Pilzticker NRW 25:
Funde vom 19.09.2017 - 22.09.2017



Pilzticker NRW 25




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Übersicht aller bisherigen NRW-Pilzticker




Der Pfifferlingsschwemme bei Lennestadt folgen jetzt die 1A-Steinpilze


2 Fotos: Auf die atemberaubenden Pfifferlingsfunde folgen nun bei Lennestadt die Steinpilze. Und zwar superknackige, ohne eine Made. Die kühlen Nächte bewirken dies. Auf dem zweiten Foto sieht man an den längsgeschnittenen Scheiben, dass die Pilze im Topzustand sind. (2 Fotos © Michael)

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Michael schreibt am 22. September 2017:

»Hallo Heinz-Wilhelm,

letzten Sonntag haben wir uns noch auf dem Pilzticker NRW gewünscht, daß die Steinpilze wieder in Lennestadt und Umgebung vermehrt auftauchen.

Nach unseren tollen Pfifferlingsfunden vom letzten Wochenende wurde dieser Wunsch heute tatsächlich erfüllt. Dreizehn makellose Steinpilze, von denen selbst ein angeknabberter verwertbar war, und acht Maronenröhrlinge lassen für die nächsten Tage hoffen. Dazu haben wir einen Birkenpilz gefunden, für uns der erste überhaupt.

Herzliche Grüße von Anja, Ella und Michael«

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Hückelhoven: Aus einigen erhofften Maronen wurde eine Riesenernte


Rolf schreibt am 21. September 2017:

»Hallo Heinz Wilhelm,

eigentlich wollte ich heute nur ein paar Maronen aus dem Birgelener Wald holen. Es kam dann doch ganz anders.

An einem meiner Pilzplätze wimmelte es nur so von Birkenpilzen und Steinpilzen. Maronen waren eindeutig in der Unterzahl. Zusätzliche Beute waren ein Herbstrotfuß, 2 Filzröhrlinge und 2 Kuhröhrlinge.

Auf dem Weg heimwärts stieß ich dann noch auf eine etwa 80-köpfige Gruppe Goldröhrlinge. Einige davon habe ich auch noch mitgenommen. Bei den ganz jungen ist das schon eine harte Übung, die Huthaut abzuziehen, bei den etwas älteren geht das einfacher.

Von der gesamten Ausbeute - siehe das Foto rechts - waren lediglich drei Birkenpilze zu schwammig und ein Steinpilz, der größte, verwurmt. Der Ertrag war erstklassig!

Viele Grüße aus Hückelhoven, Rolf«

(Foto © Rolf)

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Ein Pilz, der Straßenbeläge durchbricht: Der Stadtchampignon


Rolf schreibt am 21. September 2017:

»Anbei das Foto von einem Champignon, der sich einen merkwürdigen Platz ausgesucht hat.

Schöne Grüße aus Hückelhoven, Rolf«

(Foto © Rolf)

Hallo Rolf,

natürlich erscheint beinahe jedem Pilzsammler, der in naturnahen Wäldern seinen Korb füllt, dieser Anblick kurios.

Dabei ist er ganz natürlich. Es handelt sich um einen Stadtchampignon (Agaricus bitorquis), eine eigene botanische Art, die ihren Namen nicht etwa vom Volksmund, sondern von Mykologen, also von wissenschaftlich arbeitenden Pilzkundlern, erhalten hat. Weil dieser - sehr wohlschmeckende - Pilz sich geradezu perfekt an städtische Gegebenheiten angepasst hat.

Er durchbricht sogar Asphalt und wird deshalb auch Straßenchampignon genannt. Ein äußerst kräftiger Pilz mit ergiebigem, sehr festem Fleisch. 

Viele Grüße Heinz-Wilhelm

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Beatrice und Jürgen im Steinpilzrausch am Niederrhein - und 100 Nachkömmlinge stehen noch


Foto: Dieser Fund mit 150 Steinpilzen ist der vorläufige Höhepunkt des Pilzjahres für Beatrice und Jürgen am Niederrhein. Sie haben sie an ihren sechs Stammplätzen aufgestöbert.

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Jürgen schreibt am 20. September 2017:

»Guten Abend Heinz-Wilhelm,

da heute der einzige relativ freie Nachmittag dieser Woche war, zog es uns wieder in die Wälder bei Nettetal im Landkreis Viersen.

Der Steinpilz boomt! Wir fanden in ca. 2 Stunden an lediglich fünf, sechs bekannten Stellen ca. 150 Steinpilze, die wir mitnahmen. Mehr ging auch nicht.

Geschätzte 100 ganz Kleine ließen wir für das Wochenende stehen. Auch zehn bereits ausgewachsene unversehrte Exemplare mussten dableiben; wir hatten keinen weiteren Platz für sie. Unter ihnen befand sich der große Lümmel auf dem Foto, der allein 950 Gramm auf die Waage brachte. Reingewicht, denn er war vollkommen madenfrei.

Nun heißt es wieder säubern, klein schneiden, trocknen und einfrieren. Zunächst stehen jedoch ein paar frische Pilzomeletts auf dem Programm.

Wir wünschen allen anderen auch viel Glück!

Liebe Grüße Beatrice & Jürgen«

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Foto: Die Ernte fiel leicht, die herrlichen Steinpilze standen oft in kleinen Gruppen beieinander. Man ahnt, dass diese drei beste Qualität haben.


Foto: Dieser Herr lümmelte einfach so im Gras herum. Ihm fehlten nur 50 Gramm zum Kilogramm - und er war total madenfrei. (3 Fotos © Jürgen)





Das freut Rolf: Bei Hückelhoven hat der zweite Schub Maronenröhrlinge eingesetzt


Rolf schreibt am 20. September 2017:

»Hallo an alle, 

heute war ich in meinem Urlaub in den Wäldern bei Hückelhoven unterwegs.

Der erhoffte zweite Schub Maronen hat eindeutig begonnen. Ein paar Steinpilze, jeweils zwei Gold- und Pfefferröhrlinge habe ich ebenfalls gefunden.

Dazu Herbstrotfüße und Pappelraufüße, die am Rande einer Gruppe Pappeln standen. Der Riese ganz hinten rechts auf dem Foto gehörte dazu. Er ist fest und frisch.«

(Foto © Rolf)


Fünf riesige 1A-Steinpilze bei Bönen lassen Martina jubeln


Martina und Remo schreiben am 19. September 2017:

»Ihr lieben Pilzfreunde,

komme grade mit meinem Sohn aus dem Wald, Nähe Bönen, Raum Hamm. Habe den Fund meines Lebens gemacht!

Fünf riesige Steinpilze (Foto rechts), die zusammen 3050 Gramm wiegen. Das größte Exemplar bringt 1170 Gramm auf die Waage und hat einen Hutdurchmesser von 27 Zentimetern. Innen ist er schneeweiß, null Würmer. Ich bin überwältigt....

Ganz herzliche Grüße aus dem Ruhrgebiet,

Martina und Remo«

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2 Fotos: Der Fund des Lebens für Martina zeigte ausnahmslos tolle Qualität. Im Längsschnitt sehen wir nicht eine Made, nicht einen einzigen Madengang. Und rechts das Bandmaß endete beim größten Pilz am rechten Hutrand bei 27 Zentimetern. Freude! (3 Fotos © Martina)

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Im Lüdenscheider Revier wachsen weiterhin die Pfifferlinge und Steinpilze für Wulf


Wulf schreibt am 19. September 2017:

»Hallo Heinz-Wilhelm,

die Berichte über die zahlreichen und ergiebigen Pilzfunde des letzten Wochenendes haben mich neugierig gemacht. Sollte auch in meinem Revier bei Lüdenscheid noch ein Pilzschub erfolgt sein?

Kalt war es dort, morgens um 8 Uhr zeigte das Thermometer 8,5 Grad an. Aber den Pfifferlingen war es nicht zu kalt. Auch einige ganz frische Maronen fanden sich - und zwei kernige Steinpilze (Foto rechts).

Eine schöne, bunte Mischung ist es geworden in zwei Stunden. Die Schopftintlinge habe ich stehen gelassen, ebenso wie zahlreiche Semmelstoppelpilze, weiße und rostgelbe.

Bin sehr gespannt, ob und wie es weitergeht in diesem Jahr. Ich könnte noch einige Steinis zum Trocknen gebrauchen und ich würde gerne einmal Totentrompeten finden.

Liebe Grüße, Wulf von Haranni Eclo«

(Foto © Wulf)

Hallo Wulf,

nächtliche Temperaturen von 8,5 Grad sind im Herbst geradezu ideal für Steinpilze, die bis minus 1 Grad aushalten. Die kühlen Temperaturen garantieren nahezu madenfreie Pilze mit festem Fleisch. Dieses Wetter, vor allem die Windstille, ist ausgesprochen günstig für kräftiges Pilzwachstum.

Weiterhin Neugier und gute Funde wünscht Dir mit herzlichen Grüßen Heinz-Wilhelm

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