Pilzticker Bayern 85:
Funde vom 21.10.2019 - 28.10.2019



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Übersicht aller bisherigen Pilzticker Bayerns




Landkreis Passau: Der große Steinpilz füllte Hermanns Schwammerlkorb fast alleine


Hermann schreibt am 28. Oktober 2019:

»Servus beinand,

der Steinpilzprachtkerl von 600 Gramm (Foto rechts) füllte fast schon alleine meinen Schwammerlkorb.

Derzeit sprießen die Steinpilze, Rotkappen, Maronen und andere Arten im Landkreis Passau ergiebig.

Gruß Hermann«

(2 Fotos © Hermann)

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Triftern: Klein und Groß hatten Spaß beim ergiebigen Pilzesammeln


Foto: Ein besonders schöner kerniger Steinpilz hat kraftstrotzend Erde und Moos hinter sich gelassen und wartet auf - Armin.

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Armin schreibt am 27. Oktober 2019:

»Servus Heinz-Wilhelm,

heute waren mit der Familie wieder einmal Schwammerl suchen bei Triftern. Gefunden haben wir wieder viele Steinpilze, Flockenstielige Hexenröhrlinge und Maronen. Auch unsere Tochter hatte, wie man sieht, ihre Freude beim Suchen und Finden (Foto rechts).

Es gibt weiterhin sehr viel Nachwuchs. So kann es gerne weitergehen... 

Gruß aus Simbach am Inn, Armin und Familie«

(4 Fotos © Armin)

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Foto: Im Gegensatz zum vergangenen und bedingt auch zum vorvergangenen Jahr kann sich Armin heuer über viele, viele Steinpilze in sehr guter Qualität freuen. Diesmal wurde sogar der zweite Korb fast noch voll.

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Foto: Viel Steinpilznachwuchs steht noch für die nachfolgende Ernte bereit, hier sogar eine vier- oder gar fünfköpfige Familie. Dass jetzt nur nicht der Frost kommt und Armin einen Strich durch die Rechnung macht. Bis zu minus 1,5 Grad Celsius halten Steinpilze aus.

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Das kleinste von Tanjas drei Kindern sucht die »Igitten«


Tanja schreibt am 27. Oktober 2019:

»Hallo liebe Pilzfreunde, 

iIch bin nur eine stille Mitleserin, aber nun möchte auch ich einen kleinen Beitrag leisten.

 Heute früh, kurz nach Sonnenaufgang, bin ich fix in den Wald bei meinem Wohnort Weiden in der Oberpfalz und bin auch rasch fündig geworden. Es waren ganz viele Maronenröhrlinge, einige Steinpilze und ein paar Hexen dabei.

Leider waren viele schon sehr zerfressen und unbrauchbar. Dennoch werde ich die kommende Woche noch einmal durch die Wälder streifen, um den ein oder anderen guten Pilz zu sammeln.

Meine drei Jungs sind immer ganz begeistert und freuen sich über jeden noch so kleinen Fund. Der Kleinste ist übrigens, wenn er mitgeht, immer dabei, alle »Igitten« zu sammeln.

Ganz viele liebe Grüße aus der Oberpfalz senden Tanja und ihre Rüben«

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2 Fotos: Pilzmamas mit ihren Kindern bzw. ihrem Kind. Links eine Maronen-, rechts eine Steinpilzmama. (2 Fotos © Tanja)

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Triftern: Auch die Schnecken kennen Armins gute Pilzplätze


Foto: Ein Steinpilz im Unterstand. Sie tarnen sich nach bester Möglichkeit. Aber Armin ist zu erfahren, als dass sie ihm entgingen... (3 Fotos © Armin)

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Armin schreibt am 24. Oktober 2019:

»Servus Heinz-Wilhelm,

gestern waren wir wieder Schwammerlsuchen und fanden erneut beste Steinpilze und Flockenstielige Hexenröhrlinge. Allerdings muss man feststellen, dass die Schnecken, deren Hunger immer größer wird, sie auch finden.

Gruß aus Simbach am Inn, Armin«

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Foto: Dieser ist dagegen schon besser zu erkennen, allein wegen seines falben Hutes.

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Foto: Alter Schleimer! Eine Schnecke hat deutliche Spuren an den beiden Flockenstieligen Hexen hinterlassen.

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Würmtal/Landkreis Starnberg: Obwohl die Maronen streikten, hat es für einige Gläser »Marias Trockenpilzmischung« gereicht



Maria schreibt am 22. Oktober 2019:

»Hallo Heinz-Wilhelm,

für mich ist die diesjährige Schwammerlsaison ab sofort beendet.

An meinen Stellen und in meinen Wäldern lohnt sich eine planmäßige Suche nicht mehr, da es  nur noch Einzelstücke gibt, die sich einem eher zufällig in den Weg stellen, wenn man mit offenen Augen herumstreift.

Und das können wir augenblicklich nicht mehr, da mein treuer Begleiter Leo sich einen Bandscheibenvorfall im Halswirbelbereich zugezogen hat. Gottlob ging es ohne OP ab und ich konnte ihn gestern aus der Klinik holen. Es sieht gut aus und er hält sich tapfer. So werden wir halt nun mit kurzen, leichten Spaziergängen in der in allen Farben des Goldenen Oktobers leuchtenden Natur vorlieb nehmen und alles dransetzen, dass diese unerfreuliche Episode in unserem gemeinsamen Leben möglichst schnell Vergangenheit wird.

Also Zeit, mal wieder Bilanz zu ziehen.

Kein Jahr der großen Vielfalt

Nach einem ziemlich holprigen Start und einer hitzebedingten  Durststrecke gab es zwischen dem 21. und 31. August den ersten üppigen Schub, von dem ich ja berichtet hatte.

Die folgenden beiden Wochen brachten einige ergiebige Regenfälle und konstant kleinere Fundmengen. Darauf folgte der nächste größere Schub, nicht mehr ganz so üppig wie der erste, aber nochmals sehr ergiebig. Dieser Schub klang Anfang Oktober mit den bereits angesprochenen Einzelfunden aus beziehungsweise er klingt noch aus – allerdings ohne uns.

Zu den einzelnen Röhrlingsarten, die ja mein Spezialgebiet sind, ist zu sagen, dass heuer das Jahr der Schönfüße, Birkenpilze, Flockis und Steinpilze war. Alle anderen Mitglieder der Familie machten sich eher rar oder glänzten durch komplette Abwesenheit. Dies gilt auch für die Maronen, die ja hier normalerweise das »Herbstgeschäft« tragen. Es gab relativ wenige und die meisten davon haben sich qualitativ nicht gerade mit Ruhm bekleckert.

Trotzdem hat es für ein paar Gläser »Marias Trockenpilzmischung« gereicht. Ich kann also rundum zufrieden sein.

Zum allgemeinen Pilzaufkommen in meinen Jagdgebieten ist zu sagen, dass es nicht sehr vielfältig war. Parasole, Habichtspilze, Semmelstoppelpilze und Schopftintlinge gab es, aber in eher bescheidenen Mengen.

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Foto: Muss wegen eines Bandscheibenvorfalles die Pilzsaison vorzeitig beenden: Marias treuer Steinpilzhütehund Leo. Damit ist auch für Maria die Pilzsaison vorbei. Obwohl sie einige ihrer Lieblingspilzarten vermisst hat, zieht sie im Pilzticker eine positive Bilanz für dieses Jahr. (Foto © Maria)

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Gut gewachsen sind dagegen Perlpilze und Anisegerlinge, von denen es manche, an denen ich öfter vorbeikam, auf riesige Hutdurchmesser gebracht haben. Im Herbst trugen meine Wälder dann Rot-Weiß - dank der Fliegenpilze, die sich massenhaft die Ehre gegeben und alles andere überstrahlt haben. Alle übrigen Herbstpilze, egal ob für mein Sackerl geeignet, essbar oder nicht, sind nur sehr zurückhaltend gewachsen. Dies gilt auch für den Hallimasch, von denen ich nur einige wenige und vergleichsweise mickrige Büschel gefunden habe.

Zu meinen persönlichen Highlights gehören natürlich die Steinpilze, die für mich und zahlreiche Freunde und Bekannte und das Vorratspilze mehr als ausreichend im Angebot waren. Außerdem habe ich so viele Reherl (die ich natürlich auch geteilt habe) wie noch nie  gefunden. Und den größten Erdstern, den ich je gesehen habe (Durchmesser 15-20 cm)  sowie meine ersten Tintenfischpilze.

Also: Habt einmal mehr herzlichen Dank für Eure wunderbaren Gaben, Ihr lieben Waldgeister. Wir hoffen, dass wir uns Eurer Gunst als würdig erwiesen haben und ihr uns auch im nächsten Jahr gewogen bleibt!

Unterschriften gegen Waldvernichtung für den Kiesabbau

Abschließend noch ein paar weniger erfreuliche Nachrichten, die Deine alten Jagdgebiete betreffen, lieber Heinz-Wilhelm:

In Forst Kasten zwischen Neuried, Fürstenried, Planegg und Krailling sollen 42 ha Wald und im Planegger Holz zwischen Planegg, Germering und Gräfelfing 24 ha Wald für den Kiesabbau geopfert werden. Mal sehen, ob unsere Unterschriftenaktionen was bewirken. Die Gemeinde Gauting hat als einzige zugestimmt und will weiteren Waldbestand bei den Kliniken für Wohnungen und Gewerbe und bei Unterbrunn für ein Einkaufscenter plattmachen.

Für heuer verabschieden wir uns also rundum zufrieden aus dem aktiven Schwammerlsuchdienst und wünschen allen weiterhin Aktiven noch viel Spaß und weiterhin gute Funde!

Liebe Grüße Maria«

Blau = ungenießbar

Rot = giftig

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Neumarkt/Oberpfalz: Kurz vor Einbruch der Dunkelheit war Claudias Korb gut mit Waldleckereien gefüllt


Claudia schreibt am 21. Oktober 2019:

»Hallo Heinz-Wilhelm,

wir machten nach Feierabend binnen zwei Stunden in unserem Stammwald bei Neumarkt in der Oberpfalz einen prima Fund. Bevor es dunkel wurde, lagen elf Steinpilze - leider etwas verwurmt -, Reizker, Hexenröhrlinge und jede Menge Maronenröhrlinge in unserem Korb.

Liebe Grüße Claudia«

(2 Fotos © Claudia)

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