Pilzticker NRW 33:
Funde vom 24.10.2018 - 06.11.2018



Pilzticker NRW 33




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Übersicht aller bisherigen NRW-Pilzticker




Raum Aachen: Im Fichtenrevier wachsen für Martin die Steinpilze und Maronen unvermindert weiter


Foto: Schon wieder ein toller Fund mit einem überquellenden Korb voller Maronen und abgelegten Steinpilzen für Martin im Aachener Raum! Er schreibt dazu: »Meine Arbeitskollegen werden sich morgen freuen!«

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Martin schreibt am 6. November 2018:

»Guten Abend lieber Heinz-Wilhelm,

unser neu entdecktes Sammelgebiet im Fichtenwald ließ mir keine Ruhe. Also habe ich heute früher Feierabend gemacht und bin wieder in den Wald gefahren.

Nach cirka 4 Stunden Pilzgang bei allerschönstem Wetter war mein Korb randvoll mit Maronen und einigen Steinpilzen.

Einen Großteil der Maronen und noch weiterer Steinpilze konnte ich leider nicht mitnehmen, da sie stark vermadet und überständig waren. Ihre Menge hätte gewiss noch einen Korb weiteren gefüllt. Von den schönsten Steinpilzen habe ich zwei extra fotografiert (Fotos rechts). Die Maronen standen teilweise mit bis zu 20 Pilzen ganz nah beieinander.

Meine Arbeitskollegen werden sich morgen freuen!

War das doch noch nicht das Ende? Am Freitag wissen wir mehr.

Mit freundlichen Grüßen Martin«

(3 Fotos © Martin)

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Aachen/Voreifel: Nun wachsen die Steinpilze auch in den Fichten


Foto: Jetzt wachsen die Steinpilze auch in den Fichten! Das berichtet Martin von seinem Fund in unbekanntem Gebiet in der Voreifel bei Aachen. Neben fünf Flockenstieligen Hexen fanden er und seine Freundin auch einen halben Korb Maronenröhrlinge. (Foto © Martin)

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Martin schreibt am 4. November 2018:

»Guten Abend lieber Heinz-Wilhelm,

das schöne Wetter hat uns heute doch wieder in den Wald gelockt. Diesmal aber nicht in unser Stammgebiet, sondern in einen Fichtenwald mit angrenzendem Buchenwald, den ich mal im Vorbeifahren registriert habe.

Auch in diesem uns unbekannten Gebiet war unsere Ausbeute sehr ansehnlich. Wir fanden Steinpilze, Flockenstielige Hexen und Maronen, die alleine einen halben Korb füllten.

Anders als bei den Sammelfreunden in Rheinland-Pfalz, fanden wir unter den Buchen nicht einen einzigen Pilz. Und wie in unserem Stammwald war die Artenvielfalt sehr beschränkt.

Allerdings standen viele Fliegenpilze herum, nur leider ohne befreundete Steinpilze.

Mit freundlichen Grüßen, Martin aus Eschweiler«


Guter Nachschub im Lennestädter Maronenwald für Michael


Michael schreibt am 4. November 2018:

»Hallo Heinz-Wilhelm,

im gleichen Waldgebiet wie am 1. November habe ich heute Vormittag bei Lennestadt erneut Maronenröhrlinge finden können. 

Herzliche Grüße senden Anja, Ella und Michael«

(2 Fotos © Michael)

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Foto: Die Maronenröhrlinge machten es Michael beim Sammeln leicht. Hat man die Hand an dem einen, so ist man in Gedanken schon beim nächsten...





Aachen/Voreifel: Allein fünf Kilo Flockis für Martin in seinem Eichenwäldchen


Martin schreibt am 2. November 2018:

»Guten Abend Heinz-Wilhelm,

obwohl gestern Allerheiligen war, haben wir uns erst heute in den Wald begeben.

Der erhoffte Niederschlag blieb zwar nicht ganz aus, fiel aber in unserer Region eher spärlich aus. Da gestern wahrscheinlich doch einige Sammler unterwegs waren, haben wir mit nur wenigen Pilzen gerechnet. Doch es kam anders.

In unserem kleinen Stück Eichenwald standen die Flockenstieligen Hexenröhrlinge in Massen. Über fünf Kilo in sämtlichen Altersstadien haben wir zusammengetragen. Alle waren fest und madenfrei. Die Maronen haben mit 1,4 Kilo etwas zugelegt. Die Steinpilze, von denen wir vier Stück fanden, scheinen hingegen eine Pause einzulegen. Die Artenvielfalt ist noch ausbaufähig. Das Foto rechts zeigt unsere Gesamtausbeute. 

Da die Temperaturen wieder ansteigen sollen, werden wir nächste Woche erneut nach dem Rechten sehen und berichten.

Bis dahin, mit freundlichen Grüßen Martin aus Eschweiler«

(Foto © Martin)

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Mal etwas anderes:

Lecker, lecker! Anjas Kräuter-Crêpes mit angebratenen Maronenröhrlingen




Foto: Der Nachmittagsfund von Maronen konnte sich sehen lassen. Der Morgen hatte Michael hingegen nur die eine Marone auf dem zweiten Foto beschert. Was auf dem obigen Bild aussieht wie ein Teigfladen, ist der stattliche Birkenporling. (2 Fotos © Michael)

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Michael schreibt am 1. November 2018:

»Hallo Heinz-Wilhelm,

am heutigen 1. November habe ich bei meinem Morgenspaziergang mit Ella nur einen einzigen Maronenröhrling gefunden, der auf dem Foto rechts zu sehen ist. Am Nachmittag sah es besser aus. Anja und ich fanden weitere Maronenröhrlinge und einen recht großen Birkenporling

Mit den Maronen will Anja gleich was Neues ausprobieren:

Feine Kräuter-Crêpes backen, diese mit den angebratenen Maronen füllen bzw. aufrollen und in eine Auflaufform mit ein wenig Tomatensoße aus den eigenen Kirschtomaten legen. Diese werden dann mit einer Mischung aus etwas Greyezer und Parmesan überbacken und mit gerösteten Mandelblättchen bestreut.

Dazu gibt es einen Kopfsalat mit Rucola-Kresse, Frühlingszwiebeln und Asia-Salat

Kulinarische Grüße von Anja, Ella und Michael«

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Birgelener Wälder: Die Hüte der Maronen zeigten sich im Topzustand


Rolf schreibt am 1. November 2018:

»Hallo Heinz-Wilhelm,

heute war ich - trotz Rückenbeschwerden und Regens - in den Birgelener Wäldern unterwegs. Gleich im Eingang kam ich mit einem enttäuschten Pilzgänger ins Gespräch, der einen einzigen Parasol im Korb hatte.

Die Befürchtung, seine Erfolglosigkeit könnte sich bei mir fortsetzen, bestätigte sich prompt an meinen ersten Anlaufstellen. Etwas weiter im Wald waren als im Grunde einzige Pilzart viele Fliegenpilze zu sehen.

Doch hoppla - auf einmal standen stattliche Maronenröhrlinge da. Leider hatten sie alle deutliche Fraßspuren im Stiel. Ohne große Hoffnung habe ich sie mitgenommen. Tatsächlich waren fast alle Hüte ohne jeglichen Befund, was das zweite Foto mit dem Querschnitt zeigt. So konnte ich dieses Pilzjahr doch noch für mich retten.

Auf dem ersten Foto sind links noch zwei Birkenpilze und zwei Hexenröhrlinge zu sehen, von denen allerdings kaum noch etwas zu gebrauchen war. Ich schätze, in zwei Tagen wird der Schub an Maronen beendet sein.

Dennoch plane ich einen weiteren Pilzgang in cirka eineinhalb Wochen, um zu sehen, ob in diesem außergewöhnlichen Pilzjahr nicht doch noch etwas nachkommt. Denn es hat zuletzt ordentlich geregnet bei uns.

Herzliche Grüße aus Hückelhoven von Rolf«

(2 Fotos © Rolf)

Hallo Rolf,

man testet die Pilze immer vor Ort im Wald auf Maden; madige oder zum Teil madige Pilze  gehören nicht in den Pilzkorb, madiger Ausschuss bleibt generell im Wald, wo er durch Zersetzung wieder in die Natur eingehen kann.

Zum Wetter: solange der Frost wegbleibt, geht dieses Pilzjahr weiter, zurzeit holt der Sommer immer noch den Pilzsommer nach, was an zahlreichen uns gemeldeten Steinpilzfunden im Laubwald gut ablesbar ist. Die Fichtenwälder mit den üblichen späten Steinpilzen sind noch nicht im Pilzherbst angekommen.

Weiterhin viel Erfolg und herzliche Grüße, Heinz-Wilhelm

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Nach dem guten Steinpilzjahr beginnt jetzt bei Michael die große Birkenporlings-Kur


Foto: Birkenporlinge satt für Michael, Ella und Anja aus Lennestadt. Die große Gesundheitskur mit Tee und Tinktur kann beginnen. Übrigens auch für Hündin Ella, denn Hunden bekommt der Birkenporling als Futterbeigabe ebenfalls ausgezeichnet, wie der Beitrag von Wilhelm Schlüter aus Reinheim auf der verlinkten Seite zeigt. (Foto © Michael)

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Michael schreibt am 26. Oktober 2018:

»Hallo Heinz-Wilhelm,

gestern bin ich bei meinem täglichen Spaziergang mit Ella an einem Birkenhain in der Nähe von Kirchhundem vorbeigekommen. Dort entdeckte ich schon vom Wegesrand aus den einen oder anderen Birkenporling.

Ich hatte jedoch keinerlei Behältnis bei mir, so dass ich heute erneut zusammen mit Michael und Ella losgezogen bin und wir die oben zu sehenden Exemplare einsammeln konnten. Toll!

Da wir keine Gerätschaften zur Herstellung von Birkenporling-Pulver besitzen, haben wir sie in sehr feine Würfelchen/Brunoise geschnitten und werden sie nun sanft trocknen lassen (Ofen sowie Heizung aufgrund der Menge).

Da Du Dich ja sehr gut mit diesem Pilz auskennst und ihn sehr schätzt, habe ich da noch einige Fragen, die man wahrscheinlich nur aus eigener bzw. in diesem Fall Deiner Erfahrung beantworten kann:

1. Die Dosierung des Tees: 

Würdest Du ebenfalls die Dosierung 1 Esslöffel (in diesem Fall ja getrocknete Würfel) auf 500ml Wasser unterschreiben, so wie angegeben? Oder hast Du mit der Zeit andere Erfahrungen gemacht?

2. Was hältst Du von der Empfehlung der einwöchigen Pause wg dem 'Gewöhnungseffekt'?

3. Hast Du bereits Erfahrungen sammeln können bzgl des Einlegens in Alkohol-also als Tinktur.

Ich sage vielen Dank im Voraus und wünsche ein schönes Wochenende!

Herzliche Grüße von Michael, Ella und Anja«


Videoclip: Die Pilzsachverständigen und Pilzbuch-Autoren Rita und Frank Lüder zeigen hier, wie eine Tinktur vom Birkenporling angesetzt wird und wie man den Birkenporling schneidet und zubereitet, um einen Tee von ihm zu gewinnen. 


Hallo Michael,

1. Getrocknete Würfel für die Teegewinnung sind fast verschenkt, siehe hier ganz unten auf der Seite.

Die Dosierung ist reine Probier-, Ermessens- und Routinesache. Jeder wird schnell sein eigenes Bestmaß finden. Manch einer steht auf die intensive Ausgangsdosis wie beschrieben, anderen schmeckt der gestreckte Tee, den er mit dem Substrat vom Vortag gewonnen hat, besser. Bitte nicht vergessen: wir haben es mit einem völlig harmlosen Natur(heil)mittel zu tun. Berührungsängste hinsichtlich der Dosierung sind völlig unangebracht.

2. Zum subjektiv empfunden »Gewöhnungseffekt« muss man erst einmal hinkommen, er entsteht ja erst nach längerem oder langem Gebrauch. Und warum den Tee nicht regelmäßig präventiv trinken, wie es zum Beispiel Heilpilz-Experte Hans-Heinrich Kunde seit vielen Jahren tut und ich auch, solange ich ihn zur Verfügung habe?

3. Nein, mit einer Tinktur vom Birkenporling habe ich keinerlei Erfahrung. Ich halte dies für eine eher neue (westliche) Erfindung. Bei den Naturvölkern in Russland, auf dem Baltikum oder in Nordskandinavien kann ich keine entsprechenden Hinweise auf diese Praxis finden.

Das muss aber nicht heißen, dass sie schlecht ist. Im Gegenteil, ich würde den Internethandel mit einer fachlich gut gemachten Birkenporlingstinktur dem Verkauf der unseligen Würfel klar vorziehen.

Ich hoffe, ich konnte ein wenig weiterhelfen. Wichtig ist es, nur keine Berührungsängste zu haben!

Herzliche Grüße Heinz-Wilhelm

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Aachen/Voreifel: Flocki-Freude im lichten Eichenwäldchen, gekrönt von einem Kilo bester Steinpilze


Martin schreibt am 24. Oktober 2018:

»Guten Abend Heinz-Wilhelm,

da sich der angekündigte Regen heute lediglich in Form von Nieselregen präsentierte und ich am Wochenende nicht zu Hause bin, beschlossen meine Freundin und ich, schon heute in den Wald zu fahren.

Am Parkplatz angekommen, stand da auch bereits das hinlänglich bekannte Auto unseres Konkurrenten. Auch er ist für gewöhnlich auf einer unserer zwei Runden unterwegs, um Steinpilze zu sammeln. Nur Steinpilze.

Also entschieden wir uns erneut für unsere Tour vom vergangenen Freitag. In dem kleinen Stück Eichenwald, in dem es inzwischen hell geworden ist, weil der Wind die Blätter heruntergefegt hat, haben sich diesmal sogar beinahe drei Kilo Flockige Hexen im Laubteppich versteckt! 

Die Steinis, alle im sehr guten Zustand, standen zum gelungenen Schluss mit einem Kilo zu Buche. Zusätzlich gab es auch noch zehn Maronen.

So war es einmal mehr ein voller Erfolg. Die Artenvielfalt hat etwas zugenommen, ist aber sehr unterschiedlich verteilt.

Einen schönen Abend noch wünscht Martin aus Eschweiler«

(Foto © Martin)

Hallo Martin,

gut, dass Ihr schon draußen wart, am Wochenende hättet Ihr nur noch (zu) alte Steinpilze vorgefunden.

Herzliche Grüße Heinz-Wilhelm

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