Pilzticker Bayern 75:
Funde vom 15.04.2019 - 16.06.2019



Pilzticker Bayern 75




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Übersicht aller bisherigen Pilzticker Bayerns




Prima Nachlese mit schönen Steinpilzen in den Westlichen Wäldern


Angie und Christian schreiben am 16. Juni 2019:

»Servus,

nachdem wir die letzte Zeit die verschiedenen Lagen am Kaiserstuhl getestet haben, wollten wir heute, nach unserer Heimkehr, Nachlese in den Westlichen Wäldern halten.

Zu unserer Freude waren noch einige Flockis und ein paar zum Teil recht große Steinpilze zu finden. Oberflächlich zwar schon etwas benagt, waren sie dennoch wurmfrei und hatten bestes Fleisch (siehe Foto rechts).

Viele Grüße Angie & Christian«

(3 Fotos © Angie)

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2 Fotos: In den Westlichen Wäldern bei Augsburg haben bereits die Gemeinen Steinpilze das Sagen, von Sommersteinpilzen ist nichts zu sehen. Erstaunlich, da doch fast überall die Sommersteinis dominieren.

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Landkreis Roth: Bernd kam leider zu spät für die meisten Sommersteinpilze


Bernd schreibt am 14. Juni 2019:

»Hallo zusammen, 

ich habe vor drei Tagen in der Nähe von Roth in Bayern die ersten Sommersteinpilze gefunden. Nur noch wenige waren verwertbar (Foto rechts), die meisten waren schon vollkommen zerfressen. 

Als ich mein Glück heute erneut versuchen wollte, fand ich nur noch einen.

Ich hoffe, es wird eine bessere Pilzsaison als vergangenes Jahr.«

(Foto © Bernd)

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Westliche Wälder Augsburg: Herbert im Paradies  Flockenstieliger Schönheiten


Foto: Ein Prachtkerl von einem Flockenstieligen Hexenröhrling! Der schollen- bis beulenartig ausgeprügte  Hut wirkt fast reliefartig, das Stielmuster erinnert an seinen netzstieligen Verwandten. Doch das täuscht, es ist eine leibhaftige Flockenstielige Hexe. Ein sehr schönes Foto, auch dank der schön inszenierten Kulisse, lieber Herbert!  (3 Fotos © Herbert)

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Herbert schreibt am 8. Juni 2019:

»Hallo Heinz-Wilhelm,

ich war heute in einem Nadelwald bei Altenmünster unterwegs, der zu Augsburgs Westlichen Wäldern gehört.

Ich konnte meinen Augen fast nicht trauen: Zahlreiche große Flockenstielige Hexenröhrlinge in bestem Zustand ließen mein Herz höher schlagen. Einer schöner als der andere. Es war eine wahre Freude!

Schöne Grüße aus Wertingen, Herbert«


Foto: Auch diese zwei Schönheiten haben es Herbert angetan - und sicher nicht nur ihm. In die Umgebung haben sich nun auch Buchen eingemischt.

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Foto: Auf diesem hellen Stielgrund sind die Flocken deutlich blasser und gehen ins Rosa. Die Röhren scheinen mit ihrem starken Orangeanteil beinahe zu flammen. Flockenstielige Hexenröhrlinge haben eine große Spannweite an Farben und Farbvariationen. Und, noch wichtiger: sie schmecken hervorragend.





Westliche Wälder Augsburg: Stattliche Flockis für Anton


Foto: Man sieht den Flockis zwar den Besuch von kleinen Waldtieren an, trotzdem waren sie noch gut verwertbar. (Foto © Anton)

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Anton schreibt am 4. Juni 2019:

»Hallo

ich habe am Samstag in den Westlichen Wäldern Augsburgs die ersten Flockenstieligen Hexenröhrlinge gefunden. Sie haben zwar unter dem Besuch von diversen Waldbewohnern gelitten, waren aber von stattlicher Größe und noch prima zu verwerten.

Liebe Grüße Anton«


Angie und Christian fanden in den Westlichen Wäldern nur ungenießbare Holzverputzer statt Hexenröhrlinge


Foto: In den zu trockenen Westlichen Wäldern können sich derzeit noch am besten die ungenießbaren Buchenwaldbecherlinge ernähren, nämlich von Holzstreu und vergehendem Laub. (Foto © Angie)

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Angie und Christian schreiben am 26. Mai 2019:

»Servus,

animiert durch die Berichte von schönen Funden von Hexenröhrlingen, waren wir heute in den Westlichen Wäldern bei Augsburg unterwegs, zu unseren Hexenröhrlingplätzen.

Aber alles, was wir vorfanden, war staubtrockener Boden ohne Anzeichen irgendwelcher Pilze. Bei einigen alten Buchen konnten sich dann einige Buchenwaldbecherlinge (Peziza arvernensis) wenigstens von Buchenholzstreu ernähren. Wir uns leider von ihnen nicht...

Viele Grüße Angie & Christian«

Blau = ungenießbar


Landkreis Rosenheim: Schmutzige Rötelritterlinge aus dem Fichtenwald


Foto: Es handelt sich bei diesen vermeintlichen Violetten Rötelritterlingen mit Sicherheit um Schmutzige Rötelritterlinge. Letztere wachsen nämlich als Folgezersetzer im Nadelwald, während sich Violette Rötelritterlinge im Laubwald von gefallenem Blattsubstrat ernähren. Auch sind Schmutzige Rötelritterlinge typische Frühjahrspilze, während ihre Violetten Geschwister Herbst- bis Spätherbstpilze sind. An reinen Pilzmerkmalen sind sie kaum zu unterscheiden.

Die Schmutzigen fallen geschmacklich gegenüber den Violetten Rötelritterlingen ab. Alle Rötelritterlingsarten sind essbar! Ein sehr schönes Fotos, das durch die anschaulich gezeigte Wachstumsumgebung prima die Habitatsansprüche der Pilze zeigt! (Foto © Corinna)

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Corinna schreibt am 23. Mai 2019:

»Hallo zusammen,

wir machten heute bei einem ausgiebigen Spaziergang mit meinem Sohn im Landkreis Rosenheim einen ersten Abstecher in diesem Jahr in den Wald an einen meiner Pilzplätze. Nach ein paar Metern fanden wir den Violetten Röttelritterling. Er hat zwei Erscheinungsperioden, ein Mal von April bis Mai und im Herbst ab September. Er wächst meist in Gruppen oder Hexenringen. 

Viele Grüße Corinna«


Donauwörth: Die Speisemorcheln sind dieses Jahr ausgebüxt


2 Fotos: Links auf dem Bild sehen wir einen jungen Champignon. Es dürfte sich um einen Wiesenchampignon handeln, der nicht umsonst auch Maichampignon genannt wird. Die Streu ringsum deutet an: er ist ein Folgezersetzer. Rechts zwei Maipilze. (2 Fotos © Herbert)

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Herbert schreibt am 12. Mai 2019:

»Hallo Heinz-Wilhelm,

ich war dieses Wochenende wieder in unseren heimischen Wädlern unterwegs. Jetzt, wo der Regen da ist, kommen die verschiedenen Frühlingspilze zum Vorschein.

Ich war nochmal in einem Auwald bei Donauwörth. Eine einzige Speisemorchel konnte ich noch finden und am Waldrand einen Champignon. Die Speisemorcheln wuchsen dieses Jahr spärlich und an anderen Stellen als sonst. Auch blieben ihre Begleiter, die Morchelbecherlinge, aus.

In einem Mischwald bei Höchstädt konnte ich dieses Jahr meine ersten Maipilze finden.

Schöne Grüße aus Wertingen, Herbert«





Angie und Christian freuen sich über ihre kleine Privatzucht des Judasohres


Foto: Es ist nicht schlecht, wenn man, wie Angie und Christian, eine kleine Judasohr-»Zucht« im eigenen Garten hat. (Foto © Angie)

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Angie und Christian schreiben am 5. Mai 2019:

»Servus,

heute waren bei uns Gartenarbeiten angesagt. Und siehe da, was wächst und gedeiht da an unserem alten Holunder? »Chinesische«* Pilze im eigenen Garten. Das ist doch eine Freude!

Viele Grüße Angie & Christian«

* Im Lebensmittelhandel und in der Gastronomie wird das Judasohr nicht selten »Chinesische Morchel« genannt, was mykologisch völlig falsch und nichts weiter als die groteske Aufwertung eines geschmacklosen, in der Konsistenz jedoch interessanten und vor allem gesunden Pilzes ist.


Herbert findet in einem Auwald bei Donauwörth schöne Speisemorcheln


Herbert schreibt am 4. Mai 2019:

»Hallo Heinz-Wilhelm,

ich war heute bei Donauwörth in einem Auwald unterwegs, um nach Speisemorcheln zu suchen. Und es hat endlich geklappt, ich konnte einige schöne Exemplare finden, eines davon zeigt das Foto rechts.

Schöne Grüße aus Wertingen, Herbert Ertl«

(Foto © Herbert)

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Christians Start in den Urlaub mit einem kräftigen Schub von Spitz- und Speisemorcheln in den Isarauen


Christian schreibt am 15. April 2019:

»Hallo Heinz-Wilhelm, liebe Pilzfreunde,

schön, dass der Start der Morchelsaison in meinen Urlaub fällt. Ich kenne meine Plätze in den Isarauen gut, das erleichtert die Suche natürlich. Mal mit Frau, mal mit Tochter ist der Start auch recht vielversprechend.

Die Qualität ist vermutlich durch den schneereichen kalten Winter bisher ausgezeichnet. Kaum Schnecken und schon gar keine Maden. Die dunklen Spitzmorcheln sind zahlreich und die Grauen Speisemorcheln spitzen seit Samstag auch schon raus. Außerdem fand ich zwei der köstlichen Morchelbecherlinge.

Schöne Grüße aus Zorneding sagt Christian«



3 Fotos rechts:

- Speise- und Spitzmorcheln sowie Morchelbecherlinge (oben)

- Eine schöne Spitzmorchel (Mitte)

- Spitzmorcheln mit einem besonders stattlichen Exemplar ganz unten (unten)

(3 Fotos © Christian)

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