Pilzticker Niedersachsen 33:
Funde vom 23.09.2017 - 03.10.2017



Pilzticker Niedersachsen 33




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Übersicht aller bisherigen Niedersachsen-Pilzticker



Oldenburg: Die Bergung der Steinpilze verzögert Peters Eingreifen beim Petanque-Turnier


Foto: Peter kann momentan nur noch staunen. Viele Pilzarten wachsen wie verrückt. So auch die hier gezeigten sehr großen Pfifferlinge, die er in der Nähe von Cloppenburg fand.

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Peter schreibt am 3. Oktober 2017:

»Guten Morgen lieber Heinz-Wilhelm,

am Freitag hatte ich keine Gelegenheit zum Pilze suchen, da ein Petanqueturnier nahe Oldenburg angesagt war. Am Spielort angekommen, stand etwas verdeckt eine große Gruppe herrlicher Fliegenpilze. Bei näherer Betrachtung entdeckte ich zu meinem Erstaunen auf kaum mehr als drei Quadratmetern mehr als 30 Steinpilze (Foto rechts)! Man muss gar nicht mehr in den Wald gehen, die besten Pilze stehen beinahe auf dem Parkplatz!

Erst nach ihrer Bergung kam ich dazu, die ersten Boulekugeln zu werfen, übrigens mit wenig Erfolg.

Momentan bin ich in der Nähe von Cloppenburg. Hier sind die Maronen sehr präsent. Zudem fand ich einige sehr große Pfifferlinge, Braune Büschelraslinge und Schopftintlinge. Heute gehen wir hier mit einigen Urlaubern in den Wald. Für kommende Woche plane ich bei Schwanewede in Bremen-Nord, mit einigen Interessierten in die Pilze zu gehen.

Hier ist die Vielfalt momentan besonders groß. So fand ich dieser Tage Birkenpilze, Steinpilze, Kuhmäuler, Fichtenreizker, Butterpilze, Trompetenpfifferlinge, Lacktrichterlinge, Scheidenstreiflinge, Semmelstoppelpilze, Sandröhrlinge, Hohlfußröhrlinge und Frauentäublinge

Bei diesem Pilzvorkommen bereitet die Verarbeitung schon ein wenig Stress. Der Gefrierschrank ist bereits voll, das Pilze trocknen dauert. Jeden Tag Pilze essen wird auch eintönig, aber die vegetarische Pilzsuppe polnischer Art war schon super lecker!
Lieben Gruß Peter

(3 Fotos © Peter)

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Berkhof: Ein einziger Tag entschädigt für das schlechte Pilzjahr 2016


Foto: Uwe ist ganz begeistert von seinen Funden, die er mit Neffe Pascal bei Berkhof/Wedemark machte. Dieser eine Pilztag entschädigte für das ganze schlechte Pilzjahr 2016.

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Uwe schreibt am 3. Oktober 2017:

»Lieber Heinz-Wilhelm, liebe Pilzfreunde,

das schöne Wetter am gestrigen Sonntag nutzten mein Neffe und ich, um erneut in meinem Lieblingswald bei Berkhof nach den Pilzen zu sehen. Es ist schon der helle Wahnsinn, was zurzeit alles wächst.

Maronen gibt es ohne Ende, dazu eine Reizkerinvasion. Einfach nur toll. Am Ende hatten wir zwei Körbe voll der schönsten Maronen, jede Menge Edelreizker, Kuhröhrlinge, ein paar Täublinge und Perlpilze, Goldröhrlinge, Butterpilze, zwei Sandröhrlinge und zwei Parasole. Aber auch ein Steinpilz und sogar noch ein Flockenstieliger Hexenröhrling wollten mit.

Allein der gestrige Tag entschädigt schon für das schlechte letzte Pilzjahr 2016. Das Dörrgerät läuft schon im Dauerbetrieb (-;

Grüße von Uwe und Pascal aus Hannover«


Foto: Die Maronen wuchsen »ohne Ende«, wie Uwe berichtet. Und das, wie man sieht, in herrlicher Qualität. (2 Fotos © Uwe)

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Burgdorf: Lars und Sabine wurden von den Reizkern beinahe erschlagen


Lars schreibt am 1. Oktober 2017:

»Hallo Heinz-Wilhelm,

am Freitag haben wir eine neue Sammelstelle im Raum Burgdorf erkundet. Dort sind wir von den vielen Reizkern fast erschlagen worden.

Gefunden haben wir außerdem Maronen, Goldröhrlinge, Kuhröhrlinge, 2 Steinpilze, Pfifferlinge und Täublinge.

Zu unserem Erstaunen stellten sich die relativ frischen Fahrspuren des Harvesters und die Waldwege als beste Fundstellen raus.

Mit besten Grüßen Lars und Sabine«

(Foto © Lars)

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Bei Bramsche: Unglaublich, der Waldboden war mit Maronen übersät

Angelika schreibt am 30. September 2017:

»Hallo Heinz-Wilhelm und Pilzfreunde,

am Freitagnachmittag ab 15 Uhr war ich in den Wäldern bei Pente, einem Ortsteil von Bramche, unterwegs. Das ansehnliche Ergebnis war ein großer Korb voller Waldpilze.

Es war unglaublich: Massenweise standen die Maronen. Der Waldboden war regelrecht mit Pilzen übersät. Außerdem habe ich Semmelstoppelpilze, Goldröhrlinge, Butterpilze und Rotfußröhrlinge gefunden.

Die größeren Maronen hätte ich aber besser stehen lassen sollen, weil sie durchweg wurmstichig waren. Kleine Exemplare sind hingegen einwandfrei. Zum Kauf eines Dörrautomaten habe ich mich noch nicht entschlossen. Also habe ich die Pilze zweiter Wahl  noch am Freitagabend verarbeitet.

Die einwandfreien festen Pilze haben die Nacht in Schüsseln im Kühlschrank verbracht und werden gleich zum Einlegen und für das Mittagessen zubereitet.

Grüße aus Wallenhorst, Angelika«

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Deister: Erneut eine schöne Ernte für Matthias, obwohl er seine Steinpilzstellen vermutlich nicht exklusiv hat


Matthias schreibt am 27. September 2017:

»Hallo lieber Heinz-Wilhelm,

es war wieder einmal sehr schön heute im Deister.

Die Trompetenpfifferlinge stehen immer noch sehr zahlreich. Sie werden offensichtlich nicht so häufig gesammelt.

Ganz im Gegensatz zu den Steinpilzen. Da war wohl schon jemand vor mir an den bekannten Plätzen. Aber der große Schub ist noch nicht da. Jetzt soll es nochmal über 20 Grad werden; das lässt hoffen für das Wochenende.

Ansonsten lassen sich sehr schöne Maronen finden, ein paar Herbsttrompeten gab es noch und ein Birkenpilz wollte auch noch mit. Das Foto (rechts) zeigt meine Ausbeute.

Die Sparrigen Schüpplinge, die ich ebenfalls fotografierte, mussten hingegen im Wald bleiben, weil sie Magen- und Darmprobleme hervorrufen, wenn auch nicht bei jedermann.

Liebe Grüße, Matthias«


2 Fotos: Die Trompetenpfifferlinge (links) stehen immer noch in mehr oder weniger großen Gesellschaften im Deister. Die Sparrigen Schüpplinge (rechts) sind viel seltener, was uns Pilzsammler jedoch nicht wurmt, denn sie sind Magen- und Darmverderber, vor allem im Zusammenhang schon mit geringsten Mengen Alkohol. (3 Fotos © Matthias)

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Soltau, Rotenburg/Wümme: Matthias freut sich über ein endlich mal wieder richtig gutes Pilzjahr

Matthias schreibt am 27. September 2017:

»Moin!

Heute Mittag habe ich innerhalb einer Dreiviertelstunde einen ganzen Korb voller Pilze gesammelt, insgesamt rund 3,5 Kilo.

Dabei handelt es sich, abgesehen von zwei kleineren Steinpilzen, ausnahmslos um Maronen. Es lohnt sich, regelmäßig gucken zu gehen, denn wir haben anscheinend endlich mal wieder ein richtig gutes Pilzjahr.

Gerade die letzten Tage - eher feucht, gelegentlich mal etwas Sonne, auch nachts nie zu kalt - haben nochmal einen ordentlichen Wachstumsschub gebracht.

Ich hoffe, die Entwicklung bleibt noch für ein paar Wochen so, denn wir haben ja gerade mal erst September. Da geht bestimmt noch was!

Fundort war eine meiner oft sehr ergiebigen Lieblingsstellen, nämlich ein größeres Waldstück direkt an der B71 zwischen Soltau und Rotenburg/Wümme«

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Herrliche Steinpilze für Helga aus der ostfriesischen Fehnlandschaft


Helga schreibt am 26. September 2017:

»Hallo Heinz-Wilhelm,

heute war ich noch einmal in der Nähe von Rauderfehn nach Steinpilzen gucken. Das hat einen schönen Korb mit einigen Prachtexemplaren gegeben, siehe das Foto rechts.

Außerdem habe ich viele Täublinge und Boviste gesehen.

Schöne Grüße von Helga«

(Foto © Helga)

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Hannover: Das Goldröhrlings-Beet unter dem Balkon lässt Gisela nicht im Stich

Foto: Viele Kuhröhrlinge und andere Pilzköstlichkeiten fand Gisela im Bissendorfer Moor. Auch ein Fußball-Fliegenpilz im Aussehen wie zu Uwe Seelers Zeiten  wartete auf sie. (2 Fotos © Gisela)

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Gisela schreibt am 25. September 2017:

»Hallo, Heinz-Wilhelm,

meine herbstliche Samstagsnachmittagsradtour führte mich zunächst über das Brachgelände, wo ich einen »Fliegenpilz mit Fußballmuster« sah (Foto rechts). Angesichts der großen Menge von Fliegenpilzen dort wünschte ich mir schon mehrmals, sie in Steinpilze verwandeln zu können.

Auf dem zum Bissendorfer Moor führenden Weg entdeckte ich an einer Grabenböschung zwei frische Espenrotkappen, später noch Pilze, die ich für Frauentäublinge hielt, jedoch beim Putzen am Abend entschied, diese Exemplare nicht zu essen, weil ihre Lamellen mir nicht elastisch genug waren. Bei Täublingen bin ich nicht sicher.

Mich dem Moor nähernd, fand ich am Wegesrand viele Kuhröhrlinge und einen kleinen Birkenpilz, auf dem Heimweg dann noch ein paar Rotfußröhlinge und zwei Schopftintlinge.

Außerdem sah ich am Sonntagmorgen beim Blick von meinem Balkon die ersten frischen Goldröhrlinge auf der Wiese bei den Lärchen. Im letzten Jahr fanden hier umfangreiche Sanierungsmaßnahmen statt. Baumaterial wurde auf der Wiese gelagert, und die Goldröhrlinge ließen sich nicht blicken.

Es ist erfreulich, dass sich das Myzelium regeneriert hat. Daher kann ich mich nun wieder auf besonders frische Pilzmahlzeiten freuen: vom Balkon aus sehen, rausgehen, holen, zubereiten, essen.

Viele Grüße von Gisela«

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Berkhof/Wedemark: Uwes Dörrautomat läuft für Trockenpilze und Pilzpulver


Foto: Die Maronen - wie diese drei - wuchsen so massenhaft, dass Uwe aufpassen musste, sie nicht zu zertreten. (Foto © Uwe)

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Uwe schreibt am 24. September 2017:

»Lieber Heinz-Wilhelm, liebe Pilzfreunde,

heute war ich wie angekündigt trotz Dauerregens wieder in meinem Lieblingswald bei Berkhof (Wedemark).

Die Maronen sind jetzt mehr als reichlich vorhanden. Ich musste stellenweise aufpassen, nicht auf sie zu treten.

Zudem fand ich jede Menge Butterpilze, schöne Goldröhrlinge, einen Birkenpilz, und meine geliebten Edelreizker. Davon gab es ein leckeres Abendessen und der Rest kam in das Dörrgerät, um schöne Trockenpilze und Pilzpulver daraus zu gewinnen.

Ich freue mich schon auf meine nächste Tour!

Bis dahin viele Grüße von Uwe aus Hannover«


Lingen: Die freundlichen Jäger gaben Thomas und Mitsammlern einen Pilztipp


Thomas schreibt am 24. September 2017:

»Hallo Heinz-Wilhelm,

wir waren heute bereits um 9 Uhr im Wald in der Nähe von Lingen und haben exakt 2.756, 45 Gramm Maronen gesammelt. Und das auch dank einiger netter Järger, die uns einen Tipp gegeben haben. So wurde es ein super Waldgang!

Nun sind wir - Brüderchen, Schwägerin und ich - dabei, die Pilze  zu putzen.

Gruß aus Lingen, Thomas«

(Foto © Thomas)

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Bramsche: Der polnische Pilzsammler schwärmte von Sauerkraut mit Trockenpilzen


Foto: Klein geschnippelt werden Angelikas Pilze erst heute Morgen. Sie mussten eine Nacht lang im Kühlschrank bibbern. (Foto © Angelika)

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Angelika schreibt am 23. September 2017:

»Hallo Heinz-Wilhelm und Pilzfreunde,

trotz heftigen Schnupfens war ich heute zweieinhalb Stunden in den Wäldern der Region Pente bei Bramsche unterwegs.

Das Ergebnis waren Maronen, Semmelstoppelpilze, Goldröhrlinge und viele Hohlfuß-Röhrlinge. Die Semmelstoppelpilze habe ich – eigentlich  auf der Suche nach Steinpilzen - im Buchenwald gefunden.  

Ich habe es heute erstmals geschafft, meine Ausbeute noch bei Tageslicht auf dem Terrassentisch zu fotografieren. Die Pilze müssen die Nacht im Kühlschrank verbringen, da ich erst Sonntagmorgen Zeit und Lust  für die weitere Verarbeitung haben werde. Hoffentlich.

Beim heutigen Pilzgang habe ich - erneut - einen polnischen »Pilzkollegen« getroffen, der mir seinen Fund zeigte. Er hatte zwei wirklich riesige Steinpilze von je etwa einem Kilo, einige kleinere Steinpilze, Maronen, diverse andere Röhrlinge und Lamellenpilze, die ich nicht kenne.

Er trocknet seine Funde und gab mir dann noch schwärmend einige Rezeptideen, zum Beispiel Sauerkraut mit getrockneten Pilzen.  Die Geschmäcker sind halt verschieden.

Grüße aus Wallenhorst,  Angelika«

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