Pilzticker RP 54 (Rheinland-Pfalz 54):
Funde vom 24.12.2019 - 29.06.2020



Pilzticker RP 54




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Übersicht aller bisherigen Pilzticker Rheinland-Pfalz




Landau: Bevorzugte Pfifferlinge mit bissfesten Stielen


Foto: Verschiedene Arten Pfifferlinge, rechts daneben Lungenseitlinge sowie Sommersteinpilze unterschiedlicher Größe und Qualität fand Rolf bei Landau/Klingenmünster.

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Rolf schreibt am 29. Juni 2020:

»Guten Abend Heinz-Wilhelm,

gestern waren wir bei Landau/Klingenmünster Pilze suchen und hatten richtig Glück.

Neben Frauentäublingen, Perlpilzen und Lungenseitlingen gab es auch Sommersteinpilze und ein paar Maronenröhrlinge. Besonders gefreut haben wir uns über eine gehörige Portion an Amethystpfifferlingen und Blassen Pfifferlingen. Ich bevorzuge diese zwei Arten, da ihre dicken Stiele eine ausgezeichnete Bissfestigkeit haben.

Mit freundlichen Grüßen Rolf«

(2 Fotos © Rolf)

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Foto: Die Blassen Pfifferlinge verraten uns, dass sie bei Rotbuchen und Esskastanien - siehe der Fruchtbecher im Vordergrund - wachsen.

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Gerissene Sommersteinpilze am Wasserlauf bei Oberheimbach


Benedict schreibt am 28. Juni 2020:

»Guten Abend Heinz-Wilhelm, 

aufgrund der Niederschläge am Freitag und Samstag beschlossen meine Frau und ich, eine Erkundungstour zu unserer bevorzugten Pilzstelle im Nebental des Rheins bei Oberheimbach zu unternehmen.

Es ließen sich tatsächlich mehrere Sommersteinpilze finden. Besonders auffällig waren die »gerissenen« Hüte, siehe die zwei Fotos rechts.

Die Fundstelle befand sich in der Nähe eines kleinen Wasserlaufes, überwiegend gesäumt von  Laubbäumen mit nicht zu dichtem Bewuchs. Es waren dann tatsächlich so viele, dass ich damit meinen Dörrofen füllen konnte.

Allen anderen Pilzfreunden ebenfalls viel Erfolg! Offenbar stehen die Chancen aktuell gar nicht so schlecht…

Viele Grüße Benedict«

(2 Fotos © Benedict)

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Frauentäublinge und Perlpilze sind für Margit und Oliver besonders gern gesehene Korbfüller


Margit und Oliver schreiben am 21. Juni 2020:

»Sei gegrüßt Heinz-Wilhelm,

und zwar aus den trockenen Wäldern unserer Nahe-Region.

Vergangenen Dienstag hatte es etwas geregnet und die Pfützen standen auf den Waldwegen. Aus diesem Grund waren Margit und ich diese Woche und auch am heutigen Tag in den Wäldern rund um Bad Kreuznach.

Der rote Pilzkorb sollte noch einmal mit köstlichen Walddelikatessen bis zur Hälfte gefüllt werden, wissen wir doch, dass das für eine Pilzpfanne allemal reicht. Dieses Vorhaben ist uns prima gelungen (siehe 1. Foto rechts).

Die Artenvielfalt ist okay

Die Artenvielfallt war für diese Jahreszeit recht ordentlich. Mit im Spiel waren wie zuletzt die Frauentäublinge, die wir inzwischen nicht mehr stehen lassen, weil sie vorzüglich schmecken. Perlpilze (z. B. 2. Foto rechts) fanden sich auch wieder und ich kann nur sagen, dieser Pilz gehört in eine Mischpilzpfanne.

Im weiteren Verlauf der Suche stießen wir auch auf einen einsamen Parasolpilz, der die Gesellschaft der anderen Pilzen im roten Korb bereicherte. Trotz der Trockenheit fanden wir auch noch mehrere Goldröhrlinge, sowie echte Pfifferlinge und einen Flockenstieligen Hexenröhrling. Leider war bis dato noch kein Sommersteinpilz zu finden.

Margit lichtete wieder einige Pilze für den Pilzticker ab.

Bis zum nächsten Mal, Heinz-Wilhelm!«

(4 Fotos © Margit)

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2 Fotos: Ein Flockenstieliger Hexenröhrling und ein Goldröhrling, die es derzeit in vielen Regionen gibt, leisteten ebenfalls ihren Beitrag für einen halb vollen Pilzkorb.

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Der Rheingrafenwald und der Soonwald warten sehnsüchtig auf Regen


Foto: Zugegeben, man hat den bekannten roten Korb von Margit und Oliver schon besser gefüllt gesehen. Dennoch  dürfte es mit diesem Fund aus dem Bad Kreuznacher Rheingrafenwald für eine Pilzpfanne gereicht haben. (2 Fotos © Margit)

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Margit und Oliver schreiben am 14. Juni 2020:

»Hallo Heinz-Wilhelm,

Margit und meine Wenigkeit waren nach den letzten Funden noch einmal in den Wäldern von Bad Kreuznach.

Wir fanden noch einige Frauentäublinge, wenige Perlpilze, einen Flockenstieligen Hexenröhrling (Foto rechts) und zuletzt ein paar Pfifferlinge. Wenn die Trockenheit im Nahe-Land anhalten sollte, dürfte es mit weiterem Wachstum der Pilze schwierig werden.

Heute nun waren wir im Soonwald, und zwar in der Nähe des Forsthauses Entenpfuhl. In den Mischwäldern fanden wir wegen der Trockenheit nur ein paar überständige Perlpilze, zwei Frauentäublinge und ganze zwei Pfifferlinge.

Der Himmel über uns war zwar grau und ab und zu tröpfelte es, aber der ausgiebige Regen blieb aus. So können wir mit den Pilzen, die auf Nässe warten, nur hoffen.

Die Fotos aus dem Rheingrafenwald bei Bad Kreuznach sind wieder von Margit.

Bis zum nächsten Mal, Heinz-Wilhelm, und viel Spaß weiterhin beim Bearbeiten der verschiedenen Pilz-Ticker!«

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Rheingrafenwald: Nach langer Ergebnislosigkeit endlich wieder ein sehr schöner Fund für Margit und Oliver


Oliver schreibt am 8. Juni 2020:

»Hallo Heinz Wilhelm,

nach langer Pause mit erfolglosen Pilzwanderungen melden wir uns wieder mit einen für uns endlich guten Pilzfund.

Nachdem wir unsere Sommersteinpilzgebiete erfolglos abgesucht hatten, beschlossen wir, den Rheingrafenwald bei Bad Kreuznach aufzusuchen.

Wir fanden dort auch sehr rasch unseren ersten Hexenröhrling. Nach nicht allzu langer Zeit entdeckten wir einige leckere Frauentäublinge sowie mehrere Perlpilze und einen Goldröhrling. Unsere Freude perfekt machte sodann der Fund von schönen Pfifferlingen!

Das  Bild mit mir und den vielen Pilzen auf dem Baumstumpf (Foto rechts) bedeutete keineswegs schon das Ende, gesellten sich doch in der Folge noch einige schöne Frauentäublinge und weitere Pfifferlinge hinzu.

Wir sind hoffnungsfroh, dass in den nächsten Tagen, wenn es wieder wärmer wird, endlich die Sommersteinpilze ihr Debüt geben werden. Margit hat wieder einige schöne Fotos für den Pilzticker geknipst.

Alles Gute von Olli und Margit aus dem Nahe-Land«

(2 Fotos © Margit)

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Foto: Der rötliche Schimmer verrät, dass es sich um Perlpilze handelt. Die Art wird nicht umsonst auch Rötlicher Wulstling genannt. Hoffen wir für Margit und Oliver, dass sie hielten, was sie mit ihrem schönen Aussehen versprachen!

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Bad Kreuznach: Die Pilzaugen hat Sophie vom Opa geerbt


Isa schreibt am 21. Mai 2020:

»Guten Abend Heinz-Wilhelm,

auch meine achtjährige Tochter Sophie und ich waren heute an Christihimmelfahrt unterwegs. Das Wetter war wunderschön und wir wieder voll im Pilzfieber.

Meine Sophie hat die Pilzaugen von ihrem Opa geerbt und konnte ihre ersten »Hexen« finden. Die Freude war riesengroß und ich war sehr, sehr stolz auf meine süße Maus!

Ich wünsche allen Pilzliebhabern einen schönen Saisonstart und regelmäßigen Regen für unsere geliebten Wälder.

Beste Grüße! 

Sophie und Isa «

(Foto © Isa)

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Die vielen Morchelbecherlinge aus dem Auwald bei Wörth schmeckten sehr lecker


Rolf schreibt am 24. März 2020:

»Guten Tag Heinz-Wilhelm,

wir fanden am 20. März in der Nähe von Wörth am linken Rheinufer gegenüber Karlsruhe Mengen an Morchelbecherlingen (2 Fotos rechts).

Wir haben sie zum ersten Mal zubereitet und gegessen und ich muss ich sagen, sie waren sehr lecker.

Herzliche Grüße Rolf«

(2 Fotos © Rolf)

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Soonwald: Ein Korb voll Austernpilze am Heiligen Abend


Margit und Oliver schreiben am 24. Dezember 2019:

»Servus Heinz-Wilhelm,

heute Morgen hielt mich nichts mehr im Haus, endlich drei Tage frei, also ab in den Wald, um Austernpilze zu finden. Da ich ein sehr großes Gebiet habe, war ich nicht, wie früher, zu Fuß unterwegs, sondern mit dem Auto.


Der erste angesteuerte Baum war eine alte, vom letzten Nahe-Hochwasser umgerissene Weide, an der ich schon seit einigen Jahren Austernpilze finde. Dieses Jahr ließ sie mich jedoch im Stich. Sie und zwei weitere bislang gut tragende Bäume sind wohl mittlerweile ausgelaugt - kein Wunder bei zwei staubtrockenen Sommern in Folge.

Ich fuhr weiter in den Soonwald, wo ich vier Rotbuchen im Visier hatte.

Die erste war ein echter Erfolg, denn der eine Korb war nach der Ernte gut gefüllt (siehe Foto rechts). Die Korbfotos sind ja normalerweise Margits Sache, doch sie war diesmal zu Hause geblieben, um für unseren Besuch zu kochen und Plätzchen zu backen.

Nach diesem glücklichen Fund fuhr ich auf die höchste Erhebung des Soonwaldes, den so genannten Ellerspring. Dort stehen und liegen viele alte Rotbuchen, die als Wirte der Austernseitlinge in Frage kommen.

Hier fand ich auch tatsächlich eine Rotbuche mit starkem Kolonien von Austernpilzen, die jedoch schon deutlich überständig waren. Zwei Kilometer entfernt sprang dann immerhin noch ein kleines Büschel Austernseitlinge heraus.

Direkt neben diesem Baum entdeckte ich einen weiteren, an dessen starkem Ast in etwa fünf Metern Höhe gute Austernseitlinge wuchsen. Da ich aber bereits genügend Pilze hatte, ersparte ich mir die Mühe, mir einen geeigneten Ast zu suchen, um die hoch sitzenden Pilze abstoßen zu können.

Hin und wieder fand ich auch noch Birkenporlinge, die ich für einen gesunden Magenheiltee gerne mitnahm.

Nun wünsche ich dir und allen anderen Pilzfreunden alles Gute. Esst nicht zu viel über die Feiertage, das macht Probleme beim Bücken nach den Pilzen, hahaha!«

(2 Fotos © Oliver)

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Foto: Am Heiligen Abend zog es Oliver in den Wald, um Austernpilze zu suchen. Damit machte er es der Generation unserer Großeltern gleich. Die Kundigen unter ihnen hofften, auch in der kargen Zeit etwas Frisches für den Tisch in Wald oder Feld zu finden - etwa Austernpilze wie diese hier.

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