Pilzticker Bawue 134: Pilzfunde in Baden-
Wuerttemberg vom 13.08.2018 - 26.08.2018



Pilzticker Bawue 134




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Schwäbische Alb: Wie goldgelbe Ziegel leuchtete der Schwefelporling, der vier Familien glücklich machte


Christian schreibt am 26. August 2018:

»Guten Abend Heinz-Wilhelm,

anbei ein Bild vom meinem heutigen Fund: 3,5kg Schwefelporling bester Güte; siehe das Foto rechts. Das Prachtexemplar hat vier Familien glücklich gemacht!

Viele Grüße und eine gute Woche wünscht Christian«

(Foto © Christian)

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Sie wachsen!

Freudenstadt: So ganz nebenbei ernten Nicole und Lotta während ihrer Kur die herrlichsten Pilze!


2 Fotos: Wo andere sich der Dürre wegen schon über eine Handvoll Speisepilze, ja sogar über ein einziges Exemplar freuen, da macht Nicole ganze Sachen: Im Nordschwarzwald, bei Freudenstadt, wachsen sie derzeit richtig gut! Das ist mal eine Meldung! Auf dem Hochbild-Foto mit Lotta ist das besonders gut zu sehen. Ein Motiv mit derart vielen Röhrlingen haben wir dieses Jahr noch gar nicht zu Augen bekommen.

Diese Funde verraten, dass es vor zwei, drei Wochen in der Region Freudenstadt ausreichend geregnet haben muss. Wo das nicht der Fall war, kommt der Pilzfreund leider immer noch ohne Erträge aus dem Wald zurück.

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Nicole schreibt am 23. August 2018:

»Hallo Heinz-Wilhelm, hallo Pilzfreunde,

die ersten Tage unserer Kur im Nordschwarzwald - üblicherweise berichten wir ja aus dem Taubertal - vergingen für Lotta und mich wie im Fluge.

Aber egal, wie viele Anwendungen und Sport ich auch hatte, für eine Stunde in die Pilze raffte ich mich jeden Tag auf.

So kamen immerhin schon fast zwei Gläser Trockenpilze zusammen! Darin fanden Flockenstielige Hexen, Schwarzblauende Röhrlinge, Birkenpilze, Rotkappen, sogar einige Steinpilze und eine Handvoll Pfifferlinge ihren Platz.

Zum Glück scheint die Sonne kräftig, so dass die Pilze binnen knapp zwei Tagen gut trocken sind.

Heute konnte ich sogar einen Erstfund machen; ich entdeckte einen überaus prächtigen Roten Gallerttrichter. Er stand im Fichtenwald direkt am Wegrand.

Grüße aus der Nähe von Freudenstadt senden euch Lotta und Nicole«


Foto: Ein Rötlicher oder treffender Fleischroter Gallerttrichter, wie man diesen in seinem Bestand gefährdeten Pilz an Üppigkeit selten sieht. Dass die Innenkelche weiß bereift sind, zeigt, dass der Pilz bereits Sporenreife erreicht hat. Er wächst auf kalkreichen Böden, bevorzugt an Wegrändern und Holzlagerplätzen. Man kann ihn sogar roh essen - oder leicht überbrüht als Salatpilz. (3 Fotos © Nicole)

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Kronau: Die Täublinge regen sich in ihrem Lieblingsmonat


Foto: Täublinge sind Trockenliebhaber. Ihr bester Monat ist der August. Also wuchsen Michael zur Freude Rote Heringstäublinge (oder Zinnobertäublinge), Fleischrote Speisetäublinge sowie ein Grüner dieser Art und wohl ein Gelbgrüner Ledertäubling. Rechts von den Täublingen sechs Laubholzknäuelinge. An Röhrlingen gab es einen Schwarzblauenden Röhrling sowie zwei Flockenstielige Hexenröhrlinge.

(Foto © Michael)

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Michael schreibt am 15. August 2018:

»Hallo Heinz-Wilhelm,

leider ist der Waldboden in der Region Kronau noch immer staubtrocken. Aber als ich am Waldweg entlang vereinzelte Netzstielige Hexen und Wurzelnde Bitterröhrlinge sah, war mir klar, dass zumindest die etwas robusteren Arten schon da sein würden.

Entprechend habe ich Flockis, Schwarzblauende Röhrlinge, verschiedene Täublinge und einen Stamm voller Laubholzknäuelinge gefunden. Von denen nahm ich fürs Mischgericht nur einige ganz junge Exemplare mit.

Viele Grüße Michael«


Landkreis Karlsruhe: Nur die Lungenseitlinge finden genügend Wasser


Foto: Dass die Bäume noch Restfeuchte speichern, ist an diesem Fund von Lungenseitlingen zu erkennen, die Sven fand. Links zwei Filzröhrlinge (Ziegenlippen).

(Foto © Sven)

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Sven schreibt am 16. August 2018:

»Hallo Heinz-Wilhelm,

in den vergangenen Wochen war ich selten unterwegs. Das lag zum einen an der anhaltenden Trockenheit, aber auch an Zeitmangel.

Heute wollte ich jedoch nachsehen, was der Regen der letzten Tage und die milden Temperaturen zum Vorschein gelockt haben. Bis auf zwei Ziegenlippen blieben die Röhrlinge leider aus.

Ich freue mich aber sehr über eine schöne Ausbeute an Lungenseitlingen.

Allen Pilzsammlern viel Erfolg!

Liebe Grüße aus Bretten im Landkreis Karlsruhe«






Drei schöne Krause Glucken für Lisa aus dem Trockenwald Freudenstadt


Lisa schreibt am 15. August 2018:

»Lieber Heinz-Wilhelm,

bei uns im Landkreis Freudenstadt ist alles trocken und außer einigen Täublingen sind kaum Pilze zu sehen.

Mit Ausnahme von Krausen Glucken. Ich habe etliche gefunden, doch sie waren entweder zu jung oder zu alt. Die drei auf dem Foto waren hingegen einwandfrei - ich habe das Trio mitgenommen.

Liebe Grüße Lisa«

(Foto © Lisa)

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Emmendingen: Am kleinen Bach gedeihen die Kraterellen wie zu besten Zeiten


Oliver schreibt am 15. August 2018:

»Lieber Heinz-Wilhelm,

bei uns im Landkreis Emmendingen wachsen an einem kleinen Bachlauf bereits Trompetenpfifferlinge, die doch überwiegend Herbstpilze sind. Dazu gab es ein Büschel schönster Pfifferlinge. Beide Arten sind auf dem Teller (Foto rechts) zu sehen.

Liebe Grüße Oliver«

(3 Fotos © Oliver)

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2 Fotos: Die Pfifferlinge leuchten herrlich goldgelb, die Trompetenpfifferlinge, durchaus auch Sommerpilze, wachsen in Gesellschaft. Auffallend, wie sattgrün die niedrige Strauchschicht ist. Sie spenden Schatten. Und der Bach ganz in der Nähe macht die lange Trockenheit vergessen.







Nach monatelanger Hitzepause mühen sich die ersten Speisepilze aus dem gestressten Kronauer Waldboden


Michael schreibt am 13. August 2018:

»Hallo Heinz-Wilhelm,

nach wochen-, ja monatelang anhaltender Hitzewelle freut es mich um so mehr, heute mitteilen zu können, dass die ersten Pilze in meiner Gegend - Kronau bei Bruchsal - wieder das Licht der Welt erblicken.

Vier Tage zuvor hatte es kurz geregnet. Meine Funde machte ich in Karlsdorf entlang meiner Joggingstrecke, an der vier Pfirsichtäublinge (Foto rechts) standen.

Viele Grüße Michael«

(Foto © Michael)

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