Pilzticker Brandenburg 39:
Funde vom 31.10.2020 - 07.11.2020



Pilzticker Brandenburg 39




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Die schönen Maronenwälder von Wiebke und vielen anderen Pilzsammlern im Barnim werden »umgebaut«


Steffi schreibt am 7. November 2020 zu diesem Foto:

»Hallo Heinz-Wilhelm,

gestern war ich wohl zum letzten Mal für dieses Jahr auf Pilztour in den Basdorfer Wäldern (Landkreis Barnim), diesmal mit Wiebke. Obwohl wir spät dran waren, sahen wir noch viele Menschen mit Körben.

Nach einer Weile wurden aber auch wir fündig und freuten uns über zahlreiche madenfreie Maronen.

Aufgefallen sind uns einige gerodete Flächen. Ein Aushang informierte, dass die hier weit verbreiteten Kiefernwälder durch Laubwälder ersetzt werden sollen, hauptsächlich durch Eichen. Da wird es wohl eine Weile dauern, bis dort wieder Pilze wachsen.

Lieber Heinz-Wilhelm, vielen Dank für den PILZTICKER!

Dir und allen Pilzbegeisterten noch fröhliches Sammeln und herzliche Grüße von

Steffi«

(Foto © Steffi)

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Dahme-Heidesee: Diese Flockenstieligen Gesellen sind einfach bestrickend


Collage: Das war mal wieder ein Fund für Helga und Detlef in den Eichen von Dahme-Heidesee! Wir sehen oben links Sandröhrlinge, Maronen, Pfifferlinge, vermutlich Fichtenreizker und eine Krause Glucke; rechts daneben Steinpilze; links unten Flockenstielige Hexen und rechts daneben Edelreizker mit einer Krausen Glucke. (Collage/4 Fotos © Detlef)

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Helga und Detlef schreiben am 5. November 2020:

»Hallo lieber Heinz-Wilhelm,

nach dem sehr warmen Montag mit 20 Grad hatten wir so eine Ahnung auf erneutes Steinpilzwachstum und sind am Mittwoch tief in die jungen Eichen in Dahme-Heidesee vorgedrungen.

Und das war richtig. Mindestens 10 überständige Steinpilzriesen ließen wir stehen, sammelten nur die brauchbaren ein. Detlef führte beim Anblick der Flockenstieligen Hexenröhrlinge fast einen Freudentanz auf. Sie sahen so schön aus, manche mit einem Eichenblatt als Kopfschmuck.

Von den zahlreichen Maronen nahmen wir nur kleine knackige mit. Bei den vielen Sammlern, die unterwegs waren, sahen wir nur Maronen in den Körben.

Unsere geliebten Reizker nehmen zu unserer Freude nur wenige Sammler. Eine neue Wachstumsstelle für eine Krause Glucke fanden wir auch noch. Zunehmend wachsen jetzt auch Frostschnecklinge.

In diesem Jahr kann man als Resümee sagen, daß wir uns viel in der atur »herumgetrieben« haben, neue Gebiete für uns erschlossen und reichlich Pilze gefunden haben.

Eine Reizkerstelle in der Nähe von Königs Wusterhausen hat uns besondere Freude gemacht.

Aber als Ersatz für Ausflüge in das schöne Schlaubetal kann nichts herhalten. Dort ist wegen der afrikanischen Schweinepest leider kein Besuch möglich.

Wir bedanken uns herzlich für die vielen Informationen zum Pilzwachstum und wertvollen Tipps zu Wachstumsbedingungen Deinerseits.

Mit herzlichen Grüßen an Dich und alle Pilzfreunde

Helga und Detlef«

Liebe Helga, lieber Detlef,

an dieser Stelle auch Euch einmal einen herzlichen Dank für Eure regelmäßigen Pilznachrichten, aus denen Eure Begeisterung für Pilze und Waldgänge allgemein so schön herauszulesen ist und für Eure immer herrlichen Fotos. So bewährt sich Eure Arbeitsteilung zwischen Text und Fotos auf das Schönste. Sicher war dies noch längst nicht Euer letzter Pilzgang für diese Saison...

Weiterhin viel Freude und Erfolg in Euren Wäldern wünscht Euch

mit besten Grüßen Heinz-Wilhelm

(2 Fotos © Detlef)

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2 Fotos: Der Anblick der wirklich wunderbaren zwei Flockenstieligen Hexenröhrlinge begeisterte Detlef (und nicht nur ihn). Das Foto mit den zwei Steinpilzen vermittelt einen schönen Einblick in der Waldlandschaft, die sie sich als ihr Zuhause ausgesucht haben. Solche Bilder sollten wir uns als Pilzsammler einprägen.

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Maronen und Regen ohne Ende in der Schorfheide


Christian schreibt am 1. November 2020:

»Lieber Heinz-Wilhelm,

den halben Reformationstag mit fast nur Dauerregen habe ich in der Schorfheide verbracht. Die Maronen standen da ohne Ende und es drückte an jeder Ecke nach. Auch Butterpilze waren sehr viele zu finden. Sie standen, wo auch immer man hinsieht.

Sogar frische Steinpilze waren noch einmal nachgekommen, und zwar genau dort, wo ich letzte Woche auch welche fand. So war mein Korb letzten Ende beinahe übervoll (Foto rechts).

Herzliche Grüße - und Gesundheit allen Pilzfreunden!

Christian«

(2 Fotos © Christian)

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Foto: Fein sauber geputzt und geschnitten und nach Pilzarten getrennt hat Christian hier einige Maronenröhrlinge (links) und Steinpilze. Abgesehen davon, dass sie bei der Lese nass waren, machen sie qualitativ einen sehr guten Eindruck.

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Dahme-Heidesee: Familiäre Steinpilze und übergeschnappte Birkenporlinge


Helga und Detlef schreiben am 31. Oktober 2020:

»Hallo lieber Heinz- Wilhelm,

wir haben am Donnerstag, nach ergiebigem Nachtregen, erneut einen schönen Tag in Wäldern und Waldstücken im Naturpark Dahme-Heidesee verbracht.

Nachdem wir kleine Maronen, einige Sandröhrlinge und einen Flockenstieligen Hexenpilz eingesammelt hatten, wollten wir einmal tiefer in den jungen Eichenwald vordringen. Weil viel wild herumliegendes Holz den Zugang erschwert, haben wir es bisher vermieden.

Die herabgefallenen Blätter leuchteten als Teppich zum Teil mit Blättern, die wohl 40 Zentimeter lang waren. Bei diesem Leuchten hatten wir keine Hoffnung, die Steinpilze zu erkennen.

Dann aber begünstigten Zufälle, dass wir herrliche Pilze doch entdecken konnten. Nur zwei Steinpilze standen für sich alleine, ansonsten warteten sie in kleinen Familien. Man muss seine Pilzstellen kennen- und lieben lernen und den Blick erweitern.

Die sechsköpfige Steinpilzfamilie auf dem 1. Foto rechts fand ich nur deshalb hinter einem großen Totholzhaufen, weil ich dort zwei Fliegenpilze sah und deshalb auch auf einen Steinpilz hoffte. Das 2. Foto rechts zeigt einen sehr schönen Steinpilz mit einer Marone zu seinem Fuße.

Weil der rote Korb schon halb voll im Auto blieb, nahm Detlef einen kleinen Joghurteimer mit in die Eichen. Gleich der erste Steinpilz war zu groß für dieses Behältnis, so dass eine Plastetüte herhalten musste, in der ein Apfel eingepackt war. Sie war dann prall gefüllt und es stand Gott sei Dank Bio drauf. So hatte bei dieser Notfallmaßnahme dann doch alles seine Richtigkeit.

Die verrückten Birkenporlinge wollte ich Dir schon seit einer Woche schicken. Wir sahen sie in der Nähe von Luckenwalde bei einem Ausflug.

Also bis bald und herzliche Grüße von Helga und Detlef«

(4 Fotos © Detlef)

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Foto: Dieser Birkenporling hat sich einen Hut aufgesetzt und möchte gerne, ob er es zugibt oder nicht, ein Steinpilz sein. Es gelingt ihm sogar ausgezeichnet.

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Foto: Diese hier scheinen völlig übergeschnappt zu sein: Der Kugelrunde hat sich zwei weitere Birkenporlinge aufgehalst, die freischwebend eine kühne Pilzakrobatik zeigen. Von ihrer artistischen Einlage abgesehen, sind diese Pilze in einem tollen Zustand; hoffentlich haben Helga und Detlef sie zur Gewinnung eines gesunden Birkenporlingstees mitgenommen.

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