Pilzticker Thueringen 48:
Funde vom 01.10.2017 - 22.10.2017



Pilzticker Thueringen 48




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Übersicht aller bisherigen Pilzticker Thüringens




Eichsfeld: Heikes beschwerliche Suche nach neuen Pilzplätzen, weit vom Schuss


Foto: Typisch für Birkenporlinge ist ihre Form, die an Polsterkissen erinnert. Diese wie aufgeblasene Gestalt hat kaum eine andere Porlingsart. Dieses große Exemplar ist an der Unterseite noch fast reinweiß.

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Heike schreibt am 22. Oktober 2017:

»Hallo lieber Heinz-Wilhelm,

auch heute Morgen ging es raus in den Wald. Gut, dass ich Mütze und Tuch dabei hatte. Es war vielleicht ein Sturm! Der ging durch und durch. Der Herbst grüßt.

Mein Ziel für heute war ein gestern Abend via Google Maps entdecktes Fichtenstück. Ich wollte meinem Mann am PC eigentlich nur zeigen, wo es mich gestern Mittag hinverschlagen hatte. So machen wir das immer, wenn ich alleine unterwegs war und durch Zufall noch was erkundet habe.

Dabei entdeckten wir besagtes Fichtenterrain. Es liegt genau gegenüber einem Stück, in dem ich vor 2 Jahren und dieses Jahr nach Birkenporlingen schaute. Dieses Jahr bin ich mal alleine im September dorthin und habe das Stück und angrenzende Bereiche erkundet. So mache ich das immer, wenn ich alleine gehe.

Immer weiter und weiter erkunden, in aller Ruhe, und wenn ich Vielversprechendes entdecktte, informiere ich meinen Mann. Auf diese Weise hatte ich also im September ein Eichenstück mit heideähnlichem Charakter - und einen alten Steinipilz entdeckt. 

Gut einen Kilometer davon entfernt liegen dann die gestern Abend per Google Map entdeckten Fichtenwälder. Bis dahin war ich damals nicht gekommen. Und jetzt musst Du bestimmt lachen, mein Mann ruft gerade die Steigungen und Gefälle ab für das Gebiet. Ich hatte gar keine Hänge erwartet. Es ist alles eben auf den ersten paar Kilometern. Aber auf einen Schlag geht es steil nach unten.

Genau da haben wir uns heute grob umgesehen. Es gab jede Menge alter Maronen. Nichts Frisches. Auch Unmengen von steinalten Safranschirmlingen standen. Die alten Maronen sagten mir, hier sammelt vielleicht kaum jemand - vielleicht. Eventuell ist der Weg für viele Pilzsammler zu weit und die Hänge zu steil.

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Foto: Das Kochfeld, auf dem Heike die Birkenporliinge zeigt, misst 80 Zentimeter in der Breite. Das heißt, die Birkenporlinge sind zum Teil sehr groß! (2 Fotos © Heike)

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Zudem sieht es aus wie Kraut und Rüben dort. Viel umliegendes Fichtenjungholz. Es wäre eine Buckelei und strapaziöse Schlepperei, wenn sich dort ein Korb füllen würde. Da haben wir doch seit gestern auf einen Schlag 3 neue Gebiete mit Jungfichten entdeckt, die  Maronen- und Steinpilzpotential haben.

Über Maps ist nicht immer ersichtlich, ob es Jungwald oder Hochwald ist, darum sind wir los, einfach erkunden. Auf dem Rückweg holte ich mir 3 Kilo Birkenporlinge im bereits bekannten Gebiet. Auch stieß ich auf ein Areal mit Rosascheckigen Milchlingen, die ich auch noch nie fand.

Es gab auch einen Steini und einen Birkenpilz. Lach. Meine Waldgebiete, die ich kenne, sind an und für sich mittlerweile so groß, das ich jeden Tag 12 Stunden unterwegs sein müsste, um alles immer in aller Regelmäßigkeit kontinuierlich abzuchecken. Und auch dann würde ich es nicht schaffen. Nicht im geringsten.

Aber eins ist klar: Es gibt momentan keine Maronen und Steinis im Eichsfeld, egal wo. Immer nur mal einen Ausreißer. Wir haben heute früh unzählige Autos an den Waldrändern parken sehen. Sie kamen und gingen mit leeren Körben. Meiner war voll , mit guten 3 Kilo  Birkenporlingen. Ein Handteller großer war noch fast weiß.

Herzliche Grüße an Dich, lieber Heinz-Wilhelm, und an alle fleißigen Pilzsammler, von Heike«

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Heikes Bilanz: »Es war das Jahr der Sommersteinpilze und der Leistlinge«


Heike schreibt am 21. Oktober 2017:

»Hallo lieber Heinz-Wilhelm,

was ist das nur für ein Oktober? Der September war, mit Verlaub gesagt, furztrocken. Vom 30. September bis zum 9. Oktober hatte ich hier dann in meinem Messbecher 68 Liter Regenwasser eingefangen. Gute Sache, optimal verteilt - dachte ich. Es müsste also ab kurz nach Mitte Oktober Pilze geben.

Und was gab es heute? Nichts! Letztes Jahr um die Zeit ernteten wir Maronen, bis der Arzt kommt. Kleine, junge, steinharte Maronen in sagenhaften Massen. Und es war kälter als dieses Jahr, wesentlich kälter. Letztes Jahr gab es hier im Juli, August, September keine Maronen und Fichtensteinis. 

Dieses Jahr war das verteilt auf die Monate Juli und August. Ab September leerte sich der Wald. Abgesehen von kleineren Gelegenheitsfunden war der Negativtrend deutlich sichtbar.

Heute gab es dazu die Krönung. Zwei kleine Maronen, einige frische Safranschirmlinge, hier und da ein Flaschenbovist. Das war's. Welch ein kläglicher Abgesang im sonst so pilzstarken Oktober!

Da kann ich in den Laubwald schauen, da kann ich in den Fichtenwald schauen oder in den Wald, wo alles vermischt ist. Was es gibt, sind überständige Trompetennpfifferlinge. Auch heute fand ich in einem erstmals aufgesuchten Stück eines Fichtenwaldes einen kleinen Teppich von gealterten Trompetenpfifferlingen.

Auch Graue Leistlinge sind noch dabei. Nur eben keine Spur von Maronen und Steinis. Dafür habe ich eben mal wieder einige Birkenporlinge geerntet, die es dies Jahr wieder gut gibt.

Meine Bilanz für das Nördliche Eichsfeld 2017: Es war ein Jahr der Sommersteinpilze und der Leistlinge. Aber Du kennst mich ja inzwischen: Ich gebe nicht auf!

Ein Tipp für Monika aus dem Vogtland: Wenn die Birkenporlinge sehr feucht sind, lasse ich sie einfach 1-2 Tage in luftiger Umgebung ablüften. Erst danach schneide ich sie in Scheiben und gebe sie in den  Dörrer oder auf den Ofensims oder auf die Heizung. Birkenporlinge finde ich zum Trocknen unproblematisch.

Herzliche Grüße an alle Pilzesammler, Heike«

(Foto © Heike)

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Eichsfeld: Ein Akt der Verzweiflung zum pilzarmen Saisonende

Klaus schreibt am 17. Oktober 2017:

»Hallo lieber Heinz-Wilhelm und alle Pilzfreunde,

hier im Thüringer Eichsfeld scheint es langsam dem Ende der Saison zuzugehen.

Bereits letzten Freitag gab es fast keine Maronen mehr, auch die sonst üblichen Herbstpilze gab es nur vereinzelt. Nur Hallimasch im Überfluss. Und heute: Für eine Mahlzeit und zum Trocknen reicht es gerade. Zwei Steinpilze, ein paar Ziegenlippen, Parasole und Boviste.

Aus Verzweiflung habe ich noch rote und blaue Täublinge mitgenommen.

Man darf aber nicht vergessen, dass die Pilzsaison dieses Jahr sehr früh im Eichsfeld begonnen hat. Vielleicht ist deshalb auch früher Schluss.«

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Heikes mühsamer 7km-Gang für einen Teller Mischpilze


Foto: Heike zeigt das Ergebnis ihres 7km-Pilzganges. Mühsam trug sie einen Teller Mischpilze und ein Tablett mit Birkenporlingsstreifen zusammen. (Foto © Heike)

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Heike schreibt am 18. Oktober 2017:

»Hallo lieber Heinz-Wilhelm,

zumächst Grüße an Rainer in den Kyffhäuser, der bei mir fast um die Ecke ist. Tolles Foto! Er muss sich geärgert haben wegen der Steinis. Da könnte man vor Enttäuschung im Boden versinken!

Ja, wir waren gestern auch noch mal los. Es ist mühselig. 7 km haben wir laut Messgerät zurückgelegt. Das Ergebnis siehst Du auf dem Tablett.

Es gab einige Maronen, einige Anischampignons, 2 kleine Steinis sowie 3 Birkenporlinge. Auch einige Schopftintlinge sind wieder am Start.

Insgesamt sieht es hier trübe aus im Moment. Man muss große Strecken zurücklegen für einen Teller Pilze. Es will nicht so recht in die Gänge kommen.

Herzliche Grüße Heike«

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Östlicher Kyffhäuser: 200 Sommersteinpilze waren leider, leider schon hinüber


Rainer schreibt am 16. Oktober 2017:

»Hallo, lieber Heinz-Wilhelm,

ich habe heute im östlichen Kyffhäuserwald noch einmal eine bunte Pilzmischung gefunden.

Dabei musste ich allerdingss festellten, dass ich einige Tage zu spät dran war. Geschätzte 200 Sommersteinpilze im Jungeichenwald waren leider, leider schon überständig. Nur wenige befanden sich noch in einem allerdings sehr guten Zustand.

Außerdem fand ich Maronen, Birkenpilze, Edelreizker und Parasole (standen auf Streuobstwiesen).

Der (einzige) Pfifferling brachte 85 Gramm auf die Waage, er war der größte, den ich bislang gefunden habe.

Gruß an alle Freunde Deiner Pilzseiten, Rainer«

(Foto © Rainer L.)

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Der »Pilz des Lebens« rettet Heikes Pilzleergang im nördlichen Eichsfeld wenigstens ein bisschen


Heike schreibt am 16. Oktober 2017:

»Hallo lieber Heinz-Wilhelm,

welch schönes Wetter wir hatten am Wochenende! So ging es am Samstag Früh um 8 Uhr mit hoher Erwartung in die tieferen Wälder.

Gleich vorn an meiner Flockistelle gab es nichts. Den letzten Flocki hier fand ich im Juli. Seitdem ist die Stelle leer. Am Eichensaum an der Waldkante entlang gab es auch keinen Steinpilz.

Weiter auf dem Weg durch den  Wald in Richtung meines Zieles komme ich an zwei alten Rotbuchen vorbei, die sich stets gut mit Steinpilzen verstehen. Diesmal: Wieder nichts. 

Auch an meiner Trompetenpfiffi- und Herbsttrompetenstelle kamen wir auf dem Hinweg vorbei. Nun, endlich: Die Trompetenpfifferlinge stehen in rauen Mengen. Ich hätte leicht einen großen Korb füllen können, nahm aber lediglich ein extra großes Belegexemplar für meinen Mann mit, der oberhalb des Pfifferlingshanges auf mich wartete.

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Für die Trockenpilze wird in unserem Haus langsam der Stauraum knapp. Davon abgesehen, habe ich bereits zehn Gurkengläser mit getrockneten Maronen, Steinpilzen, Herbsttrompeten, Trompetenpfifferlingen usw. verschenkt. Das Gleiche noch einmal in 200ml-Gläsern als Gewürzpulver von allen Pilzen.

Alle Pilze werden bei mir immer nach Sorten getrennt in Gläsern aufbewahrt. So kann jeder, der sie von uns bekommt, gezielt nach Bedarf seine Wunschpilze verwenden. Die Trompetenpfifferlinge müsste ich gesondert aus dem Wald holen, da ich sie nicht gerne mit schwereren Pilzarten zusammen im Korb transportiere.

Nun, wir kamen also endlich im Zielgebiet der Fichten an. Und hier herrschte, egal wo, ob am Hang oder auf ebenen Waldflächen, von Ockertäublingen mal abgesehen, absolut pilzfreier Waldboden.

Am untersten Hang befindet sich ein Ministück mit ein paar wenigen Buchen, von denen eine auch Steinpilze hervorbringt. Ich also voller Hoffnung hin zur Buche - nichts.

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Die begehrten Röhrlinge wie Maronen und Steinpilze haben sich vollkommen verkrümelt.

Trompetenpfifferlinge und Hallimasch, also Holzverzehrer, Flaschenboviste* und riesige Beutelstäublinge* (zweites Foto) gibt es dagegen in Unmengen. Die Hallimasche könnte man im Lkw abtransportieren.

Ich habe auch einen bei uns sehr seltenen Glänzenden Lackporling (Foto rechts) gefunden, den Wunderheilpilz Nummer 1 der Chinesen, den die alten Kaiser wegen seiner breit gestreuten und nachhaltigen Heilkraft ehrfürchtig »Pilz des Lebens« nannten .

Verwertbar war der Greis zwar nicht mehr, aber immerhin zeigt er sich ja alljährlich an gleicher Stelle wieder. Das war dann auf meinem Pilzleergang immerhin noch etwas.

Herzliche Grüße Heike«

(3 Fotos © Heike)

* Beide sind ausgezeichnete Speisepilze!

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Für die schönen Mischpilze mussten Monika und Bernd weite Wege im Thüringer Vogtland machen


Foto: Für diese schönen Mischpilze mussten Monika und Bernd weit laufen und auch neue Stellen aufspüren. So kam am Ende noch eine schöne Mischung heraus, die sie hier auf dem Gartentisch vorzeigen. (2 Fotos © Monika)

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Monika schreibt am 15. Oktober 2017:

»Guten Abend lieber Heinz-Wilhelm,

bereits am Samstag haben Bernd und ich schon mal nach Steinpilzen geguckt, aber nur vier Maronen gefunden.

Heute waren wir bei wunderschönem Sonnenschein vier Stunden in unseren Pilzwäldern. Es war deutlich zu sehen, dass das Pilzwachstum sehr nachgelassen hat. Ich hatte mir jedenfalls mehr versprochen.

Nässe und Sonne und Nächte um die 8 Grad, da sollten doch noch Pilze wachsen, dachte ich mir. Zumal mir mein Onkel früher einmal sagte, dass Pilze zum Wachsen warme Nächte brauchen. An seine Worte denke ich oft im Wald.

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So mussten wir heute tüchtig suchen und weit laufen, dass wir zum guten Schluss doch noch richtig schöne Mischpilze auf dem Gartentisch liegen hatten.

Heute gab es Maronen, Birkenpilze, Fichtenreizker, Pfefferröhrlinge, Ziegenlippen, drei Steinpilze und drei Birkenporlinge und viele Trompetenpfifferlinge für uns. Es war eine richtig schöne Spätlese einiger Sorten.

Ich glaube nicht, dass nochmal ein großer Schub der Pilze kommt. Wir hatten dieses Jahr schon Steinpilze, Rotkappen und Maronen in Massen; jetzt ruhen sich die Wurzelgeflechte der Pilze im Waldboden endlich aus.

Die Pilze von heute habe ich fast alle verschenkt, die Trompetenpfifferlinge und die Birkenporlinge trocknen im Dörrautomaten (Foto rechts in der Vorbereitung) vor sich hin. Diese zwei Arten kennt hier keiner, die verwende ich für mich selbst.

Es wachsen noch viele Kahle Kremplinge und einige Fliegenpilze, ein paar Flockis, Ockergelbe Täublinge und viele andere Blätterpilze, die wir leider nicht kennen. Also haben wir sie alle stehen gelassen.

Das war das Neueste aus dem Thüringer Vogtland.

Herzliche Grüße von Monika«

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Nördliches Eichsfeld: Die Maronen regen sich wieder - demnächst auch die Steinpilze?


Heike schreibt am 12. Oktober 2017:

»Hallo lieber Heinz-Wilhelm,

ich bin gestern Nachmittag nach der Arbeit kurz in den Stadtwald. Es war sehr dunkel. Der Himmel war stark bewölkt und da sieht man in den dichten Fichten nur schwer.

Die Maronen stehen noch spärlich, aber in der Tendenz steigend. Es gibt auch wieder einige frische Anischampis und diverse Bovistarten. Ach, und man glaubt es kaum, ein kleiner Steini fand sich auch noch. Die Qualität der Pilze ist o, mein Fund ist auf den zwei Fotos zu sehen.

Was mir allerdings nicht gefällt, ist, dass es schon wieder so sehr windig ist. Dazu ist Sonne und Trockenheit angsagt. 

Am Wochenende werden wir wohl mal tiefer in die Wälder vordringen. Ich bin gespannt, ob sich langsam was tut. 

Herzliche Grüße an Dich und an alle Pilzfreunde, Heike«

(2 Fotos © Heike)

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Thüringer Vogtland: Die kleinen frischen Maronen und Ziegenlippen kündigen ein wonniges Pilzwochenende an


Monika schreibt am 11. Oktober 2017:

»Hallo lieber Heinz-Wilhelm,

heute konnten Bernd und ich nach dem vielen Regen endlich wieder in unsere Pilzwälder.

Die letzten 14 Tage war das Wetter hier sehr durchwachsen. Ständig regnete es, dazu war es sehr windig, teils herrschte auch Sturm und es gab so gut wie keinen Sonnenschein. Die letzten Maronen, die wir noch gefunden hatten, waren nahezu allesamt vom Stiel bis in die Kappen verwurmt oder aufgrund der schon länger andauernden Nässe verschimmelt. So machte die Suche keinen Spaß mehr und wir haben mal pausiert. 

Heute fanden wir eine Rotkappe, zwei schöne Birkenpilze, Pfefferröhrlinge, ein paar Rotfüßchen, mehrere schöne Ziegenlippen, zwei Steinpilze, viele Hallimasch und auch wieder brauchbare Maronen. Für eine Freundin standen wie bestellt fünf junge Flockis da und für uns gab er noch vier frische Birkenporlinge. Zur unserer großen Freude waren die Pilze nicht sehr wurmig, allerdings sehr nass.

Das galt auch für die Birkenporlinge, weshalb sie nicht für den Dörrautomaten taugten. Denn nasse Pilze soll man wegen der Gefahr, dass sie später von innen heraus zu schimmeln beginnen, nicht dörren. 

So habe ich sie in Würfel geschnitten, nach Anleitung gekocht und den Sud mit Honig gekostet. Das hat mir gut gemundet! Der Rest steht im Kühlschrank. Die Würfel habe ich auch aufgehoben, denn wie ich las, kann man sie mehrmals verwenden.

Die schönen Pilze von heute liegen für das Pilzticker-Foto auf meinem Küchentisch.

Das Wetter soll nun wieder schöner werden, zum Wochenende versprechen die Wetterfrösche Sonnenschein. Das kann ein prima Pilzwochenende geben! Es hat sich uns heute schon mit ganz kleinen frischen Maronen und Ziegenlippen angedeutet. Vielleicht überlegen es sich die Steinpilze ja auch noch!

Herzliche Grüße aus dem Thüringer Vogtland von Monika«

(Foto © Monika)

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Monikas Münchner Freundin konnte die ersehnten Thüringer Waldpilze mit nach Hause nehmen

Monika schreibt am 3. Oktober 2017:

»Hallo und guten Tag lieber Heinz-Wilhelm,

hier bei uns in den Wäldern des Thüringer Vogtlandes hat jeder Pilzesucher in den letzten 14 Tagen seinen Teil gefunden. Maronen gab es in Massen und wenn man Glück hatte, auch noch Birkenpilze, Rotkappen, Ziegenlippen und Rotfüßchen sowie Hexenröhrlinge.

Am Sonntag waren wir mit einer Freundin aus München in unseren Pilzwäldern. Sie wollte unbedingt Thüringer Pilze mit nach Hause nehmen. Es gab viele Maronen, die aber zum Teil schon madig waren, so dass wir bereits im Wald ordentlich wegschneiden mussten. Zwei Birkenpilze und eine Rotkappe fanden wir auch noch. Nach zwei Stunden waren die Körbchen voll und meine Freundin sehr glücklich.

Seit ein paar Tagen regnet es hier, es ist kein schönes Wetter und momentan besteht keine schöne Aussicht auf Waldspaziergänge.

Ich wünsche allen Pilzesuchern viel Glück! 

Monika aus dem Thüringer Vogtland«

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Herrliche Pilzfunde an einem wunderschönen Herbsttag im Unterharz

Ellen schreibt am 1. Oktober 2017:

»Hallo zusammen,

ein wunderschöner Herbsttag geht zu Ende. Wir haben im Unterharz/Nordthüringen viele verschiedene Pilzarten gefunden: Steinpilze, Maronen, Safranschirmpilze, Butterpilze, Pfifferlinge. Einfach herrlich!

Liebe Grüße Peter und Ellen«

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