Pilzticker RP 52 (Rheinland-Pfalz 52):
Funde vom 30.10.2019 - 03.11.2019



Pilzticker RP 52




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Im Nahe-Land gibt es noch den Pilze-gegen-Wein-Tausch


Margit und Oliver schreiben am 3. November 2019:

»Margit und meine Wenigkeit waren noch einmal in den Wäldern im Umkreis von Bad Kreuznach, wo wir nochmals überwiegend Steinpilze fanden.

Perlpilze, Maronen, Rotfußröhrlinge, Parasole, vereinzelte Semmelstoppelpilze und Flockenstielige Hexenröhrlinge landeten ebenfalls in den Körben.

Eine gute Portion gab ich meinem Freund Winzer Tom ab, von dem ich im Tausch 3 Liter Federweißen, 2 Flaschen Wein und einen großen Eimer Rote Trauben erhielt.

Abends belohnten wir uns wieder mit einem guten Pilzgericht, dazu gab es den Federweißen von Winzer Tom. Beim Putzen konnten wir feststellen, dass die Steinpilze von 1a-Qualität waren, siehe das 2. Foto rechts. Welch ein schöner Tag!

Die nächsten zwei Wochen habe ich bei der Arbeit Dauerbereitschaft mit durchgehender Wochenendarbeit. Das bedeutet, dass ich, wenn überhaupt, nur ganz wenig Zeit finden werde, um mal in den Wald zu springen.

Ich hoffe aber, dass der Frost ausbleibt und danach die Trompetenpfifferlinge und die Semmelstoppelpilze auf Margit und mich warten. Beide erscheinen bei uns in der Regel erst spät im Jahr.

Margit hat wieder einige schöne Fotos für den Pilzticker geknipst.

Viele Grüße von Olli und Margit aus den weiten Wäldern der Nahe-Region«

(3 Fotos © Margit)

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Foto: Ein überaus prächtiger Perlpilz im Herbstlaub. Die wohlschmeckenden Perlpilze hatten und haben ein ganz starkes Jahr und gerade jetzt, da es kühler wurde, sind sie großenteils madenfrei.

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Stolzer Auftritt der bunten Gesellen in der Südpfalz


Annette und Stephan schreiben zu dieser Collage am 2. November 2019:

»Hallo Heinz-Wilhelm, hallo Pilzfreunde,

welch ein Vergnügen ist es, Pilze zu sammeln! Die Vorfreude, die Wanderung, sogar das Putzen und Kochen - und dann natürlich der Genuss. Herrlich!

Die Zeit der Steinpilze scheint sich in der Südpfalz dem Ende zuzuneigen. Die Flockenstieligen Hexenröhrlinge präsentieren sich jetzt stolz.

Allen noch viel Freude und Erfolg bei unserer gemeinsamen Passion!

Annette und Stephan«

(Collage/4Fotos © Annette/Stephan)

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Im Dauerregen in den Steilhängen bei Bad Münster am Stein-Ebernburg die Steinpilze eingesammelt


Foto: Das Ergebnis von vier Stunden anstrengender, aber vergnüglicher Pilzsuche im Regen, der auch noch zunahm. Margit und Oliver waren mit ihrer Ausbeute sehr zufrieden. (3 Fotos © Margit)

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Margit und Oliver schreiben am 1. November 2019:

»Servus Heinz-Wilhelm,

von Margit und Oliver aus den steilen Hängen der Mischwälder bei Bad Münster am Stein-Ebernburg.

Da wir heute wegen des Feiertages frei hatten, beschlossen wir, trotz Nieselregens Pilze zu suchen.

Eingangs entdeckten wir viele unversehrte junge Rotfußröhrlinge. Diese Pilze sollten uns fortan in fast allen Höhenlagen begegnen. Den Maronenröhrling fanden wir diesmal ausschließlich in Laubwäldern. In unseren Nadelwäldern findet man zurzeit so gut wie gar keine Speisepilze.

Ausnahmen waren einige Goldröhrlinge, die ja an Lärchen gebunden sind. Ein besonderes Prachtexemplar nahm ich mit, ein solch großes habe ich noch nie gefunden.

Die meisten Pilze, die wir fanden, waren ihrem Gewicht nach die Fichtensteinpilze. Sie haben, wir wir erfreut feststellen konnten, die beiden letzten Nächte mit Frost unbeschadet überstanden. Obwohl es große, unversehrte Prachtstücke waren, die sich der Frost stets zuerst vornimmt.

Das Exemplar, was Margit gleich zu Anfang fand, hatte bereits olivgrüne Röhren, war aber im Fleisch noch gut. Pilze dieser Güteklasse habe ich vor Jahren einmal im Schwarzwald in einem Gemüseladen gesehen. Das ist bei uns Pilzsuchern schon die Güteklasse II, aber wohlgemerkt nur in guten Jahren, wie es dieses Jahr eines ist. In schwachen Pilzjahren wäre man wohl froh, wenn man sie finden würde.


Foto: Margit zeigt den Steinpilz mit den olivgrünen Röhren. Ein Steinpilz, der in diesem guten Pilzjahr nur der Güteklasse II angehört, wie Oliver nicht ganz zu Unrecht meint. (Foto © Oliver)

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Die Flockenstieligen Hexenröhrlinge haben wir heute auch wieder gefunden, zwar nicht so viele wie bei unserem letzten Pilzgang, aber immerhin noch eine respektable Menge. Die Parasole wachsen immer noch reichlich. Sie sind ja wirklich ein ausgezeichneter Schnitzelersatz, man muss sie nur wie Schnitzel panieren und in der Pfanne gut durchbraten, das ist wichtig. Ein einfaches, aber tolles Rezept für die vegetarische Küche.

Heute fand ich auch noch den einen oder anderen Kuhröhrling und massenweise lila und olivgrüne Täublinge*. Margit entdeckte auch noch ein paar Edelreizker.

Die tödlich giftigen Pantherpilze wachsen derzeit genau wie die Perlpilze in Massen. Wer Perlpilze noch nicht eindeutig bestimmen kann, sollte tunlichst die Finger von ihnen lassen. 

Vier Stunden waren wir im Wald, ehe uns schließlich der stärker werdende Regen vertrieb. Trotz des Dauerregens haben wir wieder einige schöne Fotos für den prima Pilzticker geknipst. Ich denke, dass der Pilzticker längst die beliebteste Pilzseite der deutschen Pilzsucher ist. Deshalb nochmals danke, Heinz-Wilhelm, für diese tolle Website mit aktuellen Berichten und tollen Fotos.

Alles Gute vom Pilzsuchteam Margit und Olli vom Nahe Land«

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Foto: Die Steinpilze zeigen trotz der fortgeschrittenen Jahreszeit noch immer keinen Qualitätsverlust...

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Foto: ...und ergaben bei Margits und Olivers Pilzgang die größte Fundmenge.

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Hunsrück: »Mit einem derartigen Ergebnis haben wir nicht gerechnet«


Foto: Es nimmt kein Ende mit den Steinpilzen und Maronen im Hunsrück. Und jetzt soll es auch wieder warm werden... (3 Fotos © Jürgen)

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Beatrice und Jürgen schreiben am 1. November 2019:

»Hallo Heinz-Wilhelm,

nachdem wir vorgestern mit gutem Erfolg nochmals den lichten Buchenwald besucht hatten, sind wir heute am Allerheiligen-Feiertag gegen 08:15 Uhr bei leichtem Nieselregen mit den Hunden wieder in den Hunsrück-Hochwald gefahren.

Nach drei Nächten mit leichtem Bodenfrost haben wir nicht mit einem derartigen Ergebnis an Steinpilz- und Maronenfunden gerechnet, wie sie das Foto ausweist. Wir mussten etliche größere Steinpilze stehen lassen, da sie ganz offensichtlich den niedrigen Temperaturen nicht Stand gehalten hatten.

Ab heute sollen die Nachttemperaturen wieder im deutlichen einstelligen Plusbereich liegen, was die Annahme auf weiteres Wachstum nahe legt. Wir werden sehen.

Unser Dörrautomat läuft wieder auf Hochtouren.

Liebe Grüße aus Traben-Trarbach, Beatrice & Jürgen«

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Foto: Sie wachsen und wachsen. Zwei junge Steinpilze in der Fichtenstre wollen es trotz niedriger Temperaturen noch wissen. 

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Altenkirchen: Der erste Frost hat die großen Steinpilze dahingerafft - die kleinen wachsen weiter!


Markus E. schreibt am 30. Oktober 2019:

»Hallo Heinz-Wilhelm,

zwei Nächte nahe am und teilweise unter dem Gefrierpunkt haben »meinen« Wald stark verändert.

Je nach Standort hat es die größeren Steinpilze schon daringerafft! Nur die kleinen und die gut versteckten (und damit geschützten) Pilze haben die Kälte gut überstanden. Nachdem es ja in den letzten Wochen mehr ein Pilze einsammeln war, kann man jetzt von einem Pilze suchen sprechen. Was ja eigentlich auch viel mehr Spaß macht!

Weiterhin brummt das Dörrgerät, der Nachschub an Steinpilzen und Birkenpilzen, Maronen und Flockis reißt nicht ab! Und weiterhin hat alles Top-Qualität.

Heute habe ich gleich zwei »Heimwegpilze"«anzubieten, direkt an der Straße auf dem Weg zum Auto. Zuerst habe ich auch nur den linken Pilz entdeckt, denn vom zweiten war nur ein kleiner unscheinbarer weißer Fleck zu sehen. Er liegt im Bild mit dem Körbchen obendrauf; ein richtig derber Kerl!

Viele liebe Grüße Markus«

(3 Fotos © Markus E.)

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Foto: Dies waren die zwei »Heimwegpilze« für Markus. Hinter dem Vorderen verbirgt sich weiter hinten im Moos noch ein weiterer, erkennbar an den hellbraun-weißen Flecken.

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Foto: Den Maronen wie diesen zwei prächtigen geht es weiterhin gut. Sie sind etwas frost- und kälteresistenter als Steinpilze.

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