Pilzticker Bawue 435
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Übersicht aller bisherigen Pilzticker Baden-Württembergs

Michael schreibt am 30. Dezember 2025:
"Hallo Heinz-Wilhelm,
wie von dir richtig vermutet, durften zum Weihnachtsessen frische Austernpilze nicht fehlen.
Am zweiten Weihnachtsfeiertag bereitete ich für die ganze Familie Kaninchen mit frischen Austernseitlingen in einer Weißweinsoße, Kräutern der Provence und Eierknöpfle zu.
Vorgestern waren Simone und ich bereits wieder an einigen unserer Austernpilzstellen. Trotz Sonnenscheins waren bei -3 Grad alle Austernpilze stockelsteif gefroren. Ihnen gesellten sich noch einige Samtfußrüblinge hinzu.
Dies ist mein letzter Beitrag für das Jahr 2025. Lieber Heinz-Wilhelm, vielen Dank für Deine ständige Arbeit und Gestaltung an Passion-Pilze-sammeln. Wir wünschen Dir, Deiner Familie und allen Pilzfreunden einen guten Rutsch ins neue Jahr.
Viele Grüße
Michael und Simone"
(4 Fotos © Michael)
Lieber Michael,
auch Dir nochmals Dank für Deine steten jahrelangen Pilznachrichten auf sehr hohem Niveau! Simone und ich wünschen auch euch einen guten Rutsch ins neue Jahr. Bleibt auch 2026 gesund und munter!
Herzliche Grüße Heinz-Wilhelm
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Foto: Simone und Michael an einer alterschwachen Rotbuche mit Austernseitlingen.

Foto: Hart gefrorene und mit Schneegriesel überzuckerte Austernseitlinge an bemoostem altem Baumstamm.

Foto: Und schon wieder ist Nachschub da. Die Austernseitlinge haben aufgrund der günstigen Wetterverhältnisse im Landkreis Karlsruhe ein starkes Jahr. Vereinzelt gibt es eine Handvoll Winterrüblinge (rechts) dazu.
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2 Fotos: Der Haselbecherling, auch Haselkleibecherling, ist ein sehr seltener Pilz, der nur regional auftritt, und selbst dann nur sehr sporadisch. Er siedelt am Totholz von Haselsträuchern, gelegentlich auch Erlen, und ist ungenießbar. Er bildet seine Fruchtkörper im Winter und Frühjahr aus. (2 Fotos © Heiko)
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Heiko schreibt am 29. Dezember 2025:
"Lieber Heinz-Wilhelm,
bei einem schönen Familienspaziergang an unserem Flüsschen Glems entdeckte ich heute erstmals den hübschen und fotogenen Haselkleibecherling oder Haselbecherling (Engoelia furfuracea).
Herzliche Grüße aus dem vor Kälte klirrenden Baden-Württemberg
Pilzfreund Heiko"

Foto: XL-Judasohren, normalgroße Samtfußrüblinge: Michael fand ausnahmsweise mal keine Austernpilze.

Michael schreibt am 23. Dezember 2025:
"Hallo Heinz-Wilhelm,
erneut machte ich bei einer Joggingtour in einem anderen Waldstück schöne Funde am Wegrand. Schöne Samtfußrüblinge (Foto rechts) und teils riesige Judasohren sammelte ich nach der meiner Runde ein.
An einem Holzstapel, größtenteils aus Nadelholz, entdeckte ich einige Bänke Gelbstieliger Muschelseitlinge im besten Alter.
Simone und ich wünschen dir und allen Lesern frohe Weihnachten!
Viele Grüße Michael"
(4 Fotos © Michael)
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Foto: Mit dem Erkennen der olivgrüngelben Farbtöne an den großen Hüten stehen diese Seitlinge unter Anfangsverdacht...

Foto: ...und erweisen sich bei der Beschau von unten als Gelbstielige Muschelseitlinge. Sie gelten als giftverdächtig.

Michael schreibt am 22. Dezember 2025:
"Hallo Heinz-Wilhelm,
von einem Bekannten bekam ich - frisch geangelt - einen Karpfen und eine Brasse. Die Fische habe ich filetiert, paniert und ausgebacken. Dazu gab es karamellisierte Maronen und gemischte Pilze à la Crème (Foto rechts) für mich und Simone.
Viele Grüße
Michael"
(3 Fotos © Michael)
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Foto: Eine kleiner Karpfen (oben) und eine Brasse, auch bekannt unter dem Namen Brachse und Blei. Die Brasse ist mit dem Karpfen verwandt, stammt aus der Unterordnung der Karpfenfischähnlichen.

Foto: Filets von der Brasse und dem Karpfen. Brassen sind sehr grätenreich mit vielen feinen Gräten, weshalb sie trotz ihres ausgezeichneten Geschmacks von manchem Angler und Fischgourmet gering geschätzt werden. Durch Schröpfen von Brassenfilets kann man ihr Fleisch derart zerkleinern (verfeinern), dass die vielen kleinen Y-Gräten beim Garen weich werden, so dass man sie mitessen kann.
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Foto: Das hat sich gelohnt! Michael und Simone haben bei den Austernseitlingen im Landkreis Karlsruhe richtig hingelangt. So mancher hier zu sehende Pilz landet mit Sicherheit in einem Weihnachtsgericht. Das 2. Foto zeigt die mitgenommenen Judasohren (oben) sowie Samtfußrüblinge (unten). (4 Fotos © Michael)
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Michael schreibt am 19. Dezember 2025:
"Hallo Heinz-Wilhelm,
mit den Austernseitlingen geht es munter weiter. Simone und ich fanden einige neue Baumstämme voller bester Pilze. Und auch wieder reichlich Nachwuchs. Ein paar Judasohren und Samtfußrüblinge fanden auch ihren Weg in den Korb.
Viele Grüße
Michael und Simone"

Foto: In vielen Nestern quillen die Austernseitlinge kraftvoll und üppig aus dem Altholz der Rotbuchen hervor. Dieses Foto ist ein Ausschnitt aus dem folgenden.

Foto: Erntefertige und junge Austernpilze, die noch einige Tage wachsen dürfen, an ein und demselben Stamm.

Heiko schreibt am 18. Dezember 2025:
"Lieber Heinz-Wilhelm,
ein schöner Spaziergang heute Morgen in den Wäldern in und um Böblingen brachte meiner Frau Kerstin und mir ein paar schöne Austernseitlinge ein. Das Foto rechts zeigt sie im Gegenlicht.
Die aktuelle Wetterlage bei uns mit trockener Kälte und herrlicher Sonne lädt zum Wandern durch die winterliche Natur ein.
Ich wünsche dir und deinen Lieben ein schönes Weihnachtsfest 2025!
Bis bald wieder
Dein Pilzkumpel
Heiko"
(Foto © Heiko)
Lieber Heiko,
auch Dir und Deiner Familie ein frohes und besinnliches Weihnachtsfest, verbunden mit bestem Dank für Deine rege Mitarbeit mit durchweg tollen Fotos für den Pilzticker Baden-Württemberg!
Herzliche Grüße Heinz-Wilhelm
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Foto: Ein üppiger Fund schönster Austernpilze, über den sich vor allem Senior Willi freuen darf, den Michael über diese Website kennenlernte. Die Zwei haben schon so manchen gemeinsamen Pilzgang hinter sich. (4 Fotos © Michael)
Michael schreibt am 16. Dezember 2025:
"Hallo Heinz-Wilhelm,
gestern begab ich mich gezielt auf Austernpilzsuche und wurde auch gut fündig. Auch der Austernnachwuchs ist schon am Start. Über einen Großteil der mitgenommenen Pilze darf sich mein Pilzfreund Willi freuen. Zusätzlich entdeckte ich noch einen letzten Narzissengelben Wulstling.
Viele Grüße Michael"

Foto: Gut zu erntende Austernseitlinge am liegenden Stamm sind stets eine willkommene Beute.

Foto: Es fehlt nicht an Nachwuchs von jungen Austernseitlingen. Michael stehen noch schöne Erntegänge bevor.

Foto: Ein letzter Gruß von den Wulstlingen zum Saison- und Jahresende. Dieser Narzissengelbe ist sehr spät dran.

Foto: Gut versorgt, auch im Winter: Michael fand am Wegesrand einen Schwung Samtfußrüblinge (links) und Austernpilze (rechts). (7 Fotos © Michael)
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Michael schreibt am 13. Dezember 2025:
"Hallo Heinz-Wilhelm,
beim Joggen habe ich wieder einige Wegrandfunde mit Winterpilzen gemacht, die ich anschließend abgeholt habe: Samtfußrüblinge und Austernpilze. Die schönen Ästigen Stachelbärte blieben aufgrund ihrer Seltenheit im Wald zurück.
Viele Grüße
Michael"

Foto: Schön, wenn die Samtfußrüblinge büschelig wachsen. Dann kann man sie in eins vom Baum pflücken.

Foto: Samtfußrüblinge, entlang eines dicken bemoosten Astes, wohl einer Rotbuche, wachsend.

Foto: Diese Austernseitlinge waren gerade ausgewachsen.

Foto: Ästiger Stachelbart 1

Foto: Ästiger Stachelbart 2

Foto: Die zwei Ästigen Stachelbärte. Ihr Wirtsbaum dürfte eine altersschwache, kranke Rotbuche sein. Die Pilze benötigen Bäume im Stadium fortgeschrittener Vermorschung. Sie sind recht selten, weshalb man sie unberührt lassen sollte.
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Foto: Große reife Austernpilz an einem Rotbuchenstamm. Der große weiße Fleck am Stamm deutet auf ein bereits abgeerntetes Areal hin. (3 Fotos © Michael)
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Michael schreibt am 26. November 2025:
"Hallo Heinz-Wilhelm,
bei sonnigem, aber kaltem Wetter waren Simone und ich an meinen Winterpilzstellen im Landkreis Karlsruhe. Wir sammelten Austernseitlinge, Samtfußrüblinge und einige Judasohren.
Viele Grüße
Michael und Simone"

Foto: Samtfußrüblinge besiedeln einen bemoosten Ast. Das Gestänge im Hintergrund hat beschlossen, parallel schräg zu wachsen. Aber warum?

Foto: Ein Schälchen Samtfußrüblinge, ein Schwung großer und ein halbes Dutzend kleiner Austernpilze sowie eine Handvoll Judasohren ergaben die erste nennenswerte Winterpilzausbeute für Simone und Michael.

Foto: Es ist noch einiges zu finden, trotz schon leichter Minusgrade während der Nächte. Wir sehen Waldchampignons, zwei Austernpilze, Totentrompeten, Pfifferlinge und einen Semmelstoppelpilz. (5 Fotos © Michael)
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Michael schreibt am 20. November 2025:
"Hallo Heinz-Wilhelm,
Anfang der Woche war ich nochmals in meinen regionalen Wäldern. Vermutlich das letzte Mal, außer natürlich Winterpilze, da wir die letzten Nächte bereits Minusgrade hatten.
Gesammelt habe ich Pfifferlinge, Graue Leistlinge, Waldchampignons, einen Semmelstoppel und zwei Austernseitlinge. Vor die Linse kamen mir noch ein einsamer Tintenfischpilz und fünf Damhirschkühe, die ich mit dem Zoom auf ca. 150 Meter Entfernung einfing. Auch Fliegenpilze stehen noch im Wald.
Viele Grüße
Michael"
Rot = giftig
Blau = ungenießbar
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Foto: Waldchampignons zählen zu den Spätherbstpilzen und sind für das letzte Novemberdrittel nicht ganz außergewöhnlich.

Foto: Mit den Totentrompeten dürfte es alsbald vorbei sein für dieses Jahr.

Foto: Ein Tintenfischpilz wurde dieses Jahr noch gar nicht auf dieser Website gezeigt. Übrigens zu meiner Freude, ich gebe es gerne zu. Damit aber alles seine gute Ordnung hat: Hier ist einer.

Foto: Auch diese fünf Damhirschkühe kamen Michael vor die Linse, der sie aus etwa 150 Metern Entfernung fotografierte. Sie sind größer als Rehe. Damwild liebt lichte Laub- und Mischwälder mit Wiesen und Feldfluren. Die wilden Populationen gehen darauf zurück, dass sie Ende des Mittelalters aus Gehegen entkommen und sich in der Wildnis ausbreiten konnten.
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Peter schreibt am 15. November 2025:
"Hallo Heinz-Wilhelm,
gegen Ende der diesjährigen Pilzsaison will ich mich auch mal wieder kurz melden und Dir ein Bild meines heutigen Funds schicken, in der Mehrzahl Pfifferlinge, einige Herbsttrompeten sowie einen einsamen Flocki. Sie waren das Ergebnis eines etwa 2-stündigen Pilzgangs im von Buchen dominierten Mischwald am Nordrand des Schwarzwalds auf 400 Metern Höhe.
Man muss schon seine Stellen kennen, um im laubbedeckten Wald noch fündig zu werden. Für die kommende Woche sind frostige Nächte vorhergesagt, deshalb wollte ich heute noch einmal die milden Temperaturen von 15 Grad nutzen. Die Pilze gab es gerade eben angebraten als Beilage zu einem Feldsalat.
Auch wenn ich mich diese Saison rar gemacht habe, was die Berichterstattung angeht - was primär daran lag, dass ich dieses Jahr nicht so viel Zeit wie gewünscht für die Pilze hatte, - lese ich regelmäßig im Ticker mit und freue mich immer über Neuigkeiten aus anderen Ecken Deutschlands und der Schweiz. Deshalb an der Stelle von mir ein dickes Dankeschön an Dich, dass Du diese Community seit vielen Jahren mit so viel Engagement betreibst und am Laufen hältst.
Liebe Grüße aus Karlsruhe wünscht
Peter"
(Foto © Peter)
Lieber Peter,
vielen Dank für Deine netten Worte! Ich wünsche Dir, dass Du kommendes Jahr wieder öfter zu Deinen geliebten Waldgängen kommst und schöne Erfolge hast.
Eine ruhige und erholsame Winterpause wünscht Dir mit besten Grüßen Heinz-Wilhelm
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Foto: Und da ist er auch schon wieder, Michaels Pilzkorb, erneut halbvoll mit Trompetenpfifferlingen. (4 Fotos © Michael)
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Michael schreibt am 15. November 2025:
"Hallo Heinz-Wilhelm,
Simone und ich konnten es nicht lassen und waren nochmals auf dem Dobel im nördlichen Schwarzwald. Dort wachsen die Trompetenpfifferlinge in Massen, geradezu teppichartig. Unser Vorrat ist jetzt gesichert. Ein letzter Flockenstieliger Hexenröhrling schaffte es auch noch in das Körbchen. Die Eispilze (Gallertigen Zitterzähne) habe ich lediglich fotografiert und im Wald gelassen.
Viele Grüße
Michael und Simone"

Foto: Sie wachsen hemmungslos überall im Moos.

Foto: Dieser noch erstaunlich schöne Flockenstielige Hexenröhrling hat sich in der Zeit vertan und wuchs noch Mitte November.

Foto: Der Eispilz alias Gallertiger Zitterzahn blieb, obwohl essbar, an Ort und Stelle zurück.

Foto: Michael ist ein Freund der Vielseitigkeit. Er ist sich nicht zu schade, seinen Korb sortenrein auch mit Trompetenpfifferlingen zu füllen, was nicht ganz so schnell von der Hand geht wie mit Steinpilzen... (4 Fotos © Michael)
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Michael schreibt am 12. November 2025:
Hallo Heinz-Wilhelm,
außer viel Nebel und einem Grasfrosch gabe es für Simone und mich reichlich Trompetenpfifferlinge im Bereich Dobel im nördlichen Schwarzwald. Vereinzelt stehen noch Lachsreizker und einzelne Maronenröhrlinge im Wald.
Viele Grüße
Michael und Simone"

Foto: Da wachsen sie ganz ungezwungen zwischen den Fichten, die Trompetenpfifferlinge. An Fichten sind sie besonders stark gebunden. Man findet sie fast ausschließlich im Moos.

Foto: Ein bemooster Weg durch den Nadelhochwald mit jungem Unterbewuchs. Dies ist nicht nur das Reich für Trompetenpfifferlinge, sondern auch der Steinpilze und Maronenröhrlinge.

Foto: Der Grasfrosch hat nicht mehr lange bis zur Winterstarre. Er verbringt die kalte Jahreszeit reglos - seinen Stoffwechsel senkt er drastisch - in Erdhöhlen, unter Steinen oder Wurzeln oder im Schlamm im Wasser.
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Foto: Michael fand unter anderem noch sehr schöne und durchweg große Parasole, hier mit intensiver Schuppenbildung. (6 Fotos © Michael)
Michael schreibt am 8. November 2025:
"Hallo Heinz-Wilhelm,
gestern war ich in meinen lokalen Wäldern im Landkreis Karlsruhe unterwegs, um nach Winterpilzen zu schauen. Was ich aber fand, damit habe ich nicht gerechnet:
Parasole, Pfifferlinge, Semmelstoppelpilze, Pfifferlinge, Totentrompeten, Würzige Tellerlinge und Edelreizker. Alles in bester Qualität und teils außergewöhnlicher Größe, wie man an dem Parasol im Vergleich zu meinem Messer gut erkennen kann.
Viele Grüße
Michael"

Foto: Kleines Messer, großer Parasol.

Foto: Eher selten zu finden sind Würzige Tellerlinge. Sie sind Pilze des Mischwaldes, die gerne im äußersten Astbereich von Bäumen stehen, im hohen Norden eher bei Nadelbäumen, im Süden eher bei Laubbäumen. Sie schmecken ausgezeichnet.
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Foto: Die Pfifferlinge wachsen immer noch, als wäre es Herbstanfang.

Foto: Ein, zwei Nadelpaare verraten es: dies ist ein Edelreizker, er steht bei einer Kiefer. Aber auch das konzentrisch gepunktete Hutmuster ist ein Hinweis auf die Art.

Foto: Hier Michaels Gesamtfund. In der unteren Reihe die zweiten Pilze von links sind Semmelstoppelpilze.


Michael schreibt am 7. November 2025:
"Hallo Heinz-Wilhelm,
gestern bereitete ich Entenbrust an einer Rotwein-Pilzsoße (Krausen Glucken, Pfifferlinge und Kupferrote Gelbfüße), Bratkartoffeln und eingelegte Feigen zu. Siehe das fertige Gericht (Foto 1) sowie die vorbereitende Pilzpfanne mit den drei genannten Pilzarten (Foto 2). Das Essen war eine Wucht!
Viele Grüße
Michael"
(2 Fotos © Michael)
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Foto: Der Blick der wohl letzten Pfifferlinge im Hochschwarzwald geht talwärts, dorthin, wo die warmen Stuben warten. Der eine oder andere bescheidene Fund lässt sich eventuell noch machen, aber ab dem 20. November soll es nicht nur im Schwarzwald winterlich werden. Und wie Heiko sagen auch wir leise Servus zum Ausklang der Pilzsaison, verbunden mit Dank für die auch in diesem Pilzjahr wieder tollen Fotos, die meisten mit unverkennbarem Blickwinkel, die er uns von seinen Pilzgängen, oft mit Tochter Merle, gesendet hat.
(Foto © Heiko)
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Heiko schreibt am 7. November 2025:
"Lieber Heinz-Wilhelm,
eine letzte Impression von mir aus dem Hochschwarzwald im Herbst 2025.
Ein kleines Körbchen der geliebten Pfifferlinge ließ sich gestern noch füllen - Röhrlinge Fehlanzeige!
Um den 20. November herum soll sich die Wetterlage bei uns wohl komplett Richtung Winter drehen.
Den ein oder anderen winterlichen Fund werde ich immer wieder mal zusenden. Ansonsten sage ich schon langsam „Servus" für dieses Pilzjahr.
Liebe Grüße senden dir
Heiko und Familie"

Patrick schreibt am 5. November 2025:
"Hallo Heinz-Wilhelm,
wir konnten vor zwei Tagen vermutlich die letzten Totentrompeten dieses Jahr finden, siehe das Korbfoto links. Leider war ein großer Teil schon überständig. Unterwegs waren wir in schönen Mischwäldern im Landkreis Schwäbisch Hall, wo wir die die Pilze unter alten Rotbuchen fanden.
Viele Pilze haben wir getrocknet und haltbar gemacht. Einen kleinen Teil gab es als Füllung von Ravioli nach Thuri Maag. Dank deiner Empfehlung hatten wir vor kurzem dieses tolle Pilz-Kochbuch bestellt.
Schöne Grüße
Patrick"
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2 Fotos: Links sehen wir schön, wie Patrick die Ravioli mit zerkleinerten Herbsttrompeten gefüllt hat. Auf dem Foto rechts ein Gesamtblick auf das Gericht, zu dem es auf den frischen Salat noch reichlich Herbsttrompeten gab. (3 Fotos © Patrick)
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Foto: Ein noch junger, allerdings schon angeknabberter Steinpilz, verdeutlicht, dass da noch was nachkommt im Schwäbischen Wald.
Andrea schreibt am 3. November 2025:
"Hallo Heinz-Wilhelm,
seit vielen Jahren verfolge ich den Pilzticker Baden-Württemberg und nutze ihn als "Anzeiger", wann es sich lohnt, in den Wald auf Pilzsuche zu gehen.
Gestern, am 2. November, haben mein Mann und ich noch einmal unser Glück versucht. Leider kamen wir etliche Tage zu spät. In unserem Pilzrevier im Schwäbischen Wald fanden wir viele riesige verschimmelte Steinpilze. Zwei kleine Exemplare konnten wir jedoch noch mitnehmen.
Obwohl ich dank dieses Pilztickers den Semmelstoppelpilz und die Totentrompeten identifizieren konnte, habe ich es nicht gewagt, sie mitzunehmen. Ich traue mir die Einschätzung, ob diese Pilze noch von guter Qualität sind, nicht zu.* Vielleicht im nächsten Jahr.
Dass sich ein Waldspaziergang immer lohnt, zeigten etliche Feuersalamander sowie einige attraktive Baumpilze, die wir zu Gesicht bekamen.
Viele Grüße aus Stuttgart
Andrea"
(3 Fotos © Andrea)
Pilz-Ticker-BaWue
* Das ist völlig in Ordnung, denn besonders für Anfänger ist ein sicheres Urteil nicht einfach. Mit der Erfahrung wird man darin immer sicherer.
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Foto: Dass Andrea und Mitsammler diese Totentrompeten gefunden haben, zeugt erstens für ein gutes Auge. Und besagt zweitens, dass sie auf einem kalk- oder mergel- oder basalthaltigen Waldboden unterwegs waren. Das verheißt für das kommende Jahr Röhrlingsfunde in diesem Revier!
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Foto: So sieht es aus, wenn ein Feuersalamander unterwegs ist und sich - speziell im Herbst, wo es kaum noch Insekten gibt - mit Regenwürmern und Schnecken so rund wie möglich frisst. Damit er in seinem geschützten, warmen Versteck mit reduziertem Stoffwechsel gut über den Winter kommt. Hier posiert er kurz höflich für die Fotografin.
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Foto: Immer wieder ein schöner Anblick: Eselsohren sind, besonders wenn sie büschelig wachsen, attraktive Pilze. Und sie schmecken ausgezeichnet! (3 Fotos © Michael)
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Michael schreibt am 31. Oktober 2025:
"Hallo Heinz-Wilhelm,
gestern verlegte ich mein Lauftraining an mir bekannte Waldränder und diverse Wiesen. Ich entdeckte Wiesenchampignons, Kleine Waldchampignons, einen Frauentäubling, Eselsohren und Totentrompeten. Die Pilze sammelte ich im Anschluss. Auf einer Koppel entdeckte ich zum ersten Mal Jungfernellerlinge.
Viele Grüße
Michael"

Foto: Dagegen sind die Totentrompeten eine düstere Erscheinung. Und schmecken ebenfalls hervorragend.

Foto: Jungfernellerlinge (Hygrocybe virginea) sind mit ihrem oftmals glasigen Weiß oder cremigen Farben schmucke, zerbrechlich wirkende Pilze. Sie wachsen auf baumlosen Magerwiesen, die immer mehr im Rückzug sind, weshalb auch Pilze dieser Art immer seltener zu sehen sind. Sie wären essbar, zählen aber zu den Saftlingen (Hygrocybe), deren Arten sämtlich streng geschützt sind. Der Artname virginea bedeutet rein weiß, jungfräulich; daher der Name Jungfernellerling.
Heidrun vom Pilzticker Brandenburg schreibt hierzu am 2. November 2025:
"Hallo Heinz-Wilhelm,
Du hattest geschrieben, dass Ellerlinge als Teil der Gattung Hygrocybe vollständig geschützt seien. Wir hatten darüber gerade auf einem Seminar diskutiert. Als Juristin muss ich sagen: Nein.
Die Erkenntnis, dass Ellerlinge genetisch näher zu den Schnecklingen stehen als zu den Saftlingen hat über die Einordnung als Gattung Cuphophyllus dazu geführt, dass sie quasi hintenrum ihren Schutzstatus verloren haben.
Denn sie kommen in der Bundesartenschutzverordnung schlicht nicht vor und sind auch keine Saftlinge im weitesten Sinne mehr. Das mag man misslich finden oder nicht, aber die Rechtslage ist nun so.
Essen wird man gegebenenfalls mal den Orangeellerling, die Jungfernellerlinge sicher nicht, aber sie zur Bestimmung aus dem Habitat zu nehmen, wäre damit gestattet. Ob man überhaupt seltene Arten verspeist, ist ein umstrittenes Thema, aber eben jedem selbst überlassen.
Ich grüße aus der Steinpilzfreien Uckermark (unser Seminar war trotzdem lehrreich und mit vielen tollen Funden gesegnet).
Heidrun"
Vielen Dank für die aufschlussreiche Erklärung, liebe Heidrun!
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Michael schreibt am 30. Oktober 2025:
"Hallo Heinz-Wilhelm,
in unseren örtlichen Parkanlagen im Landkreis Karlsruhe wuchern Karbolchampignons. Auf den umliegenden Wiesen fand ich noch ein paar schöne Parasole, Großsporige Champignons (beide auf dem Foto rechts) und Fliegenpilze.
Viele Grüße
Michael"
(4 Fotos © Michael)
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Foto: Ein schöner ergiebiger Trupp von Parasolen. Übrigens könnte man hier auch schreiben: "...von Parasols". Die Rechtschreibung lässt im Dativ Plural sowohl "Parasolen" als auch "Parasols" zu.

Foto: Alles Lug und Trug! Was hier so schön nach Wiesenchampignons oder Großsporigen Champignons aussieht, sind in Wirklichkeit alles giftige Karbolegerlinge. Imponierend, in welch langer Straße mit Abzweig (hinten rechts) sie auf dieser großen Rasenfläche in einem Park wachsen.
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Foto: Das typische Merkmal von Karbolegerlingen - neben dem abstoßenden Geruch - ist die chromgelbe Färbung auf Druck und Schnitt, die an der Stielbasis am heftigsten auftritt.
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