Pilzticker Hessen 153:
Funde vom 03.08.2021 - 11.08.2021



Pilzticker Hessen 153




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Das stand schon lange auf dem Plan:

Crêpes mit einer feinen Sahnesauce, gebratenen Pfifferlingen und Semmelstoppelpilzen


Stefan schreibt am 11. August 2021 zu diesem Foto:

"Hallo lieber Heinz-Wilhelm,

zu den gestrigen Funden von Pfifferlingen und Semmelstoppelpilzen reiche ich noch unser leckeres Mittagessen nach.

Es gab Crêpes mit einer feinen Sahnesauce, gebratenen Pfifferlingen und Semmelstoppelpilzen. Die Crêpes waren natürlich nicht süß, sie waren mit etwas Salz, Pfeffer und Petersilie abgeschmeckt. Ein paar Ringe Frühlingslauch und ein paar Tropfen Olivenöl machten das Gericht rund.

Als kleine, feine Mittagsmahlzeit ein tolles Gericht, das ich schon sehr lange mal machen wollte. Heute klappte es endlich und ich durfte nach langer Zeit wieder einmal feststellen, wie lecker Semmelstoppelpilze doch sind.

Ganz liebe Grüße, Stefan"

(Foto © Stefan)

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Das hat Stefan noch nicht erlebt

Ernte und Auslese der feinen Samtigen Pfifferlinge dauerten zweieinhalb Stunden


Foto: Ein toller Fund! Wir sehen oben links Samtpfifferlinge, unten links Gemeine Pfifferlinge, in der Mitte unten Herbsttrompeten, unten rechts Amethystschuppige Pfifferlinge und oben rechts Orangerote Semmelstoppelpilze. (Foto © Stefan)

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Stefan schreibt am 10. August 2021:

"Hallo lieber Heinz-Wilhelm,

ich habe mich heute Mittag aufs Mountainbike geschwungen und bin mal auf eine Runde ins Blaue gefahren.

Insgesamt war es eine 34km-Runde, auf der ich vor allem nach Semmelstoppelpilzen sehen wollte, da ich bereits am Wochenende an meinem bekannten Platz die ersten gefunden hatte. Leider musste ich dabei feststellen, dass auch die Schnecken diese Pilzart mögen. Jedenfalls war bis auf eine kleine Handvoll alles runtergefressen.

Zum Ausgleich fand ich aber danach eine gute Portion Orangeroter Semmelstoppelpilze, auf die ich mich schon sehr freue, denn die letzten habe ich, soweit ich mich erinnere, 2017 gegessen.

Dass ich auf dieser Runde Pfifferlinge finden würde, hatte ich bei den derzeit ausgezeichneten Wetterbedingungen fast erwartet. 

Ein paar Totentrompeten landeten auch wieder in meinem Stoffsäckchen, ebenso  Amethystschuppige Pfifferlinge.

Der große Knall kam dann aber zum Schluss, als ich nochmal gezielt einen Platz aufsuchte, an dem wir 2017 Samtige Pfifferlinge gefunden hatten.

Und tatsächlich, sie standen wieder da, überall blitzte es zwischen dem braunen verwelkten Laub leuchtend Orange heraus.

Als ich an der bekannten Stelle fertig mit der Ernte war und zurück zum Fahrrad ging, das etwa 25 Meter weiter hinten stand, kurz durchatmete und etwas trank, sah ich mich noch einmal um - und traute meinen Augen nicht: auch hier war der gesamte Boden leuchtend Orange übersät.

Insgesamt kam ein knappes Kilo dieser feinen, deutlich dünnfleischigeren Pfifferlinge zusammen, als es die gewöhnlichen Pfifferlinge sind. Mit der Ernte und der Auslese - ich habe nur die festesten mitgenommen - war ich allein zweieinhalb Stunden(!) beschäftigt. So etwas habe ich mit Samtpfifferlingen noch nicht erlebt.

Beim Putzen hatte ich dann dauerhaft ihren frischen, obstartig-fruchtigen Duft in der Nase, der deutlich intensiver als beim gewöhnlichen Pfifferling ist.

Ganz liebe Grüße, Stefan"

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In Arnolds heimatlichen Wäldern bei Bad Orb wachsen wahre Brummer von Pfifferlingen


2 Fotos: Bei einem Wochenend-Trip in seine Heimat ist Arnold aus Hannover natürlich mal wieder in seine altbekannten Wälder bei Bad Orb gesprungen und hat viele Arten Speisepilze sammeln können. Besonders imponiert haben ihm die vielen großen Pfifferlinge, deren starkes Wachstum im Main-Kinzig-Kreis Pilzfreund Stefan seit Wochen beschreibt.

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Foto: Die hat er natürlich mitnehmen müssen, und so hat er sein Körbchen mit Freude gefüllt. Solche Brummer hat Arnold in der Region Hannover/Hildesheim und im Deister noch nicht gefunden. (2 Fotos © Arnold)

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Im Main-Kinzig-Kreis wollen die Pfifferlinge jetzt sogar einen Teppich auslegen


Foto: Seit Wochen wachsen die Pfifferlinge in vielen Regionen geradezu massenhaft. So ein Pfifferlingsjahr hat es seit Jahrzehnten nicht mehr gegeben. (Foto © Stefan)

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Stefan schreibt am 6. August 2021:

"Hallo lieber Heinz-Wilhelm,

ich fasse mich heute kurz. Es reißt nicht ab mit den Pfifferlingen bei uns im Main-Kinzig-Kreis. Die zweite Runde ist eingeläutet, alles ist goldgelb.

Die noch jungen Pfifferlinge wachsen büschelweise, teilweise sind Flächen von mehreren Quadratmetern bedeckt mit kleinen gelben Pünktchen. Das könnte in zwei bis drei Wochen ein einziger Pfifferlingsteppich sein. 

Insgesamt scheint die Artenvielfalt nun auch wieder etwas zuzulegen. Auch die ersten kleinen Semmelstoppelpilze haben wir heute auf unserer Runde entdeckt.

Ganz liebe Grüße, Stefan & Familie"

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Die schwierige Suche nach Herbsttrompeten

Wenn Glück und Pech aufeinander fallen


Foto: Die Amethystfarbenen Pfifferlinge nahm Stefan sozusagen nur im Vorübergehen mit, denn er war auf der Suche nach einem neuen Platz für Herbsttrompeten. Er fand tatsächlich sehr viele, an verwertbaren blieb ihm allerdings nur eine Handvoll (rechts im Bild)(2 Fotos © Stefan)

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Stefan schreibt am 3. August 2021:

"Hallo lieber Heinz-Wilhelm,

wie soll man es bewerten, wenn man sich auf die Suche nach neuen Pilzplätzen begibt, sie auch findet, aber eben nur, weil dort bereits hoffnungslos überalterte Pilze stehen?

Seit einigen Jahren nehme ich mir zu jedem Saisonstart vor, mindestens eine bestimmte Pilzart an einem noch unbekannten Platz zu finden. Nach entsprechender Vorbereitung mithilfe von Fachliteratur mache ich mich dann bei potentiell günstigem Wetter auf die Suche, durchaus mehrere Male.

Diese Vorgehensweise hat mich bereits Bronzeröhrlinge, Grünfelderige Täublinge, Speisemorcheln und viele schöne Pfifferlingsplätze finden lassen.

Seit meinem ersten Fund von einzelnen Totentrompeten 2017 nehme ich mir vor, eine Stelle ausfindig zu machen, an der sie reichlich und gut wachsen. Außer einem tollen Fund im Urlaub 2019 in Österreich hat hier bei uns im Main-Kinzig-Kreis die vergangenen drei Jahre leider das Wetter nicht mitgespielt.

Dieses Jahr aber sieht es seit einigen Wochen sehr, sehr gut aus. Entsprechend fokussiert bin ich auch schon genauso lange. Ein paar Totentrompeten hier, ein paar kleine in den Startlöchern da, aber noch hat sich mir kein Platz gezeigt, wo sie derart üppig wachsen wie damals in Österreich.

Heute haben wir zum wiederholten Male einen Laubwald mit überwiegend Buchenbestand angesteuert. Nach meiner Einschätzung stimmte alles, um endlich einen starken Wachstumsort meiner begehrten Totentrompeten zu entdecken. 


Foto: Vermutlich nur, weil die Fruchtkörper bereits kohlrabenschwarz waren, entdeckte Stefan diesen Platz der Totentrompeten. Jetzt hofft er auf ihren nächsten Schub. 

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Immer wieder fanden wir auf unserem Weg kleine Amethystschuppige Pfifferlinge, die ich fast schon nur noch beiläufig zur Kenntnis nahm, als ich mich plötzlich inmitten eines Platzes voller Totentrompeten wiederfand. Sie tarnten sich meisterhaft, gar noch perfekter als Morcheln! 

Doch meine Freude schlug abrupt um in Enttäuschung, denn entdecken konnte ich die Nester nur, weil die Fruchtkörper bereits kohlrabenschwarz und labberig waren. Also hoffnungslos überständig. Eine gute Woche zuvor hätte ich mein Körbchen sicher noch randvoll füllen können.

Ich tröstete mich schließlich damit, dass ich sie überhaupt nur hatte entdecken können, weil sie eben bereits pechschwarz und hinfällig waren. Wer weiß, ob ich sie im Bestzustand, also in graubrauner Farbe, nicht übersehen hätte. 

So musste ich mich vorerst mit einer kleinen Handvoll noch Brauchbarer und der Hoffnung auf einen zweiten Schub begnügen. 

So nahe liegen vermeintliches Pech und Erfolg beieinander.

Ganz liebe Grüße, Stefan & Familie"

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