Pilzticker Hessen 79:
Funde vom 18.10.2017 - 29.10.2017



Pilzticker Hessen 79




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Stefans Salat mit Zitronen-Buttermilch-Dressing, Garnelen und Steinpilzen sowie knusprigem Ciabatta Brot in Steinpilzbutter 




Foto: Es ist ja schon fast eine Provokation, uns Pilzfreunden mit diesem Steinpilz-Garnelen-Gedicht den Mund wässrig zu machen. Da ist Chef-de-cuisine-des-champignons Stefan ein fantastischer Wurf gelungen!

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Stefan schreibt am 29. Oktober 2017:

»Hallo Heinz-Wilhelm, hallo Pilzfreunde,

ich möchte euch unsere heutige Gaumenfreude nicht vorenthalten. Es gab einen knackigen Salat mit Zitronen-Buttermilch-Dressing, dazu Garnelen, Steinpilze und in Steinpilzbutter knusprig herausgebackenes Ciabatta Brot.


Die Zutaten

Dressing:

Buttermilch

Joghurt

Zitrone- und Limettensaft + Abrieb 

Honig

Salz

Salat:

Eisberg- und Feldsalat (knackig und nussig)

Weitere Zutaten:

Garnelen

Steinpilze

Pinienkerne (geröstet)

Olivenöl

Knoblauch

Dill

Paprika

Mozzarella 

Ciabatta 

Steinpilzbutter

Butterschmalz

(Pilzticker Hessen 79)


Foto: Ein Teil der Steinpilze kommt in vorbereiteten Scheibchen auf die Garnelen, der andere Teil (hinten) wird, durchaus wahlweise gebraten oder roh, dem Salat locker beigegeben. (2 Fotos © Stefan)

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Zubereitung

Die Garnelen wurden mit Dill, Salz und Zitrone gewürzt, mit Knoblauch belegt und Olivenöl beträufelt. Anschließend ging es zum Ziehen für 1 Stunde in den Kühlschrank.

Währenddessen wurde alles weitere geschnitten und vorbereitet.

Einen Teil der Steinpilze habe ich in Scheiben geschnitten, ein weiterer wurde geviertelt und anschließend zusammen in Butterschmalz goldbraun gebraten.

Parallel dazu wurden in einer weiteren Pfanne die Garnelen gebraten.

Die fertigen Steinpilze kamen zur Seite und ordentlich Steinpilzbutter in die noch heiße Pfanne. 

Dann das Ciabatta-Brot mit beiden Seiten in die flüssige Butter getunkt und von beiden Seiten schön knusprig rausbacken.

Anrichten und fertig!

Der frische und zitronige Geschmack des Dressings und der Garnelen harmonieren super mit dem nussigen Geschmack von Pinienkernen, Feldsalat und den Steinpilzen.

Das knusprige Brot mit der warmen Steinpilzbutter krönt das Ganze.

Bon Appétit!«





Stefan tilgte sein Ärgernis über den zertretenen Steinpilz spontan mit einem Steinpilz-Fund


Stefan schreibt am 27. Oktober 2017:

»Hallo Heinz-Wilhelm,

nachdem ich heute Morgen meinen Steinpilz-Probanden platt getreten vorgefunden habe, bin ich nach der Arbeit in einen nahegelegenen Kiefernwald gegangen, um ein paar Steinpilze zu finden. Ich musste meinen Frust mit einem netten Fund wieder wettmachen.

Nach 30 Minuten frischer Luft hatte ich vier schöne Steinpilze (zwei davon siehe Foto rechts), eine knackige Marone und einen gut gewachsenen Parasol gefangen.

Damit konnte ich gut gelaunt die Heimreise antreten und in das verlängerte, hoffentlich pilzreiche Wochenende starten.

Liebe Grüße Stefan«

(Foto © Stefan)

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Ein Frevler beendete abrupt Stefans fotografische Wachstumsstudien am Steinpilz


2 Fotos: Am Mittwoch um 9.30 Uhr begann Stefans fotografisches Experiment.

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Stefan schreibt am 27. Oktober 2017:

»Guten Morgen lieber Heinz-Wilhelm,

ich hatte am Mittwoch Morgen tatsächlich mit meiner geplanten Wachstumsstudie an einem Steinpilz auf meinem Firmengelände (Landkreis Darmstadt-Dieburg) begonnen. Dafür habe ich mir ein wunderschönes Exemplar unter einer der alten Eichen ausgeguckt. Das Experiment bot sich geradezu an, da ich jeden Morgen bei Ankunft und nach Feierabend Fotografien am Objekt machen kann.

Ein nicht zu unterschätzendes Risiko blieb natürlich, nämlich dass bei dem nicht zu vermeidenden Publikumsverkehr jemand meinen mykologischen Probanden kassieren oder zertreten könnte, sei es aus Unachtsamkeit oder aus böser Absicht. 

Mit meinen Überlegungen, wie ich mit ihm über das Wochenende verfahren sollte - mitnehmen oder stehen lassen? - war ich zerrissen. Zu guter Letzt entschied ich doch, ihn stehen zu lassen, um auch über das Wochenende Fotos machen zu können.

Heute Morgen um 7.30 Uhr haben sich diese Pläne zerschlagen. In bemitleidenswertem Zustand - zertreten und mit einem stempelartigen Profilabdruck der Schuhsohle gezeichnet - lag der arme Kerl da, halb zermatscht. Und das, wo ich ihn stets so gut versteckt hatte.

Nun ist er im Steinpilzhimmel.

Die vier Fotos, die ich machen konnte, möchte ich Euch natürlich nicht vorenthalten.

Traurige Grüße, Stefan«


2 Fotos: Am Donnerstag hat der Steinpilz binnen acht Stunden - zwischen 8 Uhr und 16 Uhr -  bereits eine merklich rauere Huthaut bekommen. Leider war mit diesem letzten Bild die Studie auch schon beendet. (4 Fotos © Stefan)

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Die Steinpilze am Arbeitsplatz wachsen seit Wochen - und Stefan rechnet mit Erträgen bis in den November


Foto: Seit Wochen findet Stefan auf dem Parkplatz seines Firmengeländes im Landkreis Darmstadt-Dieburg Steinpilze und Sommersteinpilze in Top-Qualität. Und das in Abständen von wenigen Tagen. Sie wachsen unter alten Eichen.

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Stefan schreibt am 26. Oktober 2017:

»Hallo Heinz-Wilhelm,

ich fasse mich kurz:

Mein kleines Pilzparadies auf dem Gelände meiner Firma ist, was die Steinpilze betrifft, aktuell am potentesten. Ich gehe aber davon aus, dass uns der November nochmals einen Schub beschert. Es wird immer mal wieder Regen vorhergesagt und die Temperaturen spielen auch noch mit.

Das erste Bild zeigt den Fund von Montag, das zweite von heute.

Liebe Grüße an alle fleißigen Pilzsammler, Stefan«


Foto: Und hier Stefans Ausbeute vom Donnerstag. Den Steinpilzen ist anzusehen, dass sie knüppelhart und von bester Qualität sind. (2 Fotos © Stefan)





Der Wunsch, seinen ersten Steinpilz zu finden, erfüllte sich für den kleinen Pilzner


Stefan schreibt am 22. Oktober 2017:

»Hallo Heinz-Wilhelm,

unser kleiner Nachwuchspilzner wollte nochmal in den Wald, Pilze fangen. Nach seinem Pfifferlingsfund im Sommer sollte nun auch noch ein Steinpilz hinzukommen.

So haben wir vier heute beschlossen, einen kurzen Ausflug in den Spessart zu unternehmen, da die neuen Stellen von letzter Woche ja recht einfach zugänglich waren. Wir haben uns warm eingepackt, da es windig ist und die Temperaturen gut angezogen haben.

An der ersten Stelle angekommen, wurde der Wunsch vom meinem Sohnemann auch direkt erfüllt (Foto rechts). Anschließend haben wir leider nur noch Pilzleichen und einige große, aber giftige Bischofsmützen finden können.

Unsere Tochter fand zum Abschluss noch einige schöne Flockenstielige Hexenröhrlinge, darunter einen ausnehmend schönen (zweites Foto). So ging es nach einer knappen Stunde wieder nach Hause, ab in die warme Badewanne.

Ich freue mich, das meine Partnerin dabei war, denn wie wir seit Mitte der Woche wissen, hat sie sich mit der einzigen Zecke, die sie dieses Jahr hatte, eine knackige Borreliose eingefangen. Dieser unerfreuliche Vorgang trübt das nahende Saisonende dieses traumhaften Pilzjahres leider etwas, aber sie geht glücklicherweise sehr tapfer damit um.

Wir würden uns alle nochmal über einen letzten Steinpilzschub freuen, vielleicht bringt ihn uns ja der aktuelle Regen nach dieser schönen und sonnenreichen Woche.

Ganz liebe Grüße Stefan, Dani, Mia & Lijan«


Foto: So bizarr und verlockend sie auch sind, die Bischofsmützen müssen im Wald bleiben. Ihr Gift Gyromitrin schädigt die Leber. (3 Fotos © Stefan)

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Hessischer Spessart: Parasolschnitzel mit Ofenkartoffeln und Rotkraut für Carolin und Peter


Carolin schreibt am 21. Oktober 2017:

»Hallo Heinz-Wilhelm,

wir sind eher stille Beobachter des Pilztickers, doch heute müssen wir den Sensationsfund unseres Pilzjahres melden.

Auf der verregneten Heimfahrt durch den hessischen Spessart lachte uns ein riesiger Parasol jenseits der Leitplanke an. Also Parkplatz gesucht, an der Straße langgestapft und das gute Stück mitgenommen.

Vor der Weiterverarbeitung haben wir ihn noch gemessen. Er brachte es auf 24 Zentimeter Durchmesser!

Wir freuen uns jetzt auf ein leckeres Parasolschnitzel mit Ofenkartoffeln und Rotkraut.

Carolin und Peter«

(Foto © Carolin)

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Darmstadt-Dieburg: Träume von fotographischen Studien im kleinen Pilzparadies


Stefan schreibt am 18. Oktober 2017:

»Hallo Heinz-Wilhelm,

in meinem kleinen Pilzparadies auf der Arbeit wird es immer abenteuerlicher. Beim Mittagsspaziergang habe ich an einer Fichte einen Steinpilz aus der Ferne entdeckt, auf den wie zur Unterstützung noch einige Fliegenpilze hinwiesen.

Ein kurzer Besuch nach Feierabend zeigte, dass sogar drei knackige junge Steinpilze (Foto untere Reihe) mitgenommen werden wollten.

Wie gewohnt ging es dann Richtung Parkplatz, den ich vermutlich als einziger aktuell suchend ablaufe. Ich möchte nicht wissen, was so mancher Kollege von mir denkt, wenn er mich so sieht. ;-)

Hier dann die Überraschung. Mitten im Oktober lacht mich doch glatt ein Sommersteinpilz (Foto oben links) an. Vielleicht freute er sich auch, weil er ohne Würmer war. Vor meinem Auto fand ich dann noch einen jungen, knackigen Flocki (oben rechts).

Es begeistert mich, dass ich dieses kleine Paradies entdeckt habe, natürlich auch, weil es kaum Mühe macht, hier nach Feierabend mal eben herrliche Pilze zu ernten. Aber vor allem, weil ich hier zusehen und hautnah miterleben kann, was wann und wo wächst.

So kamen hier vor gut vier Wochen die Pantherpilze in Massen hervor, anschließend die tollen Eichensteinpilze, seit Anfang der Woche nun die Fliegenpilze. Und zwischendurch gibt es immer mal wieder eine schöne Überraschung wie den Flocki oder den Sommersteinpilz.

Gerne würde ich mal einen Steinpilz von klein auf morgens und abends als Fotostrecke mitdokumentieren, aber leider wird vieles, gerade am Rand, achtlos umgetreten.

Ich gebe aber die Hoffnung nicht auf, dass sich einer vielleicht doch mal gut versteckt, um mir die Gelegenheit zur fotografischen Begleitung zu geben.

Viele liebe Grüße Stefan«

(Foto © Stefan)

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