Pilzticker Bayern 77:
Funde vom 10.08.2019 - 15.08.2019



Pilzticker Bayern 77




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Übersicht aller bisherigen Pilzticker Bayerns




Ein toller Fund von Amethystschuppigen Pfifferlingen

Landkreis Dachau: »Auf einmal leuchtete es ganz gelb«


Foto: Wenn das keine Pfifferlingslese war! Der Sperli wollte eigentlich einen seiner Steinpilzplätze inspizieren - und traf auf einen ganz unerwarteten Fund von wunderschönen Amethystschuppigen oder Violetten Pfifferlingen. Das Hochformatfoto vermittelt uns einen sehr schönen Eindruck von ihrem Standort. Ein tolles, aussagestarkes Foto, lieber Sperli!

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Der Sperli schreibt am 15. August 2019:

»Hallo liebe Pilzticker-Freunde,

lange beobachte ich hier schon schöne Pilzfunde, nicht nur aus Bayern. Jetzt möchte ich selbst mal einige Neuigkeiten aus meinen Pilzregionen hier einstellen. 

Heute wollte ich mal nach einem meiner Steinpilzplätze im Landkreis Dachau schauen. Da leuchtete es auf einmal ganz gelb aus einem mittelalten Buchenbestand heraus.

Das Ergebnis war einer meiner besten Funde von Amethystschuppigen Pfifferlingen (Cantharellus amethysteus)

(4 Fotos © Sperli)

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2 Fotos: Stolze 174 Gramm brachte der größte Pfifferling auf die Waage. Dabei dürfte es sich um das Exemplar ganz unten auf dem Foto im Wald handeln. Auf dem Bild rechts sehen wir, wie klein sich das Kartoffelschälmesser gegen den Koloss ausnimmt.

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Ostallgäu: 50 Jahre mussten Siglinde und Walter auf solch einen famosen Steinpilzfund warten


Foto: Siglinde und Walter waren ganz hingerissen von ihrem besten Steinpilzfund, den sie in 50 Jahren je gehabt haben. Gestern, in einem kleinen Wald im Ostallgäu, war es so weit. Die hier gezeigten zwei Exemplare waren besonders schön.

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Siglinde und Walter schreiben am 15. August 2019:

»Hallo Heinz-Wilhelm,

und plötzlich waren sie da, die Steinpilze!

Seit Anfang Juni haben wir, meine Frau und ich, regelmäßig unsere Pilzwälder im Ostallgäu abgesucht, aber nie etwas gefunden.

Und gestern, am 14. August, haben wir in einem kleinen Wald so viele und so schöne Steinpilze wie in 50 Jahren nicht gefunden. Das war unser schönstes Pilzerlebnis, wie man es in 75 Jahren nur einmal hat! 

Es grüßen alle Pilzfreunde Siglinde und Walter«

(3 Fotos © Walter)

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Foto: Die Pilze standen, wie hier zu sehen ist, unter Fichten in Moos und Blaubeerkraut.





Erster Steinpilz 2019 für Hermann im Landkreis Passau


Foto: Seinen ersten Steinpilz des Jahres hat Hermann im Landkreis Passau gefunden. (Foto © Hermann)

(15. August 2019)

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Starnberg/Würmtal: Pilzgänge bei angenehmen Temperaturen, aber mit einer kleinen Enttäuschung


Foto: Marias Leo passt schön auf die vier Parasole auf. Auch für ihn sind die Temperaturen endlich wieder erträglicher. Bei jedem Pilzgang von Frauchen ist er mit Herz und Seele dabei. (Foto © Maria)

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Maria schreibt am 15. August 2019:

»Hallo Heinz-Wilhelm,

die letzte Hitzewelle im Großraum Münchner Süden ist vorüber. Seither hat es einige Male ordentlich geregnet. Am Montag den ganzen Tag derart kräftig und anhaltend, dass das Wasser durch die Lüftungsschlitze in den Achselhöhlen meiner Regenjacke gelaufen ist. Mittlerweile sind wir, also mein Vierbeiner Leo und ich, bei angenehmen Temperaturen gerne »in den Schwammerln« unterwegs.

Gestern  konnte ich ein Nest bester Birkenpilze ausheben und etliche schöne Rotfüße sowie zwei Anhängselröhrlinge einheimsen.  Unterwegs waren wir knapp drei Stunden.

Einen ziemlich stattlichen Steinpilz musste ich leider nach einer Druckprobe stehen lassen – er war vollgesogen wie ein Schwamm. In diesem Zusammenhang muss  ich leider mal wieder etwas loswerden:

Lieber Michael vom Pilz-Ticker Baden-Württemberg, muss man einen Pilz, dem man ansieht und anfühlen kann, dass er nicht mehr zu gebrauchen ist, wirklich rausnehmen, nur um ihn »vorzeigen« zu können? Ich bin, offen gestanden, ein bisschen enttäuscht…

Heute stieß ich auf einer mit alten Buchen bestandenen Wiese auf etliche Netzstielige Hexen. Außerdem fand ich auf unserer über zweistündigen Tour noch einen winzigen Flocki  und  eine Stelle mit insgesamt  sechs prachtvollen Parasolen, so dass ich in »Schnitzel vegetarisch« schwelgen konnte.

Will heißen, dass der Gesamteindruck in meinen Wäldern aus der Sicht des Schwammerlsuchers immer noch ziemlich trostlos  ist. Die immer wieder aufgesuchten Stammstellen für Delikatessen liegen leider immer noch im Dornröschenschlaf, das Warten auf den Aha-Effekt geht vorerst weiter.

Liebe Grüße Maria«

Liebe Maria,

ich bin über Fotos nach dem Motto »Wer hat den Größten?« nie glücklich, weil nahezu alle dieser gezeigten Pilze naturgemäß mehr oder weniger stark überständig sind. Ich veröffentliche deshalb Motive dieser Art niemals in großem oder gar übergroßem Format.

Nun ist es so, dass Steinpilze dieses Alters und dieser Abmessungen häufig bereits umgefallen sind und auf der Hutkante aufliegen.

Hiervon gehe ich auch im Fall von Michael aus, der generell sehr verantwortungsbewusst Pilze sammelt bzw. stehen lässt. Bei seinen Sammelbilanzen, seiner Artenkenntnis und seinem biologisch-ökologischen Wissen hätte er es sicher nicht nötig, einen Steinpilzmethusalem seinem Habitat zu entreißen, nur um ihn der Pilzsammlergemeinde als Trophäe zu präsentieren.

Herzliche Grüße Heinz-Wilhelm

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Hopferau bei Füssen: Ein Prachtkerl von einem Sommersteinpilz bringt Jörg vor Freude fast aus der Fassung


Foto: Auf dem Heimweg nach Hopferau verschlug es Jörg die Sprache, fand er am Wegesrand doch den stattlichen Sommersteinpilz, der sich seinem kleinen Artgenossen hinzugesellte. Der vermeintliche Rotfußröhrling links unten dürfte eher ein Brauner Filzröhrling sein. (2 Fotos © Jörg)

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Jörg schreibt am 14. August 2019:

»Hallo zusammen,

ich konnte es kaum erwarten, bis die Saison auch im Allgäu startet. Da ich noch nicht lange hier wohne, bin ich überaus gespannt auf das Pilzvorkommen in dieser Region. Seit Wochen bin ich in den Wäldern unterwegs, leider ergebnislos. Heute wurde ich nun endlich fündig - und war richtig überwältigt.

Nebst Maronen, Pfefferröhrlingen und einem Rotfuß habe ich endlich auch einen Pfifferlingsplatz entdeckt, und das praktisch vor der Haustüre!

Auf dem Heimweg lümmelte am Wegesrand doch tatsächlich noch ein riesiger Sommersteinpilz rum. Ich konnte es erst gar nicht glauben, weil es bei uns im Allgäu noch so früh in der Saison ist. 

Einen Klebrigen Hörnling und einen fast noch geschlossenen Parasol ließ ich stehen.

Und morgen ist Vollmond! Allen Pilzfreunden viel Spaß und Erfolg im Wald!

Grüße von Jörg aus Hopferau bei Füssen«

Blau = ungenießbar

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Foto: Ein Parasol im Hasenklee. Aus Freude über seinen unerwartet guten Fund mit einem tollen Riesensteinpilz ließ ihn Jörg stehen.

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Schwabach/Mittelfranken: Bei Ernst ist morgen »Schnitzeltag«


Foto: Die zwei Riesenboviste, zusammen 2 Kilo schwer, bescheren Ernst morgen einen Schnitzeltag. Weil ein einziger Riesenbovist einer ganzen Familie ein komplettes kostenloses Essen liefern konnte, wurde der Pilz im Kaiserreich volkstümlich auch »Beamtenschnitzel« genannt. (Foto © Ernst)

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Ernst schreibt am 12. August 2019:

»Hallo,

die weißen Kugeln habe ich schon von weitem aus dem Gras leuchten sehen. Ich dachte erst an Champignons, aber als ich näherkam, erwiesen sie sich als fußballgroße Riesenboviste, insgesamt fünf Stück.

Das Pilzmesser ist hier völlig überflüssig bei dem dünnen filigranen Stiel. Man glaubt gar nicht, dass sie am Boden angewachsen sind. Den größten und die kleinsten habe ich stehenlassen, zum Aussporen für das nächste Jahr.

Die beiden auf dem Bild wiegen 800 und 1200 Gramm. Sie werden wohl morgen paniert und als Schnitzel serviert. Gefunden habe ich sie heute auf einer Talwiese am Waldrand nördlich Schwabach, Mittelfranken.

Ernst«


Die ersten Pfifferlinge des Jahres im Landkreis Tirschenreuth für Tom


Tom schreibt am 12. August 2019:

»Servus,

ich verfolge den Pilzticker schon seit längerem und dachte, ich schick dir nun auch mal einen Beitrag, nachdem ich am Wochenende in der nördlichen Oberpfalz (auf Heimatbesuch im Landkreis Tirschenreuth) meine Pilzsaison mit den ersten Pfifferlingen (Foto rechts) eröffnet habe.

Viele Grüße, Tom aus München«

(Foto © Tom)

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Andrea aus Mittelfranken freut sich über die vielen Wiesenchampignons und über den Pilzticker


Foto: Solange nicht gedüngt wird und die Wiesenchampignons auf ihren Weiden weiterhin zusammen mit »ihren« alten Grassorten wachsen dürfen, bleiben sie uns treu. Mit neuen Graszüchtungen vertragen sie sich nicht, was zu erheblichem Sterben ihrer Art geführt hat. Sie mögen mehrwöchige Trockenzeiten mit hohen Temperaturen, um etwa 10 bis 14 Tage nach ausreichendem Regen zu fruktifizieren. Nach einigen weiteren Tagen bis zu einer Woche erscheinen dann auch die Mykorrhizapilze wie Steinpilze, Maronen und Pfifferlinge im Wald.

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Andrea schreibt am 11. August 2019:

»Hallo Heinz-Wilhelm,

schon seit einigen Jahren verfolge ich leidenschaftlich die Beiträge in Deinem Pilz-Ticker. Es gibt zwar immer mal wieder Infos aus Südbayern, doch aus Franken kommt leider sehr wenig. Daher habe ich jetzt das 10-Jährige Jubiläum zu Anlass genommen, dies zu ändern.

Heute kann ich den ersten nennenswerten Fund dieses Jahres aus meinem »Revier« im südwestlichen Nürnberger Umland melden:

Wiesenchampignons in großen Mengen und völlig madenfrei in bester Qualität. Aus meiner Erfahrung kann ich sagen, sie sind sind absolut standorttreu.

Ich hoffe, dieses Jahr wird es noch viel zu berichten geben aus Mittelfranken.

Viele Grüße, Andrea«

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Foto: Und ab in die Pfanne mit den geschnittenen Champignonscheiben! (2 Fotos © Andrea)

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Erste Steinpilze auch bei Fürstenfeldbruck

Den Hannes freut's: »Die Jagdsaison ist eröffnet«


Hannes schreibt am 10. August 2019:

»Hallo Heinz-Wilhelm,

seit Jahren informiere ich mich auf Deiner tollen Homepage, da ist es nur fair, dass ich auch einmal einen kleinen Beitrag leiste.

Gerade komme ich aus meinem Steinpilz-Stammgebiet bei Fürstenfeldbruck zurück, die - noch - geringe Ausbeute kannst Du auf dem Foto (rechts) sehen.

Es ist noch deutlich zu trocken, aber nicht mehr zu übersehen: die Jagdsaison ist eröffnet! :-)

Vielen Dank für Deinen Einsatz für unsere Leidenschaft. Den bildschönen jungen Parasol kann ich leider nicht mehr fotographieren, da ihn meine Gattin schon paniert und ich ihn bereits verputzt habe...

Viele Grüße, der Hannes«

(Foto © Hannes)

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