Pilzticker Bawue 173: Pilzfunde in Baden-
Wuerttemberg vom 15.04.2019 - 16.04.2019



Pilzticker Bawue 173




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Kehl/Ortenaukreis: Was wächst denn da in Stefans Garten?


Foto: Im Spitzwegerich stehen sie, die schönen fetten Gelben Speisemorcheln. Und Stefan braucht sich keine Sorgen zu machen: ab in die Pfanne mit ihnen! Das gleiche gilt für die graue Artgenossin auf dem zweiten Foto. (3 Fotos © Stefan)

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Stefan schreibt am 16. April 2019:

»Hallo Heinz-Wilhelm,

beim Stöbern in unserem Garten bin ich über ein paar Pilze gestolpert, die ich als Morcheln bestimmen würde. Bin mir natürlich wieder einmal nicht sicher. Im Anhang sende ich ein paar Bilder. Vielen Dank im voraus fürs Anschauen!

Viele Grüße Stefan«




Foto: Diese 13 Speisemorcheln von klein bis groß wuchsen in Stefans Garten. Einen Teil aß er frisch zum Abend, der Rest wurde getrocknet.

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Michael schwärmt in Kronau: »Wir haben hier ein sehr starkes Morcheljahr«


Foto: Die Morchelriesen sind gut zum Füllen. Hier sei zum Beispiel auf die Spezialität »Gefüllte Morcheln altbayrisch« hingewiesen, bei der große Morcheln mit Kalbsbries gefüllt werden. (Foto © Michael)

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Michael schreibt am 16. April 2019:

»Hallo Heinz-Wilhelm,

auch in meinemnbereits abgeernteten Mulchbeeten wuchsen die Spitzmorcheln munter nach. Auch ein paar Morchelriesen, die gut zum Befüllen sind, waren dabei.

Wir haben hier ein sehr starkes Morcheljahr.

Viele Grüße Michael«


Kronau: Um ein Haar hätte der Gemeinderasenmäher die ersten Maipilze 2019 gemetzelt


Foto: Es sind wirklich herrliche Exemplare, die ersten Maipilze dieses Jahres, die Michael bei Kronau gefunden hat. Ein Jammer wäre es gewesen, hätte sie der gemeindliche Rasenmäher unmittelbar vor Ernte gemetzelt. Sie sind genau eine Woche vor ihrem traditionellen Erscheinungstag da, dem Tag des Heiligen Georg am 23. April. (Foto © Michael)

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Michael schreibt am 16. April 2019:

»Hallo Heinz-Wilhelm,

alle Jahre wieder.

Ich fand heute im Grünstreifen des hiesigen Friedhofs die ersten - sehr schönen - Maipilze. Ich konnte sie gerade noch retten, da ihnen der Gemeinderasenmäherauf dem Grünstreifen schon bedrohlich nahe kam.

Viele Grüße Michael«






84 Käppchenmorcheln unter einer Wildkirsche


Foto: Es wimmelt nur so vor Käppchenmorcheln, deren 84 Exemplare Sven fand. Sie wuchsen unter einer Wildkirsche. Ansonsten sehen wir eine Spitzmorchel sowie Morchelbecherlinge. (Foto © Sven)

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Sven schreibt am 15. April 2019:

»Lieber Heinz-Wilhelm,

inspiriert von den tollen Morchelfunden im Breisgau, verschlug es mich heute zu Beginn auf eine alte Streuobstwiese. Leider keine Spur von Speisemorcheln. Allerdings zerriss es mir fast das Herz, als ich die Mengen an vertrockneten Morchelbecherlingen unter einem abgestorbenen Apfelbaum fand, die sich dicht an dicht pressten. Glücklicherweise standen einige jedoch schattig, so dass sich das Einsammeln noch lohnte.

Allerdings muss ich an dieser Stelle noch einmal nachfragen. Sie riechen wirklich nach Chlor. Allerdings auch sehr pilzig. Ich hatte mir den Chlor Geruch irgendwie stärker vorgestellt. Gibt es noch eine Becherlingsart, die ebenfalls nach Chlor riecht?

Des Weiteren eine Käppchenmorchel zwischen Streuobst und die restlichen 83 Exemplare zu meinem Erstaunen unter einem Wildkirschbaum am Rand eines Buchenwaldes.

Die wildwachsenden Spitzmorcheln scheinen nun zum Ende zu kommen, ein wunderschönes Restexemplar ließ sich noch ernten.

Liebe Grüße aus Bretten, Sven«

Hallo Sven,

zu Deiner Frage: nein. Meines Wissens riecht im Pilzreich nur der ungenießbare Safranrote Schüppling noch nach Chlor (und Jod).

Viele Grüße Heinz-Wilhelm

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Der böse Morchelhäcksler hat Oliver gerade noch gefehlt


Foto: Ein wichtiges Merkmal von Morchelbecherlingen ist - neben ihrem Geruch nach Chlor (verfliegt beim Erhitzen) - ihr Hell-Dunkel-Kontrast. Das Braun des Becherinneren reicht von Hell im jungen Alter bis hin zu Dunkel im späten Stadium. Das unterscheidet sie von der Scheibenlorchel, deren Braun einen deutlichen Rotton aufweist. Außerdem ist die Scheibenlorchel (Größter Scheibling) flach ausgebreitet. Beide Arten sind Folgezersetzer.


Oliver schreibt am 15. April 2019:

»Lieber Heinz-Wilhelm,

was ich gar nicht mag, ist, wenn perfekte Morchelstellen von Bauern gemäht oder gepflügt werden. Das ist nun aber leider an zwei von Thomas empfohlenen Plätzen passiert. So zeigt das erste Foto rechts eine hingemetzelte Spitzmorchel.

Davon abgesehen, habe ich auf meiner obligatorischen Feierabendtour wieder schöne Funde machen können. Dazu gehörten neben wiederum unter Obstbäumen gefundenen Speisemorcheln (2. Foto rechts) auch köstliche Morchelbecherlinge (3. Foto rechts).

Viele liebe Grüße, Oliver«

(5 Fotos © Oliver)

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Foto: Morchelbecherlinge, auch Flatschmorcheln genannt, gehören mit zu den besten Speisepilzen. In ihrer Größe variieren sie zwischen etwa drei bis zu 22 Zentimetern. Nicht wenige Kenner halten sie für noch aromatischer als Speisemorcheln.






Sogar an der Dienststelle wachsen die RiMuMo


Simon meldet uns, dass er auf dem Gelände seines Arbeitgebers schöne frische Rindenmulchmorcheln (RiMuMo) gefunden hat (Foto rechts).

(Foto © Simon)

Freiburg, 15. April 2019

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