Pilzticker Bayern 59:
Funde vom 13.09.2017 - 18.09.2017



Pilzticker Bayern 59




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Übersicht aller bisherigen Pilzticker Bayerns




Petra im Schwammerlrausch: Am Wochenende ging's gleich zweimal in die Dachauer Wälder


Foto: Schönste Maronen, dekorativ präsentiert im Naturkorb, hat Petra am Wochenende gefunden. Sie hat daraus u. a. ein Pilzsüppchen und ein Pilzragout gezaubert. (2 Fotos © Petra)

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Petra schreibt am 18. September 2017:

»Liebe Pilzfreunde,

nun möchte ich endlich auch einmal von meiner erfolgreichen Pilzsuche im Dachauer Umland berichten.

Am Freitagnachmittag war ich wieder unterwegs und habe viele kleine bzw. junge Maronen gefunden. Nach mehr als zweistündigem Putzen blieben 900 Gramm tolle Schwammerl übrig. Es gab ein Pilzsüppchen und Pilzragout.

Der Schwammerlrausch ließ mich nicht los, und so bin ich gestern Morgen, also am Sonntag, erneut los und habe nochmals Maronen (Foto rechts) gesucht und gefunden. Diese habe ich eingefroren, denn ein Vorrat ist immer toll.

Mein Wochenende war also vom Schwammerlrausch geprägt. :-)

Weiterhin allen viel Spaß beim Schwammerl suchen!

Toll, dass es den Pilzticker gibt!

Viele Grüße, Petra«

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Gitta krönte ihre Pilzfreuden zwischen München und Pfaffenhofen mit einer Schwammerlsauce mit Dotsch


Collage: Im linken Teil des Bildes sehen wir Rotfußröhrlinge, rechts ein wahres Gewimmel von Butterpilzen im Karton. Obwohl sie viel Arbeit machen - vermutlich zieht Gitta, wie man es bei den Schmierröhrlingen tun soll, die Huthaut ab - nimmt sie sie gerne mit. (3 Fotos © Gitta)

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Gitta schreibt am 18. September 2017:

»Hallo Liebe Schwammerlsucher,

die letzten Wochen habe ich alle eure Erfolgsmeldungen gesehen und konnte gar nicht glauben, wieviel ihr alle gefunden habt. Ende August hatte ich auch mal einen Korb voll Maronen und Parasole gefunden. Doch danach war wieder mal Ebbe.

Letzten Samstag bin ich trotz Regens in den Wald und wurde auch belohnt. An meiner Butterpilzstelle gab es hunderte Exemplare, die meisten war nur Fingernagel groß. Die habe ich stehen gelassen, nur die mittelgroßen kamen in de Korb. Sie sind im rechten Teil des Fotos zu sehen.

Ich bin gespannt, ob nächstes Wochenende noch welche da sind. Ich bin recht zuversichtlich, denn mein Eindruck ist, dass sie von etlichen Schwammerlfreunden nicht gesammelt werden, vermutlich weil sie viel Arbeit machen. 

Es gab auch viele Rotfüße und einige Maronen (Foto rechts); auch zwei einwandfreie Steinpilze habe ich gefunden.

Nun hoffe ich, dass auch die Maronen allmählich kräftig zu wachsen beginnen - und dass es allgemein so gut weitergeht mit den Pilzen.

Krause Glucken habe ich auch etliche gesehen, aber da sie nicht so mein Fall sind, lasse ich sie  stehen für andere.

Das meiste meines Fundes habe ich getrocknet, aus einem Teil gab es allerdings, wie schon vergangenes Jahr, eine Schwammerlsauce mit Dotsch, einer Kartoffelspezialität aus der Oberpfalz.

Ich wünsche euch allen viel Spaß und Erfolg beim Suchen!

Liebe Grüße, Gitta aus München«

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In der Hallertau ist der Steinpilzteufel los - zur Freude von Kinga und Michael


Kinga und Michael schreiben am 17. September 2017:

»Hallo Heinz-Wilhelm,

in der Hallertau war heute der Steinpilzteufel los! Wir suchten einmal wieder unsere besten Schwammerlplätze auf. Das Schöne an diesen dicht beieinanderliegenden Stellen ist, dass man von Steinpilzen bis zu Birkenpilzen wirklich alles findet.

Schon die vergangenen Wochen wuchsen immer wieder vereinzelt Steinpilze. Vorgestern fand ich etwa fünf Steinpilzbabies, die ich zum Weiterwachsen stehen ließ; der gestrige Regen tat mehr als gut und die Temperaturen unter 10 Grad bei Nacht schadeten überhaupt nicht.

So war es heute sensationell! In allen Größen standen sie da, im Umkreis von rund 100 Metern. Teils waren sie gut versteckt im hohen Gras, man musste richtig aufpassen, dass man sie nicht zertrat. Bei den Großen war der Stiel meist nicht mehr der Hit, aber die Kappen waren einwandfrei. So füllte sich der Korb allmählich mit herrlichen Steinpilzen (Foto rechts).

Zum Abschluss gab es noch je zwei Birkenpilze und Rotkappen sowie eine Menge Maronen. Gefühlt geht es jetzt mit den Maronen richtig los.

Wir verfolgen den Pilzticker schon lange, vielen Dank, dass es ihn gibt. Sehr informativ!

Schöne Grüße, Kinga und Michael«

(Foto © Michael)

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Ein gelungener Sonntag mit Habichts- und Semmelstoppelpilzen in Tomatensauce à la Maria


Maria schreibt am 17. September 2017:

»Hallo, Heinz-Wilhelm,

nachdem es gestern Vormittag den Wiesnauftakt ordentlich verregnet hat, wurde es ab Mittag besser und trocken. Leider waren wir wohl im falschen Wald, denn außer einer Handvoll Pfefferröhrlingen war kein frisch gewachsener Pilz in Sicht.

Ein ganz anderes Bild heute. Die Sonne gab sich zeitweise die Ehre, es war zwar kühl, aber trocken.

Und die Schwammerl haben es honoriert. Zahlreiche Flaschenstäublinge sind erschienen und etliche Schopftintlinge haben ihre Hüte aus dem Boden gestreckt. Leider waren sie noch zu klein. Was ich heimgetragen habe, siehst du auf dem Bild.

Eine Rotkappe, mehrere Birkenpilze und Goldröhrlinge musste ich stehen lassen, weil sich bereits die Waldbewohner ausgiebig an ihnen gütlich getan hatten. Etliche Habichtspilze waren, ebenso wie die weißen Semmelstoppelpilze, bereits zu groß oder sogar schon hinüber.

Aber ich bin's zufrieden und habe, mal wieder, Appetit auf mehr bekommen.

Auf dem Parkplatz habe ich dann noch ein sehr nettes Ehepaar getroffen.

Die beiden waren im gegenüberliegenden Waldstück auf der Suche und trugen einen abwechslungsreich gefüllten Korb mit sich. Zu sehen waren u. a. Lila Lacktrichterlinge, verschiedene Täublinge und Leistlinge, Perlpilze, Birkenpilze und einige mehr. Es war das Zeugnis echter Profis.

Im Laufe des Gesprächs hat sich herausgestellt, dass sie wirklich das ganze Jahr über auf der Pilzpirsch und damit um einiges sachkundiger als ich sind. Sie verfolgen auch regelmäßig Deine Seite und sind Bewunderer von Karl Berchtold aus Gauting.

Die kleinen Habichtspilze habe ich zusammen mit den Semmelstoppelpilzen in Butter angebraten und mit Tomatensauce aufgegossen und gedünstet. Meine Tomatensauce koche ich mit  Lorbeerblatt, Nelken und einem Stückchen Zimtstange und würze sie dann nach Gusto weiter. Abgerundet wird das Ganze mit einem Schuss Sojasauce und etwas Crème fraîche. Dazu gab es Reis.

Das schmeckte wirklich interessant und rief geradezu nach Wiederholung.

Ein gelungener Sonntag war das, oder?

Ich bin gespannt, was der Wettergott und die Schwammerl diese Woche so alles für uns bereithalten.

Lieben Gruß Maria«

(Foto © Maria)

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Beste Medizin: Gerald schnappte frische Luft und suchte sich ein gutes Schwammerlgericht

Gerald schreibt am 17. September 2017:

»Nach zwei Wochen krankheitsbedingter Pause bin ich heute endlich wieder beim Pilzesuchen gewesen, und zwar im Sulzbach-Rosenberger Umland.

Einige Steinpilze, Parasolpilze, Pfefferröhrlinge und kleine Krause Glucken landeten im Korb. Es heißt Ja, frische Luft und natürlich ein gutes Schwammerlgericht seien die beste Medizin.

Grüße aus der Oberpfalz«


Auch die Kinder hatten ihre Freude beim Lesen der vielen Maronen im Högenauer Forst


Foto: Das Pilzwachstum ist wieder in vollem Gange. Wolfgang hatte mit seinen Kindern viel Freude und Erfolg bei den Pilzgängen zwischen Neuburg und Schrobenhausen.


Wolfgang schreibt am 17. September 2017:

»Hallo,

wir sind am Samstag und Sonntag durch den Högenauer Forst zwischen Neuburg und Schrobenhausen gezogen. Was sich auch gelohnt hat. Die Kinder hatten ihre Freude und eine leckere Mahlzeit sprang auch noch dabei heraus.

Grüße aus dem Donaumoos von Wolfgang«


Foto: Und hinterher gab es die zubereiteten Maronen mit Petersilie gleich ganz frisch auf den Tisch. (2 Fotos © Wolfgang)





Richard im Thurn-und-Taxis-Forst: »Das Schwammerlwachstum kommt wieder in Fahrt«


Richard schreibt am 16. September 2016:

»Servus Heinz-Wilhelm,

in den Wäldern von Thurn und Taxis nahe Wörth an der Donau (Oberpfalz) kommt das Schwammerlwachstum langsam wieder in Fahrt.

Nachdem sich die Steinpilze in den letzten drei Wochen recht wenig gezeigt haben, fanden wir diesmal wieder einige sehr schöne Exemplare (Foto mit Korb).

Dazu gesellten sich viele große Pfifferlinge, denen der Regen der vergangenen Tage sichtlich gut getan hat. Maronenröhrlinge, Flockenstielige Hexenröhrlinge, Frauentäublinge und Perlpilze befanden sich am Ende der Suche ebenfalls in unseren Körben.

Besonders gefreut hat mich der Fund des ersten Milchbrätlings in dieser Pilzsaison. Das Vorkommen des Speisepilzes ist stark rückläufig, aus diesem Grund steht er auch auf der Roten Liste. So machte ich lediglich ein Foto (rechts) von diesem Pilz und ließ ihn unangetastet.

Wünsche allen Pilztickerfreunden viel Erfolg beim Aufspüren der begehrten Beute.

Liebe Grüße Richard«

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2 Fotos: Die Steinpilze (links) sind nach einer Erholungs- und Atempause wieder da, und das ist Topform. Rechts eine eindrucksvolle Skulptur von Flockenstieligen Hexenröhrlingen. Sie haben einen auffälligen Drang zu dieser Wuchsform. (4 Fotos © Richard)

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München/Starnberg: Die kalten Duschen setzen den Pilzen und Maria zu


Maria schreibt am 15. September 2017:

den heutigen - endlich einmal regenfreien - Tag haben mein Hund Leo und ich für eine fast dreistündige Feld- und Waldwanderung genutzt.

Schwammerl suchen stand eigentlich nicht auf dem Programm. Aber Leo wollte unbedingt bei einer abseits vom Weg gelegenen Futterraufe nach dem Rechten sehen.

Dabei fiel mein Blick auf das bizarre Gebilde auf dem Foto oben halblinks, das sich als Marone erwies. Ich habe den Hut angeschnitten und festgestellt, dass das Fleisch schön und nicht »vorgekaut« war.

Also, ab ins Sackerl damit  und – natürlich – weg vom Weg und ins Holz geschlagen. Das Ergebnis kann sich, wie ich meine, durchaus sehen lassen. Alle Schwammerl waren madenfrei, wobei bei den beiden großen Maronen nur das Hutfleisch zu gebrauchen war.

Das macht jedenfalls Appetit auf mehr, vor allem auf die Hoffnung, endlich einmal wieder sonnenvergoldete, angenehm warme Herbsttage ohne ständige kalte Duschen zu bekommen, die vielleicht auch die Schwammerl wieder neugierig machen.

Leider verheißt der Wetterbericht aber weiterhin schlechte Aussichten. Da hilft heuer wohl auch das Oktoberfest nix, das ja meist mit einer Wetterbesserung einhergeht.

Lieben Gruß Maria«

(Foto © Maria)

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Simbach am Inn: Die Krausen Glucken sind weiterhin Armins Platzhalter für die Steinpilze


Foto: Schöne Krause Glucken hat - wieder einmal - Armin gefunden. So geht das nun schon eine ganze Weile. Natürlich wartet er, wie viele Pilzfreunde, auch darauf, dass sich an seinen Stellen die Steinpilze wieder zeigen. Sie werden sich schon noch regen. Der September und die Monatswende zum Oktober sind traditionell die stärkste Steinpilzzeit. Nur Geduld... (Foto © Armin)

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Armin schreibt am 13. September 2017:

»Servus,

heute war ich am Schellenberg in Nähe von Simbach beim Schwammerl suchen.

Gefunden habe ich wieder Krause Glucken, Pfifferlinge, Maronen und einen Birkenpilz.

Gruß aus Simbach am Inn, Armin«

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