Pilzticker Brandenburg 33:
Funde vom 07.04.2020 - 22.07.2020



Pilzticker Brandenburg 33




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Übersicht aller bisherigen Pilzticker Brandenburgs




Sehr lesenswert!

Thomas schwärmt vom frühmorgendlichen Waldgenuss und von Pilzwonnen im Landkreis Märkisch-Oderland


Foto: Das Ergebnis von Thomas' herrlichem Morgenpilzgang bei Strausberg im Landkreis Märkisch-Oderland. Er fand viele Pfifferlinge und hat die drei kleinsten der Riesenboviste bereits in Scheiben geschnitten, um sie zu panieren. Verdienter Lohn für einen sinnen- und erlebnisreichen Pilzgang! (3 Fotos © Thomas)

Pilzticker Brandenburg 33



Thomas schreibt am 22. Juli 2020:

»Hallo Heinz-Wilhelm,

deine Seite kenne ich schon ein paar Jahre, aber dieses Jahr habe ich Corona-bedingt auch mal Zeit, etwas zu senden. Es ist ein besonders wohltuender Genuss, derzeit in den Wald zu gehen!

Ich meine, es ist eigentlich immer schön im Wald. Aber dass er im Juli mit solch prächtigen Pfifferlingen und Bovisten (siehe im Pilzkorb, Foto rechts) aufwartet, das ist schon toll. Der Morgentau, die frische, kühle Waldluft sind einfach herrlich. Dazu sieht man Füchse, Hasen, Rehe - und natürlich auch viele Kreuzspinnen. Es ist schön, dass dieser Sommer wieder etwas »normaler« ist und ich hoffe, er bleibt auch so. Aber ich freue mich schon genau so auf den Herbst.

Ich habe die vielen schönen Pfifferlinge und Riesenboviste in der Nähe von Strausberg im Landkreis Märkisch Oderland gefunden, wo zu anderer Zeit auch meine Krausen Glucken und Maronen wachsen. Die Familie der Riesenboviste räkelte sich auf einer großen Lichtung in der Morgensonne. Ich habe davon aber nur drei kleine mitgenommen. Paniert schmecken sie super lecker. Pfifferlinge mache ich ganz konservativ, ich brate sie in der Pfanne mit Speck und Zwiebeln. Waldgenuß PUR!

Viel Erfolg beim weiteren Sammeln an alle Wald- und Pilzfreunde!

Thomas«

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Foto: Die Familie der Riesenboviste auf einer Waldwiese. Auf den Gräsern haftete noch der Morgentau, als Thomas lediglich die drei kleinsten erntete. Das garantierte ihm feste, beste Qualität für die Waldschnitzel.

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Blitz und Donner im Schlaubetal beenden die ergiebige, vom Ärger begleitete Pfifferlingslese für Helga und Detlef


Helga und Detlef schreiben am 17. Juli 2020:

»Hallo lieber Heinz-Wilhelm,

die Pfifferlinge haben uns einmal wieder in das Schlaubetal gelockt. Sie nehmen in ihrem Wachstum an Fahrt auf. Auch andere Pilzsuchende haben das inzwischen bemerkt und so waren wir nicht mehr, wie noch vor einigen Tagen, allein im Wald. An einer besonders ergiebigen Stelle gab es die berühmte Nachlese.

Wir begleiteten sie mit verärgerten Kommentaren, denn es sah verdammt nach kommerzieller Pflückerei aus. Die großen Exemplare herausgerissen, kleinere gelöste Pilze lagen achtlos herum, die Wuchsstellen waren nicht abgedeckt. Aber da diese Leute Deine Seite sowieso nicht lesen, nützt der ganze Ärger nichts. Am Ende konnten wir uns dennoch über einen sehr schönen Fund freuen (1. Foto rechts).

Noch vor zwei Wochen waren die Pfifferlinge alleie unter sich. Das hat sich jetzt in Richtung Vielfalt geändert: Auf einer Stelle standen gleich acht überständige Birkenpilze, ein riesiger Flockenstieliger Hexenpilz, ein überständiger Steinpilz, zwei Ziegenlippen und einzelne Täublinge.

Ein Gewitter hat unsere Suche beendet und so fuhren wir nach einer verdienten Kaffeepause in unser heimatliches Berlin zurück.

Mit den herzlichsten Grüßen

Helga und Detlef«

(2 Fotos © Detlef)

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Pfifferlinge im Landkreis Teltow-Fläming


Foto: Anica freute sich sehr über diese Pfifferlinge, die für eine kleine Pilzpfanne reichten. (Foto © Anica)

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Anica schreibt am 13. Juli 2020:

»Guten Tag,

gestern konnten mein Lebensgefährte und ich doch tatsächlich ein paar schöne Pfifferlinge im Landkreis Teltow-Fläming finden. Für eine kleine Pilzpfanne reicht es allemal.

Beste Grüße Anica«





Ein wunderschöner Waldtag im Schlaubetal mit reichlich Pfifferlingen und Blaubeeren für Helga und Detlef


Foto: Ein herrlicher Fund von reichlich Pfifferlingen und einem schmucken Schälchen Blaubeeren! Es muss ein wunderbarer Waldtag im Schlaubetal für Helga und Detlef gewesen sein. (3 Fotos © Detlef)

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Helga und Detlef schreiben am 28. Juni 2020:

»Hallo lieber Heinz-Wilhelm,

einer Eingebung folgend, fuhren wir heute in das landschaftlich reizvolle Schlaubetal und wurden reichlich mit schönen Pilzen belohnt.

Zuerst fanden wir drei Bereifte Pfifferlinge (Foto rechts) unter Eichen. Der größte wog 38 Gramm. Die Augen schwenkten nach links - und da standen auch schon weitere.

Über vier kleine Sommersteinpilze stolperten wir förmlich. Sie waren leider schon an lebende Tierchen vermietet. Zwei größeren ganz in der Nähe erging es leider nicht besser.

So motiviert, liefen wir unsere Stellen ab, die ausnahmslos im Mischwald mit Birken waren und wurden reichlich mit herrlichen Pfifferlingen belohnt. Auch das Pflücken der wohlschmeckenden Blaubeeren bereitete uns Freude.

Vor uns lief ein Mann, der bei seinem gestrigen Pilzgang sein Handy verloren hatte und es nun immer anrief. Ein vorbeifahrender Ranger grüßte uns freudig und rief uns zu, er sei dieses Jahr bereits viermal in den Pilzen gewesen; ansonsten waren wir in dieser herrlichen Natur allein.

Es läuft im Lande Brandenburg!

Mit herzlichen Grüßen Helga und Detlef«

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Foto: Bitte keinen Unschuldigen verdächtigen! Die angeknabberte Partie auf dem Hut und an der Stielbasis des Sommersteinpilzes geht auf einen possierlichen Waldnager wie ein Mäuslein oder ein Eichhörnchen zurück, nicht etwa auf eine Schnecke. Letztlich war es aber egal, denn beide Pilze waren bereits völlig vermadet.

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Dahme-Heideseen: Das Moos knisterte vor Trockenheit, aber die erhofften goldgelben Knöpfchen waren da


Helga und Detlef schreiben am 24. Juni 2020:

»Hallo lieber Heinz-Wilhelm,

im trockenen Wald von Dahme-Heideseen haben sich tatsächlich einige Pfifferlinge herausgetraut.

Sie waren also endlich da, die ersehnten kleinen Knöpfchen, nachdem wir uns zu Pfingsten, auf unserer ersten Pilzexpedition, nur staubige Füße und sonst nichts geholt hatten.

Auf dem zweiten Foto kann man die Trockenheit erahnen, und so wurden auch die kleinen von uns gerettet. Das mehr graue als grüne Moos knisterte nur so unter unseren Füßen.

Wir hoffen immer noch auf ein Wunder, das man anhaltenden Regen nennt.

Herzliche Grüße Helga und Detlef«

(2 Fotos © Detlef)

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Landkreis Märkisch-Oderland: Auf der Suche nach Speisemorcheln buchstäblich ins Spitzmorchelbeet gestolpert


Foto: Eine denkwürdige Versammlung der Spitzmorcheln fand bei Helga und Detlef statt. Es war ein Zufallsfund in einem dörflichen Mulchbeet, nachdem sie sich zuvor auf der Suche nach Speisemorcheln »die Füße platt gelaufen« hatten. (3 Fotos © Detlef)

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Helga und Detlef schreiben am 3. Mai 2020:

»Lieber Heinz-Wilhelm,

nun hat es auch in unseren Landstrichen geregnet und wir sind in die Nähe von Rüdersdorf (Landkreis Märkisch-Oderland) gefahren, um endlich den Speisemorcheln auf die Spur zu kommen.

Dort ist der Boden kalkreich, es gibt jede Menge Anzeigerpflanzen und ausreichend Feuchtigkeit, weil sich ein See an den anderen anschließt. Aber wir haben nur den Vögeln gelauscht, schöne frische Luft geatmet und uns buchstäblich die Füße platt gelaufen - von Speisemorcheln keine Spur.

Auf der Heimfahrt passierten wir in einem kleinen Dorf zufällig eine Anlage mit Rindenmulch. Vorsichtshalber hielten wir an - und konnten doch tatsächlich 90 Spitzmorcheln (z. B. 1. Foto rechts) einsammeln! Die größte wog 39 Gramm (2. Foto rechts). Der Wintervorrat ist damit schon einmal gesichert.

Und unsere Pilzstimmung gleich gestiegen, so dass wir jetzt vorsichtig optimistisch der neuen Saison entgegensehen.

Herzliche Grüße und bis bald, Helga und Detlef«

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Berliner Umland: 23 Giftlorcheln, aber keine einzige Morchel in Sicht


Helga und Detlef schreiben am 7. April 2020:

»Hallo lieber Heinz-Wilhelm,

in diesen komplizierten Zeiten wollen wir Berliner Dir auch mal einen lieben Gruß senden. So ein Pilzblock sagt ja viel über Pilze und ihre Habitate aus aber kaum etwas über die aktuelle Situation.

Wir fahren vorschriftsmäßig nur zu zweit in die Brandenburger Natur und schauen nach möglichen Morchelplätzen in unseren etwas kalten Landstrichen. Dabei fanden wir auf unserer Wiese, die wir immer gern aufsuchen, 23 Frühjahrslorcheln (Giftlorcheln). Schokobraun und schön anzusehen, wie auf dem Foto rechts. In den Berliner Mulchbeeten tut sich noch nichts. Es ist wohl wieder zu trocken.

Eine Radtour durch meine Mecklenburger Heimat mussten wir schon in der Planung absagen, so dass wir unser angeeignetes Wissen über mögliche  Morchelvorkommen erst im nächsten Jahr anwenden können.

Alles Gute für Dich und alle Pilzfreunde- bleibt schön gesund!

Helga und Detlef«

(Foto © Detlef)

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