Pilzticker Bawue 158: Pilzfunde in Baden-
Wuerttemberg vom 16.11.2018 - 23.11.2018



Pilzticker Bawue 158




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Kronau: Winterpilze und typische Sommerpilze teilen sich den Platz im Korb


Foto: Ein sehr schöner spätherbstlicher Fund aus den Kronauer Wäldern liegt in Michaels und Andreas' Korb. Sie staunten vor allem über die frische Krause Glucke nicht schlecht.

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Michael schreibt am 23. November 2018:

»Hallo Heinz-Wilhelm,

gestern war ich abermals mit meinem Kumpel Andreas auf Pilzjagd in unseren Kronauer Wäldern. Unser Ziel war es, Winterpilze zu finden.

Allerdings erlebten wir die ein oder andere Überraschung mit typischen Herbst-, ja sogar Sommerpilzen. So landeten viele Violette Rötelritterlinge, Flaschenstäublinge, Buckeltäublinge, Butterpilze und tatsächlich noch eine sehr schöne Krause Glucke im Korb. An Winterpilzen waren es etliche Samtußrüblinge.

Viele Grüße Michael und Andreas«

(3 Fotos © Michael)

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2 Fotos: Die Winterpilze, hier vertreten durch ein schönes Büschel junger Samtfußrüblinge, sind schon da (links), die Krausen Glucken, die bereits im Sommer wuchsen, im letzten November-Drittel immer noch (Foto rechts).






Landkreis Hohenlohe: Die Austernseitlinge sind noch zu jung für die Ernte


Foto: Sie sind noch jung und blieben vorerst stehen. Ralf will die Austernseitlinge erst ernten, wenn sie an Größe und Gewicht zugelegt haben. Das gilt auch für die Exemplare auf dem zweiten Foto.

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Ralf schreibt am 22. November 2018:

»Hallo Heinz Wilhelm,

pünktlich zum ersten Frost fand ich im hohenlohischen Ländle junge Austernseitlinge. Ich habe sie noch nicht abgeerntet, da sie noch zu klein sind. Aber ich denke, in ein paar Tagen ist es soweit. Juhu, ich liebe den Winter! :-)

Dagegen gab es das Jahr über leider rein gar nichts zu berichten. Totalausfall bei den Morcheln, keine Maipilze, keine Steinpilze, keine Herbsttrompeten u.s.w..

Gruß Ralf«

(2 Fotos © Ralf)

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Kronau: Späte Violette Rötelritterlinge, sehr späte Parasole


Foto: Erst jetzt, im letzten November-Drittel, erscheinen in Michaels Wäldern die Violetten Rötelritterlinge (rechts), die für gewöhnlich Anfang Oktober zu wachsen beginnen. Auch die Parasole (links) haben nach der langen Trockenheit noch Nachholbedarf.


Michael schreibt am 21. November 2018:

»Hallo Heinz-Wilhelm,

jetzt kommen bei uns in den Kronauer Wäldern die Rötelritterlinge. Ihnen hinzu gesellte sich noch ein Champignon, der direkt auf dem Waldweg wuchs, ein Reiftäubling und frische Parasole. Mitten im Wald hat sich an einem Baumstamm ein Schnitzer verwirklicht (Foto rechts).

Viele Grüße Michael«

(2 Fotos © Michael)

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Landkreis Freudenstadt: Zum Saisonende der erste Pilzfund 2018 für Svenja, Andreas und Vlore


Foto: Ganz zum Abschluss der Saison gab es doch noch Pilze für Andreas, Svenja und Vlore. In schöner Schwarzwaldidylle fanden sie Braunschuppige Wiesenchampignons, die sich vom Weg aus als weiße Flecken zu erkennen gaben. (Foto © Andreas)

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Andreas schreibt am 20. November 2018:

»Lieber Heinz-Wilhelm,

nachdem dieses Jahr für uns ausgesprochen pilzarm war - weder hatten wir in Karlsruhe viel Zeit noch Regen - ,  kann ich zum Saisonabschluss doch noch etwas zum Pilzticker beitragen.

Währung unseres Wander- und Entspannungswochenendes im Schwarzwald fanden wir auf einer Kuhweide entlang des Heimbachs in Wälde, Gemeinde Loßburg im Landkreis Freudenstadt, eine ansehnliche Gruppe Champignons.

Aufgrund der Schuppen würde ich sie als Braunschuppige Wiesenchampignons einordnen. Tatsächlich hatte ich erst wenige Tage vorher mal im Ticker geschaut, ob sich in BaWü noch etwas tut, und da bereits von etlichen Champignonfunden gelesen. Umso erfreulicher, dass nun auch wir Glück hatten.

Darüber hinaus habe ich im Wald auch wieder etwas Haareis entdeckt, es war am Wochenende bereits recht kalt.

Viele Grüße und einen schönen Jahresausklang an dich und alle Pilzfreunde!

Svenja, Andreas und Vlore aus Karlsruhe«


Erste Winterpilze und ein Restpostenpilz in den Kronauer Wäldern


Foto: Mit den Samtfußrüblingen und den Austernpilzen sind die ersten klassischen Winterpilze in den Kronauer Wäldern da. An Restposten gab es für Michael noch einen Butterpilz. (Foto © Michael)

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Michael schreibt am 18. November 2018:

»Hallo Heinz-Wilhelm,

heute fand ich in meinem Waldstück an verschiedenen Stubben massenweise Samtfußrüblinge und schon die ersten Austernpilze. Ein einziger Butterpilz verirrte sich auch noch ins Körbchen.

Viele Grüße Michael«





Die Wiesenchampignons von Kronau kennen kein Saisonende


Foto: Mit den Wiesenchampignons auf Michaels Weiden bei Kronau will es dieses Jahr scheinbar kein Ende nehmen. Nur gut, dass er mit Andreas einen ebenso tatkräftigen wie begeistertern Co-Sammler hat! (2 Fotos © Michael)

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Michael schreibt am 18. November 2018:

»Hallo Heinz-Wilhelm,

zusammen mit Andreas waren ich wieder auf meinen hiesigen Wiesen unterwegs. Was da gerade an Champignons wächst, ist gigantisch. Wir haben wieder gut zwei Körbe voll gesammelt. Alle Pilze waren madenfrei. Zudem wuchsen auf den Wiesen Nelkenschwindlinge und Wiesenstäublinge.

Viele Grüße Michael und Andreas«


Foto: Die weißen Flecken im Vordergrund, das sind alles Wiesenchampignons. Man kann sich ausmalen, dass Michael und Andreas lange zu lesen hatten.


Landkreis Karlsruhe: Herrliche Austernseitlinge für Sven, seine ersten überhaupt


Foto: Jung und knackig sind sie, die ersten Austernseitlinge, die Sven überhaupt fand. Und es ist der erste uns in dieser Saison aus Baden-Württemberg gemeldete Fund. (2 Fotos © Sven)

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Sven schreibt am 17. November 2018:

»Guten Abend lieber Heinz-Wilhelm,

nach den letzten Meldungen hier im Pilzticker über die schönen Champignons wollte ich mein Glück an meinen üblichen Stellen auch noch einmal versuchen. Mit den Röhrlingen scheint es ja für dieses Jahr vorbei zu sein.

Leider blieb der Korb leer. Ich fand - neben einigen Pilzleichen unterschiedlicher Art - zwei Pilze, die dem Violetten Rötelritterling zum Verwechseln ähnlich sahen. Da der typisch süßliche Geruch fehlte, ließ ich sie aber stehen.

Ich wollte schon aufgeben, zumal die Sonne bereits unterging. Auf dem Weg zum Auto entdeckte ich dann noch einige überständige Seitlinge an einer alten Buche. Als ich näher hinsah, fand ich zu meiner Überraschung junge Austernseitlinge und nicht etwa, wie ich spontan vermutete, Lungenseitlinge. Sollte es der erste Fund in dieser Saison in Baden-Württemberg sein?

Und es kam noch besser! Nur wenige Meter weiter, an einer umgestürzten Buche, besiedelten sie einen Stamm über die gesamte Länge. Von Groß bis Klein war alles vertreten. Da es die ersten Austernseitlinge überhaupt waren, die ich fand, freue ich mich natürlich um so mehr über diesen tollen Fund.

Vielleicht kann ich ja damit den einen oder anderen Austernjäger ermuntern, seine Plätze aufzusuchen...

Allen weiterhin viel Erfolg und Spaß beim Sammeln!

Liebe Grüße aus Bretten, Landkreis Karlsruhe«

Hallo Sven,

der süßliche Geruch ist für Violette Rötelritterlinge nur ein schwaches bis sehr schwaches Merkmal. Oft riechen sie gar nicht - und sind doch lupenreine Lepista nuda.

Ihre Doppelgänger sind der Bocksdickfuß und der Lila-Dickfuß, die zu den Schleierlingen zählen. Beide stinken eklig-abstoßend, ersterer deutlich nach Ziegenbock, versengten Haaren und Fußschweiß, der zweite stechend-abweisend. Der Bocksdickfuß hat violette Lamellen, der Lila-Dickfuß gelblich-braune, später ausdunkelnd.

Viele Grüße Heinz-Wilhelm

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Foto: Sven freute sich riesig, als er die grau-blauen »Ohren« an der langgestreckten Rotbuche entdeckte. Sie sind jung und knackig - zu einem besseren Zeitpunkt hätte er kaum kommen können.

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Beste Braunschuppige Wiesenchampignons für fünf Familien von der Schwäbischen Alb


Foto: Richtig schön fest und fleischig sehen sie aus, diese schönen Braunschuppigen Wiesenchampignons, eine Varietät des Wiesenchampignons. Christian fand heute auf der Alb so viele, dass er fünf(!) Familien beschenken konnte. (Foto © Christian)

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Christian schreibt am 16. November 2018:

»Guten Abend Heinz-Wilhelm,

heute habe ich tatsächlich Pilze auf der Schwäbischen Alb gefunden. Sogar madenfrei und in bester Qualität!

Das Bild zeigt schöne Braunschuppige Wiesenchampignons, die ich gleich zu Beginn meiner Tour fand und ablichtete.

Doch es sollte noch besser kommen. In gleicher Güte standen sie auf den Wiesen in Scharen. Der Boden hatte knapp 5°C, die Sonne schien auf die leuchtenden Köpfchen. Einer nach dem anderen landete in meiner Stofftasche.

Auf dem Heimweg machte ich meine Runde durch meine Heimatstadt und besuchte die mir bekannten Pilzliebhaber und beglückte volle fünf Familien reichhaltig. So viele Pilze waren es am Ende geworden!

Viele Grüße und ein schönes Wochenende wünscht Christian«

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