Pilzticker ST 28 (Sachsen-Anhalt 28):
Funde vom 16.04.2019 - 30.09.2019



Pilzticker ST 28




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Übersicht aller bisherigen Pilzticker Sachsen-Anhalts




Schönebeck/Elbe: Die ersten Steinpilze und Birkenpilze 2019 für Egbert


Foto: Es sind die ersten Steinpilze, Birkenpilze und zwei Maronenröhlinge, die Egbert in diesem Jahr gefunden hat. Alle von toller Qualität! Man sieht's den zwei jungen Birkenpilzen auf dem zweiten Foto direkt an.

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Egbert schreibt am 30. September 2019:

»Hallo Heinz-Wilhelm,

heute habe ich bei Schönebeck an der Elbe die ersten Steinpilze und Birkenpilze 2019 gefunden. Und wie das Foto zeigt, gleich eine ganze Menge und noch dazu von bester Qualität!«

(2 Fotos © Egbert)

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Frank freut sich: Endlich auch Pilze im sachsen-anhaltischen Vorharz


Foto: Endlich sind auch im Vorharz die Pilze da. Birkenpilze und einen Champignon hat Frank mitgenommen, die kleinen Steinpilze hat er zugedeckt, damit sie ungesehen weiterwachsen können. (Foto © Frank)

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Frank schreibt am 29. September 2019:

»Hallo lieber Heinz-Wilhelm,

ich habe heute im Vorharz endlich die ersten Pilze gefunden. Es waren Champignons, Birkenpilze und Steinpilze, letztere waren allerdings noch sehr klein, was einen Schub ankündigt. Ich habe sie zugedeckt und lasse sie noch weiterwachsen.

Gestern im Raum Halle/Saale war es ein ähnliches Bild mit den Steinpilzen. Auch hier waren sie noch klein. Zudem fand ich dort ebenfalls Champignons, dazu Reizker und einige Rotkappen. Noch ein wenig mehr Regen, und es geht richtig los.

Liebe Grüße aus Leipzig sendet Dir Dein Pilzfreund Frank«





Endlich sind die Steinpilze auch in der Region Wittenberg da


Foto: Nach einigen vergeblichen Anläufen hat es endlich geklappt im Landkreis Wittenberg: Conny, Jana und der kleine Friedrich fanden diese prächtigen Steinpilze. (Foto © Jana)

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Jana schreibt am 28. September 2019:

»Der kleine Friedrich, Conny und Jana waren sehr erfreut über ihren Fund im Landkreis Wittenberg. 

Vorherige Expeditionen in diesem Jahr verliefen leider erfolglos, heute wurden wir mit 16 Steinpilzen entlohnt.

Wir hoffen, dass dieses Jahr noch einige erfolgreiche Pilzwanderungen folgen werden. Maronen, Pfifferlinge und dergleichen lassen noch auf sich warten.

Wir sind guter Dinge und werden noch ein paar Mal dieses Jahr auf die Pirsch gehen. 

Glückspilzige Grüße an alle Sammlerkollegen«


Das Abendessen abgeholt


Foto: Zwei Krause Glucken hat Carsten im Elb-Havel-Winkel gefunden. Die Klinge von 20 Zentimetern Länge hilft, die Größe der Pilze einzuordnen. (Foto © Carsten)

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Carsten schreibt am 21. September 2019:

»Hallo,

selbst auf den dieses Jahr wieder ultratrockenen Böden* im Elb-Havel-Winkel im nördlichen Sachsen-Anhalt kann man sich manchmal das Abendessen abholen.

Diese beiden wunderbaren Krausen Glucken mit ca. 700 g Gesamtgewicht fielen uns heute Nachmittag ins Körbchen. Ansonsten weit und breit keine Pilze!

Es wird Ravioli mit Pilz-Ziegenkäse-Füllung geben. Ich wünsche allen noch viel Spaß und Erfolg.

Carsten«

Anmerkung: Krause Glucken ernähren sich nicht von Böden, sondern saprobiontisch (d. h. als Totholzverzehrer) oder parasitär (d. h. als Lebendholzverzehrer) von Wurzeln oder Holz.

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Pilzdrama bei Bennstedt/Salzatal:

Maisfeld voller Pilze, Pilzkorb voller Pilze, Kühltruhe voller Pilze: Sammelverbot für Kurt! 


Foto: Die Großsporigen Champignons wuchsen auf dem abgeernteten Maisfeld wie gesät, stets entlang der Pflanzen, wie auf dem zweiten Foto eindrucksvoll zu sehen ist. Es ist für Kurt bereits die zweite Ernte auf dem Acker - nach der Frühlingslese. Da die Tiefkühltruhe voll ist, erhielt er von seiner Frau kurzerhand ein Pilzsammelverbot. Und das zu einem Zeitpunkt, da die Zeit der Waldpilze unmittelbar bevorsteht... (2 Fotos © Kurt)

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Kurt schreibt am 20. September 2019:

»Hallo Heinz Wilhelm, liebe Pilzfreunde,

irgendetwas stimmt doch hier nicht. Nachdem mich der Unterharz nun schon das zweite Jahr in Folge mit nennenswerten Pilzfunden im Stich lässt, kann ich in diesem Jahr schon das zweite Mal reichlich Großsporige Riesenchampignons auf einem Maisfeld (Foto rechts) in der Nähe von Bennstedt ernten.

Der langersehnte Regen und die Temperaturen der vergangenen Tage haben dort reichlich Pilze wachsen lassen. Das Angebot war so üppig, dass ich die freie Auswahl hatte und nur geschlossene, madenfreie Exemplare nahm. Mein Korb war in wenigen Minuten rappelvoll.

Da in meiner Kühltruhe noch Reste vom Frühjahrsfund liegen, habe ich von meiner Frau einstweilen ein Sammelverbot erteilt bekommen. Die frischen Pilze verschenkte ich an Freunde und Bekannte.

In der Hoffnung auf eine baldige Saison der Herbstpilze verbleibe ich mit freundlichen Grüßen!

Kurt aus Köllme«

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Unverhoffte Steinpilze aus dem Südharz zu Kartoffelbrei

Frank schreibt am 21. August 2019:

»Hallo lieber Heinz-Wilhelm,

ich habe heute zufällig im Südharz zwei Steinpilze, eine Marone und einige Rotfüße gefunden (Foto rechts), als ich mir in einem kleinen Waldstück nur die Füße vertreten wollte. Ich habe die Pilze zu Kartoffelbrei gegessen - welch eine Freude! Insgesamt ist es aber viel zu trocken.

Liebe Grüße, Frank aus Leipzig«

(Foto © Frank G.)

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Sabine und Heinz im Glück: Am Ufersaum der Bode im Harz wuchsen herrliche Spitzmorcheln


Foto: Und gleich so viele! Sabine und Heinz, die sonst im Pilzticker Brandenburg über ihre Pilzfunde berichten, haben im Urlaub im Hochharz diese schönen Spitzmorcheln gefunden. Es war ihr erster Morchelfund überhaupt!

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Sabine und Heinz schreiben am 25. Mai 2019:

»Hallo Heinz Wilhelm,

wir waren jetzt eine Woche im Harz (Schierke) im Urlaub und haben natürlich bei unseren Wanderungen immer wieder nach Pilzen Ausschau gehalten.  

Am letzten Urlaubstag ist uns dann das Glück über den Weg gelaufen. Da waren sie, die Spitzmorcheln! Sie standen am Ufersaum der Bode, unter Buchen (Foto rechts), umgeben von Waldmeister und typischen Bachbegleitern. Unsere Freude war deshalb so groß, weil wir in unserem Pilzrevier in Berlin/Brandenburg noch nie einen Morchelfund hatten.

Darüber hinaus haben wir Maipilze und die ersten Perlpilze gesehen.

Viele Grüße von Sabine und Heinz«

(2 Fotos © Sabine)

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Und das zum 70. Geburtstag: Ein Prachtchampignon von 1130 Gramm für Kurt aus Köllme!


Kurt schreibt am 12. Mai 2019:

»Hallo Heinz-Wilhelm, 

kaum zu glauben, aber wirklich wahr! Etwas neidisch war ich schon, als der Andreas aus Bennstedt heute vor meiner Tür stand und um Bestimmung von riesigen Champignons bat.

Ich bin zwar ein weit gereister Pilzfreund, aber derart große Prachtexemplare habe ich noch nie zu Gesicht bekommen. Zwar kannte ich die Fundstelle zwischen Bennstedt und Lieskau etwa zehn Kilometer westlich von Halle/Saale, habe dort aber gewöhnlich erst im Spätsommer Champignons und Schopftintlinge geerntet.

Der Größte hat einen Hutdurchmesser von mehr als 20 Zentimetern und einen Stieldurchmesser von acht Zentimetern. Er wiegt 1130 Gramm und hat beste Qualität.

Am meisten hat es mich gefreut, dass er mir einen Tag vor meinem 70. Geburtstag den gesamten Korbinhalt als Geschenk dagelassen hat.

An dieser Stelle noch einmal: Danke, Andreas B.!

In der Hoffnung auf ein gutes Pilzjahr grüßt Kurt aus Köllme«

(Foto © Kurt)

Lieber Kurt,

das sind Großsporige Riesenchampignons, die einen Schirm von bis zu 40 Zentimetern Durchmesser haben können. Näheres findest Du hier.

Eine rauschende Geburtstagsfeier mit einer leckeren Pilzpizza für alle Gäste wünscht Dir mit besten Grüßen Heinz-Wilhelm

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Halle/Saale: »Hurra!« am Mai-Feiertag: Franks erster Flockenstieliger Hexenröhrling 2019 ist ein Prachtkerl


Frank schreibt am 1. Mai 2019:

»Hallo lieber Heinz-Wilhelm,

auf dem Foto siehst Du meinen ersten Flockenstieligen Hexenröhrling 2019. Hurra! Ich habe ihn gerade in der Nähe von Halle/Saale gefunden.

Ich wünsche Dir einen schönen Feiertag!

Liebe Grüße von Frank aus Leipzig«

(Foto © Frank G.)

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Region Naumburg: Felix hatte das richtige Näschen, um bestens getarnte herrliche Speisemorcheln zu finden


Felix schreibt am 16. April 2019:

»Hallo Heinz-Wilhelm,

seit ich vor zwei Jahren mal zufällig auf einem Sonntagsspaziergang in der Region Naumburg eine einzelne Morchel gefunden habe, zieht es mich im Frühling von Leipzig aus dort hin. So auch jetzt, angestachelt von den üppigen Erfolgsmeldungen aus Baden-Württemberg. Da müsste sich doch auch dort langsam etwas regen.

Heute war es dann soweit. Ich konnte mich aber erst am späteren Nachmittag auf den Weg machen, um 18 Uhr war ich in meinem Revier. Die Sonne stand schon tief, ich hatte höchstens zwei Stunden. 

Schon bald hatte ich die erste Speisemorchel, und kurz darauf wurde mir klar, dass ich mitten drin stand. Sie waren ziemlich gut getarnt, man musste aufpassen, dass man keine zertrat. Es waren schöne, frische, feste Morcheln, teilweise faustgroß (2. Foto rechts) und doch kaum zu sehen (siehe 2 Fotos unten)

Ich bin dann noch ein bisschen weiter gegangen, aber an anderen Stellen hatte es (noch) so gut wie gar nichts. Trotzdem: Meine Ausbeute ist so gut wie selten: 1,2 Kilo schönste Speisemorcheln (erstes Foto rechts) trocknen jetzt auf meinem Dörrapparat. 

Ich schätze, es fängt gerade erst an. Mein Tipp: In den Hügeln suchen, bei (jungen) Eschen. Aber im Wald, nicht auf der Wiese. Im Augenblick wachsen sie an Stellen, die in Richtung Sonne ausgerichtet sind. 

So. Mehr verrate ich nicht. Wer's versuchen will: Viel Glück! Es könnte sich lohnen.

Beste Grüße!

Felix«

(4 Fotos © Felix)

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Foto: Sie verstecken sich nahezu perfekt, die Speisemorcheln, die gerne die Farbe ihrer Umgebung annehmen. Hier sehen wir ein Exemplar.

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Foto: Auch hier muss man schon genau hinsehen, um zu gewahren, dass sich drei der begehrten Bollen im großenteils verdörrten Gras verbergen, dessen graue Farbe sie angenommen haben. Mimikry heißt die Anpassungsfähigkeit von Lebewesen an ihre Umgebung, die der Täuschung und damit dem eigenen Schutz dient.

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