Pilzticker Thueringen 56:
Funde vom 29.10.2018 - 07.12.2018



Pilzticker Thueringen 56




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Eichsfeld: Heikes Austernpilze waren »sehr, sehr legga«


Foto: Erst jetzt, in der Adventszeit, beginnt für Heike die diesjährige Pilzsaison - und sie startet voll durch. Diese Austernpilzschnitzel waren einfach nur »legga«, wie sie schreibt. Nach einem total ausgefallenen Pilzjahr gönnen wir ihr höchsten kulinarischen Genuss! (4 Fotos © Heike)

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Heike schreibt am 7. Dezember 2018:

»Lieber Heinz-Wilhelm,

am Mittwoch Nachmittag ging es mit Enkelchen in den Wald, um nach Austernpilzen zu schauen. An meinen Kontrollstellen sind sie kaum weitergewachsen und brauchen noch Zeit.

Somit sind wir an eine Stelle gegangen, wo ich immer Samtfußrüblinge finde. Da war leider nichts. Aber ganz in der Nähe sah ich etwas ungewohnt Blaues. Es war tatsächlich eine ganze Konsole Austernseitlinge an einer Rotbuche (Foto rechts)! 1,5 Kilo konnten wir ernten. Entsprechend groß war unsere Freude.

Ein Teil wurde geschnitten und in der Pfanne mit Schinkenspeck und Zwiebeln gebraten. Der andere Teil fand Verwendung als Austernpilzschnitzel. Beides war sehr, sehr legga!

Herzliche Grüße Heike«

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Foto: Endlich Wildpilze auf dem Teller! Man ahnt, dass Heike die Zubereitung so richtig genoss.

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Foto: Geschnetzelte Austernpilze - so könnte man das Gericht nennen, das sich Heike hier mit Schinkenspeck und Zwiebeln zubereitet. Bei ihr gibt es Pilzgerichtnachholbedarf.

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Die ersten Pilze des Jahres für Heike nach einem total ausgefallenen Pilzjahr


Foto: Endlich ein Pilzgericht frisch aus dem Wald! Nach einem total ausgefallenen Pilzjahr wegen der seit April herrschenden Trockenheit im Eichsfeld hat Heike ihre ersten Pilze des Jahres gefunden - Winterrüblinge. In Nullkommanichts landeten sie gebraten auf Butterbrot. Lecker! 


Heike schreibt am 2. Dezember 2018:

»Lieber Heinz-Wilhelm,

kaum zu glauben, aber wahr: Bei uns im nördlichen Eichsfeld gab es die ersten Wildpilze in diesem Jahr für die Pfanne!

Beim Abklappern meiner Austernpilzstellen konnte ich zwar noch keine verwertbaren Austernseitlinge ernten, die noch zu jung waren. Aber zumindest einige schöne Samtfußrüblinge konnte ich erbeuten. Alle Pilze waren bereits mit Eis und Schnee überzogen.

An meinen schnell erreichbaren Stellen, wo ich sie erhoffte, ist allerdings noch nichts von Austernpilzen zu sehen.

Die köstlichen Samtfußrüblinge landeten zu Hause sofort in der Pfanne. Ich briet sie mit wenig Zwiebeln in Butter, ehe sie auf Butterbrot landeten. Es gab zumindest für jeden soviel, dass eine Brotscheibe bedeckt war. Es war lecker!

Allen Pilzfreunden eine schöne Adventswoche!

Herzliche Grüße Heike«

(4 Fotos © Heike)





Foto: Muss das ein Anblick gewesen sein, nach acht tristen Pilzmonaten endlich mal ein paar Pilze gefunden zu haben! Um so schöner, wenn es zur Monatswende November/Dezember kleine Wintersonnen sind - Samtfußrüblinge mit ihren erwärmenden Farben.






Ostthüringen: Fünf kleine Maronen waren den Waldausflug wert


Monika schreibt am 10. November 2018:

»Hallo lieber Heinz-Wilhelm,

heute sind wir in der Mittagszeit bei herrlichem Sonnenschein in unsere Pilzwälder gefahren. Ich war wie immer neugierig, was bei uns noch wachsen würde.

Nun, wir haben unter den bereits verschimmelten lediglich ein paar brauchbare kleine Maronen gefunden, die jetzt im Dörrgerät trocknen. 

Außer Falschen Pfifferlingen war nicht ein anderer Pilz zu sehen. Deshalb will ich das immer nicht so richtig glauben, wenn ich die anderen Pilztiker-Berichte lese.

Die Heimfahrt ging durch die herrliche Natur in meinen Garten. Da ich über eine Woche nicht im Garten war, war ich erstaunt, was in einer Woche jetzt noch, so spät im Jahr, alles so wächst.

Meine schönsten Maronen sind auf dem Foto umgeben von vorhin frisch geernteten Kräutern und Feldsalat, den ich fürs Abendessen noch schmackhaft zubereite.

Wir wünschen allen Pilzfreunden und Dir eine schöne Zeit. Ganz vielen Dank für die spannenden Berichte.

Herzliche Grüße von Monika und Bernd aus Ostthüringen«

(Foto © Monika)

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Eine schöne Krause Glucke für Karl-Heinz bei Sophienhof


Karl-Heinz schreibt am 10. November 2018:

»Hallo,

diese schöne Krause Glucke habe ich am 7. November bei Sophienhof/Landgemeinde Harztor im Landkreis Nordhausen im Harz gefunden

Schöne Grüße aus Bernburg, Karl-Heinz Müller«

(Foto © Karl-Heinz)

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Ostthüringen: »Es ist halt dieses Jahr nicht die Masse an Pilzen, aber es wird auch wieder anders«


Monika schreibt am 4. November 2018:

»Guten Abend lieber Heinz-Willhelm,

vorhin habe ich wieder die herrlichen Berichte aus den verschiedenen Bundesländern gelesen und muss sagen, dass ich da schon ein bisschen traurig werde, wenn ich diese vielen Steinpilze und Maronen sehe.

Es ist halt dieses Jahr bei uns nicht die Masse an Pilzen wie die Jahre zuvor. Es wird auch wieder anders. Dafür gab es Obst und Beeren in unseren Gärten wie lange nicht.

Bernd und ich sind heute nach dem Mittag wieder einmal, wie so oft, raus in den Wald gefahren.

Wenig Hallimasch und eine Handvoll frisch gewachsener Maronen konnten wir mit nach Hause nehmen. Die größeren Maronen waren alle madig, die meisten Hallimasch nicht minder.

Am Rande eines Waldwege sahen wir Falsche Pfifferlinge in Massen und an einer Stelle Kahle Kremplinge, riesig groß, mitten im Fichtenwald.

In unserem Maronenwald hat es heute so richtig gut nach Pilzen gerochen, Natur pur.
Auf dem Heimweg fuhren wir durch die bunte Natur. Große Buchen rechts und links vom Straßenrand im herrlichen rot-gelb-goldenen Herbstkleid, ein richtiges Glücksgefühl für die Seele.

Das war mal wieder das Neueste aus Ostthüringen, verbunden mit herzlichen Grüßen an alle Pilz- und Naturfreunde!

Monika und Bernd«

(Foto © Monika)

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Ein köstliches Carpaccio aus Zuchtchampis ist Heikes Antwort auf das Pilzjahr ohne Pilze


Foto: Heike lässt sich von dem verreckten Pilzjahr nicht mehr an der Nase herumführen. Sie kaufte sich auf dem Pilzhof kurzerhand frische Champignons - und zauberte ein köstliches Carpaccio auf den Teller: »Ich wollte einfach mal wieder frische Pilze auf dem Tisch haben.« (Foto © Heike)

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Heike schreibt am 29. Oktober 2018:

»Lieber Heinz-Wilhelm , 

bei uns im Eichsfeld ist vollkommen tote Hose. Außer ein winziges Büschel Hallimasch und zwei einsame Schopftintlinge gab es immer noch nichts zu finden. 

So habe ich etwas getan, was ich noch nie gemacht habe: ich habe mir eine Handvoll Champignons im Pilzhof gekauft und ein Carpaccio gezaubert. Ich wollte einfach mal wieder frische Pilze auf dem Tisch haben. 

Herzliche Grüße aus dem pilzfreien Eichsfeld, Heike«

Liebe Heike,

das ist genau die richtige Reaktion auf das Totalausfalljahr in Eurer Region!

Obwohl ich hier in Greifswald die letzten Wochen einige Steinpilze, Sandröhrlinge, Rotfüße, Filzröhrlinge, Mehlräslinge, Anischampignons, Täublinge, Wiesenchampignons und zuletzt Büschelige Raslinge gefunden habe, machte ich es wie Du.

Ich kaufte mir vor einiger Zeit eine neue ostasiatische Zuchtart, die ich ziemlich lecker fand.

Es kommen wieder bessere Tage, es gleicht sich alles aus!

Herzliche Grüße Heinz-Wilhelm

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