Pilzticker BaWue 251: Pilzfunde in Baden-
Wuerttemberg vom 09.07.2020 - 18.07.2020



Pilzticker BaWue 251




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Übersicht aller bisherigen Pilzticker Baden-Württembergs




Zwei kleine Pilzpfannen für Simon und Samu und die leckeren Walderdbeeren für die Kleine


Simon schreibt am 18. Juli 2020:

»Lieber Heinz-Wilhelm,

Samu und ich waren heute spontan im Südschwarzwald unterwegs. An einigen Hängen fanden wir ein paar Handvoll Pfifferlinge und einen Steinpilz, unseren ersten in diesem Jahr. Er lag geschmeidig wie eine warme Semmel in der Hand, in der Größe eines Brötchens. Leider war er etwas vermadet.

Dazu fanden wir Maggikraut und Walderdbeeren. Wir sind zufrieden, es wird für je eine kleine Pilzpfanne reichen. Und meine Tochter bekommt die Walderdbeeren.

Sei gegrüßt aus Freiburg, Samu und Simon«

(Foto © Simon)

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Kulinarische Experimente mit einem Kornblumenröhrling, Hexeneiern und Täublingen


Oliver schreibt am 17. Juli 2020 zu diesen 4 Fotos: »Lieber Heinz-Wilhelm, die Trockenheit hat hier einiges weggebrannt. Jetzt hat es mal zweieinhalb Tage geregnet und immerhin geht es mit Täublingen und Pfifferlingen los. Aber auch einen Kornblumenröhrling (Foto oben links) habe ich gefunden, wie auch wieder ein paar Hexeneier (rechts daneben). Mit den mitgenommenen Pilzen habe ich ein bisschen kulinarisch experimentiert, einen Teil gab es zu Pasta (unten rechts).

Viele liebe Grüße, Oliver« (4 Fotos © Oliver)

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Fritz findet endlich seinen ersten Sommersteinpilz


Foto: Zwei Kleine Rosatäublinge. Sie sind Speisepilze von mäßigem Wert. (Foto © Fritz)

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Fritz schreibt am 16. Juli 2020:

»Hallo,

endlich ist es soweit, ich habe im Bodensee-Kreis meinen ersten Sommersteinpilz gefunden. Außerdem zwei Kleine Rosatäublinge, einen Goldröhrling und eine Gruppe von Pfeffermilchlingen*.

Ich hoffe, dass nach dem für Anfang nächster Woche angekündigten Regen vielleicht noch die eine oder andere Pilzart hinzukommt

Grüße Fritz«

* Sehr scharf, nur nach vorheriger Kochakrobatik essbar

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Ein nicht ganz sommerliches leckeres Essen inmitten der großen Waldbodentrockenheit bei Kronau


Michael schreibt am 13. Juli 2020:

»Hallo Heinz-Wilhelm,

der Waldboden in der Region Bruchsal ist knochentrocken, die Temperaturen bewegen sich derzeit zwischen 25 und 30 Grad. Regen ist nicht in Sicht.

Trotzdem suchte ich heute meine Stellen um Kronau auf. Außer einem Grüngefelderten Täubling, zwei Speisetäublingen und einigen Flockis (2. Foto rechts) war nichts zu finden.

Am Abend gab es dann ein zugegebenermaßen nicht so sommerliches Gericht: geschmorte Ochsenbäckchen in einer Rotweinreduktion. Das Lob geht dieses Mal an meinen Vater, der das tolle Essen am Sonntag für die ganze Familie zubereitete. Ich habe heute lediglich meinen Rest mit den gesammelten Pilzen, selbst gemachten Kartoffelklößen und glasiertem Möhren- und Esskastaniengemüse zubereitet (1. Foto rechts).

Außer den Bäckchen selbst war nichts gekauft, alles stammte aus eigenem Vorrat. Die Esskastanien hatte ich letzte Saison eingefroren.

Viele Grüße Michael«

(4 Fotos © Michael)

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2 Fotos: Die Farben des Röhrlings links im Bild verunsichern, weil sie das typische Karminrot des Schönfußröhrlings zeigen, dessen Stielspitze ins Gelbe übergeht. In solch einem Fall geben die Röhren Aufschluss, die beim Flockenstieligen Hexenröhrling rotorange sein müssen. Beim Schönfußröhrling wären sie gelb. Rechts ein schöner junger Speisetäubling.

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Auch am Schluchsee in 930 Metern Höhe setzt die Trockenheit den Pilzen zu


Foto: Um mehr Pilze zu finden, war die Trockenheit am Schluchsee letztlich zu groß. Dennoch freute sich Josef über den ersten Steinpilz des Jahres sowie einige Ziegenlippen. Nicht nur er hofft auf Regen im Hochschwarzwald. (Foto © Josef)

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Josef schreibt am 10. Juli 2020:

»Hallo Heinz-Wilhelm,

letztes Jahr habe ich lediglich den Pilzticker gelesen und davon profitieren können, besonders von den vielen Informationen anderer Pilzsammler auf deiner tollen Homepage. Dafür schon mal vorab vielen herzlichen Dank!

Ich betreibe diese Leidenschaft - man wird sehr schnell süchtig - seit zwei Jahren und habe noch viel zu lernen.

Heute war ich zum zweiten Mal in der Region Schluchsee. Ich gehöre zu den Schweizern, die ab und an im Schwarzwald ihr Sammlerglück suchen. Vor zwei Wochen war gar nichts los. Auch heute war der Waldboden wieder knochentrocken und es gab nur sehr wenige Pilze.  Pfifferlinge und Sommersteinpilze: Fehlanzeige.

Nach etwas über drei Stunden fand dann doch noch ein Steinpilz, es war der erste in diesem Jahr, den Weg in mein Körbchen. Einige wenige Ziegenlippen kamen noch hinzu.

Wir warten auf Regen - und hoffen das Beste!

Herzliche Grüsse Josef«

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Frauentäublinge retten Fritz' Pilzgang im viel zu trockenen Bodensee-Kreis


Fritz schreibt am 9. Juli 2020:

»Hallo,

nach 14 Tagen Urlaub in Südtirol konnte ich mich heute wieder um meine Wälder kümmern. Leider ist es auch bei uns sehr trocken und die erhofften Sommersteinpilze und Pfifferlinge lassen sich dieses Jahr immer noch nicht blicken.

Gottseidank habe ich aber eine schöne Mahlzeit an Frauentäublingen und dann doch noch einen einzigen Pfifferling (Foto rechts) gefunden.

Freundliche Grüße aus dem Bodenseekreis, Fritz«

(Foto © Fritz)

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Hambrücken: Prachtexemplare vom Fransigen Wulstling und Safrangelben Scheidenstreifling


Michael schreibt am 9. Juli 2020:

»Hallo Heinz-Wilhelm,

gestern unternahm ich eine kleinere Runde entlang der Waldwege um Hambrücken. Am Wegesrand wuchsen einige der seltenen Fransigen Wulstlinge. Den ersten Gallenröhrling und den ersten Safrangelben Scheidenstreifling lichtete ich auch ab. Ansonsten schoben wieder einige Violettstielige Pfirsichtäublinge (die Mehrzahl auf dem 1. Foto rechts) und Pfifferlinge nach. An dem dortigen Bach entdeckte ich eine Schwanenfamilie.

Viele Grüße Michael«

(5 Fotos © Michael)

Das 2. Foto rechts zeigt einen prächtigen Safrangelben Scheidenstreifling, dessen Riefung und genatterter Stiel gut zu erkennen sind. Diese Pilzart steht am liebsten bei Birken. Alle Scheidenstreiflingsarten haben ein Universalvelum (kein Teilvelum) und deshalb keinen Ring am Stiel. Sie sind alle essbar, ihr Geschmack ist nussig-mild.

Blau = ungenießbar

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Foto: Fransige Wulstlinge, zu erkennen am von Hüllfetzen schütter bedeckten Hut und am fransigen Behang der Hutränder, sind ausgezeichnete Speisepilze. Zwei Tage später dürfte dieser Pilz einen wie zerfetzten Gesamteindruck machen. Man sollte diese Pilzart nur ernten, wenn man sie »todsicher« vom Pantherpilz unterscheiden kann. Wie der Scheidenstreifling, so ist auch dieses ein formschönes Exemplar, fotografiert zum rechten Zeitpunkt, um die Charakteristika des Pilzes hervorzuheben. Fransige Wulstlinge zeigen Kalkböden an und stehen gerne an wärmebegünstigten Stellen bei Hainbuchen.

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Foto: Sowohl die schwach rosa überhauchten Röhren als auch das derb dunkelbraun gemusterte Netz zeigen: es ist ein zwar nicht giftiger, aber ungenießbarer Gallenröhrling. Manchem Pilzfreund geriet er schon in die Pfanne. Ein einziges Exemplar genügt, und die gesamte Pilzpfanne, auf die man sich so freute, ist für die Tonne.

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Foto: Da gestern bereits die Geier im Anflug waren, sollen heute die Schwäne nicht zu kurz kommen. Michaels Foto zeigt eine Schwanenmutter mit ihrem noch flauschigen Nachwuchs.

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