersten Wurzelnden Bitterröhrlinge meines Lebens kreuzten meinen Weg. Es war gleich ein ganzes Nest, in dem leider irgendein Banause gewütet hatte. Nun ja, so mußte ich wenigstens zur Bestimmung keinen weiteren mehr rausnehmen – der scharfe Geruch der herausgerissenen hat gereicht.

Für heute liebe Grüße, Maria«

Blau = ungenießbar

Rot = giftig

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Zusamzell: Wunderschöne Flockis und ein Pilz, der gerade zur Ballonfahrt im Altmühltal startet


Herbert schreibt am 29. September 2018:

»Hallo Heinz-Wilhelm,

ich war heute bei Zusamzell in einem Mischwald mit vielen Douglasien.

Ich konnte viele schöne Flockenstielige Hexenröhrlinge (zwei Fotos rechts) finden, die in der Nähe von Fliegenpilzen standen. Außerdem wollten noch Rotfußröhrlinge, Braunkappen und Täublinge entdeckt werden. Die robusten Hexenröhrlinge waren vom aktuellen Wetter unbeeindruckt, die anderen Pilze hatten mit der Trockenheit zu kämpfen.

Letzte Woche war ich noch im Altmühltal. Dort fand ich viele Braunkappen (Maronen), Anischampignons, Raufußröhrlinge und einen gigantischen Flaschenstäubling. Außerdem sah ich verschiedene Arten von Baumpilzen.

Schöne Grüße aus Wertingen, Herbert«

(3 Fotos © Herbert)

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Foto: Das Foto mit diesem übergroßen Flaschenstäubling erinnert beinahe an den Start einer Ballonfahrt, was auch der gut gewählten Perspektive zu verdanken ist, die eine nicht zu leugnende Dramatik in das Bild bringt. Man beachte den Knirps daneben, der, so will es scheinen, alleine zu Hause bleiben muss. Junge Flaschenstäublinge sind gute Pilze im Mischpilzgericht, sofern man die krisselige Außenhaut entfernt.

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Westliche Wälder: Schöne Steinpilze, viele Rotkappen

Anton schreibt am 27. September 2018:

»Hallo,

auch nach den ersten kalten Nächte gibt es weiterhin schöne Pilze in den Westlichen Wäldern von Augsburg zu finden. Neben sehr schönen Steinpilzen vor allem Rotkappen.

Liebe Grüße Anton«


Simbach am Inn: Nicht mehr so viele Steinpilze, aber Armins Korb füllen sie immer noch


Foto: »Gute Nachbarschaft« nennt Armin dieses Foto. Das ist auf den Punkt gebracht. Denn Fliegenpilze und Steinpilze verstehen sich gut; sie teilen sich nicht selten das Territorium. (2 Fotos © Armin)

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Armin schreibt am 23. September 2018:

»Servus,

ich bin gerade vom Schwammerlsuchen heimgekommen.

Wie immer habe ich wieder Steinpilze, Reherl und Maronen gefunden. Steinpilze gibt es derzeit nicht mehr so ganz viele , aber noch reichlich, um meinen Korb zu füllen.

Heute habe ich mal ein anderes Foto ausgesucht, Titel: »Gute Nachbarschaft«.

Gruß aus Simbach am Inn, Armin«


Foto: Armin mag Fliegenpilze. Nicht in der Pfanne, wohl aber vor der Linse. Hier hat er gleich eine ganze Familie fotografiert, in voller Pracht und Tracht.

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Pfaffenhofen: Vom USA-Urlaub sofort in die Pilze


Helmut schreibt am 23. September 2018:

»Hallo Heinz-Wilhelm,

seit Jahren verfolge ich Deine Pilz-Ticker, natürlich auch heuer wieder.

Bis zum 5. September gab es wenige Fundmeldungen. Dann flogen wir für zwei Wochen in einen USA-Urlaub. Auch dort konnten wir Deine Internet-Seiten verfolgen.

Plötzlich setzten die Erfolgsmeldungen ein. Also haben wir sofort nach unserer Rückkehr unseren Pilzwald aufgesucht, und zwar in Reichertshausen bei Pfaffenhofen an der Ilm.

Und wir hatten Erfolg, siehe die Auswahl der schönsten Exemplare. Sogar ein großer Steinpilz ist dabei.

Danke für Deine Arbeit im Internet!

Liebe Grüße Helmut«

(Foto © Helmut)

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