Pilzticker Niedersachsen 37:
Funde vom 11.09.2018 - 29.10.2018



Pilzticker Niedersachsen 37




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Nordöstliches Umland Hannover: Ein hingestreckter Erlenstamm, überwachsen von riesigen Büscheln Lungenseitlingen


Foto: Ausgewachsene Büschel von Lungenseitlingen an einem hingestreckten Erlenstamm. Christine & Mitsammler ließen nordöstlich von Hannover viele stehen, obwohl es gute Speisepilze sind. (2 Fotos © Christine)

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Christine schreibt am 29. Oktober 2018:

»Guten Tag Heinz-Wilhelm, liebe Pilzfreunde,

gestern waren mein Gefährte und ich im Moorgebiet nordöstlich von Hannover querfeldein unterwegs. Nachdem es dort bisher so gut wie gar keine Pilze gab, hat sie der Nieselregen in der vergangenen Woche nun doch noch hervorgelockt.

An einer umgestürzten Erle fanden wir unzählige große Büschel von Lungenseitlingen. Der Fund wiegt sicherlich mehrere Kilogramm. Wir haben jedoch nur ein paar besonders knackige Exemplare mitgenommen, denn auf moosigem Untergrund zwischen hohen Grasbüscheln unter Birken und Kiefern fanden wir zusätzlich auch Maronenröhrlinge und Birkenpilze.

Es ist bisher erst wenige Male vorgekommen, dass wir gut essbare Pilze stehen ließen, weil es einfach zu viele waren.

Allen eine schöne Woche wünscht Christine«


Foto: Die Büschel am hingestreckten Stamm waren, wie gut zu sehen, von riesigem Ausmaß. Auch die Größe ist gegenüber Doppelgängern wie dem Rillstieligen Seitling ein Erkennungsmerkmal von Lungenseitlingen.

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Landkreis Celle: Die Frau und den Sohn mit einem vollen Pilzkorb endlich zum Staunen gebracht


Foto: Ein ganz neues Gefühl in diesen Tagen ist auch für Marco die Schwere des Pilzkorbes nach dem Waldgang. Wo seit Wochen, ja Monaten nur Luft im Behältnis war, liegen jetzt schöne spätherbstliche Pilze. Endlich! (2 Fotos © Marco)

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Marco schreibt am 28. Okktober 2018:

»Lieber Heinz-Wilhelm, liebe Pilzfreunde,

nach einer langen Durststrecke hat es im Raum Celle ordentlich geregnet und ich war guter Zuversicht, an meinen altbekannten Pilzstellen etwas zu finden. Leider erfüllte sich dieser Wunsch nicht. Also beschloss ich, ein anderes Gebiet aufzusuchen.

Nach einem spontanen Stopp wurde ich zu meiner Überraschung auf Anhieb fündig. Eine Fette Henne, ein schöner Steinpilz, Maronen (wie auf dem Foto rechts) und weitere Steinpilze aus Kiefernbeständen sammelten sich am gestrigen Tag in meinem Korb.

Sehr zufrieden kehrte ich nach Hause zurück und amüsierte mich über die Reaktion meiner Frau und meines Sohnes, da ich nach einigen vorangegangenen Ausflügen stets mit leeren Händen nach Hause gekommen war. 

Viele Grüße Marco «


Auf einmal sind bei Hambühren im Landkreis Celle die Maronen in Massen da


Foto: Dieser Fund kann sich sehen lassen! Auf einmal sprießen die Maronen in den Wäldern bei Hambühren massenhaft. Ralf und Henriette hoffen sogar auf noch mehr, vorausgesetzt, der Frost bleibt aus. (Foto © Henriette)

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Ralf schreibt am 27. Oktober 2018:

»Hallo aus Hambühren im Landkreis Celle,

heute fand Henriette nach langer Flaute endlich eine gehörige Menge Maronen.

Erstaunlicherweise waren keine anderen Speisepilze zu finden. Aber egal, so kann es gerne weitergehen! Hoffentlich bleibt es nachts frostfrei, dann geht noch was demnächst.

Schönes Wochenende, Ralf«






Zwei Prachtsteinpilze aus dem Hils, mitten im Reich der  Hallimasche


Foto: Das hat sich für Michael gelohnt! Gestern fürchtete er noch, dieses Jahr gar keine Speisepilze mehr zu finden in Hils, Ith und Solling, heute belohnte er sich mit diesen prächtigen Steinpilzgesellen im Gebiet des »Roten Fuchs«. (2 Fotos © Michael)

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Michael schreibt am 25. Oktober 2018:

»Ich komme gerade aus dem Gebiet des Roten Fuchs zurück, einer Waldgaststätte zwischen Grünenplan und Holzen im Hils. 

Dort wachsen Hallimasche ohne Ende. Vor allem aber habe ich zwei stattliche Steinpilze mit einem Baby gefunden. Sie waren 16 und 13 Zentimeter hoch, ihre Hüte hatten 15 Zentimeter Durchmesser.

Bereits gestern hatte ich im Solling, und zwar im Landkreis Holzminden, einige schöne Maronenröhrlinge gefunden. Sie standen ausschließlich an den Waldrändern, die dem Regen ausgesetzt waren. Bis dahin hatte ich schon befürchtet, dieses Jahr überhaupt keine Pilze mehr zu finden.

Pilz ahoi, Mick«


Foto: Bereits gestern durfte sich Michael über diese Maronen freuen. Sie weckten seine Hoffnung, doch noch Speisepilze in diesem Jahr zu finden.




Mittellandkanal: Die Schopftintlinge verstecken sich gut vor den Frevlern, der Ästige Stachelbart prangt in bekannter Schönheit


Foto: Sie mutet regelrecht bizarr, ja exotisch an, die wunderschöne Pilzkoralle namens Ästiger Stachelbart. Er ist ein Totholzbewohner, der abgestorbenen Buchen den letzten Rest gibt. Wie bei seinem Bruder, dem Igelstachelbart, werden auch im Ästigen Stachelbart Wirkstoffe zum Einsatz gegen Tumorerkrankungen vermutet. Er könnte ihm damit als wichtiger Zucht- und Heilpilz nachfolgen. Die Chinesen wenden den »Igel« schon lange erfolgreich medizinisch an.



Gisela schreibt am 25. Oktober 2018:

»Gut versteckt wie ein Ei im Nest sind etliche Schopftintlinge am Mittellandkanal in Hannover. Im Gegensatz zu ihren Artgenossen, die vor einigen Tagen den zerstörerischen Werken der Pilzfeinde zum Opfer gefallen waren, gedeihen sie, wie das Foto rechts zeigt, prächtig.

Auch der wunderschöne Ästige Stachelbart, der an gleicher Stelle bereits im Vorjahr zu bestaunen war, ist wieder da!

Wie es derzeit aussieht,  könnte - je nach Wetterentwicklung und Taten der Pilzfeinde - noch eine weitere Mahlzeit dieser ernährungsphysiologisch wertvollen Pilze möglich sein.

Viele Grüße von Gisela«

(2 Fotos © Gisela)

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Reichlich Austernseitlinge und fünf dicke Maronenröhrlinge für Agnes im Elm


Foto: Maronenröhrlinge (links) finden Austernseitlinge. Und Agnes fand beides, und die Austernpilze sogar gleich zweimal - und reichlich. (2 Fotos © Agnes)

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Agnes schreibt am 24. Oktober 2018:

»Lieber Heinz-Wilhelm, liebe Pilzfreunde,

sowohl heute bei Evessen als auch bereits am 18. Oktober bei Schöppenstedt habe ich im Elm große Mengen Austernpilze an Buchenstämmen gefunden.

Von den Stürmen im vergangenen Herbst und Frühjahr liegen in diesem Höhenzug südöstlich von Braunschweig immer noch viele Buchen am Boden. Nachdem es vor etwa zwei bis drei Wochen den ersten Raureif auf den Autoscheiben gab, sind sie gut gewachsen. Viele sind allerdings auch schon zu alt und teilweise vertrocknet.

Dennoch waren diese üppigen Funde ein erfreuliches Erfolgserlebnis nach der Pilzflaute der letzten Wochen.

Heute gab es zu meiner Überraschung noch fünf dicke madenfreie Maronenröhrlinge dazu.

Liebe Grüße Agnes«


Foto: An diesem umgestürzten Baum fand Agnes ihres Austernpilze. Wie es aussieht, konnte sie sie in passabler Höhe bequem ernten.


Hannover: Selbst das Wasser- und Schifffahrtsamt kriegt die köstlichen Schopftintlinge nicht klein


Gisela schreibt am 18. Oktober 2018:

»Die robusten Schopftintlinge (Foto rechts) trotzen den radikalen  Eingriffen des Wasser-und Schifffahrtsamtes an den Uferbereichen des Mittellandkanals. Ebenso scheint ihnen der fehlende Regen nichts auszumachen. Auch in diesem Jahr sind sie eine prächtige Augenweide und Gaumenfreude.

Viele Grüße aus Hannover von Gisela«

(Foto © Gisela)

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Viele leckere Wiesenchampignons im Vogler

Sabine schreibt am 16. Oktober 2018:

»Hallo,

derzeit stehen bei uns im Vogler noch viele Wiesenchampignons auf den Weiden. Allerdings sind viele schon »zu erwachsen«. Bereits um den 7. Oktober herum hatte ich einen mittelgroßen Korb voll nach Hause gebracht.

Beim Putzen kamen mir Bedenken, ob es nicht doch Karbolegerlinge sein könnten, denen ich vor Jahren schon einmal auf den Leim gegangen war. Als ich sie aber probierte, waren sie echt und sehr lecker.

Die Menge an Wiesenchampignons überrascht mich dieses Jahr außerordentlich, denn es gab viele Jahre keine.

Meine Vermutung: Es fehlte in diesem Jahr der s a u r e Regen!

Mit freundlichen Grüßen, Sabine«

Hallo Sabine,

dass es dieses Jahr so viele Wiesenchampignons gibt, geht auf die über Monate von der Hitze regelrecht »aufgebackene« Erde zurück. Folgt dann der Regen, so erscheinen speziell Wiesenchampignons bald daruf in wahren Massen. Mehr dazu findest Du hier.

Viele Grüße Heinz-Wilhelm

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Deister ohne Speisepilze, dafür aber mit forstwirtschaftlich verwüsteten Waldlandschaften

Matthias schreibt am 28. September 2018:

»Nachdem es bei uns im Raum Hannover ausgiebig geregnet hat, war ich frohen Mutes, meine altbekannten Pilzstellen im Deister aufzusuchen.

Es bot sich mir ein jämmerlicher Anblick. Wo letztes Jahr noch Massen an Trompetenpfifferlingen wuchsen, ist der Waldboden nun nach einer ausgiebigen Baumfällung im Dezember weitflächig durch schweres Räumgerät zerstört. Mächtige Rotbuchen und auch Eichen wurden gefällt, sie dienen vermutlich nur noch als Europaletten oder Brennholz. Da können einem nur die Tränen kommen bei diesem Anblick.

Die einzigen Pilze, die ich fand, waren Grünblättrige Schwefelköpfe an einem alten Baumstubben. Ansonsten nichts. Es bleibt mir nur die Hoffnung auf Schleswig-Holstein am Sonntag. Mein Cousin findet dort prächtige Steinpilze, Maronen und Rotkappen.

Beste Grüße aus Hannover, Matthias«

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Arne freut's: Auch im Raum Uelzen sind die Steinpilze da


Arne schreibt am 16. September 2018:

»Hallo,

ich habe gestern ohne große Hoffnungen in meinem Steinpilzwald im Raum Uelzen eine Runde gedreht. Ich konnte es kaum fassen, fand wunderschöne Steinpilze. Anbei ein Foto von einer Fundstelle.

Ich hoffe, ich kann Euch etwas Mut machen!

Liebe Grüße Arne«

(Foto © Arne)

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Region Jümme: Philips erster Flocki war so richtig lecker

Philip schreibt am 13. 9.2018:

»Moin,

gerade fand ich in der Region Jümme einen Flockenstieligen Hexenröhling. Leider habe ich ihn in meinen Fingern fotografiert (Foto rechts). Ich briet ihn mir spontan und muss sagen, ich bin ganz begeistert von seinem Geschmack. Ich kannte diese Art noch nicht.

Sonnige Grüße aus Ostfriesland, Philip«

(Foto © Philip)


Erste Steinpilzfunde auch im Oldenburger Land - ausschließlich am Waldrand


Foto: Sie sind zum Teil noch begrast und bemoost, die Steinpilze. Genau dort, nämlich im Gras und Moos, standen sie auch. Und zwar ausschließlich am Waldrand. Im Wald selbst, so Nico, sei es noch »sehr trocken«. (Foto © Nico)

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Nico schreibt am 11. September 2018:

»Moin Moin,

Ich verfolge nun schon seit einiger Zeit den Pilzticker und wollte von unserer heutigen Suche auch einmal eine Meldung abgeben.

Nach den Regenfällen der vergangenen Woche sind wir heute auch einmal im Oldenburger Land losgezogen, um unsere Stellen zu prüfen.

Nach einigen Maronen zu Beginn wurden wir dann doch noch mit ein paar tollen Steinpilzen belohnt. Die moosigen Stellen und Gräben an Waldrändern waren heute der Schlüssel zum Erfolg.

Insgesamt hat der Regen aber hier noch nicht gereicht, um den Wuchs auch in den Wäldern anzukurbeln. Dort ist es noch sehr trocken.

Beste Grüße Nico«


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