Pilzticker Bayern 80:
Funde vom 27.08.2019 - 03.09.2019



Pilzticker Bayern 80




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Übersicht aller bisherigen Pilzticker Bayerns




Simbach am Inn: Erst die Reherl, dann ein regionales Spezialbier für Armin


Armin schreibt am 3. September 2019:

»Servus Heinz-Wilhelm,

heute war ich wieder beim Schwammerlsuchen. Bei uns ist es noch immer recht trocken, darum ist nicht viel los in den Wäldern bei Triftern.

Gefunden habe ich einige Reherl (2 Fotos rechts). Danach habe ich mir erstmal ein kühles Helles aus der Region gegönnt, wie man sieht.

Gruß aus Simbach am Inn, Armin«

(2 Fotos © Armin)

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Starnberg: Ein Pilzgerichtverderber und ein tödlicher Nachbar


Foto: Zweierlei fällt an diesem Foto auf. Der Birkenpilz links oben ist weit überständig, das heißt, die Zersetzung der Eiweiße hat bereits begonnen. Damit ist er nicht mehr essbar. Was aber Olga das gesamte Pilzgericht verderben könnte, ist der dickstielige Pilz in der unteren Reihe. Es ist ein ungenießbarer Gallenröhrling. Auf dem zweiten Foto ist er noch einmal gesondert am Fuße einer Fichte zu sehen.

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Olga schreibt am 31. August 2019:

»Hallo Heinz-Wilhelm,

heute bin ich in den Wäldern bei Starnberg gewesen. Ich abe einen herrlichen Steinpilz gefunden (schade, dass es nur einen gab), Birkenpilze und Maronenröhrlinge. Auch einen Parasol habe ich entdeckt, aber da es im Fichtenwald der einzige war, habe ich ihn stehen gelassen.

Bereits wieder zurück in München, habe ich am Ufer der Würm noch eine Familie Netzstieliger Hexenröhrlinge gefunden. 

Mit freundlichen Grüßen, Olga«

2. Foto rechts: Hier sehen wir einen Flockenstieligen Hexenröhrling in unmittelbarer Nachbarschaft zu einem Grünen Knollenblätterpilz. Im vergrößerten Bild ist die Natterung des Stieles deutlich erkennbar.  (4 Fotos © Olga)

Blau = ungenießbar

Rot = giftig, in diesem Fall tödlich giftig

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Foto: Diese Netzstieligen Hexenröhrlinge fand Olga im Stadtbereich von München an der Würm, dem einzigen Abfluss des Starnberger Sees.

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Bayerischer Wald: Der kommende Pilzherbst klingt schon nach Trompeten


Foto: Zu den ersten Funden an Herbst- oder Totentrompeten zählen diese Exemplare, die Angie und Christian im Bayerischen Wald aufgespürt haben. (3 Fotos © Angie)

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Angie und Christian schreiben am 31. August 2019:

»Lieber Heinz-Wilhelm,

bei unserem Ausflug in den Bayerischen Wald sind uns in der Rißlochschlucht bei Bodenmais noch einige weitere Pilze besonders aufgefallen. Vielleicht sind sie ja auch für die Leser interessant, sind es doch immerhin Speisepilze, die zum Motto Deiner Website, nämlich Pilze sammeln, passen.

Allem voran der seltene Igelstachelbart. An Kraterellen fanden wir Trompetenpfifferlinge und die ersten Totentrompeten, die schon ziemlich stark nach herbstlichen Pilzen klingen. Und der wunderschöne Buchenschleimrübling hat uns trotz seines Namens sehr begeistert.

Herzliche Grüße Angie & Christian«

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Foto: Ein schöner junger Igelstachelbart. Die leckere, milde Art braucht zum Fruktifizieren alte (wunde) Eichen und Buchen, die aber aus forstwirtschaftlichen Gründen kaum noch Gelegenheit zum natürlichen Altern oder gar Absterben bekommen. Dass Igelstachelbärte immer seltener zu finden sind, geht also klar auf wirtschaftliche Interessen - und nicht auf uns Pilzsammler - zurück.

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Foto: Buchenschleimrüblinge sind schöne Pilze. Sie wachsen in büscheligen Gruppen an starkem, frischtotem Buchenholz. Sie sind elastisch und glasig, weshalb Gegenlichtfotos mit ihnen oftmals herrliche Bilder ergeben. Man kann sie sogar essen - wenn man denn auf Pilze ohne Geschmack steht.

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So viele prächtige Steinpilze im erholsamen Wald am Staffelsee für Simone


Foto: Eine nette Familie von Steinpilzen. (3 Fotos © Simone)

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Simone schreibt am 29. August 2019:

»Hallo Heinz-Wilhelm,

zurzeit macht es einfach wieder Freude, durch den Wald zu stapfen. Ich genieße jede Minute die Ruhe und die Einsamkeit und lausche den Lauten der Natur.

Noch schöner wird das Ganze dadurch, dass es jetzt mit den Schwammerln losgeht. Wenn einem der Pilzduft schon in die Nase steigt und dann Prachtexemplare von Steinpilzen vor einem stehen. Parasole , Pfifferlinge, Täublinge und Birkenpilze gesellen sich hinzu. Bemerkenswert schön war der essbare Eispilz oder Zitterzahn (Foto rechts), der zur Gattung der Zitterzähne zählt.

Wenn der Korb schwer und schwerer wird und man eigentlich gar nicht aufhören möchte, weil gerade im Moment alles perfekt ist, weil man im Einklang mit der Natur und mit sich selbst ist, möchte man am liebsten noch ganz lange im Wald bleiben.

Schweren Herzens verließ ich ihn, und nun bin wieder daheim. Hochzufrieden mit dem schönen Fund, putze ich nun die Schwammerl und schreibe an den Pilzticker.

Liebe Grüße vom Staffelsee, Simone«

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Foto: Welch ein Fund am Staffelsee für Simone! Der Übermacht der Steinpilze sehen sich Parasole, Pfifferlinge, Birkenpilze und Täublinge gegenüber.





Tödlicher Fleischbrauner oder Fleischbräunlicher Schirmling


2 Fotos rechts:

Liebe Pilzfreunde,

dieser Pilz, der hier bewusst größer dargestellt wird, als er ist, zählt zu den so genannten Kleinen Schirmlingen und ist tödlich giftig!

Es ist der Fleischbraune Schirmling, der das Gift des Weißen Knollenblätterpilzes enthält. Ingrid hatte sich nach ihm erkundigt. Wer in der Bestimmung mit Safranschirmlingen noch nicht sicher ist, kann ihn schnell für einen solchen halten.

Ein wesentliches Unterscheidungsmerkmal ist die Größe. Der Fleischbraune Schirmling zählt zur Gruppe der hoch problematischen, weil zum großen Teil sehr giftigen Kleinen Schirmlinge. Sein Hutdurchmesser beträgt maximal 5 Zentimeter. Das Hutmuster mit den gezonten dunkelgraunen Schuppen auf hellbraunem Grund ist so ganz anders als bei Safranschirmling und Parasole.

Sein weißlich-hellbrauner Ring (kein Doppelring, kein verschiebbarer Ring!) ist faserig, oftmals ist die Ringzone nur angedeutet. Unterhalb der Ringzone befinden sich mehrere violettbraune Gürtelzonen, die vom Velum stammen. 

Auf dem 2. Foto seht Ihr, dass das Stielende - im Gegensatz zum Safranschirmling - gar nicht, manchmal allenfalls minimal rötet.

Prägt Euch vor allem das Hutmuster gut ein!

(2 Fotos © Ingrid)

(30. August 2019)

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Neu-Bayer Nick findet in den Westlichen Wäldern seine ersten Rotkappen und eine erste Krause Glucke


Foto: Dafür, dass Nick seine Pilzplätze in den Westlichen Wäldern als Neu-Bayer erst noch erkundet, hat er heute einen tollen Fund gemacht. Obenauf liegen, als Krönung, weil Erstfunde im neuen Terrain, eine Rotkappe und eine Krause Glucke. (Foto © Nick)

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Nick schreibt am 28. August 2019:

»Hallo Heinz-Wilhelm,

auch heute zog es mich wieder in die Westlichen Wälder von Augsburg. Und wieder fand ich reichlich Lohn.

In einem Fichtenhochwald fand ich erneut zig Maronen, die ich diesmal aber fast alle stehen ließ, Safranschirmlinge, Perlpilze, Flockenstielige Hexenpilze und einige Steinpilze. Premiere feierte ich heute, seit ich in Bayern lebe, mit Funden von Krausen Glucken und Rotkappen. Es war ein wunderbarer Fund, den der volle Pilzkorb schön wiedergibt.

Beste Grüße Nick«

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Ein Traum von einem Sommersteinpilz vom Tegernsee - Die Rohkost begeistert Ingrid


2 Fotos: Diese Bilder sandte uns heute Ingrid ganz begeistert zu: »Ein Traum von 300 Gramm!« schreibt sie. Gefunden hat sie den Sommersteinpilz am Tegernsee - und ihn roh gekostet: »Ein Geschmack - der Hammer!«  (2 Fotos © Ingrid)

(28. August 2019)

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Herrlicher Steinpilzfund im Münchner Osten





Foto rechts: Dieses Foto, das einen Fund vom 27. August 2019 im Münchner Osten zeigt, hat uns Joachim am 9. September 2019 zugesandt. Die herrlichen Steinpilze, schreibt er, hätten sie zu zweit gefunden. (Foto © Joachim)

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