Pilzticker NRW 38:
Funde vom 29.09.2019 - 03.10.2019



Pilzticker NRW 38




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Übersicht aller bisherigen NRW-Pilzticker




Stolberg/Rheinland: Einfach mal in ein unbekanntes Waldstück gefahren - und schon war der Korb voll


Foto: Dafür, dass Nico dieses Jahr einige Male ergebnislos von seinen Stammplätzen zurückkehrte, ist dieser Fund aus einem ihm unbekanntem Waldstück mehr als beachtlich. Es ist ein toller Fund! Die Steinpilze standen traumhaft schön auf dem fremden Terrain, auf dem zweiten Foto gleich drei Stück. (3 Fotos © Nico)

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Nico schreibt am 3. Oktober 2019:

»Hallo Heinz-Wilhelm,

nachdem ich dieses Jahr schon ein paarmal an meinen Stammplätzen im Wald war, jedoch ohne Erfolg, bin ich heute endlich fündig geworden. Und das ganz in der Nähe, in Stolberg.

Ich bin einfach mal in ein mir unbekanntes Waldstück gefahren, und dann ging alles recht schnell. Zu schönen Steinpilzen und einigen Maronen gesellten sich auch noch zwei Flockenstielige Hexenröhrlinge (z. B. zweites Foto rechts).

Diese werde ich mir gleich mit Zwiebeln und Speck anbraten und mit Kartoffelstampf genüsslich verputzen. :-)

Liebe Grüße aus Stolberg«







Pilzfreuden in der Voreifel

Martin wollte schon umkehren, da standen urplötzlich 85 Steinpilze vor ihm


Foto: Das Ergebnis eines Pilzganges, den Martin schon abbrechen wollte, als auf einmal die Steinpilze wie im russischen Märchen vor ihm standen. Nur gut, dass er noch einmal genauer hinschaute... (3 Fotos © Martin)

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Martin schreibt am 2. Oktober 2019:

»Guten Abend lieber Heinz-Wilhelm,

mich hat es heute mal wieder in den Wald gezogen, also in der Region Aachener Voreifel.

Ich wollte meine neue Steinpilzstelle aus dem letzten Jahr aufsuchen. Nach knapp 40 Minuten recht erfolgloser Pilzsuche mit gerade mal fünf Pilzen und ersten Gedanken umzukehren, habe ich das erlebt, was einige Pilzsammler dieses Jahr schon berichtet haben.

Urplötzlich standen auf einer Fläche von 35x35 Metern cirka 85 Steinpilze! Und auf dem Rückweg gesellten sich dann auch noch 2 Flockis und einige Maronen dazu. So landeten zum guten Schluss volle fünf Kilo Steinpilze und 1,5 Kilo Maronen und Flockis in meinem Korb.

Ein herrliches Erlebnis, das meine Freundin heute leider nicht mit mir teilen durfte. Aber vielleicht zur Nachlese, denn es standen noch jede Menge kleine Steinpilze in den Startlöchern.

Viele Grüße aus Eschweiler von Martin«

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Foto: Muss diese Ernte eine Freude gewesen sein! Martin hat sein Pilzmesser neben einen besonders auffälligen Herrn Knackig in die Erde gesteckt.

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Abschied mit Wehmut von den liebgewonnenen Steinpilzplätzen am Niederrhein


Foto: Und hiermit wissen wir schon mehr: unter Edelkastanien also haben Beatrice und Jürgen ihre Steinpilze gefunden. Jedenfalls einen gewiss nicht unbeträchtlichen Teil. Hier ein aussagestarkes Herbstmotiv mit reifen Maroni. Ehrfurchtsvoll verneigt sich Signor Boletus edulis. (4 Fotos © Jürgen)

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Beatrice und Jürgen schreiben am 2. Oktober 2019:

»Lieber Heinz-Wilhelm,

auch von uns ein riesen Dankeschön für Deine Seite und deren Jubiläum.

An meinem zweiten Urlaubstag konnten wir trotz Umzugsstress nicht umhin, nochmals im Galgenvenn nachzuschauen, was sich dort getan hat. Der Erfolg (Foto rechts) entspricht in etwa dem letzten Gang vergangenen Samstag. Auch die Nachlese in Grenswater war ähnlich.

Eventuell schauen wir an beiden Stellen kommende Woche noch einmal nach. Es hängt davon ab, wie gut und schnell wir mit dem Packen zu Rande kommen, denn am 15. Oktober findet unser Umzug statt.

Wir werden diese Gegend definitiv vermissen - aber einen Besuch bei Bekannten wird man bestimmt mit der Pilzleidenschaft verbinden können. Im Hunsrück haben wir zunächst keinen Plan, aber das wird schon.

Jeder NRW-Sammler, der detaillierte Angaben zu Sammel-/Fundstellen haben möchte, kann uns gern kontaktieren. Sprich: Heinz-Wilhelm, bei konkreten Anfragen kannst und darfst Du meine Mail Adresse gerne weitergeben!


Foto: Bilder ähnlich diesem hat uns Jürgen in den vergangenen Jahren regelmäßig geschickt. Es fehlte ihm und Beatrice so gut wie nie an köstlichen Steinpilzen

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Bis eventuell demnächst - ob hier vom Niederrhein oder aus dem Hunsrück. Alles Gute Dir und Deiner Seite, die Du hoffentlich noch lange wirst weiterführen können.

Liebe Grüße Beatrice + Jürgen

Liebe Beatrice, lieber Jürgen,

man merkt es Euern letzten Texten an, dass Euch der Abschied vom Niederrhein nicht ganz leicht fällt. So werdet Ihr Euch in Eurer neuen Heimat neue Pilzgründe erschließen müssen. Ich bin aber ganz sicher, dass auch das Euch und Euern vierbeinigen Begleitern Spaß machen und von Erfolg gekrönt sein wird.

An dieser Stelle noch vielen - zwischenzeitlichen - Dank für Eure stets erfrischenden Pilznachrichten mit wirklich eindrucksvollen Fotos!

Eine reibungslose Übersiedlung, viel Glück für den Neustart - und bis bald!

Herzlichst Heinz-Wilhelm

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Foto: Zu diesem Bild schreibt Jürgen: »Wäre schön, wenn Du das Foto mit der Kreuzspinne auch posten könntest. Sie werden immer weniger in letzter Zeit.« Wir machen es zugunsten dieser nützlichen Insektenfänger gerne!

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Rhein-Sieg-Kreis: Schöne Maronen aus unschönen Wäldern


Foto: Schöne Maronen aus unschönen Wäldern. Wulff beklagt, was viele Pilzsammler inzwischen kritisieren: die Forstwirtschaft verwüstet unverhohlen immer mehr Waldflächen bis zur Entstellung. (2 Fotos © Wulff)

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Wulff schreibt am 2. Oktober 2019:

»Hallo Heinz-Wilhelm,

wie angekündigt, bin ich gestern früh bei Nieselregen und 13 Grad in den Rhein-Sieg-Kreis gefahren. Mein Pflegekind Shiva hat mich begleitet, Sie wollte auch gerne mal mit auf die Pilzjagd gehen.

Unbestritten sehen junge Augen sehr gut, lediglich das Sehen im Kontext der Erfahrung über Jahrzehnte gelingt ihnen nicht. Zusammen aber waren wir ein super Team. In zwei Stunden fanden wir mehr als 100 Maronen, von denen wir aber nur die allerbesten, also die frischesten und kernigsten, mitnahmen.

Interessant ist, dass diese bei Reichshof sämtlich nur auf den Hängen in Südlage zu finden waren. Steinpilze, waren leider nicht zu finden, ebenso wenig wie die häufig auf sie hinweisenden Fliegenpilze. Und auch die Stammplätze, an denen ich sonst Flockis finde, waren verwaist. Lediglich ein paar Ockergelbe Täublinge und Falsche Pfifferlinge* waren hier noch zu sehen.

Und wie derzeit fast überall, sah ich sehr viel geschlagenes Holz. Unsere Wälder sehen furchtbar aus und für mich haben die Waldspaziergänge zunehmend einen bitteren Beigeschmack. Ich hoffe, dass Mutter Natur sich erholt und die Wälder wieder etwas von dem magischen, vitalen Flair zurückgewinnen, den Sie für mich als Kind hatten.

Lieber Gruß, Wulff«

* Nur in geringer Menge essbar, generell giftig

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Foto: Die Augen müssen sich noch die Erfahrung zum Auffinden von Pilzen erarbeiten, meint Wulff. Aber hier hat es geklappt, Shiva hockt bei zwei Maronenröhrlingen.


Es gibt sie noch, das Pilzjahr ist gerettet: Wulff fand bei Lüdenscheid und Plettenberg endlich wieder Röhrlinge


Foto: Es hat sie bei Wulff mangels Pilzen lange nicht gegeben: eine Pfanne mit Röhrlingen, hier in einer Whisky-Sahne-Sauce. Hinzu kamen noch Schinkenwürfel. (2 Fotos © Wulff)

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Wulff schreibt am 30. September 2019:

»Es war mir dann doch zu paradox: in Hernes Stadtparks fand ich regelmäßig schöne Speisepilze, im Sauerland hingegen nichts.

Also los! Am Samstag, nach fünf Tagen regelmäßigen Regens, bin ich gleich morgens los, in Richtung Lüdenscheid und Plettenberg. Und war erstaunt und erfreut, denn überall im Wald leuchtete es schon von Weitem, vor allem in Orange und Rot!

Hätte ich doch nur für jedes fünfte Trio aus Falschem Pfifferling*, Ziegenbart und Fliegenpilz im Tausch einen Steinpilz bekommen, mein Vorrat für die nächsten Jahre wäre gesichert gewesen. Allein die Fliegenpilze, die ich sah, schätze ich insgesamt auf mehrere hunderte Exemplare, und bei den Falschen Pfifferlingen, waren es kaum weniger.

Das Portfolio rundeten zahlreiche, leider überständige Birkenpilze und Rotfußröhrlinge, frische Violette Rötelritterlinge, Kahle Kremplinge sowie Grüne, Weiße und Gelbe Knollenblätterpilze ab. Auf den Rückewegen der Waldarbeiter (auch hier im Wald wurde viel vom Borkenkäfer geschädigtes Holz geschlagen) standen reichlich junge Schopftintlinge. Diese mag ich, Du wirst es nicht nachvollziehen können, lieber Heinz-Bertram, aber immer noch nicht. 

Damit ich nicht erneut unverrichteter Dinge zurück in den Kohlenpott fahren musste, hatte mir Mutter Natur auch noch zwei Dutzend Maronen, zwei sehr stramme Steinpilzburschen und eine kleine Krause Glucke in den Weg gestellt, allesamt zu sehen auf dem Teller (Foto rechts). Die Röhrlinge landeten zusammen mit ein paar Schinkenwürfeln in einer Whisky-Sahnesauce, die Krause Glucke kommt heute abend in den Ofen.

Mein Pilzjahr 2019 ist gerettet und ich ziehe nächsten Monat versöhnt vom Revier nach Balve.

Morgen früh unternehme ich noch einen Ausflug in Richtung Reichshof-Bergneustadt, dort müssten jetzt auch Röhrlinge zu finden sein. Die Wiesenchampignons bin ich, um ehrlich zu sein, über.

Riesenchampignons nähme ich gerne wieder, sie sind geschmacklich überragend!

Lieber Gruß, Wulff«

* In geringer Menge essbar

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Hemer: »Es hat richtig Spaß gemacht, endlich einmal wieder mit vollem Korb nach Hause zu kommen«


Robert schreibt am 30. September 2019:

»Hallo Heinz-Wilhelm,

da aufgrund des Sturmes ein Waldgang nicht in Frage kam, habe ich mich entschlossen, Kuhweiden im Raum Hemer nach Champignons abzusuchen.

Also ab, über einen Zaun geklettert und sogleich angefangen zu sammeln (nicht suchen).
Überall sprossen die weißen Champignonköpfe, so dass ich nach nicht einmal 30 Minuten meinen Korb voll hatte.

Ich hätte wohl noch fünf weitere Körbe füllen können, da auf den benachbarten Weiden ebenfalls jede Menge Pilze wuchsen.

Nach dem bis jetzt enttäuschenden Pilzjahr hat es richtig Spaß gemacht, endlich einmal wieder mit einem vollen Korb (Foto rechts) nach Hause zu kommen.

Liebe Grüße Robert«

(Foto © Robert)

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War das ein Pilztag für Anja, Ella und Michael bei Lennestadt/Kirchhundem


Michael schreibt am 29. September 2019:

»Hallo Heinz-Wilhelm,

welch ein Pilztag!

Wir fanden heute rund um Lennestadt/Kirchhundem Wiesenchampignons, Parasolpilze, Maronenröhrlinge, einen kleinen Flockenstieligen Hexenröhrling, wunderbare Steinpilze, darunter wohl einen der schönsten, den wir je gefunden haben, und tolle Krause Glucke, bei deren Anblick  sich unsere Hündin Ella wohl fragte, was das denn wohl für ein befremdliches Geschöpf sei.

Liebe Grüße senden Anja, Ella und Michael«

(3 Fotos © Michael)

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2 Fotos: Die geschnittenen Champignons sind ausgesprochen appetitanregend. Hündin Ella scheint dagegen im Wald der Krausen Glucke eher skeptisch gegenüber zu stehen.

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Champignons über Champignons bei Lüdenscheid


Foto: Ab in die Röhre! Jörg hat Champignonköpfe (zweites Foto) mit Frischkäse gefüllt und darf auf das Backergebnis warten. (2 Fotos © Jörg)

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Jörg schreibt am 29. September 2019:

»Hallo Heinz-Wilhelm,

ich war gestern wieder in den Pilzen bei Lüdenscheid. Die Champignons wachsen nun bei dem Regen wie verrückt. Und es kommen noch viele nach. Auch Birkenpilze habe ich recht viele gefunden. Nur andere Speisepilze wie Maronenröhrlinge, Steinpilze und Pifferlinge lassen immer noch auf sich warten.

Die kleinen Champignonköpfe, habe ich mit Frischkäse gefüllt und im Ofen gebacken. Die Birkenpilze wandern in die Pfanne.

Gruß aus Lüdenscheid, Jörg«

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