Pilzticker BaWue 268: Pilzfunde in Baden-
Wuerttemberg vom 19.10.2020 - 22.10.2020



Pilzticker BaWue 268




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Übersicht aller bisherigen Pilzticker Baden-Württembergs




Ein Ästiger Stachelbart, gefunden nahe seinem Vorgänger vor sechs Jahren


Foto: Ein wunderschöner Ästiger Stachelbart, wie meist, an einer abgestorbenen Rotbuche. Oliver fand ihn auf gleicher Höhe wie ein Exemplar vor sechs Jahren. Das 2. Foto zeigt den Pilz aus anderer Perspektive. (2 Fotos © Oliver)

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Oliver schreibt am 22. Oktober 2020:

»Lieber Heinz-Wilhelm,

gut sechs Jahre ist es her, als ich das Glück gehabt und einen Ästigen Stachelbart aufgetan habe. Heute dachte ich an diesen tollen Fund und im selben Moment begegnete ich einer anderen Stelle erneut einem. Und zwar im südwestlichen Schwarzwald auf 850 Metern NHN, nur ein Seitental weiter.

Viele liebe Grüße!

Oliver«

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Ettlingen/Waldbronn: Vergessen wir vor lauter Steinpilzen doch bitte die köstlichen Stockschwämmchen nicht


Foto: Stockschwämmchen in deutlicher Hygrophanität, also ihrer Eigenschaft, bei Wasserhinzugewinnung oder Wasserverlust (Feuchtigkeitsverlust) ihre Farbe zu ändern. Stockschwämmchen trocknen von innen nach außen, was sich darin zeigt, dass die Hutmitte eher hell wird als der Hutrand. (2 Fotos © Thomas)

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Thomas schreibt am 21. Oktober 2020:

»Hallo zusammen,

nachdem es bei Michael mit den Stockschwämmchen geklappt hat, habe ich heute nach Feierabend auch mal meine bekannten Baumstubben in den Wäldern zwischen Ettlingen und Waldbronn besucht. Und siehe da...

Ein kompletter Stumpf voll mit ganz frisch gewachsenen Köstlichkeiten. So machte ich mich ans Ernten und nahm mir gut zwei Handvoll von den Allerschönsten mit. Da gab es gleich am Abend ein leckeres Süppchen davon.

Aber wie Michael schon schrieb: aufgepasst, die Grünblättrigen Schwefelköpfe stehen gefühlt an jedem zweiten Stubben.

Viele Grüße

Thomas«

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Foto: Das reicht allemal für eine köstliche Stockschwämmchensuppe. Eine Zubereitungsart als Crèmesuppe hat uns kürzlich Stefan vom Pilz-Ticker Hessen vorgestellt.

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Heilbronn: Parasole, wie gedopt und hunderte tadelloser junger Rotfußröhrlinge


Sascha schreibt am 21. Oktober 2020:

»Hallo Heinz-Wilhelm,

erst einmal vielen Dank für die Pflege der erstklassigen Internetseite. Es macht jeden Tag Freude, Neuigkeiten von anderen Pilzsammlern lesen zu können! Ich weiß, wieviel Arbeit das macht!

Nach einem Jahr Pause möchte ich nun auch wieder einen kleinen Beitrag zur Seite beisteuern. Die letzten Wochen waren eher ernüchternd, was die Suchergebnisse betraf. Ein klein wenig neidisch verfolgte ich die üppigen Funde wie beispielsweise in den Kronauer Wäldern.

Ich ließ mich dennoch nicht davon abhalten, in jeder freien Minute einen Abstecher in die Wälder zu machen. So konnte ich auch wieder ein paar Erkenntnisse darüber gewinnen, was die Pilze so mögen oder eher gar nicht :-)

Mittlerweile werden die Touren auch wieder von Erfolg gekrönt. Die Parasole sprießen im Moment, als wären sie glatt gedopt. Auch Steinpilze gibt es schon einige, wenn auch noch nicht so viele wie letztes Jahr. Und seit heute sind auch die Rotfußröhrlinge da.

Auf dem Foto erkennt man, dass gerade sie noch sehr jung waren. Was die Annehmlichkeit hatte, dass alle zu gebrauchen waren, es ist so gut wie kein Abschnitt angefallen, was für diese von den Maden bevorzugte Art selten genug vorkommt. Normalerweise lasse ich sie in dem jungen Stadium noch stehen, aber weil von dieser Größe locker noch weitere hundert stolz herumstanden, nahm ich sie diesmal mit. Ich werde sie im Auge behalten und übermorgen nochmals an diese Stelle gehen.

Morgen werde einen Platz aufsuchen, an dem ich vor Jahren viele Maronenröhrlinge gefunden hatte, die fehlen mir dieses Jahr nämlich noch komplett.

Ich melde mich wieder in den nächsten Tagen, wobei ich nach den Beobachtungen der letzten Tage davon ausgehe, dass dein Postfach platzen wird.

Beste Grüße aus dem Heilbronner Land

Sascha«

(Foto © Sascha)

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Kronau: Die Steinpilze gibt es jetzt beinahe im Überfluss


Foto: Die Steinpilze fühlen sich momentan pudelwohl in den Kronauer Wäldern, sonst würden sie nicht so zahlreich und so voluminös wachsen. Aber auch an etlichen anderen guten Speisepilzarten fehlt es nicht. War das mal wieder ein Fund für Michael! (4 Fotos © Michael)

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Michael schreibt am 21. Oktober 2020:

»Hallo Heinz-Wilhelm,

in meinen lokalen Wäldern geht es so weiter wie es aufgehört hat. Gesammelt habe ich sehr viele Steinpilze, Stockschwämmchen, Butterpilze, Schopftintlinge, Herbstrotfüße, Kuhmäuler sowie jeweils einen Perlpilz, Violetten Rötelritterling und Reiftäubling. Alle Pilze waren erneut madenfrei.

Viele Grüße Michael«

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Foto: Der Zusammenhalt dieser Steinpilzfamilie ist offensichtlich. Die Skulptur zeigt eine sechsköpfige Familie. Denn bei genauem Hinsehen entdeckten wir am Fuße der fünf Großen noch einen Nachkommen im Babyalter.

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Foto: Und so sah die Familie aus, als sie noch im Erdreich verwurzelt war. Die Blätter deuten auf Roteichen als Baumbegleiter. Ich habe im Osten Deutschlands in Monokulturen dieser aus dem Osten Nordamerikas eingeführten Eichenart noch nie Steinpilze gefunden, wohl aber, wenn sie im Mischwald auftrat. In Nordamerika ist sie denn auch ein typischer Mischwaldbaum, der in der dortigen Holzverwertung hinter dem Tulpenbaum den zweiten Platz einnimmt.

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Foto: »Die Stockschwämmchen wuchsen teilweise in Gesellschaft mit Grünblättrigen Schwefelköpfen, die weiter hinten halblinks auf dem Bild zu sehen sind«, schrieb Michael zu diesem Foto.

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Foto: Hier sehen wir ein Kuhmaul, als Einzelexemplar in seinem Habitat fotografiert, was selten vorkommt.

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Um so viel wächst ein Steinpilz in 4 Tagen

Thomas schreibt zu diesen Fotos am 20. Oktober 2020:

»Hallo an alle Steinpilzjäger,

hier können wir mal sehen, wieviel ein Steinpilz, auch bei den momentanen (kühlen) Temperaturen, an Größe in vier Tagen zulegen kann. Den kleinen Kerl auf dem ersten Foto habe ich letzte Woche Donnerstag stehen lassen und am Montag begrüßte mich ein ausgewachsener Herr.

Nun wird das Wetter sehr entscheidend sein, wie es mit den Steinpilzen weitergeht. Denn wenn die Wettervorhersage für die nächsten zwei Wochen auch so bei uns eintrifft, können wir uns vielleicht auch noch über Steinpilze im November freuen.

Allen weiterhin viel Erfolg!

Thomas«

(2 Fotos © Thomas)

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Sehr lesenswert!

Ein ganz besonderer Pilzgang bei Nordschwaben/Rheinfelden nahe Schopfheim

Einer der schönsten Steinpilzfunde für Rolf in 35 Jahren Pilzsuche


Rolf schreibt am 20. Oktober 2020:

»Liebe Pilzfreunde,

seit einigen Jahren leide ich an einer Muskelerkrankung und so ist von meinen vielen Hobbys nur das Pilze suchen geblieben. Ich komme tatsächlich nur noch mit der Hilfe von Freunden in den Wald. Trotzdem versuche ich, so viel Zeit wie möglich im Wald zu verbringen.

Heute war es wieder mal soweit und es hat auch geklappt. Meine zwei Fotos sind sehr wahrscheinlich nicht die schönsten, ich möchte aber trotzdem von meinen Erfolgen berichten. In den 35 Jahren meiner Sammelleidenschaft habe ich selten so frische Steinpilze gefunden. Mit den gefundenen Parasolen hätten wir zum Markt fahren können.

Die Natur hat mir heute einmal mehr viel Kraft geschenkt.

Mit freundlichen Grüßen Rolf«

(2 Fotos © Rolf)

Lieber Rolf,

zunächst einmal: das, was da auf Deinem Tisch zu sehen ist, ist wirklich ein großartiges  Sammelergebnis. Berücksichtigt man die Hintergründe, so ist es sogar herausragend!

Es ist mir eine große Freude, erfahren zu dürfen, was Dir die Leidenschaft, Pilze zu sammeln, bedeutet. Es ist mit Sicherheit viel mehr als für unzählige andere Pilzsammler, die jetzt in der Hochsaison fast täglich eben mal so in den Wald springen, ohne dabei größere Mühen auf sich nehmen oder überhaupt darüber nachdenken zu müssen.

Im Namen der sich hier treffenden Pilzfreunde spreche ich Dir meinen tiefen Respekt für Deine Pilzpassion und für Deinen damit verbundenen Aufwand aus. Mögen Dir Deine Pilzgänge auch zukünftig volle Körbe und, vor allem, viel Freude und Kraft bescheren!

Mit herzlichen Grüßen Heinz-Wilhelm

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Wunderbare Steinpilze aus dem nördlichen Schwarzwald für Thomas - und ein sagenhaftes Foto mit 3 Zeigerpilzen


Foto: Ein toller Fund von Thomas, der beweist, dass vor allem die Steinpilze - noch vor dem  vorausgesagten Temperaturanstieg zur Wochenmitte hin - trotz sehr kühler Temperaturen ausgezeichnet gewachsen sind.

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Thomas schreibt am 19. Oktober 2020:

»Hallo zusammen,

heute war ich mal wieder auf einer etwas ausgedehnteren Tour im nördlichen Schwarzwald unterwegs, um nach den kleinen Steinpilzen zu sehen, die ich vor ein paar Tagen stehen gelassen hatte. Und zwar in einem Buchen-Fichten-Weißtannen-Mischwald, aufgelockert von einigen alten Eichen, Douglasien, Birken und Kastanien.

Alle Pilze waren gut nachgewachsen und hatten eine perfekte Größe. Hinzu gesellten sich noch drei Graue Lärchenröhrlinge, die ich nur mitnehme, wenn ich eine ordentliche Auswahl habe, einige Herbstrotfüße, Flockenstielige Hexenröhrlinge, Violette und Rötliche Lacktrichterlinge, zwei Maronen und Fichtenreizker sowie eine Handvoll Kuhmäuler.

Sehr gefreut habe ich mich über die Flockenstieligen Hexen, die sich hier eine längere Pause gegönnt hatten.

(3 Fotos © Thomas)

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Drei Zeigerpilze für den Steinpilz - auf einem Foto


Foto: Dieses Foto ist, so unscheinbar es auf den ersten Blick wirken mag, mehr als eine nur kleine pilzkundliche Sensation. Wir sehen hier die drei bekanntesten und wichtigsten Zeigerpilze für den Steinpilz: links oben im Eck, versteckt hinter der Heide, zwei Pfefferröhrlinge; die beiden flachhütigen Weißen sind Mehlräslinge; unten in der Mitte wächst ein junger Fliegenpilz heran. Der Hauptdarsteller, der Steinpilz, steht stolz und erhaben in der Mitte.

Für dieses Foto gibt es die Note 1* (Eins mit Sternchen), lieber Thomas!

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Passte der überhaupt in den Bollerwagen?

Der Dickste der Saison hat einen Umfang von sage und schreibe 33 Zentimetern


Rainer schreibt am 19. Oktober 2020:

»Hallo Heinz-Wilhelm,

bei unserem herrlichen Familienausflug am gestrigen Sonntag in den Wäldern der Ostalb begegnete uns der absolut »Dickste der Saison« (1. und 2. Foto rechts).

Gemeint ist ein Steinpilz mit einem rekordverdächtigen Umfang von sage und schreibe 33 Zentimetern und einem Durchmesser von über 10 Zentimetern. Da war das Staunen groß, von den Enkeln bis zu den Großeltern inklusive dem Rest der Mannschaft.

So einen stattlichen Kameraden habe ich in den letzten über 50 Jahren, die ich leidenschaftlich Pilze sammle, noch nie gefunden.

Neben dem »Dicken« fanden wir noch vier weitere schöne Steinpilze sowie einige Parasole.

Liebe Grüße Rainer und Familie«

(4 Fotos © Rainer)

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Foto: Der Dicke unter seinesgleichen. Hier wird noch einmal deutlich, auf welchem drallen Fuß er gelebt hat. Oder hat er einfach eine Wampe?

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