Pilzticker Schweiz 32:
Funde vom 01.10.2020 - 15.10.2020



Pilzticker Schweiz 32




Übersicht aller bisherigen Pilzticker Schweiz




Der Herbst malt Farben in den Korb


Foto: Es ist herbstliche Farbigkeit in Philipps Pilzkorb. Vor allem das Lila der Lacktrichterlinge macht allerhand her. (Foto © Philipp)

Pilzticker Schweiz 32


Philipp schreibt am 15. Oktober 2020:

»Lieber Heinz-Wilhelm,

heute ist etwas Farbe in meinen Korb gekommen. Gesammelt bei St. Gallen habe ich Trompetenpfifferlinge, Violette Lacktrichterlinge, einen Maronenröhrling, Ziegenlippen und einen Flockenstieligen Hexenröhrling.

Herzliche Grüsse Philipp«


Martin musste die herrlichen Pfifferlinge in dem sehr dichten Gras ertasten - 333 Gramm


Martin schreibt am 13. Oktober 2020:

»Lieber Heinz-Wilhelm,

heute kamen wir von einem Kurzurlaub aus Südtirol zurück nach Hause in St. Gallen. Kaum war das Auto ausgeladen, musste ich natürlich sofort meinen Hauswald inspizieren.

Ausser zwei Frauentäublingen und einem Birkenpilz war nichts Essbares an Pilzen zu finden.

Ich entschied mich auf dem Heimweg doch noch für einen kleinen Umweg zu einem Waldrand an einer jungen Fichtenschonung. Ich ging diesen Weg sicher schon ein Dutzend Mal, ohne auch nur irgendetwas zu finden. Das sollte sich diesmal ändern.

Zunächst entdeckte ich ein paar Rotfussröhrlinge. Dann einen Pfifferling. Und noch einen...

Schnell war mir klar, dass ich mich über eine neu entdeckte Stelle freuen durfte. Und als ich mich auf der Wiese mit der Hand abstützte ertastete ich unter meiner Hand den nächsten Pilz. Und noch einen, und noch einen.

Was jetzt folgte, habe ich noch nicht annähernd erlebt. In dem sehr dichten Gras konnte man die Pilze nicht sehen. Sie standen sehr tief, ich musste sie tatsächlich ertasten! Auf diese seltsame Sammelweise gelangte einer nach dem anderen in meine Finger, und am Ende - ich hatte wohl an die 100(!) Quadratmeter Tastarbeit hinter mir - waren 333 Gramm schönste Pfifferlinge zusammengekommen (Foto rechts).

Die Pilze schmeckten mit Sahne und Nudeln fantastisch!

Für weitere 2020er Steinis sieht der Wetterbericht leider schlecht aus, denn es soll empfindlich kalt werden. Aber nach dem heutigen Überraschungsfund bin ich offen für alles...

Schöne Grüsse an alle!

Martin«

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2 Fotos: So schöne Pfifferlinge wie auf dem Foto links grub Martin aus dem enorm dichten Gras. Das Foto rechts lässt ahnen, wie tief sie sich auf dem Grund, ja im Erdwerk, verborgen hielten. Welch eine Pfifferlingslese! (3 Fotos © Martin)

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Baden: Dem Riesenperlpilz folgte noch ein toller Fund von Wiesenchampignons


Gerhard schreibt am 10. Oktober 2020:

»Guten Abend, lieber Pilzfreund,

heute Nachmittag waren wir wieder einmal mit unserem kleinen Sohnemann im Wald in der Region Baden unterwegs.

Leider konnten wir kaum etwas für den Pilzkorb Geeignstes finden. Ein wenig enttäuscht begaben wir uns auf den Rückweg zum geparkten Auto. Plötzlich stand er da! Ein megagrosser Perlpilz, ein Ausnahmepilz. Er war mit Abstand der grösste, den wir je gesehen haben. Ab diesem schönen Fund, auch wenn es nur ein einziger Pilz war, haben wir uns sehr gefreut. Die drei Fotos geben einen Eindruck von seiner einzigartigen Größe.

Doch es sollte noch besser kommen. Auf dem Nachhauseweg fuhren wir an einer Kuhweide mit lauter weissen Punkten vorbei. Wiesenchampignons! Jede Menge! Von den Schönsten haben wir ein Kilo geerntet und werden heute ein herrliches Champignongericht zubereiten.

Wir sind auch noch bei den Schwiegereltern vorbeigefahren und haben den Fund mit ihnen geteilt.

Liebe Grüssse Gerhard aus Baden«

(3 Fotos © Gerhard)

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St. Gallen: Seit 45 Jahren schätzt und genießt Martin die leckeren Parasole


Martin schreibt am 9. Oktober 2020:

»Lieber Heinz-Wilhelm,

heute kam ich um 18 Uhr nach Hause. Ich hatte also noch eine knappe Stunde Zeit, ehe es dunkel werden würde. Kurz entschlossen steuerte ich einen Wald an, den ich in diesem Jahr zum ersten Mal aufsuchte.

In der Nähe der mir bekannten Krause-Glucken-Kiefer fand ich einige herrliche Parasole. Diese Pilzart - und Safranschirmlinge - waren vor ca. 45 Jahren mein Einstieg in die Pilzwelt. Ich schätze diese Pilze noch heute wie damals. Paniert mit etwas Zitrone und als Beilage das Ei, das vom Panieren übrig bleibt. Etwas übriggebliebenes Brot vom Vortag passt auch gut dazu. Zu sehen ist diese köstliche Speise auf dem Foto rechts. Darunter das Bild zeigt die gefundenen Schlegel.

Außer einer schon betagten Marone waren keine weiteren Röhrlinge zu finden.

Von dem wunderschönen Abendessen mit Parasole wurden meine Frau und ich reichlich satt.

Schöne Grüsse aus St. Gallen!

Martin«

(2 Fotos © Martin)

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Das hält doch kein Pilz aus: Erst ein Föhnsturm wie ein Dörrautomat, dann Nässe und Kälte in der Ostschweiz


Martin schreibt am 6. Oktober 2020:

»Lieber Heinz-Wilhelm,

hier in der Ostschweiz ist in letzter Zeit, was die Pilze anbetrifft, nicht allzuviel los. Das Wetter war denkbar ungünstig. Auf nasskaltes Wetter folgte ein Föhnsturm, der wie ein Dörrautomat wirkte und danach war es wieder nass und kalt.

Heute konnte ich jedoch einen Frauentäubling, ein paar Pfifferlinge und einiges an Nelkenschwindlingen und vor allem Totentrompeten finden. Ich kochte mir daraus eine Suppe. Die Totentrompeten dominierten mit ihrem tollen Aroma natürlich die anderen Pilze, aber das ist mir egal, denn ich liebe die Totentrompeten!

Wenn es noch einmal etwas wärmer werden würde, könnten die Steinpilze vielleicht auch noch einmal einen Schub bekommen.

Allen einen schönen Pilzherbst wünscht

Martin«

(Foto © Martin)

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St. Gallen: Ein Milchbrätling in der Mittagspause bot sich Philipp sogleich zum Verzehr an


2 Fotos: Über den Milchbrätling (links) freute sich Philipp am meisten. Wohl auch aus dem Grund, weil es mit dieser wärmeliebenden Pilzart jetzt unweigerlich dem Ende entgegengeht. Ob Philipp ihn gleich verputzt hat? Milchbrätlinge sind roh essbar und ein willkommenes delikates Frühstück für kenntnisreiche Waldarbeiter. Rechts ein kleines Nest von Trompetenpfifferlingen.

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Philipp schreibt am 1. Oktober 2020:

»Lieber Heinz-Wilhelm,

in der Mittagspause hatte ich heute kurz Zeit, etwas durch einen Wald oberhalb von St. Gallen zu streifen.

Dabei konnte ich erfreulicherweise die ersten Trompetenpfifferlinge einsammeln. Auch Reizker und Violette Lacktrichterlinge waren in grossen Mengen zu bestaunen. Ein Fund aber hat mich besonders gefreut, nämlich der eines tollen  Milchbrätlings.

Herzliche Grüsse Philipp«

(2 Fotos © Philipp)

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