Pilzticker Bawue 216: Pilzfunde in Baden-
Wuerttemberg vom 09.10.2019 - 11.10.2019



Pilzticker Bawue 216




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Ronnys Pilzabenteuer im Schwäbisch-Fränkischen Wald

Im strömenden Regen mit der Taschenlampe dem neuen Steinpilz-Schub auf der Spur


Foto: Im fast schon dunklen Wald hat Ronny nach Feierabend diese herrlichen Steinpilze aufgespürt. Noch dazu im strömenden Regen. Am Ende half nur noch die eingeschaltete Taschenlampe. Was doch alles zur Komplettausrüstung von Pilzsammlern gehört! (4 Fotos © Ronny)

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Ronny schreibt am 11. Oktober 2019:

»Hallo Heinz-Wilhelm,

nach den tollen Funden von Suri & Michael (Kronau) wie auch von Nicole & Lotta (im Taubertal) machte ich mich heute nach der Arbeit noch auf in den Schwäbisch-Fränkischen-Wald.

Der ergiebige Regen vergangener Tage und die wieder kletternden Temperaturen ließen mich schon nach ein paar Metern im Wald frohlocken. Junge Fichtensteinpilze sind im Anmarsch!

Leider musste ich meine Runde zu später Stunde relativ schnell aufgrund schlechter Sichtverhältnisse und wegen des strömenden Regens vorzeitig abbrechen. Die letzten Meter ließen sich nur noch mit der Taschenlampe bewältigen.

Auch wenn es nur eine kurze Tour gewesen ist, so war ich glücklich, eine ordentliche Portion Steinpilze und Parasolpilze gefunden zu haben.

Ebenso freute ich mich über die Funde der essbaren Herkuleskeule sowie des ebenfalls essbaren Rötlichen Öhrlings.

Grüße an alle Pilzticker-Freunde und Naturfans von Ronny (Pilzfreund71 bei youtube)«

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Foto: Sie kommen wieder! An diesem Foto ist gut ersichtlich, dass ein neuer Steinpilzschub im Schwäbisch-Fränkischen Wald im Anmarsch ist. Das schöne Exemplar rechts hat es etwas eiliger.

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Foto: Eselsohren bzw. Rötliche Öhrlinge sind ausgezeichnete Speisepilze. Da sie eine ganz minimale Menge des Giftes Gyromitrin (Gift der Frühlinslorchel) enthalten, müssen sie gut und ausreichend lange erhitzt werden.

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Foto: Herkuleskeulen wie diese sehen zwar imposant aus, sind aber als Speisepilze nur bedingt zu gebrauchen, weil sie meist bitter sind.





Drei Hexenringe mit cirka 100 Parasole bei Stupferich


Foto: Was sich Vlore beim Anblick dieses Hexenringes mit Parasole bei Stupferich wohl denken mag? (Foto © Andreas)

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Andreas schreibt am 11. Oktober 2019:

»Lieber Heinz-Wilhelm,

am Dienstag entdeckten wir mehrere Stellen mit großen Parasol-Hexenringen. Aufgrund einsetzender Dunkelheit und des Regens konnten wir leider nur auf die Schnelle zwei Hüte als Pizzabelag mitnehmen.

Gestern besuchte ich die Stellen erneut. Zwar war die Mehrheit der Parasole bereits etwas zu alt zum Verwerten, doch der mitgebrachte Wäschekorb wurde immerhin noch halb voll.

Sieben Hüte gab es gleich zum Abendessen, weitere 30 landeten fertig paniert in der Gefriertruhe. Insgesamt haben die drei Hexenringe sicher knapp 100 Exemplare umfasst.

Liebe Grüße Svenni, Vlore, Maja und Andreas«

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Hohenlohe: Wie gut, dass Ralfs innere Pilzuhr absolut korrekt geht


2 Fotos: Dieses war der größte Steinpilz, den Ralf bei seinem vorgezogenem Pilzgang im Landkreis Hohenlohe fand. Gleich daneben hatte ein Maronenröhrling einen seiner  Nachkommen huckepack genommen, siehe das zweite Foto. (2 Fotos © Ralf)

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Ralf schreibt am 10. Oktober 2019:

»Hallo Heinz-Wilhelm,

nach einem eher langweiligen Pilzsommer geht es jetzt auch im Landkreis Hohenlohe, dem kleinsten Landkreis von Baden-Württemberg im Regierungsbezirk Stuttgart, endlich los.

Ich wollte eigentlich noch auf das warme Wochenende warten und dann meine Stellen ablaufen. Aber meine innere Pilzuhr hat mir heute früh eingeflüstert: »Heute!«

Das hat sich gelohnt. Am Ende hatte ich ein paar Kilo Steinpilze, Maronen, Perlpilze und eine Fette Henne beisammen.

Mein Lieblingsfund war die Pilzfamilie mit „Kleinkind" auf dem Rücken. Der Steinpizriese auf dem ersten Foto stand nur ein paar Meter daneben.

Man ist doch immer wieder erstaunt, was die Natur so alles hervorzaubern kann.

Gruß Ralf«

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Volksaufstand gegen geplante Windkraftanlagen im Lußhardtwald

Bernd befürchtet, dass seine Steinpilzplätze schon bald den großflächigen Waldrodungen zum Opfer fallen werden


Bernd schreibt am 10. Oktober 2019:

»Hallo Heinz-Wilhelm,

der Lußhardtwald  schenkt uns aktuell ein Pilzwachstum in Hülle und Fülle, als ob er wüsste, dass rund 10 Hektar Wald von ihm gerodet werden sollen, um riesige Windenergieanlagen auf seinem Höhenrücken zu bauen.

Heute Morgen habe ich im strömenden Regen viele herrliche Steinpilze (Foto rechts) gefunden, was mich sehr gefreut hat, denn diese Fundstellen werden wohl bald nicht mehr zugänglich sein.

Viele Grüße Bernd«

(Foto © Bernd)

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Kronau: Die Parasole wachsen in meisterlicher Anzahl und Größe


Foto: Die Parasole wachsen derzeit bei Kronau mit diversen Champignonarten um die Wette. Und auch den Nelkenschwindlingen (unten links) geht es nach den ergiebigen Regenfällen gut. Sie sind hervorragende Suppen- und Soßenpilze. (3 Fotos © Michael)

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Michael schreibt am 9. Oktober 2019:

»Hallo Heinz-Wilhelm,

heute war ich mit meiner Freundin und einem neuen Pilzkumpel, dem ich ein paar Funde versprochen hatte, zusammen auf unseren Pferdekoppeln und dem angrenzenden Waldstück. Gesammelt haben wir sehr viele Parasole, diverse Wiesenchampignons und sehr viele Nelkenschwindlinge, die derzeit die Wiesen dominieren.

Ich behaupte nach wie vor, dass die Braunen Wiesenchampignons ausgewilderte braune Zuchtchampignons sind, die vermutlich mal mit Kompost auf die Wiesen gelangten.

Besonders gefreut hat mich der Fund eines gigantischen Parasols, dessen Stiel Unterarmstärke hatte.

Den Fund mit den vielen Pilzen bekam Simon, den »dürftigen« auf dem Handtuch nahmen wir mit. Auf meinem Bild sind gut die Braunen Champignons zu sehen.

Viele Grüße  Michael, Suri und Simon«

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Foto: Und dieser Anteil war für Michael und Suri bestimmt. Links im Verbund sind die Braunen Champignons gut zu erkennen, die Michael für Nachkömmlinge brauner Zuchtchampignons hält. Gut möglich!

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Taubertal: Mit dem großen dicken Steinpilz wollte Lotta gerne alleine aufs Foto


Nicole schreibt am 9. Oktober 2019:

»Hallo Heinz-Wilhelm, hallo Pilzfreunde,

nach gut 40 Litern Regen auf den Quadratmeter binnen 24 Stunden waren wir heute im Taubertal zeitig im Wald.

Gleich eingangs begann es bestens, denn hier wachsende vier Eichenrotkappen stritten sich regelrecht um die besten Plätze in unserem Sammelkörbchen. Ein paar wenige Pfifferlinge ließen sich ebenfalls finden. Mit einem Waldwechsel kamen dann auch die Steinpilze hinzu, einer schöner als der andere, alle madenfrei.

Mit dem dicksten wollte Lotta gerne alleine aufs Bild (Foto rechts). Zum abrundenden Schluss folgten noch einige schöne Parasole. 

So kann es gerne weitergehen!

Wir wünschen allen Pilzsuchern einen gut gefüllten Korb!

Aus dem Taubertal grüßen Oma Irmgard, Nicole und Lotta«

(3 Fotos © Nicole)

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2 Fotos: Links unten in der Ecke des linken Bildes steht der Steinpilzoschi noch im Wald, in Begleitung zweier Artgenossen. Rechts auf der Waage kann man ablesen, dass er es auf 582 Gramm brachte.

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Bruchsal: Trotz restloser Aberntung seit Jahrzehnten kommen die Parasole jedes Jahr treu wieder


Foto: Nicht nur im Wald, sondern auch auf den Wiesen wachsen die Parasole zu Michaels und Suris Freude üppig. (4 Fotos © Michael)

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Foto: Wenn das kein Parasole-Depot ist! Es dürften an die 80 Stück sein! Michael & andere ernten sie seit Jahrzehnten ab, dennoch kommen sie jedes Jahr wieder. Halbrechts unten der Haufen mit den quirligen braunrötlichen Pilzen, das sind Nelkenschwindlinge. Rechts daneben Herbstrotfüße, ansonsten sehen wir Champignons.

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Michael schreibt am 9. Oktober 2019:

»Hallo Heinz-Wilhelm,

gestern war ich zusammen mit meiner Freundin auf den Wiesen, Pferdekoppeln und im angrenzenden Wald bei Bruchsal.

Es gab unzählige Parasole, Nelkenschwindlinge und Wiesenchampignons, von denen wir nur die schönsten Exemplare mitnahmen. Auch der seltene Hasenstäubling war vertreten.

Im Wald sammelten wir einige Herbstrotfüße, Dünnfleischige Anisegerlinge und entdeckten noch ein paar Blutegerlinge.

Wie immer hierzu meine Anmerkung, dass man Pilze nicht durch Ernten dezimieren oder gar ausrotten kann. Denn treu seit meiner Kindheit kommen Jahr für Jahr die Parasole an selber Stelle und werden von mir, von Freunden und anderen Dorfbewohnern Jahr für Jahr restlos abgeerntet.

Viele Grüße Michael und Suri«

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2 Fotos: Links wächst ein junger Hasenstäubling heran, der in Michaels Region vergleichsweise selten, im norddeutschen Tiefland und auf den Weiden entlang der Küsten deutlich häufiger anzutreffen ist. Auf dem Foto rechts wachsen die Parasole auch dieses Jahr kräftig und freudig, obwohl sie von etlichen Pilzsammlern jedes Jahr radikal abgeerntet werden. 

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