Pilzticker Hessen 117: Pilzfunde in
Hessen vom 01.12.2019 - 29.12.2019



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Main-Kinzig-Kreis: Erholsame Gänge in beinahe pilzleeren Wäldern mit Haareisschmuck


Stefan schreibt am 29. Dezember 2019:

»Hallo lieber Heinz-Wilhelm,

wir hatten gestern im Main-Kinzig-Kreis bei Temperaturen um den Gefrierpunkt schönsten Sonnenschein. Nach den turbulenten Weihnachtsfeiertagen war der Gang durch den  winterlichen Wald eine willkommene und erholsame Abwechslung.

Ich hatte mich mit Fabiano bei Alzenau an unserer guten Steinpilzstelle verabredet. Wir wollten einfach mal schauen, was der Wald zur Jahreswende wohl hervorbringen würde. Zu unserem Erstaunen wunderschönes Haareis; das zweite Foto zeigt einen von mehreren Funden dieser nicht alltäglichen Erscheinung.

Trotz vieler Buchen, die dort stehen oder bereits liegen, konnten wir keine Austernseitlinge finden, und an den vereinzelten Birken zeigte sich kein einziger Birkenporling. Schade, denn ich würde für einen Selbstversuch über 2-4 Wochen gerne einmal den gesunden Tee ausprobieren. Zwei Stunden lang genossen wir die Stille und sogar die Pilzleere in diesem schönen Wald.

Da Fabiano gerne noch Austernseitlinge haben wollte, sind wir weiter in einen Wald, in dem die Wahrscheinlichkeit, fündig zu werden, größer war. An der mir bekannten Buche fanden wir bis zu einer Höhe von gut 3 Metern denn auch wunderschöne Konsolen vor. Einen Teil ernteten wir, die ganz kleinen Pilze ließen wir weiterwachsen. Für das Foto (rechts), das die Pilze mal in außergewöhnlicher Perspektive zeigen sollte, habe ich mich flach auf den nassen Boden gelegt...

Ich mag den winterlichen Wald sehr, so dass ich es ein wenig schade finde, dass mir die Austernseitlinge geschmacklich nicht zusagen. Umso schöner, dass Fabiano sie sehr schätzt und wir so gemeinsam auch im Winter auf die Pilzsuche gehen können.

Viele liebe Grüße und einen guten Rutsch in das neue Jahr wünsche ich dir, lieber Heinz-Wilhelm, und allen Pilzfreunden!«

(2 Fotos © Stefan)

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Ein leckeres Pfifferlingsgericht nach einem nahezu ausgefallenen Pfifferlingsjahr




Stefan schreibt am 22. Dezember 2019:

»Hallo lieber Heinz-Wilhelm,

nachdem es die letzten Wochen rund um die Pilze sehr ruhig geworden ist, haben sich am heutigen Freitag alle auf ein leckeres Gericht mit Pfifferlingen gefreut. Wie du weißt, sind Pfifferlinge bei uns seit 2017 Mangelware, entsprechend groß war unsere Freude heute.

Die Pilze habe ich unserem Gefrierfach entnommen, es waren teils auf dem Markt gekaufte, teils in diesem Jahr im Wald gefundene; letztere machten den kleineren Teil aus.

Zu gegrillten Süßkartoffeln gab es eine Sourcream, garniert mit gebratenen Pfifferlingen, dazu ein paar leckere Tranchen vom Flat Iron. Dieser Zuschnitt ist zu deutsch ein ausgelöster Muskel vom Schaufelstück (Schulter), in Österreich auch als Schulterscherzel bekannt. Entsprechend abgehangen, ist dies ein Zuschnitt, der zum Kurzbraten geeignet ist, zart wie ein Filet, aber deutlich geschmacksintensiver.

Auf dem Foto rechts ist das leckere Gericht zu sehen. Es hat uns um so mehr geschmeckt, als wir heute alle auf der Arbeit, in der Schule und im Kindergarten unseren letzten »Arbeitstag« des Jahres hatten.

Ganz liebe Grüße Stefan«

(Foto © Stefan)

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Main-Kinzig: »Man will das Saisonende der Pilze nicht so ganz akzeptieren«


Foto: Die Trompetenpfifferlinge standen, wie wir sehen, im Mischwald, was Nadeln, Nadelholzzweige und Laub anzeigen.

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Stefan schreibt am 11. Dezember 2019:

»Hallo lieber Heinz-Wilhelm,

man will das Saisonende der Pilze nicht so ganz akzeptieren und kann es auch nicht lassen; also bin ich gestern nochmal auf eine kleine Runde los in meinem Hauswald.

Als wolle Mutter Natur mir ein kleines Trostplaster für meine zwei nahezu pfifferlingsfreien Jahre schenken, gab es gestern einen einsamen Pfifferling (Foto rechts) und eine gute Handvoll Trompetenpfifferlinge für das Sammelkörbchen.

Der Frost der vergangenen Tage hat durchaus Spuren hinterlassen. So waren einige der Trompetenpfifferlinge, ein letzter Flocki und noch drei Maronen völlig unbrauchbar und blieben zwangsläufig im Wald zurück.

Für einen Blick zum Platz der Semmelstoppelpilze hat es leider nicht mehr gereicht, denn die Sonne war bereits untergegangen, was ich so gedankenversunken gar nicht wahrgenommen hatte. Erst als ich den Wald verließ, wurde es mir richtig bewusst, denn wieder am Auto angekommen, war es bereits stockfinster.

Ich wünsche allen Pilzfreunden noch ein paar schöne Funde an Winterpilzen, ruhige Adventssonntage, ein tolles Weihnachtsfest im Kreise eurer Liebsten und erholsame Feiertage.

Ganz liebe Grüße, Stefan«

(3 Fotos © Stefan)

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Foto: Für eine gute Handvoll Trompetenpfifferlinge hat es immerhin gereicht. Mehr zu sammeln wäre ohnehin kaum möglich gewesen, das es rasant dunkelte.

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Main-Kinzig-Kreis: Die Austernseitlinge sind für Stefan nach wie vor gewöhnungsbedürftig


Foto: Die Austernpilze sehen sehr gut aus, jedoch findet Stefan an ihrem Geschmack bislang nicht den großen Gefallen. (2 Fotos © Stefan)

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Stefan schreibt am 1. Dezember 2019:

»Hallo lieber Heinz-Wilhelm,

heute Vormittag sind Fabiano und ich eine Runde durch die Alzenauer Wälder gezogen, die überwiegend Buchen- und Eichenbestand haben, vereinzelt auch Fichten und Kiefern.

Aus waren wir natürlich noch immer auf Pfifferlinge und Totentrompeten. Zwei Pfifferlinge ließen sich auch finden, allerdings waren sie nicht mehr brauchbar. Von Totentrompeten keine Spur. Da Väterchen Frost nun auch bei uns Einzug hält, war es das dann auch für dieses Jahr.

Für das Körbchen gab es aber immerhin noch rund 200 Gramm Trompetenpfifferlinge (Foto rechts) und ein Nest junger Austernseitlinge.

Zuhause angekommen, habe ich die Austernpilze direkt in Streifen geschnitten und kurz in der Pfanne angebraten. Ein paar Streifen habe ich pur verkostet, den Rest mit Salz und Pfeffer gewürzt.

Diese waren heute deutlich zarter als bei meiner letzten Kostprobe, allerdings sagt mir ihr Geschmack leider nach wie vor nicht so richtig zu. Ich meine, Eisen herauszuschmecken, vor allem am Anfang. Nach längerem Kauen verfliegt das und dann finde ich ihn gar nicht so schlecht.

Mit weiteren Winterpilzen wie dem Samtfußrübling bin ich wegen Verwechslungsgefahr noch nicht so richtig warm, deshalb wird die Saison nun für mich zu Ende sein.

Allen Pilzfreunden, die noch immer auf der Pirsch sind, wünsche ich weiterhin viel Erfolg!

Ganz liebe Grüße, Stefan«

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