Pilzticker Hessen 92: Pilzfunde im
Bundesland Hessen vom 12.04.2019 - 19.04.2019



Pilzticker Hessen 92




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Main-Kinzig-Kreis: Die Spitzmorcheln wollen in der Hocke erspäht werden


Foto: 82 Spitzmorcheln und mindestens genau so viele Bärlauchknospen hat Stefan geerntet. Zum erhofften Fund von Speisemorcheln im Bärlauchteppich kam es allerdings nicht. (2 Fotos © Stefan)

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Stefan schreibt am 19. April 2019:

»Hallo lieber Heinz-Wilhelm,

heute Morgen nach dem Frühstücl bin ich wieder los, zur Nachlese der Spitzmorcheln.

An meinem Platz angekommen, musste ich mit Erschrecken feststellen, dass ich zuletzt einiges übersehen hatte. Ich fand etwa 25 völlig vertrocknete Zipfelmützen vor.

Ich bin daraufhin die gesamten Rabatten ganz langsam abgelaufen. Immer wieder bin ich in die Hocke gegangen und habe ganz genau alles abgesucht. Es ist wirklich erstaunlich, wie gut sich Morcheln farblich der Umgebung anpassen (siehe Foto rechts).

Zu meiner Freude war in etwas mehr als einer Stunde das kleine Pilzkörbchen meines Sohnes randvoll. Es beherbergte genau 82 Spitzmorcheln.

Das herrliche Frühlingswetter hat mich daraufhin in einen Wald in der Nähe gezogen, wo ich nochmals einige Bärlauchknospen sammeln wollte, in der Hoffnung, dabei vielleicht die eine oder andere Speisemorchel zu entdecken. Leider blieb es bei den Bärlauchknospen.

Ich habe sie erneut in Balsamico-Bianco-Essig einlegt, denn der erste Test vor ein paar Tagen ergab, dass sie so vorzüglich schmecken.

Da mein Dörrgerät inzwischen wieder arbeitsbereit eintraf, darf das Pilzjahr gerne so toll weitergehen.

Mit den besten Grüßen aus Hessen, Stefan«

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Darmstadt: Schöne Käppchenmorcheln im Park lassen Lars endlich seinen Frühlingsfrieden finden


Lars schreibt am 17. April 2019:

»Hallo Heinz-Wilhelm,

auf dem Heimweg vom Ostereinkauf fand ich heute meine ersten Morcheln überhaupt. Es waren Käppchenmorcheln (Foto rechts).

Nachdem ich im März erfolglos auf der Suche nach meinen ersten Morcheln war, aber immerhin mit ein paar verspäteten Rauchblättrigen Schwefelköpfen und Austernseitlingen vertröstet wurde, freue ich mich außerordentlich über meinen heutigen Fund in einer Parkanlage.

Wenigstens eine einzige Morchel finden, das hatte ich mir für dieses Jahr zum Ziel gesetzt. Zusätzlich angespornt wurde ich durch einen Kollegen, der mir Bilder von Morcheln aus seinem Garten gezeigt hatte. So kann ich glücklicherweise meinen Frieden mit dem Pilzfrühling 2019 schließen.

Gratulation aber auch an Stefan, der dieses Jahr einen besonderen Morchelriecher hat.

Allen Pilzfreunden weiterhin ein erfolgreiches Jahr und beste Grüße von Lars«

(2 Fotos © Lars)

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Foto: So standen sie da in der Parkanlage, die Käppchenmorcheln - und ließen Lars' Herz höher schlagen.


Der Morcheleinsatz im Garten der Tante förderte 92 Spitzhütchen zu Tage


Foto: Da ist allerhand zusammengekommen. Dani hat im Garten ihrer Tante die Spitzmorchellese übernommen. Die ganze Spüle ist voll geworden. (Foto © Stefan)

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Stefan schreibt am 16. April 2019:

»Hallo lieber Heinz-Wilhelm,

die heutige Ausbeute an Spitzmorcheln geht auf das Konto meiner Frau. Am Sonntag Abend hatte ihre Tante angerufen: ihr ganzer Garten würde vollstehen von Morcheln (siehe Foto rechts).

Voller Freude hat Dani dann heute Mittag die Nachlese übernommen. Insgesamt sprangen 92 Spitzmorcheln heraus, die ich nun sortieren, putzen und trocknen werde.

Ich selbst war dieser Tage nach Feierabend immer wieder die Umgebung von Eschen und Obstbäumen nach Speisemorcheln absuchen, leider erfolglos. Auch an den bisherigen Fundstellen kam nichts mehr nach. Insgesamt ist es auch schon wieder recht trocken bei uns.

Ob uns die regenverwöhnten Baden-Württemberger vielleicht ein paar Regenwolken Richtung Hessen schieben würden?

Beste Grüße, Dani und Stefan«

(Foto © Dani)

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Die frühen Morchelernten entschädigen Stefan für das sehr schwache Pilzjahr 2018


Foto: Wo sie standen, war Stefan bislang stets unverrichteter Dinge vorübergefahren. Diesmal macht er Halt - und konnte diese 30 Spitzmorcheln ernten. Vier besonders schöne Exemplare sehen wir auf dem zweiten Foto. (2 Fotos © Stefan)

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Stefan schreibt am 14. April 2019:

»Hallo lieber Heinz-Wilhelm,

die Spitzmorcheln wachsen derzeit, dass es eine wahre Freude ist.

Zunächst haben wir heute Morgen wieder nach Speisemorcheln gesehen. Im Gegensatz zu den Spitzmorcheln halten sie sich momentan zurück.

An einem Mulchbeet, das ich nun schon drei Mal ohne nachzusehen passiert hatte, machten wir dieses Mal Halt. In unsere Freude, dass 30 Spitzmorcheln im Körbchen landeten, mischte sich allerdings auch mein Ärger, hier nicht schon mal vorher einen Stopp eingelegt und nachgeschaut zu haben. Da gab es sicher auch schon ein paar Tage zuvor etwas zu holen.

Nach dem für uns sehr pilzarmen Jahr 2018 sind die Pilzernten dieser Tage eine richtige Wohltat. Auch unsere Tomaten, Chilis, Kräuter und Beeren gedeihen prächtig - die Freude steht uns in die Gesichter geschrieben.

Beste Grüße, Stefan & Familie«






Main-Kinzig-Kreis: Stefans Freude und Erleichterung, drei neue Morchelplätze vorzeitig erkannt zu haben

Stefan schreibt am 13. April 2019:

»Hallo Heinz-Wilhelm,

gerade von der morgendlichen Morchelpirsch zurück, habe ich mir zum Mittagessen die am Donnerstagabend gefundenen Böhmischen Verpeln in Sahnesoße mit Spätzle zubereitet. Auch wenn meine Meinung vielleicht nicht von jedermann geteilt wird, für mich war das durchaus ein Leckerbissen.

Ich bin heute Morgen gegen 07:30 Uhr losgezogen, um meinen Spitzmorchelplatz und zwei weitere potentielle Morchelplätze aufzusuchen.

Zunächst habe ich mich um die Spitzmorcheln im Rindenmulch gekümmert. Ich muss ehrlich zugeben, ohne Frühstück, bei gerade mal +1 Grad und müden Augen war das keine leichte Aufgabe.

So oft, wie ich meine Augen zukneifen musste, bin ich mir sicher, das ich einige übersehen habe, obwohl ich die Beete zwei Mal abgelaufen bin. Am Ende waren mir aber immerhin doch 20 schöne Spitzmorcheln ins Körbchen gesprungen.

4 Fotos: Dafür, dass Stefan mit müden Augen schon früh an seinen Morchelplätzen stand, hat er mit diesen Exemplaren schöne Funde gemacht. Wir sehen ein kräftiges Büschel sowie zwei einzelne Spitzmorcheln (oben), ein Einzelexemplar im Mulch sowie eine Speisemorchel unter einer Esche (unten). Eine prima Ernte! (4 Fotos © Stefan)

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Anschließend bin ich los, um die zwei ausgesuchten Plätze mit Eschenbestand unter die Lupe zu nehmen. Auch hier wurde ich fündig, allerdings mit lediglich einer Speisemorchel. Ich bin gespannt, was passiert, wenn die Temperaturen, wie vorhergesagt, nach dem kalten Wochenende wieder steigen.

Erfreulich und regelrecht erleichternd in den letzten Tagen für mich war, dass drei der von mir als potentielle Morchelstellen eingestuften Plätze sich tatsächlich als solche erwiesen. Denn es ist so, dass das Auffinden gut tragender Pilzplätze das Aufreibenste an der Pilzsuche ist. Hat man sie erst einmal gefunden, so ist natürlich der richtige Zeitpunkt wichtig und dass man solch einen Platz dann auch gegen die Konkurrenz erfolgreich verteidigt.

Bei Morcheln kommt erschwerend hinzu dass das Zeitfenster ihres Auftretens recht kurz ist. Nach zwei, drei Wochen heißt es meist schon, auf das kommende Jahr hoffen zu müssen.

Beste Grüße, Stefan«

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Der Genuss seiner ersten Speisemorcheln erinnerte Stefan an Trüffel


Foto: Ein Hochgenuss für Stefan und Familie war die Verkostung seiner allerersten Speisemorcheln, auf die er so lange hatte warten müssen. Er stellt ihr Aroma in die Nähe von Trüffeln. Die Morcheln gab es zu Hähnchenbrustfielt mit einer Demi Glace* von Rotkappen und Bandnudeln. (2 Fotos © Stefan)

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Stefan schreibt am 12. April 2019:

»Hallo lieber Heinz-Wilhelm,

ich möchte dir gerne unser allererstes Speisemorchel-Gericht nachreichen.

Es gab Hähnchenbrustfilet mit Demi Glace von der Rotkappe (die ich im Winter 2018 angesetzt hatte), dazu Bandnudeln und die gebratenen Speisemorcheln.

Keine Gewürze, nichts. Das Hähnchen zusammen mit den frischen Kräutern angebraten und der Demi Glace dazu - ein wahrer Traum.

Ich wollte es bewusst puristisch halten, um den Geschmack meiner ersten Speisemorcheln voll auskosten zu können.

Beim Schneiden und Zubereiten der Morcheln hat mich der fein pilzige Duft sehr an Trüffel erinnert, ebenso erging es mir mit dem Geschmack. Er ist eigen im Vergleich zu klassischen Pilzen und sehr feinaromatisch.

Viele Grüße Stefan«

*Näheres zur Demi Glace siehe Stefans Pilznachricht vom 6. Januar 2019


Foto: Die Hähnchenbrustfilets briet Stefan lediglich mit frischen Kräutern, ohne weitere Gewürzzutaten, damit das Aroma der Speisemorcheln möglichst unverfälscht an den Gaumen kam.

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