Pilzticker ST 29 (Sachsen-Anhalt 29):
Funde vom 03.10.2019 - 16.10.2019



Pilzticker ST 29




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Übersicht aller bisherigen Pilzticker Sachsen-Anhalts




Freude in den Elbingeroder Wäldern

Nach über zwei Jahren Ausfall kommen Klaus & Pilzteam endlich wieder mit gut gefüllten Steinpilzkörben aus dem Wald


Foto: Es war so etwas wie der lange ersehnte Durchbruch. Nach über zwei Jahren mit trockenbedingtem totalem Steinpilzausfall im Oberharz konnten Klaus & Mitsammler die Körbe endlich wieder mit ansehnlichen Mengen an Steinpilzen füllen. Auch an vielen Maronen und Hallimaschen fehlte es nicht.

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Klaus schreibt am 16. Oktober 2019:

»Hallo Heinz-Wilhelm,

wir waren heute mit vier Sammlern im Oberharz, genau gesagt in den Wäldern um Elbingerode.

Zunächst fanden wir an den uns bekannten Stellen vereinzelt Maronen und sehr viele Hallimasche. In einer Schneise so viele, dass man fast schon von der »Straße der Hallimasche« (Foto rechts) sprechen konnte. Leider waren viele schon zu groß und alt.

Nach etwa eineinhalb Stunden wechselten wir das Revier. In diesem Waldabschnitt stießen wir schon nach wenigen Metern auf die ersten Steinpilze. Zwei Stunden sammelten wir, dann wurde es allmählich Zeit, den Wald zu verlassen.

Nach langer Auszeit der Steinpilze an diesen Plätzen sind sie nun endlich wieder da und es kommen noch viele kleine nach. In einer Woche werden wir dort wieder suchen. Ich werde berichten!

Gruß Klaus & Pilzteam«

(3 Fotos © Klaus)

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Foto: Ein Anblick, den Klaus lange nicht genießen konnte. Endlich wachsen im Oberharz wieder Steinpilze in Topqualität und in ansehnlicher Menge. Und viele junge drücken noch nach.

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Jessen-Schweinitz und Niemegk: Wo packt Erwins Familie nur diese vielen Pilze hin?


Foto: Irgendwie erinnert dieses Foto fast an eine Badewanne voller Steinpilze und Maronenröhrlinge. Oder ist es doch Erwins Gartentisch? Eigentlich ist es egal. Zu putzen gab es jede Menge. (4 Fotos © Erwin)

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Erwin schreibt am 14. Oktober 2019:

»Hallo liebe Leute,

in den letzten Tagen waren wir des Öfteren unterwegs, unter anderem in der Nähe von Schweinitz bei Jessen im Landkreis Wittenberg und bei Niemegk im Landkreis Potsdam-Mittelmark (Brandenburg). 

Bei Schweinitz konnte man unübertrieben alle zwei Tage die Steinpilze ernten. 15 Minuten - und der Korb war voll.

Gestern, bei unserem Familienausflug nach Niemegk, waren die Körbe ebenfalls voller  Steinpilze und Maronen.

Nach zwei mageren Jahren gibt es dieses Jahr wider Erwarten viele Pilze. Es ist ein Goldener Oktober!

Alle hier gezeigten Fotos stammen aus dem Oktober.

Liebe Grüße Erwin«

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Foto: Über die Wintervorräte an Pilzen muss sich Erwin jedenfalls keine Gedanken mehr machen. Höchstens darüber, ob er sich vielleicht noch einen Gefrierschrank anschaffen muss.

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Foto: Und hier noch eine Fuhre Steinpilze, bitte schön! Nach zwei Magerjahren müssen es im östlichen Sachsen-Anhalt und in den nahen Wäldern von Potsdam-Mittelmark berauschende Wald- und Pilztage sein.

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Südharz: Nach etlichen kargen Funden hat Frank endlich das verdiente Pilzglück


Frank schreibt am 13. Oktober 2019:

»Hallo lieber Heinz-Wilhelm,

gestern war ich im Südharz und habe Pilze ohne Ende gefunden. Steinpilze, Maronen, Ziegenlippen, Rotfüßchen, Reizker und so weiter. Es sieht momentan sehr gut aus in den Wäldern und ich denke, das es noch eine Weile so weitergehen wird. 

Dir die herzlichsten Grüße!

Dein Pilzfreund Frank aus Leipzig«

(Foto © Frank)

Lieber Frank,

nachdem Du so oft und so lange nur mit spärlichen Ergebnissen von Deinen aufwendigen Pilzgängen zurückgekehrt bist, gönne ich Dir diesen tollen Fund von Herzen. Alle Pilze sehen jung, frisch und knackig aus. Klasse!

Mit herzlichen Grüßen Heinz-Wilhelm

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Zur Freude von Jörg wachsen nach mageren Jahren wieder die Steinpilze im Staatsforst Ziegelroda


Foto: Seine alten Stellen haben Jörg nicht im Stich gelassen. Wegen der vielen Steinpilze ließ er sämtliche Parasole unangetastet. (2 Fotos © Jörg)

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Jörg schreibt am 13. Oktober 2019:

»Hallo Heinz-Wilhelm,

gestern Vormittag entschloss ich mich spontan zu einem Ausflug in den Ziegelrodaer Forst in der Umgebung von Querfurt.

Vor einigen Jahren entdeckte ich, nach mehreren enttäuschenden Ausflügen, eine Stelle, die mich auch in diesem Jahr nicht im Stich ließ. Wunderschöne Steinpilze, einige kleine Rotfußröhrlinge und Maronen wanderten in meinen Korb. Die Parasolpilze ließ ich alle stehen, da mein kleiner Korb gut gefüllt war.

Mit freundlichen Grüßen, Jörg aus Halle«

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Foto: Bei Eichen und Hainbuchen standen sie also, wie dieses Foto preisgibt. Jörgs Korb ist schon fast voll.

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Unzählige Herbstrotfüße aus Harzgerode





Foto rechts: In einem Zentrallager für Herbstrotfüße bzw. Bereifte Rotfußröhrlinge sah sich unversehens Doris wieder. Sie hat die unzähligen Pilze bei Harzgerode-Neudorf gesammelt. Allerdings nicht alleine, sonst wären wohl die Rückenschmerzen und der Muskelkater zu stark. Ob in der Nachbarschaft eine Konservenfabrik für die Verarbeitung steht, wissen wir nicht. (Foto © Doris)

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Schönebeck/Salzlandkreis: Erwin hat ein Herz für Steinpilze


Erwin schreibt am 6. Oktober 2019:

»Hallo liebe Leute,

trotz der Tockenheit haben wir bei Schönebeck-Plötzky im Salzlandkreis eine Invasion der Steinpilze. Man hat fast den Eindruck, sie würden sich sagen: jetzt oder nie!

Ich denke, dass die ergiebigen Regenfälle im April ihren Anteil daran haben, dass sie so schön dastehen. Der glückliche Finder hat ein Herz für Steinpilze, wie man auf dem Foto rechts gut erkennen kann.

Liebe Grüße Erwin«

(Foto © Erwin)

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Solpke/Gardelegen: Körbe voller Maronen, Waldränder vollgeparkt mit Autos von Pilzsammlern


Foto: Das »Pilzteam Klaus« auf einem Parkplatz bei Solpke im Altmarkkreis Salzwedel. Bei Körben voller Maronen und einer Tasse Kaffee herrscht sichtlich gute Laune. Nach trockenbedingten lausigen Zeiten hat sich die Pilzlese endlich einmal wieder gelohnt. (5 Fotos © Klaus B.)

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Klaus schreibt am 4. Oktober 2019:

»Hallo Heinz-Wilhelm,

nach langer Durststrecke sind wir gestern nach Solpke bei Gardelegen im Altmarkkreis Salzwedel gefahren. Ich hatte von Bekannten gehört, dass dort die Pilze gut wachsen sollen.

Man sah die Pilze schon vom Auto heraus! Bei näherem Hinsehen waren wir völlig überrascht von der Menge an Maronen. Einige waren recht groß; die haben wir stehen gelassen.

Um die Körbe vollzukriegen, mussten wir keine 200 Meter in den Wald eindringen. Es waren wirklich Massen an Maronen, bis zu vier wuchsen büschelig zusammen. In den Körben landeten auch einige junge, feste Krause Glucken. Aus verschiedenen Gründen haben wir nur ein Teil der Ernte abgelichtet.

Wir fuhren anschließend noch sieben Kilometer weiter in der Hoffnung, auch Steinpilze zu finden. Dabei fiel auf, dass an den Waldrändern sehr viele Autos parkten, überwiegend mit Kennzeichen aus Magdeburg.

Wir haben uns mit Sammlern ausgetauscht, die bereits aus dem Wald zurückkamen. Meist waren ihre Körbe nur halbvoll und sie waren nicht zufrieden mit ihrer Ausbeute. An unseren anvisierten Steinpilzstellen fanden wir - nichts. Auch Maronen standen hier nur sehr vereinzelt.

Also zurück nach Solpke! Dort haben wir noch eine Stunde gesammelt und waren gegen 16 Uhr wieder in Salzgitter.

Viele Grüße Klaus«

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Foto: Fast könnte man meinen, sie stehen im Schaufenster, diese vier Maronenröhrlinge. Sie standen dicht an dicht, die Lese im ebenen Gelände für das »Pilzteam Klaus« war leicht und vergnüglich.

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2 Fotos: Die Maronen versteckten sich unter Moos und Nadeln oder präsentierten sich zu viert freizügig eng umschlungen.

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Düsterschwarze Gesellen vom Auerberg (Südharz)


Foto: Leider werden diese Pilze nicht mit Namen genannt, obwohl ich immer wieder darum bitte. Der Finder ist gegenüber dem Fotobetrachter massiv im Bestimmungsvorteil (Geruch, Verfärbung, Partnerbaum)! Ich wäre sehr gespannt, ob Jana die schwarzhütigen erstklassigen kleinen Röhrlinge korrekt bestimmt hat. Und zwar deshalb, weil diese tiefschwarzhütig-purpurn vorkommende Art in der Literatur nur selten erwähnt wird. Es sind Bereifte Rotfußröhrlinge bzw. Herbstrotfußröhrlinge in eben dieser tiefschwarzen Form. Daneben rechts wohl Maronen, eventuell untermischt mit kleinen Steinpilzen. Den großen (Stein-?)Pilzhut im Vordergrund halte ich für stark überständig. Beim Löffel als Maßstabshilfe stellt sich die Frage: Teelöffel oder Esslöffel? (Foto © Jana)

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Jana schreibt am 3. Oktober 2019:

»Hallo Heinz-Wilhelm,

auch im Harz geht es jetzt endlich los. Wir waren heute am Auerberg cirka eine Stunde sammeln und es hat sich schon gelohnt. Der Löffel dient dem Größenvergleich.

Liebe Grüße Jana«

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