Pilzticker ST 23 (Sachsen-Anhalt 23):
Funde vom 24.08.2017 - 31.08.2017



Pilzticker ST 23




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Unter dem Brocken: Frank feiert einen »grandiosen Pilztag«, auch weil er einen jungen Eichhasen fand


Foto: Der junge Eichhase ist Frank bereits in den Korb gehüpft und ringsum warten die Steinpilze schon auf das Messer. Ein unvergesslicher Pilztag für Frank unterhalb des Brockens! (3 Fotos © Frank J.)

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Frank schreibt am 31. August 2017:

"Hallo Heinz- Wilhelm, liebe Pilzfreunde,

das aktuelle Pilzwachstum nimmt kein Ende. Das Pilzjahr 2017 ist bis jetzt bereits hervorragend. Prima abzulesen an meinem Fundergebnis rechts auf dem Foto.

Heute war ich ein neues Wäldchen bei Hasselfelde im Harz erkunden. Das liegt unterhalb des Brockens im Landkreis Harz. Enttäuscht wurde ich nicht. In Handumdrehen war das Körbchen voll mit tollen Speisepilzen.

Der Wald steht voller Täublinge und Raufußröhrlinge. Viele überständige Steinpilze sind mit von der Partie. Allein heute habe ich etwa 40 Pilzriesen gezählt. Aber es gab auch noch ein paar jüngere für mich. Ein Großteil ist allerdings bereits beim Putzen im Wald geblieben. Denn leider mögen auch die Maden die leckeren Steinpilze.

Heutige Funde waren: Raufußröhrlinge, darunter schöne Rotkappen, verschiedeneTäublingsarten, Sommer -und Fichtensteinpilze, Maronen, Goldröhrlinge, Hallimasch , Hexenröhrling und Birkenporlinge. Für die Stockschwämmchen war leider kein Platz mehr im Korb.

Das auch deshalb, weil ich mich über einen persönlichen Erstfund freuen durfte: ein junger frischer Eichhase, der so tief im Wald wuchs, dass ich mich beinahe verirrt hätte.

Es war ein grandioser Pilztag!

Grüße und gute Funde, Frank"

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Foto: Und in diesem randvollen Korb sehen wir auch die ersten Hallimasch dieses Jahres! Es sind die Boten, die den Pilzherbst ankündigen, der pünktlich zum meteorologischen Herbstanfang begonnen hat.

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Goitzsche-Wald: Für Eric hat die Saison punktgenau begonnen


Eric schreibt am 28. August 2017:

»Heute war mein Einstieg in die Pilzsaison. Nach 15 Minuten war mein Korb voll. Gefunden habe ich Steinpilze und Birkenpilze im Goitzsche-Wald bei Bitterfeld.

Morgen geht es dann richtig los und ich fahre in den Harz.

Eric aus Greppin«

(Foto © Eric)

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Ein strapaziöser, aber erfolgreicher Pilzsonntag für Klaus bei Elbingerode


Foto: Abgekämpft, die Hände zerstochen und dennoch zufrieden: Klaus hat es im Hochharz nicht leicht gehabt, doch die tolle Pfifferlingsausbeute und einige Steinpilze versöhnten für einen mühseligen Pilzgang. (2 Fotos © Klaus/Privat)


Klaus schreibt am 28. August 2017:

»Hallo Heinz-Wilhelm,

wir waren wieder einmal in Elbingerode. Mit unserer dortigen Ausbeute konnten wir zufrieden sein.

Aber leicht war es nicht! Leider waren die wenigen Steinpilze fast alle im Stiel verwurmt. Und zum Nachmittag haben uns die unzähligen Mücken aus dem Wald getrieben. Wir hatten uns schon gut geschützt, aber die Handflächen waren mit vielen Stichen lädiert und angeschwollen.

Am Mittwoch wollen wir noch einmal die Pfifferlingsstellen aufsuchen. Dann aber mit Gummihandschuhen gegen die lästigen Mücken.

Gruß Klaus«


Foto: Die Pfifferlinge wuchsen in vielen großen Gesellschaften. Genauso wichtig aber war am warmschwülen Mückennachmittag die Wasserflasche links im Drahtkorb. (2 Fotos © Klaus)





Birnbaumteich, Landkreis Harz: Kurt staunt über das unverzagte Nachwachsen der Steinpilze und Maronen


Foto: Seit vier Wochen schon findet Kurt in seinen Revieren hauptsächlich Röhrlinge, Schirmpilze, Perlpilze und Täublinge. Und viele junge Steinpilze und Maronen wachsen nach.

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Kurt schreibt am 26. August 2017:

»Hallo Heinz-Wilhelm, liebe Pilzfreunde,

seit mehr als vier Wochen hält die Pilzvielfalt im Unterharz nun schon an und die vielen jungen Maronen und Steinpilze, die ich heute nicht mitgenommen habe, lassen noch viel vom Pilzjahr erwarten.

So hat der verregnete Sommer auch seine guten Seiten. Im Moment füllen überwiegend Maronen, Safran-und Riesenschirmpilze, Perlpilze, Täublinge und Steinpilze die Körbe der ebenfalls reichlichen Pilzjäger im Revier rund um den Birnbaumteich bei Neudorf.

Gruß Kurt aus Köllme

Ps: Wie würdest du den großen Röhrling auf dem Bild mit dem Korb identifizieren? Gefunden am Waldrand im Gras, neben Birken und Fichten. Ich tippe auf Ringlosen Butterpilz, aber eigentlich ist er zu groß dafür.«

Lieber Kurt,

falls Du den mit den gelben Röhren in der Bildmitte meinst: Den kenne ich nicht. Es dürfte sich um einen Welterstfund handeln. Lass ihn uns gemeinsam auf Birnbaumteichling taufen, natürlich mit Wasser aus dem Birnbaumteich.

Herzliche Grüße Heinz-Wilhelm


Foto: Das Dauerwachstum guter Speisepilze über Wochen ist in diesem Jahr besonders auffällig. Was will das Herz der Pilzsammler mehr? (2 Fotos © Kurt)

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Herbsttrompeten, wo man auch hinsah: »Heute hatte ich einen Wahnsinnsfund«


Foto: Junge, Junge, die muss man erst einmal alle ernten! Hat Frank eine Kompanie dabei gehabt, dass er das in 30 Minuten geschafft hat? So viele Herbsttompeten hat er gewiss noch nie auf einen Schlag gefunden - und aus dem Wald getragen.

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Frank schreibt am 25. August 2017:

»Hallo Heinz Wilhelm, liebe Pilzfreunde,

aufgrund der Meldungen im Pilzticker zu Herbsttrompeten im Harz habe ich kurzerhand »meine« Stelle im Ostharz bei Blankenburg aufgesucht.

Enttäuscht wurde ich nicht. Letztes Jahr gab es dort leider keine Trompeten, heute hatte ich dafür einen Wahnsinnsfund. Und das Ganze in nur einer halben Stunde. Und der Wald steht immer noch voll!

Als Beifund gab es noch Semmelstoppelpilze und Täublinge. Ein toller Tag!

Grüße und gute Funde 

Frank«


2 Fotos: Die Totentrompeten quellen schon aus dem randvollen Korb, und wer genau hinsieht, gewahrt die noch vielen ringsum stehenden Büschel. (2 Fotos © Frank J.)

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Lieskau: Luisa lächelt den größten Riesenbovist vergnügt an


Foto: Luisa freut sich über den Pilzriesen und lächelt vergnügt. Und fast gewinnt man den Eindruck, Kurt habe all die weißen Riesen mit der Kipplore abholen müssen; daran erinnert beinahe das voluminöse schwarze Behältnis. (Foto © Kurt)

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Kurt schreibt am 24. August 2017:

»Hallo Heinz Wilhelm, hallo Pilzfreunde,

ich habe heute mal eine kleine Runde im Bovistrevier in einem Wäldchen nahe Lieskau gedreht und bin fündig geworden.

Größer als der Kopf von Luisa war einer der acht Riesenboviste, die ich mitgenommen habe. Es dürfte sich lohnen, dass ich mich dort noch einmal umsehe, denn es stehen noch viele kleine Riesenboviste und unzählige Dünnfleischige Anisegerlinge in diesem Flurstück.

Da ich heute noch ins Camp zum Birnbaumteich fahre, habe ich alle verschenkt. Sehr zur Freude meines Schwagers, der auch sehr gerne Pilze gesucht hat, aber leider an den Rollstuhl gebunden ist.

Liebe Grüße, Kurt aus Köllme«

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