Pilzticker Bawue 171: Pilzfunde in Baden-
Wuerttemberg vom 12.04.2019



Pilzticker Bawue 171




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Die Pilz-Polizei ermittelt


Foto: Die Ernte von Spitzmorcheln blieb für Sven nicht ganz ohne Folgen. Ab Abend gab es bei ihm einen Anruf. (2 Fotos © Sven)

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Sven schreibt am 12. April 2019:

»Hallo lieber Heinz-Wilhelm.

Heute hatte ich erneut Erfolg auf den Mulchbeeten in der Region Bretten.

Leider machen sowohl die nächtliche Kälte als auch die Trockenheit den Spitzmorcheln offensichtlich zu schaffen. Als Folge ihrer Einwirkungen musste ich leider so manches Exemplar stehen lassen. Auch die zufällig entdeckten Speisemorcheln konnte ich leider nicht mitnehmen.

Und zur Versüßung des Abends erhielt ich einen Anruf von der hiesigen Polizeidienststelle, dass besorgte Bürger bei ihnen anriefen und einen Mann meldeten, der mit dem Auto durch die Wohngebiete fahren würde und irgendetwas in den Mulchbeeten vor den Häusern machen würde, um dann weiterzufahren. Als ich dies aufklärte, musste der Ermittler auch ein wenig schmunzeln.

Es würde mich interessieren, ob andere Morchelsammler schon ähnliche Erfahrungen gemacht haben.

Ich wünsche dir und allen anderen ein schönes und hoffentlich ertragreiches, vor allem aber regennasses Wochenende.

Liebe Grüße aus Bretten, Sven«

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Foto: Aus seinem Morchelfund zauberte Sven ein Morchel-Spargel-Gericht mit Sauce Hollandaise und einer Suppe.






Simon, Mario und Samuel: Auf gut Glück zu tollen Morchel-Funden im Breisgau

Simon schreibt am 12. April 2019:

»Lieber Heinz-Wilhelm,

inspiriert und angespornt von Olivers traumhaften Morchel-Funden, trieben uns der Frühling und das Pilzsuchfieber heute ebenfalls an die frische Luft.

Samuel, Mario und ich fuhren mit dem Auto auf gut Glück potentielle Stellen ab, die Olivers Fundstellen-Beschreibungen ähnelten (Danke für die Tipps!). Nach mehreren erfolglosen Stopps, als wir schon in ein anderes Gebiet wechseln wollten, wurden wir doch noch fündig.

Unter alten Apfelbäumen lagen sie wie gemalt: Unsere ersten Speisemorcheln (Foto rechts). Und unweit davon verstreute Käppchenmorcheln

An einem weiteren Platz bewies Neu-Pilzsammler Mario sein vielversprechendes Talent: er entdeckte im hohen Gras wunderbare Spitzmorcheln.

An einer dritten Stelle, entlang einiger jüngerer Obstbäume, fanden wir im hohen feuchten Gras noch mehrere Hände voll Käppchenmorcheln.

Neben Samuel, der seit Jahren Pilzfreund ist und der mich auf deinen Pilzticker vor zwei Jahren aufmerksam gemacht hatte, ist jetzt auch Mario vom Pilzfieber ergriffen worden. 

Dieser schöne Tag wird uns noch lange in Erinnerung bleiben, gerade auch deshalb, weil heute meine bald einjährige Tochter das erste Mal »Mama« und »Papa« gesagt hat.

So sind wir heute einfach happy und dankbar über die Funde und schicken viele Grüße und Dank für deinen Ticker und Olivers Motivationsschub!

Merci, Simon, Mario und Samuel«

(Foto © Simon)

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Nach Feierabend stürmte Oliver nur noch raus - und entdeckte schon wieder neue Morchelplätze


Foto: Auch dies ist ein Tipp: Wo verfaulte Äpfel aus dem Vorjahr liegen, können herrliche Speisemorcheln wachsen, stehen doch hier die alten Streuobstbäume, deren Gesellschaft sie lieben. (5 Fotos © Oliver)

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Oliver schreibt am 12. April 2019:

»Hallo Heinz-Wilhelm,

natürlich konnte ich es auch am heutigen Freitag kaum abwarten, bis der Feierabend da war und ich endlich rauskam, um meinen geliebten Morcheln nachzustellen. 

Und wieder habe ich unbekannte alte Obstwiesen entdeckt (Foto rechts), unter denen noch verfaulte Äpfel aus dem Vorjahr lagen, zwischen denen herrliche Speisemorcheln wuchsen.

Bei uns Breisgau steht derzeit alles voller Morcheln, das Frühjahr macht dieses Jahr Spaß wie noch nie!

Liebe Grüße Oliver«

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2 Fotos: Sie wachsen und wachsen im Breisgau, seit gut zwei Wochen hält der starke Schub der Speisemorcheln nun schon an. Es ist ein rekordverdächtiges Morcheljahr in Südwestbaden.

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Foto: Hier stieß Oliver mit seiner Morchelleidenschaft allerdings im wahrsten Sinne des Wortes an seine Grenzen. Stacheldraht schützte das Privatgelände, auf dem wir bei genauem Hinsehen drei Gelbe Speisemorcheln entdecken können. Auch hier sind wieder alte Obstbäume im Spiel.






Thomas und Markus ernten Spitzmorcheln bequem im Hochbeet, sehen aber auch bedenkliche Entwicklungen


Foto: Ein toller Fund mit einem Mix aus Speise- und Käppchenmorcheln gelang Thomas und Markus in den Rheinauen. Sie vermuten, dass die Speisemorcheln erst am Anfang ihrer Zeit stehen. (6 Fotos © Thomas)

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Thomas und Markus schreiben am 12. April 2019:

»Hallo Heinz-Wilhelm,

wir haben im Mulch und auf Obstwiesen nahe des Rheins südlich Ludwigshafen nach Morcheln gesucht. 

Offensichtlich gibt es weitsichtige Stadtplaner und Landschaftsgärtner bei uns, die Rindenmulchbeete anlegen (Foto rechts), für die sich selbst Morchelzüchter nicht schämen müssten: erhöht, also vor Hunden und Straßendreck geschützt, und großflächig. Dort finden sich vor allem Spitzmorcheln.

Wir fragen uns, ob es sich wirklich immer um Spitzmorcheln handelt, da sie in breiter Farbpalette auftreten. Besonders die Morcheln, welche ins Rötliche changieren, scheinen doch anders zu sein als die typische Spitzmorchel, von denen ich welche mit einheitlicher Farbe in einer Schüssel fotografiert habe. In der anderen Schüssel ist die Farbvielfalt größer.

Auf den Obstwiesen kommen zaghaft ein paar Graue und Gelbe Speisemorcheln hervor. Außerdem ein paar Käppchenmorcheln. Insgesamt ist (noch) nicht viel los, teilweise fehlt es schon wieder am notwendigen Regen. Überhaupt bedauern wir zwei negative Entwicklungen, die den Morcheln zusetzen: zum einen natürlich das allgemeine Sterben der Eschen, dem Baum, mit dem die Speisemorchel gerne in Gesellschaft ist. Zum anderen werden die Frühjahre und besonders der April immer trockener.

Am Wochenende wollen wir einige Stellen besuchen, von denen wir uns dennoch gute Ernte erhoffen.

Danke an die Sammlerkollegen für die tollen Morchelposts der letzten Tage!

Viele Grüße, Markus und Thomas«


4 Fotos: Die Grauen Spitzmorcheln (2 Fotos oben) kommen in den Rheinauen zaghaft hervor. Unten sehen wir links die klassische graue Spitzmorcheln sowie rechts rötliche, die deutlich seltener sind. Ob dies auf Mineralisierung oder auf Erbanlagen zurückzuführen ist, ist unbekannt.

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