Pilzticker Bayern 148
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Übersicht aller bisherigen Pilzticker Bayerns

Foto: Sie kamen Sepp gerade richtig für eine schöne Mischpilzpfanne. Erkennbar sind Steinpilze, Flockenstielige Hexenröhrlinge, Pfifferlinge und Lila Lacktrichterlinge. (4 Fotos © Sepp)
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Sepp schreibt am 15. September 2025:
"Hallo Heinz-Wilhelm,
bei herrlichstem Sonnenschein machten wir uns heute Vormittag noch einmal auf den Weg zu unseren Pilzplätzen bei Bayrischzell in 1300 Metern Höhe.
Gefunden haben wir ganz ordentlich einige verschiedene Pilzarten, gut geeignet für eine Mischpilzpfanne mit Spätzle, zu der es Schweinefilet-Grillspieße mit buntem Salat geben wird.
Die sehr großen Pfifferlinge (siehe Foto) waren leider völlig durchnässt und mussten stehen bleiben. Gefreut hat mich vor allem der Fund des seltenen Scharfen Korkstachelings, der wegen seiner extremen Schärfe natürlich ungenießbar ist. Außerdem konnte ich in der wunderschönen Natur auf 1300 Metern über NHN noch eine streng geschützte Silberdistel aufnehmen.
viele Grüße
Sepp"

Foto: Diese Pfifferlinge präsentieren sich in XXXL-Größe; sie erinnern beinahe an goldgelb geriffelte Segel im stürmischen Herbst.

Foto: Der Scharfe Korkstacheling heißt auch Blutender Korkstacheling, wobei der zweite Name etwas besser zur Bestimmung beiträgt. Pilzfreund Martin vom Pilzticker Schweiz hat ihn dieses Jahr mit den typischen Blutsstropfen fotografiert (Tageseintrag vom 20. Juli 2025).

Foto: Eine seltene Silberdistel mit ihrer dornigen Blüte. Sie hat nach dem Bundesnaturschutzgesetz, gleichbedeutend mit der Bundesartenschutzverordnung, den gleichen Status wie z. B. der streng geschützte Bronzeröhrling und darf - unter Androhung hoher Geldstrafe - nicht gepflückt oder ausgegraben werden. Ihr Schutzbedürfnis beruht darauf, dass ihre Habitate - kalkhaltige Magertrockenrasen - mehr und mehr verschwinden.
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Foto: Sepps und Christians Fund mit 13 jungen Birkenpilzen (vorne rechts), über die sie sich besonders gefreut haben. (2 Fotos © Sepp)
Sepp schreibt am 13. September 2025:
"Hallo lieber Heinz-Wilhelm,
gestern Nachmittag war mein Sohn Christian mit mir in dem Pilzrevier südlich von Holzkirchen unterwegs. Unsere Hoffnung auf einen üppigen Steinpilzfund ähnlich dem von Pilzfreund Heiko am 11. September im Hochschwarzwald erfüllte sich allerdings nicht. Es zeigten sich auch keine Steinpilzanzeiger wie Fliegenpilz oder Pfefferröhrling.
Dennoch hatten wir Erfolg. So fanden wir 13 junge Birkenpilze, die nach etlichen mageren Jahren endlich einmal wieder so zahlreich wachsen. Dazu kamen Flockis, ein Perlpilz, Rotfußröhrlinge, Maronenröhrlinge sowie zwei Riesenschirmpilze (Parasole).
Imponierend war eine riesige Gesellschaft von jungen Birnenstäublingen, die uns als Botschafter für weitere erfolgreiche Pilzgänge willkommen waren.
Liebe Grüße an Dich und alle Pilzfreunde
Sepp und Christian"
Blau = ungenießbar
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Foto: Eine große Gesellschaft von jungen ungenießbaren Birnenstäublingen.

Foto: Drei von zehn jungen Flockenstieligen Hexenröhrlingen, die Sepp mit nach Hause genommen hat. (2 Fotos © Sepp)
Sepp schreibt am 9. September 2025:
"Hallo Heinz-Wilhelm,
angespornt durch den gestrigen Fund, machte ich mich heute Nachmittag kurzerhand auf den Weg zu einem kleinen Mischwald Nähe Miesbach.
In knapp einer Stunde konnte ich zehn frisch gewachsene Flockenstielige Hexenröhrlinge
in den Korb legen. Dazu kam noch ein knackiger Maronenröhrling. Außerdem habe ich noch zwei seltene Pilzarten gesehen, den Beschuhten Schirmling und Ledergelbe Öhrlinge, die man schon mal mit Eselsohren, Hasenohren oder anderen Becherlingsartigen verwechseln kann.
Liebe Grüße aus Hausham
Sepp"
Rot = giftig
Blau = ungenießbar
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Foto: Ungenießbare Ledergelbe Öhrlinge, die gewiss schon öfter mit wohlschmeckenden Eselsohren verwechselt wurden, vor allem wenn die Pilze, wie auf diesem Foto, einzeln stehen und nicht ineinander verwunden sind.
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Sonny schreibt am 9. September 2025:
"Lieber Heinz-Wilhelm,
auch im Landkreis Fürstenfeldbruck zeigte sich am gestrigen Montag ein schönes Pilz-Potpourri aus vielen Maronen, einigen Steinpilzen und Birkenpilzen. Daraus wurde ein wunderbares Pilzragout mit Gnocchi in Salbeisoße gezaubert.
Grüße aus dem Landkreis Fürstenfeldbruck
Sonny"
(Foto © Sonny)
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Foto: Nach enttäuschenden Pilzgängen in den vergangenen zwei Wochen geht es bei Sepp wieder bergauf. Er fand vor allem Flockis, seine erhofften Lilaschuppigen Pfifferlinge und Trompetenpfifferlinge.


Sepp schreibt am 8. September 2025:
"Hallo Heinz-Wilhelm,
wir waren heute Vormittag in unserem Pilzrevier südlich von Holzkirchen unterwegs. Nach enttäuschender Suche in den vergangenen zwei Wochen war die Ausbeute diesmal recht gut.
Wir nahmen vier Flockenstielige Hexenröhrlinge, je einen Perlpilz und Maronenröhrling und endlich Lilaschuppige Pfifferlinge sowie schöne Trompetenpfifferlinge mit. Stehen gelassen haben wir eine Kolonie Stockschwämmchen (siehe 2 Fotos rechts, u.a. mit Nahansicht der arttypischen geschuppten Stiele), eine Breitblättrige Glucke sowie junge Fliegenpilze.
Liebe Grüße
Sepp aus Hausham"
(4 Fotos © Sepp)
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Foto: Eine Breitblättrige Glucke. Diese bei Laubbäumen wachsende Gluckenart empfiehlt sich für die Pilzküche nur, wenn man sie mit erweiterter Kochakrobatik zubereitet. Ihr natürlicher Geschmack reicht an den der Krausen Glucke längst nicht heran.
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Collage: Krause Glucke und Eselsohren (oben), Pfifferlinge und Steinpilz (Mitte) sowie ein junger Birkenpilz und ein Goldröhrling (unten). Auf dem 2. Foto Armins Mitbringsel: Eine schöne Krause Glucke, die einem Pfifferling als Ruhekissen dient, sowie ein Steinpilz und ein Birkenpilz. (Collage/6 Fotos © Armin); (Foto unten © Armin)
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Armin schreibt am 7. September 2025:
"Servus Heinz-Wilhelm,
heute war ich nur auf einer kurzen Waldrunde im Landkreis Rottal-Inn.
Die Vielfalt der Pilze nimmt jetzt schön langsam zu. Gefunden habe ich diesmal Steinpilze (die meisten waren noch zu klein und blieben vorerst im Wald), einige Trompetenpfifferlinge, Pfifferlinge, Goldröhrlinge, einen Birkenpilz, Eselsohren und Krause Glucken. Von letzteren nahm ich jedoch nur eine mit, die anderen waren entweder zu alt oder noch zu klein.
Gruß aus Simbach am Inn
Armin"

Armin schreibt am 4. September 2025 zu dieser Collage:
"Servus Heinz-Wilhelm.
bei meiner heutigen Pilzrunde habe ich wieder junge Krause Glucken, Pfifferlinge und einen Maronenröhrling gefunden. Die Steinpilze der zweiten Welle lassen noch auf sich warten.
Grüße aus Simbach am Inn
Armin"
(Collage/6 Fotos © Armin)
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Collage: Eine schöner als die andere: Armin, seine Frau und seine Tochter fanden prächtige Krause Glucken bei Triftern. Auch einige schöne Pfifferlinge (unten) landeten im Korb. (Collage/6 Fotos © Armin)
Armin schreibt am 29. August 2025:
"Servus Heinz-Wilhelm,
nach längerer Trockenheit waren wir heute mal wieder beim Schwammerl suchen
Zu finden gab es jede Menge Krause Glucken und einige Pfifferlinge. Außerdem fanden wir noch Perlpilze, die aber im Wald blieben.
Gruß aus Simbach am Inn
Armin und Familie"
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Foto: Das gibt gewiss nicht nur ein Festessen im Hause Armin. Die Krausen Glucken bieten sich für mehrere Zubereitungsarten an. (Foto © Armin)

Foto: Eine Krause Glucke mit leichtem, gut zu entfernenden Sonnenbrand. Matthias legt sie zerkleinert gerne auf eine Weiße Pizza (siehe weiter unten); ein schöner Zubereitungstipp!
Matthias aus Happurg schreibt am 22. August 202:
"Hallo Heinz-Wilhelm,
die Röhrlinge legen jetzt bei uns wie erwartet eine wohlverdiente Pause ein. Somit machte ich mich heute direkt nach der Arbeit in ein anderes Habitat auf. Ich hatte das Gefühl, dass es so langsam mit den Krausen Glucken losgehen müsste.
Das Waldstück besteht vorwiegend aus Kiefern, Fichten und Rotbuchen. Gefunden habe ich zuerst einmal jede Menge Graue und Rötende Wulstlinge (Perlpilze), sowie Scheidenstreiflinge.
Der Wald ist jetzt innerhalb kürzester Zeit wieder nahezu trocken gefallen. Es gibt aber auch einige schattige Flecken und tiefe verdichtete Fahrspuren, wo sich die Feuchtigkeit länger hält. An solch einer Stelle konnte ich mich dann über eine Gruppe schöner Frauentäublinge freuen. Hinzu kamen noch ein Wieseltäubling und ein Grüngefelderter Täubling.
Ich suchte in diesem Wald systematisch die Kiefern ab, die in den vergangenen Jahren Krause Glucken hervorgebracht hatten. Letztes Jahr hatte ich in diesem Wald an einem Nachmittag bestimmt 20 Fruchtkörper entdeckt, allerdings alle kleinwüchsig und großenteils vertrocknet. Die Witterung war wohl suboptimal.

Foto: Die Frauentäublinge waren schön fleischig und damit ergiebig. (2 Fotos © Matthias aus Happurg)
Heute dagegen hatte ich tatsächlich Glück. Eine Krause Glucke war zwar schon nicht mehr zu gebrauchen, die andere auf dem Bild war fußballgroß und hatte nur leichten "Sonnenbrand", der sich gut entfernen ließ. Ich hoffe, dass sich hier in den kommenden Wochen noch einiges tut.
Die "Fette Henne" ist einer meiner liebsten Speisepilze und passt gut angebraten übrigens auch hervorragend auf Weiße Pizza*, mit etwas frischer Petersilie garniert.
Ich wünsche euch allen einen baldigen Start in die Hauptsaison!
Liebe Grüße
Matthias aus Happurg"
* Einer Weißen Pizza fehlt die typische Rotfärbung der Tomatensauce. Sie kann entweder mit weißer Sauce wie aus Parmesan, Ricotta, Mozzarella oder Trüffelcreme bestrichen werden oder kommt im südlicheren Italien auch damit aus, dass der Teigfladen einfach mit Olivenöl eingepinselt und mit Knoblauch, Rosmarin oder eventuell noch mit Zwiebeln belegt wird. Oder, wie im Hause Matthias: mit Stückchen von der Krausen Glucke.
Ein schöner Zubereitungsvorschlag, lieber Matthias. Vielen Dank!
Herzliche Grüße Heinz-Wilhelm
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Foto: Vom herrlichen großen Steinpilz bis zum Trompetenpfifferlingswinzling war allerhand dabei. Unten (rechts) zwei weitere Bilder von Tagesfunden, die Matthias gemacht hat. Er war Freitag, Samstag und Sonntag auf der Suche. Das 3. Foto rechts zeigt ein schönes Stillleben im Wald, nämlich einen sorgfältig gesäuberten und geschnittenen Fichtensteinpilz und das Pilzmesser, das ihn so schön herausgeputzt hat.
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Matthias aus Happurg schreibt am 11. August 2025:
"Hallo Heinz-Wilhelm, hallo liebe Pilzgemeinde,
ich habe es letztes Wochenende (Freitag, Samstag und Sonntag) zum Pilze sammeln geschafft. Dank der Regenfälle der letzten Wochen hat sich endlich einiges getan und so bin ich jedes Mal mit einem gut gefüllten Korb aus meinem Revier in und um den Grafenbucher Forst zurückgekehrt. Ich habe leider wenig Zeit, einen ausführlichen Bericht zu schreiben, deshalb folgt eine kurze Auflistung. Gefunden habe ich an Speisepilzen u. a.:
- Fichtensteinpilze
- Sommersteinpilze
- Maronenröhrlinge
- Goldröhrlinge
- Espen-Rotkappen
- Flockenstielige Hexenröhrlinge
- Andere Rauhfüße, vmtl. Birkenpilze
- Echte Pfifferlinge
- Trompetenpfifferlinge
- Fichtenreizker
- Speisetäublinge
- Frauentäublinge
- Grüngefelderte Täublinge
- Orangerote Graustieltäublinge
- Perlpilze
- Schwefelporlinge
Nicht auf den Bildern zu sehen, aber außerdem entdeckt (und essbar):
- Netzstielige Hexenröhrlinge
- Butterpilze
- Parasol
- Graue Wulstlinge
- Diverse Scheidenstreiflinge
- Anisegerlinge
Das sind 22 verschiedene Arten Speisepilze! Es ist also gerade ordentlich was los im Wald, aber bei dem nun gemeldeten Kaiserwetter vermutlich nicht mehr lange. Beeilen lohnt sich!*
Zum guten Schluss noch eine interessante Beobachtung: Ich hätte mehrere Körbe mit Sommersteinpilzen füllen können, wären nicht ihre üblichen Begleiter - die Pilzmaden - schneller gewesen. Interessanterweise waren die Fruchtkörper, bei denen die Schnecken den Stiel nahezu komplett durchgefressen hatten (Engstelle), im Hutbereich wenig bis überhaupt nicht vermadet. Man kann diesen Tieren also durchaus auch einmal dankbar sein.
Ich wünsche allseits fröhliches Sammeln!
Viele Grüße
Matthias aus Happurg"
* So wird es kommen, lieber Matthias. Die angekündigten hohen Temperaturen werden das Wachstum der Pilze einstweilen zum Erliegen bringen. Dennoch: Es war fast deutschlandweit ein wunderschönes kräftiges Zwischenhoch mitten im oft genug völlig trockenen Sommer!
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Foto: Sie sind auch schon da. Die Trompetenpfifferlinge, eigentlich Herbstpilze, zeigen, dass sich ein kleiner Herbst in den heißen Sommer vorgeschoben hat.
(5 Fotos © Matthias aus Happurg)
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Hans schreibt am 10. August 2025:
"Lieber Heinz Wilhelm, Servus Pilzfreunde,
am heutigen Sonntag hat es mich trotz Hitze am frühen Vormittag in meine Pilzreviere südöstlich von München gezogen.
Es standen Parasole in rauen Mengen, Steinpilze von jung bis alt, ein Birkenpilz, zwei Maronenröhrlinge und zwei junge Schopftintlinge.
Ein paar wenige Steinpilze fand ich in Fichtenwäldern, die Hauptmenge in einem kleinen Eichenwald. Die Steinpilze waren relativ klein, hatten aber schon einen ausgeprägt gelben bis grünen Schwamm. Zudem hatten die Waldbewohner bereits daran genagt, aber sie waren glücklicherweise alle wurmfrei.
Einen Teil habe gleich zum Trocknen in die Sonne gelegt, der Wintervorrat muss schließlich gesichert werden. Auch unsere Nachbarn haben ein paar Steinpilze abbekommen.
So werde ich heute mit meiner Frau Steinpilze in Rahm mit Semmelknödel als erstes Steinpilzgericht für heuer mit Freude genießen.
Heinz-Wilhelm und den Pilzfreunden eine schöne Zeit und viel Schwammerlglück!
Viele Grüße aus Unterhaching
Hans"
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Foto: Hans hat die qualitativ ausgezeichneten Steinpilze in Scheiben geschnitten und in der Sonne zum Trocknen ausgelegt. Der Wintervorrat wird bereits angelegt! (2 Fotos © Hans)
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Foto: Nur gut, dass Thomas so etwas wie einen Einkaufs- oder Wäschekorb im Auto hatte. So konnte er die herrlichen Steinpilze, die er Knall auf Fall beim Austreten am Waldrand gefunden hat, alle einsammeln. Der Pilz ganz hinten rechts war der Zeigerpilz für die ganze Gesellschaft, den er nur deshalb mitgenommen hat, um diesen ergiebigen Standort nicht preiszugeben. (Foto © Thomas)
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Thomas schreibt am 9. August 2025:
"Hallo Herr Bertram,
ich war nur mal kurz austreten - so oder so ähnlich könnte man das, was ich heute erlebt habe, beschreiben.
Ich war mit dem Auto meiner Frau auf der Bundesstraße bei Günzburg unterwegs und bin für eine Pinkelpause mal eben rechts rangefahren. Zehn Meter rein in den Wald - und plötzlich finde ich mich inmitten von Steinpilzen wieder. Also kurzerhand den Einkaufskorb aus dem Kofferraum geholt - und in einer knappen halben Stunde randvoll gefüllt.
Standort war eine lichte Stelle mit ein paar uralten Buchen, Eichen, einigen Tannen, eingestreuten Birken und ein paar jungen Fichten. Der Boden tief bemoost und teilweise mit Gras überwachsen.
Pilzsammlers Eldorado würde ich solche Funde in unbekanntem Terrain nennen. Es sind die schönsten! Denn an den Standardplätzen fehlt dieser Überraschungseffekt, dort weiß man genau, wo man suchen muss.
PS: Der Steinpilzgreis ganz hinten rechts mit den noch erkennbaren dunkelolivfarbenen Röhren war der Zeigerpilz und von weitem sichtbar. Ich habe ihn nur mitgenommen, um keinen Hinweis auf diesen Fundort zu hinterlassen;-) Er landet zusammen mit den Putzabfällen andernorts wieder im Wald.
Gruß an alle Schwammerlfreunde und viel Erfolg! Aktuell lohnt es sich, es hat ab dem 23.Juli ziemlich zäh begonnen, jetzt aber treibt die Wärme die Boleten aus dem Boden.
Thomas"
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Foto: Steinpilze, Perlpilze und Pfifferlinge sind in Sepps Korb zu erkennen. Gesammelt in rund 1300 M. Höhe bei Bayrischzell. (2 Fotos © Sepp)
Sepp schreibt am 8. August 2025:
"Hallo lieber Heinz-Wilhelm,
Romina, Christian und ich machten uns heute Nachmittag wieder auf zu einem Pilzgang auf unseren Plätzen bei Bayrischzell auf 1300 Metern Höhe.
Die Artenvielfalt ist für Anfang August sehr beachtlich. Was bei uns in Südbayern auffällt, ist, dass die Pfifferlinge nicht mehr so zahlreich wachsen wie vor zwei bis drei Wochen. Dafür stehen andere Arten zum Teil in Massen, wie Fichtenreizker, Rotfußröhrlinge, Nelkenschwindlinge, Perlpilze, Habichtspilze und Rotstielige Ledertäublinge.
Außerdem gesehen: Mohrenkopfmilchling*, Grauer Scheidenstreifling*, Wieseltäubling*, Maronenröhrlinge, Falsche Anhängselröhrlinge** sowie eine Gruppe junger Dickfußröhrlinge (= Schönfußröhrlinge).
Auch die Stäublingsarten wie Igelstäubling***, Brauner Stäubling***
und Flaschenstäublinge sind jetzt da.
Viele liebe Grüße von Hausham
Sepp"
* Sehr gute Speisepilze
** Streng geschützt, dürfen nicht entnommen werden
*** Geschmacklich sehr schwach, wären in Notzeiten essbar
Rot = giftig oder giftverdächtig

Foto: Habichtspilze eignen sich hervorragend für die Zubereitung des bayerischen Pilznationalgerichtes "Hirschling sauer". Das Rezept, über Jahrzehnte ein Klassiker in bayerischen bzw. süddeutschen Landküchen, sowie zwei lesenswerte Bewertungen, findet ihr hier.
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Collage: Eindrücke aus dem Parasolwald: Wir sehen Parasole in Nadelstreu, im Gras und versammelt im Korb sowie paniert und gebacken als köstliche Waldschnitzel auf dem Teller. Sag noch einer, Hans sei kein Koch in seinem Berufsleben gewesen... (Collage/4 Fotos © Hans)
Hans schreibt am 8. August 2025:
"Lieber Heinz- Wilhelm, Servus Pilzfreunde,
nachdem es die letzten drei Wochen nicht zu wenig geregnet hat, war die Hoffnung aufgeblüht - vergleichbar mit den schön aufgeschirmten Parasolen, die ich bei meinem jüngsten Pilzgang fand.
Leider hat sich mein Sammelergebnis auf die Parasole beschränkt. Perlpilze waren von den Schnecken vertilgt worden, ein Hexenröhrling und ein Maronenröhrling waren so gut wie überständig und blieben im Wald.
Doch die Ausbeute an Parasole war ordentlich, der Korb war gefüllt. Die Nachbarn und Pilzfreunde bekamen einen Teil davon ab, der Rest wurde gebacken. Ergänzt durch einen Salat und Remoulade, war dieses erste Pilzgericht des Jahres für meine Frau und mich ein Festmahl.
An Heinz-Wilhelm ein herzliches Dankeschön für seine schönen und informativen Reports!
Den Pilzfreunden noch viel Erfolg!
Viele Grüße aus Unterhaching
Hans"
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Foto: Diese fünf Netzstieligen Hexenröhrlinge entdeckte Andreas auf dem Gelände seines Arbeitgebers. Nach Feierabend sammelte er sie ein. Wie praktisch! Zu ihrem Verzehr - sie schmecken prima - besteht Alkoholverbot. (Foto © Andreas)
Andreas schreibt am 5. August 2025:
"Lieber Heinz-Wilhelm,
nach langer Funkstille kann ich endlich mal wieder etwas aus Bamberg berichten.
Gestern Abend war ich eine kurze Runde im Hauptsmoorwald joggen. Es kam mir ein Pilzsammler mit zwei prächtigen Fichtensteinpilzen im Körbchen entgegen. Kurz vor Zuhause erspähte ich dann direkt am Radweg noch einen schönen Hexenzwilling (Netzstieliger Hexenröhrling). Angebraten mit Ei war das Abendbrot schnell aufgewertet.
Und heute entdeckte ich auf unserem Firmengelände eine weitere Gruppe Netzstieliger Hexenröhrlinge, die ich nach Feierabend einsammeln werde.
Es geht also nach den teilweise sehr ergiebigen Regenfällen der letzten Wochen auch hier langsam los mit den Pilzen
Liebe Grüße
Andreas"
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Simbach am Inn - Armin ist bei seinem Pilzgang am 4. August wieder gut belohnt worden mit Steinpilzen, Flockis, Maronen, Birkenpilzen, einer Handvoll Pfifferlinge und einer ersten Krausen Glucke.
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2 Fotos: Zwei besonders schöne und makellose Exemplare von einem Steinpilz (links) und einem Flockenstieligen Hexenröhrling gehörten auch zu Armins Fund. (rechts). (3 Fotos © Armin)
4. August 2025
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Foto: Was will man mehr zu seinem ersten Pilzgang im Jahr? Sebastian war hoch zufrieden mit seiner Ausbeute bei ingolstadt. Die Steinpilze machen einen qualitativ hervorragenden Eindruck. Das 2. Foto zeigt ein Prachtstück von einem Fichtensteinpilz. (2 Fotos © Sebastian)
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Sebastian schreibt am 4. August 2025:
"Lieber Heinz-Wilhelm,
nachdem bei dir die ersten Pilze gemeldet wurden, musste ich heute bei Ingolstadt auch einmal an meinen Stellen nachschauen. Und einer meiner Spots lieferte tatsächlich schon! :) Die Ausbeute reichte für ein Essen: 8 Steinpilze, 1 Hexenröhrling, 2 kleine Maronenröhrlinge und viele frische, knackige Rotfußröhrlinge.
Ein großer Hexenröhrling und ein überständiger Parasol blieben im Wald. Meine anderen Pilzplätze waren noch komplett leer.
Ich bin recht zufrieden und motiviert für die kommenden Wochen!
Liebe Grüße
Sebastian"

Foto: Daumen hoch! Romina, die während des Pilzganges dabei war, freut sich über den Gsamtfund. (4 Fotos © Sepp)
Sepp schreibt am 3. August 2025:
"Hallo lieber Heinz-Wilhelm,
gestern, am Samstag, waren wir bei mäßigem Regenfall erneut auf 1300 Metern Höhe auf der Pilzsuche. Wir wurden diesmal verstärkt durch meine Enkelin Romina, die begeistert bei der Sache war.
Die Artenvielfalt war überwältigend. So fanden wir unter anderem Fichtensteinpilze,
Maronenöhrlinge, Falsche Anhängselröhrlinge, Pfifferlinge, viele Perlpilze, mehrere Täublingsarten und sogar schon einige Herbstklassiger wie Violetter Lacktrichterling, Hirschzungen (habichtspilze), Fichtenreizker und sogar schon Hallimasch.
Ein Wort zu den Falschen Anhängselröhrlingen. Eine größere Gruppe davon lag leider schon auf dem Waldboden, alle waren bereits überständig, so dass sich ein Foto dieser streng geschützten Pilze nicht lohnte.
Insgesamt war es ein herrlicher und erfolgreicher Pilzgang in der noch unzerstörten Natur, wobei uns die riesigen Disteln besonders imponierten.
viele Grüße
Sepp"
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2 Fotos: Ein kräftiger Fichtensteinpilz mit markanter weißer Netzzeichnung und zwei frühe Hallimaschnester (rechts).

Foto: Die bis zu 1,20 Meter hohen Wollkopfkratzdisteln sind dank ihrer langen, starken Dornen sehr wehrhaft. Was ihnen aber in einer entscheidenden Frage auch nicht viel weiterhilft, denn sie sind im Alpenvorland gebietsweise vom Aussterben bedroht. Schuld daran ist die Intensivierung der Landwirtschaft und die Aufgabe von Beweidung und Mahd.
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May 19, 26 03:57 AM
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May 14, 26 02:24 PM
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Ein Pilzbuch zum Genießen, das mit Hans Waltys künstlerischer Gabe und wissenschaftlicher Detailversessenheit gleichermaßen zur Pilzbestimmung wie zum visuellen Genießen einlädt.
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Trockene Wälder, wochenlang kaum oder gar keine Pilze... Das muss nicht sein! Mit der vorzüglichen Pilzbrut von Hawlik hat das ein Ende. Wie wäre es zum Beispiel mit köstlichen Limonenpilzen ?
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Besonders für Einsteiger in die faszinierende Morchelsuche geeignet!
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