Pilzticker Bawue 132: Pilzfunde in Baden-
Wuerttemberg vom 02.07.2018 - 21.07.2018



Pilzticker Bawue 132




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Pfifferlinge dicht an dicht am Schluchsee - da ging Oliver das Herz auf


Foto: Der Korb ist gut gefüllt mit Pfifferlingen. Wo es feucht ist am Schluchsee, da wachsen sie unverdrossen.

Pilzticker Bawue 132


Schluchsee/Schwarzwald, 21. Juli 2018

Oliver war, wie so oft am Samstagvormittag, einmal mehr am Schluchsee auf Pfifferlingsjagd. Und nicht umsonst.

Bei angenehmen 17 Grad fand er sie nach Herzenslust. Während anderswo die Wälder staubtrocken sind und akute Waldbrandgefahr herrscht, finden die »Gelbchen« im feuchten Moos gute Wachstumsbedingungen.


Foto: Einige besonders schöne Exemplare hat Oliver hier im Moos versammelt. Viele Pilzfreunde, deren Wälder vor Trockenheit seit Wochen kaum einen Pilz wachsen lassen, können über diesen Anblick wohl nur staunen.

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Foto: Sie leuchten dicht an dicht im Moos und im Hasenklee. Da ist gut Sammeln! (3 Fotos © Oliver)






Zunehmende Vielfalt und viel Freude bei 24 Grad am Schluchsee


Walter schreibt am 18. Juli 2018:

»Hallo und guten Tag Heinz-Wilhelm,

trotz wochenlanger Trockenheit im südwestlichen Teil von Baden-Württemberg hat meine wöchentliche Nachschau im Schluchseegebiet in rund 900 Metern Höhe gestern erste Lichtblicke mit einer größeren Vielfalt an Pilzen gezeigt.

Maronen und Perlpilze gab es wie gehabt, hinzu kamen diverse Täublingsarten sowie jede Menge Pfifferlinge. Auch an Samtfußkremplingen* und Gallenröhrlingen fehlte es nicht.

Bei den Pilzen auf dem Foto rechts vermutete ich erst Stockschwämmchen, doch es dürfte sich um Waldfreundrüblinge handeln. Typisch für sie ist, dass sie auch in Zeiten  hartnäckiger Pilzarmut, also bei Hitze und Trockenheit, wachsen.

Mein Waldgang war übrigens eine Freude bei 24 Grad Celsius!

Beste Grüße Walter«

* Sehr muffig schmeckender, nicht empfehlenswerter Kriegspilz

(Foto © Walter)

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Die Gewitterschauer im Hochschwarzwald sorgten für Pfifferlingsnachwuchs


Foto: Einige Gewitterregen im Hochschwarzwald ließen die Pfifferlinge wieder wachsen. Für kommendes Wochenende verspricht sich Oliver einiges. (Foto © Oliver)

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Oliver schreibt am 16. Juli 2018:

»Lieber Heinz-Wilhelm, 

ein paar Gewitterschauer im Hochschwarzwald haben uns immerhin einige Pfifferlinge beschert. Viel Nachwuchs ist schon in den Startlöchern, nächstes Wochenende dürfte erfolgreich werden. 

Viele liebe Grüße Oliver«






Ein lehrreicher Pilzgang im nördlichen Schwarzwald


Foto: Breitblättrige Glucken wie diese zwei bieten nicht den herrlichen nussigen Geschmack wie Krause Glucken, können aber durch Zubereitungsakrobatik aufgepeppt werden. (Foto © Martin)


Martin und Mona schreiben am 15. Juli 2018:

»Hallo lieber Heinz-Wilhelm,

unser heutiger Ausflug in den Nordschwarzwald war eher lehrreicher als sättigender Natur. Kein einziger Flocki traut sich bei der anhaltenden Trockenheit an die Oberfläche und auch die Pfifferlinge scheinen dieses Jahr auszusetzen.

Trotzdem sind wir heute über zahlreiche Pilze gestolpert. Allen voran über Glucken; wir vermuten Breitblättrige. Da ich ihren Speisewert nicht überragend finde, blieben sie im Wald. Ebenfalls häufig waren die Schönfußröhrlinge vertreten, davon hatten wir letztes Jahr nur einen einzigen gefunden. Wir fanden außerdem einen Schopftintling, einen Rotfußröhrling sowie einen Klebrigen Hörnling, bei uns Zwergenfeuer genannt.

Ab hier können wir nur noch Vermutungen anstellen: eine Art Heringstäubling, eventuell ein Fleischvioletter Heringstäubling (leider haben wir keine Geruchsprobe gemacht), zwei Kiefernbraunporlinge, einen Narzissengelben Wulstling (weiße Hüllreste statt bräunliche wie beim Gelben Knollenblätterpilz), einen einsamen Milchbrätling (eindeutig weiß milchend und schwach fischiger Geruch) sowie einen Kupferroten Gelbfuß.

Fazit: Auch wenn der Pilzkorb leer geblieben ist, war es ein sehr spannender und lehrreicher Gang in die Pilze.

Herzliche Grüße aus Herrenberg, Martin und Mona«

Blau = ungenießbar

Rot = giftig


So wenig Pilze - da muss Christian zum Strecktrick für seinen kleinen Schwefelporling greifen


Christian schreibt am 12. Juli 2018:

»Guten Abend Heinz-Wilhelm,

auch hier am Rande der schwäbischen Alb herrscht große Trockenheit. Wir hoffen auf Regen - wer nicht?

Einen kleinen butterweichen Schwefelporling fand ich gestern. Nachdem ich ihn mit zwei Rühreiern streckte, ließ ich ihn mir schmecken.

Viele Grüße, Christian«

(Foto © Christian)

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Emmendingen: Am Platz der Pilzgarantie wuchsen noch Pfifferlinge für ein schönes Gericht


Oliver schreibt am 11. Juli 2018:

»Hallo Heinz-Wilhelm,

hier im Landkreis Emmendingen herrscht Trockenheit pur. Die einzige Chance, noch einige Pilze für die Pfanne zu finden, bestand darin, dass ich meine praktisch immerfeuchte Pfifferlingsstelle aufsuchte.

Es sprang noch ein kleines, aber ansehnliches Pilzgericht (Foto rechts) heraus. Hoffen wir auf Regen! 

Viele Grüße Oliver«

(Foto © Oliver)

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Berglen/Rems-Murr-Kreis: Ein Schwefelporling leuchtet in der Pilztristresse


Kerstin schreibt am 11. Juli 2018:

»Hallo Heinz-Wilhelm, hallo Pilzfreunde,

auch bei uns ist es viel zu trocken. Der an einem Baum leuchtende junge Schwefelporling (Foto rechts) war der einzige Pilz, den ich nach etlichen ergebnislosen Gängen fand. Ich hoffe sehr, dass der Herbst besser wird.

Manchmal zermürbt mich das erfolglose Suchen, wobei ich aber doch sehr gerne im Wald bin.

Bis demnächst, herzliche Grüße aus dem schönen Berglen im Rems-Murr-Kreis!

Kerstin«

(Foto © Kerstin)

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An der einzigen restfeuchten Stelle in Olivers Schwarzwald-Pilzreich wuchsen noch 1,4 Kilo Pfifferlinge


Foto: An der einzigen feuchten Stelle in Olivers riesigem Pilzreich im südwestlichen Schwarzwald standen die Pfifferlinge noch dicht an dicht. Ansonsten hat die Sonne den Wald von Pilzen leergeräumt.


Oliver schreibt am 7. Juli 2018:

»Lieber Heinz-Wilhelm,

abgesehen von einer kleinen Stelle, die immer feucht ist und wo ich immerhin 1,4 Kilo Pfifferlinge (Foto rechts) fand, hat die Sonne ganze Arbeit geleistet: der Wald ist jetzt komplett pilzfrei.

In Serbien scheint das Ganze ja besser zu laufen, jedenfalls wenn man zum Herkunftsland den Verpackungsaufschriften der eingeschweißten Pifferlingskörbchen im Aldi-Markt Glauben schenken darf.

Ich hoffe, der Regen der jetzt im Schwarzwald eingesetzt hat, bringt Besserung. 

Viele liebe Grüße, Oliver«

(2 Fotos © Oliver)

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Rottweil: Fürbitte um Regen nach dem Fund von herrlichen Steinpilzen


Nach einem beruflichen Termin in Rottweil sprang Oliver während der Rückfahrt in einen ihm unbekannten Wald.

Bei 30 Grad im Schatten fand er erneut einige Steinpilz-Prachtstücke sowie ein paar  Täublinge. Nachdem die Täublinge zuhause separiert wurden, gab es ein Steinpilzgericht mit frischen Kräutern vom Feinsten - zu sehen auf dem Foto rechts. Jetzt bittet Oliver die Gemeinde der Pilzfreunde: 

»Lasst uns alle für Regen beten!«

(3 Fotos © Oliver)

(2. Juli 2018)

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2 Fotos: Ein Sommersteinpilz (links) und ein Fichtensteinpilz (rechts) boten sich für ein leckeres Abendessen im Hause Oliver an. Da wurde natürlich nicht lange gefackelt.


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