Pilzticker MV 3:
Funde vom 18.08.2017 - 19.08.2019



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Übersicht aller bisherigen Pilzticker Mecklenburg-Vorpommerns




Ahrenshoop: Die Maronen wachsen noch an den gleichen Stellen wie vor 45 Jahren


Foto: Die schönsten Maronen sammelten Helga und Detlef. Und das dort, wo Helga sie bereits vor 45 Jahren gefunden hatte. (Foto © Detlef)

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Helga und Detlef schreiben am 19. August 2019:

»Lieber Heinz-Wilhelm,

unsere kleine Urlaubsreise hat nach zwei Regentagen schon Erfolg gebracht.

Neben etwas stürmischem Meer und Sonne gab es für uns herrliche Maronen. Sie standen sehr zuverlässig an den Stellen, an denen ich (Helga) vor 45 Jahren schon erfolgreich war- in weichen moosigen Stellen an Buchen. Wir sind vor der Völkerwanderung anderer Urlauber in den Wald geflohen!

Ein überständiger Steinpilz wurde gesichtet, Champignons auf einer Wiese hinter Strom und sehr viele Täublinge am Waldrand. Leider kennen wir diese nicht zuverlässig.

Detlef hat aus Versehen die schönsten Bilder gelöscht, auf denen auch Baumpilze waren- möglicherweise Lungenseitlinge. Wir werden sie nachreichen und hoffen auf Deinen fachlichen Rat.

Nun soll es erst einmal ausreichen.

Die herzlichsten Grüße von den Berlinern  Helga und Detlef«

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Greifswald: Drei Prachtburschen von Perlpilzen für Johannes


Foto: Überaus prächtige und kräftige Perlpilze hat Johannes im Greifswalder Raum gefunden. Ihren ausgezeichneten Geschmack hob u. a. Pilzfreund Franz vom Pilzticker Bayern hervor, siehe hier (Tageseintrag vom 15. August 2017), eine Einschätzung, der ich mich gerne anschloss. (Foto © Johannes)

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Johannes schreibt am 16. Juni 2019:

»Hallo Heinz-Wilhelm,

auf meiner heutigen Pirsch nach Sommersteinis in den Wäldern um Greifswald war ich leider nicht erfolgreich. Dafür wurde ich mit knackfrischen Perlpilzen und einer kleinen Flockenhexe belohnt. Außerdem fand ich noch drei kleine Frauentäublinge.

Viele Grüße, Johannes«

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Auch im äußersten Nordosten haben es die Röhrenpilze dieses Jahr eilig


Foto: Gleich eine ganze Familie schöner Flockenstieliger Hexen fand Johannes bei einem seiner frühen Pilzgänge in einem Wald am Greifswalder Bodden. (2 Fotos © Johannes)

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Johannes schreibt am 29. Mai 2019:

»Hallo Heinz-Wilhelm,

schon lange verfolge ich deinen Blog und bin immer wieder begeistert von den tollen Meldungen. Da der Ticker von Mecklenburg-Vorpommern leider immer etwas schwach auf der Brust ist, hier etwas Verstärkung von mir aus dem Gebiet um den Greifswalder Bodden: Auf meinem Pilzgang am Sonntag stieß ich in einem Mischwald nahe Greifswald auf Goldröhrlinge und Flockenstielige Hexenröhrlinge.

So zeitig im Jahr habe ich noch nie Goldröhrlinge gefunden, was für das momentan gute Pilzwetter spricht. Ich bin gespannt, was sich sonst auf meinen nächsten Streifzügen durch die Wälder noch so aufstöbern lässt.

Viele Grüße Johannes«

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Foto: Als er gar schon Goldröhrlinge entdeckte, musste er staunen: so früh im Jahr hatte er sie noch nicht gefunden.

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Drei Arten Winterpilze zum letzten Pilzgang des Jahres für Alma


2 Fotos: Da muss Alma schon von Schleswig-Holstein in den Landkreis Rostock fahren, um Austernseitlinge und Judasohren (Foto oben) und Winterrüblinge (unten) zu finden.

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Alma schreibt am 2. Januar 2019:

»Lieber Heinz-Wilhelm,

normalerweise senden wir dir Bilder aus unserem Wohnort in Schleswig-Holstein, aber in unserem Urlaub lassen wir das Jahr mit Pilzen aus Mecklenburg-Vorpommern ausklingen, und zwar in der Nähe von Teterow.

Auf unserer letzten Tour des Jahres 2018 haben wir heute einige Samtfußrüblinge, Judasohren und Austernseitlinge gefunden.

Dir und allen Pilzsammlern einen guten Rutsch und einen guten Start ins neue Jahr.

Bis bald, eure Alma.

Viele Grüße!«

(2 Fotos © Alma)

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Mecklenburgische Seenplatte: Reichlich Reizker für Reik


Reik schreibt am 5. Oktober 2018:

»Moin Heinz-Wilhelm,

obwohl es die vergangenen drei Wochen bei mir an der Mecklenburger Seenplatte nicht viel geregnet hat, dachte ich: geh mal los, schau mal nach den Pilzen.

So war der Waldboden bei Stavenhagen auch nicht nass, aber feucht, und das ist keine schlechte Voraussetzung für Pilzwachstum.

Jedenfalls reichte es für üppige Reizkerfunde, zu sehen auf dem Foto rechts. Die Pilze ließen wir uns ganz frisch zu viert gut schmecken. Alle sind davon satt geworden.

Die Maronen, Rotfußröhrlinge und Steinpilze, die wir in Senken im Wald außerdem fanden, habe ich getrocknet. Auch Pfifferlinge gehörten zu unserem Fund.

Eine schöne Zeit Euch allen und viele Grüße an Dich, Heinz-Wilhelm,

von Reik«

(Foto © Reik)

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Viele Röhrlinge für Birgit und Marlis beim kleinen Waldgang bei Fürstensee


Birgit schreibt am 7. September 2018:

»Ein kleiner Waldspaziergang in Fürstensee, unweit Neustrelitz, mit meiner Freundin Marlis hat uns erste Erfolge gebracht.

Dabei stand gar kein Pilzesammeln auf dem Plan - sie standen einfach da am Wegesrand. Um so größer war unsere Freude: Es waren, wie das Foto zeigt, ein super Birkenpilz, Rotfußröhrlinge, ein sehr schöner Pfifferling und viele Ringlose Butterpilze. 

Es war unser erster Erfolg 2018!«

(Foto © Birgit)

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Goldgelbes Leuchten und ein weißes Keulchen bei Rostock


Foto: Einen Winterpilzgang, der ein passables Resultat eintrug, hatte Benjamin bei Rostock. Er fand Austernseitlinge, eine Handvoll Winterrüblinge und Judasohren (von links).

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Benjamin schreibt am 17. Dezember 2017:

»Hallo Heinz-Wilhelm,

heute waren wir in der Nähe von Rostock Pilze sammeln.

Unser Ausflug hat sich gelohnt. Alle drei beliebtesten Winterpilzarten waren vorhanden: Reichlich Austernseitlinge und Judasohren sowie einige Samtfußrüblinge.

Außerdem haben sich beispielsweise Goldgelbe Zitterlinge und eine Keulenart gezeigt, die schön anzusehen war, ich aber nicht näher bestimmt bekommen habe.

Viele Grüße Benjamin«

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2 Fotos: Welch ein Kontrast! Wir sehen einen Goldgelben Zitterling (links) und ein schon älteres Weißes Spitzkeulchen (rechts), das unscheinbarer kaum sein könnte. Beide sind ebenso unergiebig wie ungenießbar. (3 Fotos © Benjamin)


Die Steinpilze und Maronen wachsen üppig an der
Mecklenburger Seenplatte

Reik schreibt am 3. Oktober 2017:

»Liebe Pilzfreunde,

im Landkreis Mecklenburger Seenplatte sind die Steinpilze und Maronen endlich üppig da. Wir haben heute 5 Kilo gesammelt. Nun soll es kälter werden, vielleicht war dies schon unser letzter Schwung für dieses Jahr.

Viele Grüße Reik«


Landkreis Ludwigslust-Parchim: In 15 Minuten war Hennris Korb voll

Hennri schreibt am 27. September 2017:

»Ich habe heute im Landkreis Ludwigslust-Parchim wunderschöne Maronen gefunden. Ich war seit Wochen auf der Suche nach Pilzen, heute hatte ich endlich den erhofften Erfolg. In 15 Minuten war mein Korb voll.«


Sülsdorf: Wer soll die vielen Urlaubspilze nur alle essen?


Rolf schreibt am 26. September 2017:

Hallo Heinz-Wilhelm,

in meinem Urlaub in Travemünde/Lübeck war ich zusammen mit guten Freunden in Wäldern Nähe Sülsdorf in Mecklenburg-Vorpommern unterwegs.

Gefunden haben wir eine bunte Palette an Speisepilzen. Dabei sind Maronen, Steinpilze, Butterpilze, Rotfußröhrlinge, Champignons, Flaschenboviste und diverse andere.

Viele Grüße aus Travemünde, Rolf aus Hückelhoven«

(Foto © Rolf)

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Vorsicht, Pilzfreunde:

Sehr seltene hoch giftige Spitzgebuckelte Rauköpfe in der Rostocker Heide

Benjamin schreibt am 19. September 2017:

»Hallo,

ich habe am Wochenende erneut die sehr seltenen Spitzgebuckelten Rauköpfe gefunden. Dieses Mal habe ich mir die Funde von einer Pilzberaterin bestätigen lassen. Sie hat die Pilze gleich für ihre Sammlung behalten.

Sie wuchsen am Rande eines Feuchtgebietes in der Rostocker Heide. Es scheint, als ob der Pilz in Mecklenburg-Vorpommern gar nicht mehr so selten ist, oder ich hatte einfach nur viel Finderglück. Vermutlich lässt auch hier der Klimawandel grüßen.

Viele Grüße Benjamin«

Lieber Benjamin,

vielen Dank für diese ebenso interessante wie auch wichtige Nachricht als Ergänzung zu Deiner Fundmeldung der gleichen Pilzart vom 18. August 2017 (siehe auch die Fotos). Damit müssen Pilzsammler in der Region Rostocker Heide vermehrt auf der Hut sein!

Spitzgebuckelte wie auch Orangefuchsige Rauköpfe sind äußerst tückische Giftpilze, die eine bis zu 12tägige Latenzzeit im Organismus haben. Fast immer nach Verzehr wird dieser Pilz erst nach Tagen als giftig erkannt. Sein Nierengift Orellanin hat zu diesem Zeitpunkt die Nieren bereits weitgehend unrettbar zersetzt.

Viele Grüße Heinz-Wilhelm

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Müritz: Die Parasole lachten, die Pfifferlinge versuchten, sich zu verstecken


Foto: Es geht einem das Herz auf, wenn man die Parasole so herrlich dastehen sieht. Ein Quartett zum Reinbeißen, aber bitte sehr erst, nachdem sie gut durchgebraten wurden. Unzureichend gegarte Parasole bewirken erhebliche Magenverstimmung.

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Angie schreibt am 23. August 2017:

»Servus,

zur Zeit sind wir im Urlaub im Müritz-Nationalpark. Bei einer Radltour gestern haben uns immer wieder schöne Parasolpilze angelacht. Ein paar versteckte Pfifferlinge entlang des Weges fanden auch Platz in unserem Korb. Jedenfalls war es ein vorzügliches Abendessen.

In den Buchenwäldern von Serrahn findet man neben vielen Kartoffelbovisten bereits die Kälte liebenden Samtfußrüblinge und viele Täublinge (an die wir uns immer noch nicht rantrauen).

Unterwegs gibt es immer wieder Riesenschirmlinge - scheinbar werden sie hier nicht gesammelt. Wir hätten heute wieder locker eine mehrköpfige hungrige Familie sattmachen können.

Herzliche Grüße Angie & Christian«

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Foto: Das gibt ein Bußgeld! Wer achtlos an Parasole vorbeiradelt, muss pro Pilz 10 Cent in die Pilzkasse zur Förderung des Nachwuchses zahlen. Ernst beiseite: So schön radelt es sich in der Region Müritz!

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Foto: Nun ja, so ganz versteckt waren diese Pfifferlinge für den Pilzkorb dann doch nicht... (3 Fotos © Angie)

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Der Spitzgebuckelte Raukopf

Ein seltener, tödlicher Pilz aus der Kummerower Heide


Benjamin sendet am 18. August 2017

dieses Foto. Es zeigt - mit größter Wahrscheinlichkeit - Spitzgebuckelte Rauköpfe, die zu den giftigsten Pilzen Europas zählen. Ihr Gift Orellanin hat eine Latenzzeit von 8 bis 12 Tagen. Wenn dann die Vergiftungssymptome eintreten, sind die Nieren meist schon folgenschwer zersetzt.

Zu beachten neben dem markanten Buckel ist der teilweise gebänderte rostbraune Stiel mit Gelbanteilen (Foto rechts).

Die Pilze sind in Mecklenburg-Vorpommern sehr selten. Wenn sie aber da sind, dann in hellen Scharen. Sie wachsen im sauren Fichtenwald, fast immer am Rand von Mooren. Benjamin hat sie in der Kummerower Heide bei Stralsund gefunden.

Bei der Bestimmung wirkte Reinhold Krakow von der Website Steinpilz Wismar mit.

(2 Fotos © Benjamin)

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