Pilzticker RP 63:
Funde vom 27.10.2020 - 31.10.2020



Pilzticker RP 63




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Bad Dürkheim: Eine bunte herbstliche Pilzgesellschaft für David


Foto: Neun verschiedene Arten herbstlicher Speisepilze hat David hier ausgebreitet. Erhaben thronen die zwei Steinpilzgranden über dem bunten Sammelsurium. (Foto © David)

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David schreibt am 31. Oktober 2020:

»Hallo Heinz-Wilhelm,

gestern sind wir von Mannheim aus in den Pfälzer Wald gefahren und waren bei Bad Dürkheim unterwegs.

Gefunden haben wir eine schöne Auswahl an jungen Flockenstieligen Hexenröhrlingen, Maronenröhrlingen, einige Täublinge und Fichten- und Edelreizker, Rotfußröhrlinge, Violette Lacktrichterlinge, Sandröhrlinge und 2 tolle Steinpilze. Stehen lassen haben wir 2 Gelbe Hohlfußröhrlinge und kiloweise Sandröhrlinge.

Ansonsten war der Wald übersät mit Gelben und Weißen Knollenblätterpilzen, Fliegenpilzen und Nebelkappen. Einige Pantherpilze und ein einzelner Perlpilz waren auch zu sehen.

Wir werden am Sonntag sicher noch einmal losziehen und berichten.

Viele Grüße David«

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Nichts wie raus, ab in den Wald, laufen, Pilze finden, gesunde Luft und Freude tanken!


Margit und Oliver schreiben am 27. Oktober 2020:

»Hallo Heinz-Wilhelm,

wir können wieder einmal reiche Pilzausbeute aus den Wäldern des Hunsrücks vermelden.

Wir können es einfach nicht lassen. Der Drang, die Wälder zu durchstreifen und dabei auch noch essbare Waldfrüchte zu finden, ist einfach zu groß, um untätig zuhause rumzusitzen oder gar Trübsal zu blasen.

Also gibt es nur eines: raus, ab in den Wald und laufen und suchen, und wenn dann der erste essbare Pilz gefunden ist, heizt das die Freude und Motivation noch mehr an.

Um auch das Danach nicht zu vergessen: am Abend hat man den Kopf frei und der Körper fühlt sich stark und gesund an. Die frische Waldluft ist einfach das Beste, was es gibt, vielleicht außer frischer Seeluft, die ist vergleichbar gut, wenn sich der Mensch nur darin bewegt.

Viele feine Mehlräslinge

So fühlten wir uns auch heute wieder. Es war ein sehr guter Tag. Wir fanden anfangs viele Lila Rötelritterlinge, sehr viele knackige orangegelb leuchtende Fichtenreizker und einige Edelreizer. Der Waldboden überließ uns einen schönen Steinpilz nach dem anderen (3. Foto rechts), zwei Hainbuchenraufußröhrlinge kamen bald dazu.

Es folgten Birkenpilze, Rotfußröhrlinge und Parasole. Immer wieder fanden wir Butterpilze, die dieses Jahr offenbar deutschlandweit einen Großauftritt haben. Es wachsen auch viele Mehlräslinge in den Fichtenwäldern. Dieser feine Suppenpilz, der sich auch bestens für helle Soßen eignet, ist auf dem 2. Foto rechts zu sehen.

Wohltat für die Fichtenwälder

Den Fichtenwäldern ist die Nässe eine Wohltat, hoffen wir, dass sich angeschlagene Bestände erholen können, damit uns die Fichten erhalten bleiben, denn an sie sind etliche gute Speisepilzarten (wie natürlich auch ungenießbare und giftige) gebunden und es wäre fatal, wenn diese Arten mit den Fichten sterben müssten. So fanden wir in den Fichten gut 15 kleine, knackige Maronenröhrlinge.

Die Gesamtfundmenge konnte sich wieder  einmal sehen lassen, siehe das 1. Foto mit unseren zwei Körben. Es stammt, wie alle anderen auch, wieder von Margit, die sie extra immer für den Pilz-Ticker-RP macht.

Bis zum nächsten Mal!

Viel Glück beim Pilze suchen wünschen Margit und Olli vom Pilzsuchteam Nahe-Land«

(3 Fotos © Margit)

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Daxweiler: Die Steinpilze verstecken sich noch vor Anja und Jonas


Jonas schreibt am 27. Oktober 2020:

»Hallo Heinz-Wilhelm,

dies ist unsere Premiere im Pilzticker.

Am vergangenen Samstag haben wir die Wälder des Hunsrücks nahe Daxweiler unsicher gemacht. Wir waren vor allem auf der Jagd nach Steinpilzen, um unser Weihnachtsessen zu veredeln. 

Landschaftlich war es ein Traum, wir genossen wunderbare Ausblicke bis ins Rheintal und den Hunsrück. Wir fanden dicht bemoosten Waldboden vor, den vor allem massenhaft Fliegenpilze und Pfefferröhrlinge als Anzeiger für Steinilze besiedelten. Alles stimmte. Nur leider die Anzahl der Steinpilze nicht: wir entdeckten nicht einen.

Und das nicht zum erstenmal. Weder bei Daxweiler noch im Langenlonsheimer Wald, weder auf dem Rotenfels in Bad Kreuznach noch auf dem Lemberg nahe Feilbingert hatten wir Fundglück.

Immerhin, auf einer Waldwiese standen etliche Parasole verschiedenen Alters; am Ende hatten wir unsere Körbe sicher mit 30 Stück gut gefüllt (u. a. Foto rechts).

Pilzige Grüße aus Rheinhessen,

Jonas und Anja«

(Foto © Jonas)

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Start-und-Landebahn-Champignons vom Flughafen Frankfurt-Hahn


Foto: Fünf schöne Rotkappen brachten Farbe in die Steinpilze beim Montagsgang von Beatrice und Jürgen. (3 Fotos © Jürgen)

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Jürgen schreibt am 27. Oktober 2020:

»Guten Abend Heinz-Wilhelm,

wir waren schon gestern, Montag, erneut in der Nähe von Traben-Trarbach auf Pilzsuche. Im Buchenwald haben wir reichlich Steinpilze sowie fünf schöne Rotkappen gefunden. Die Ausbeute ist auf dem Bild oben zu sehen.

Am heutigen Dienstag waren wir, von Lötzbeuren her kommend, in der Nähe vom Flughafen Frankfurt-Hahn, cirka 15km östlich von Traben-Trarbach. Zunächst sahen wir außer vielen Fliegenpilzen gar nichts. Erst in einem relativ düster wirkenden trockenen Fichtenwald mit angrenzenden Birken fanden wir die ersten Steinpilze. In der Nähe der Start- und Landebahn ließen sich anschließend noch 6 Wiesenchampignons finden.

Unsere Hoffnung, auf der gegenüber liegenden Seite ebenfalls Steinpilze zu finden, erfüllte sich leider nicht: nichts als Fliegenpilze. Auf dem Rückweg entdeckten wir aber einen zwar unbrauchbaren Steinpilzveteran, doch seine vier Angehörigen waren kerngesund. Die nahmen wir gerne mit!

So war unser zweistündiger Ausflug wieder einmal ein prima Erfolg.

Bleibt gesund!

Alles Liebe, Beatrice und Jürgen«

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Foto: Ein Steinpilz und sein Zeigerpilz: der Mehlräsling, der zu den besten Suppenpilzen zählt, gehört neben Fliegenpilzen und Pfefferröhrlingen zu den drei besten Steinpilz-Anzeigern.

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Foto: Der Dienstagsfund. Wir sehen neben Steinpilzen, gesammelt am Flughafen Frankfurt-Hahn, auch sechs Wiesenchampignons, sozusagen Start-und-Landebahn-Champignons.

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Altenkirchen: Die Mühsal im schwer zu durchdringenden dornigen Wald hat sich gelohnt


Foto: Ein herrlicher Steinpilz, ausgewachsen, aber noch mit schönen crèmeweißen Röhren. Der bringt Gewicht in den Korb! (4 Fotos © Markus E.)

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Markus schreibt am 27. Oktober 2020:

»Lieber Heinz-Wilhelm,

eigentlich wollte ich schon gestern von meiner Tour berichten, aber leider hat das Internet gesponnen; ich konnte keine Mail versenden. Nun also erst heute.

Für diese Woche hatte ich mir zwei Besuche im Wald vorgenommen. Weil das Wetter gut war, ging ich also bereits am Montag auf die Pirsch.

In meinen angestammten Gefilden im Landkreis Altenkirchen im Westerwald waren nur vereinzelt Steinpilze zu finden, weshalb ich mich im wahrsten Sinne des Wortes tiefer in die Büsche schlug. An vielen Stellen war es wegen abgestorbener Fichten so licht im Wald, dass sich das Brombeer- und Himbeergebüsch bereits hindernisartig breit gemacht hat. Das Vorankommen war teils sehr mühsam.

Doch es hat sich gelohnt, weil ich nicht nur neue Stellen im Wald für mich entdeckt habe, sondern weil sich mein Korb (1. Foto rechts) erfreulicherweise mit weitgehend madenfreien Steinpilzen, Birkenpilzen (z. B. 2. Foto rechts) und auch drei kleinen Maronen gefüllt hat.

Zur Belohnung für die über 11.000 Schritte gab es dann auch leckere Pilzbrote zum Mittagessen (z. B. 3. Foto rechts).

Zu unserer Überraschung wachsen nun auch in unserem Garten Champignons. Sie zeigen sich erstmals bei uns. Alle durften stehen bleiben, in der Hoffnung, dass es im Laufe der Jahre immer mehr werden.

Wenn alles gut geht, werde ich diese Woche einmal ein mir völlig fremdes Gebiet aufsuchen. Sollte er lohnenswert sein, werde ich berichten.

Liebe Grüße, auch an alle anderen »Pilzsüchtigen«,

Markus«

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Foto: Sie wachsen im unwegsamen Geäst, die schönen Steinpilze. Man darf sich ausmalen, wie es knackte und krachte, als Markus sich ihnen näherte. Erst die Mühsal, dann das leckere Pilzbrot.

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