Pilzticker Hessen 123: Pilzfunde in
Hessen vom 06.06.2020 - 12.06.2020



Pilzticker Hessen 123




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Erfolgreiche Lese im hessischen Spessart

Genug für eine Pasta mit Pfifferlingen nach Thuri Maag - und viele, viele goldgelbe Knöpfchen kommen noch nach


Foto: Es war zwar kein ganz großer, dafür aber ein ausreichender und ein aufschlussreicher Fund im hessischen Spessart. Denn neben der Ausbeute, die in einer Pfifferlingspasta nach dem Schweizer Pilz-Starkoch Thuri Maag Verwendung finden wird, gewannen Stefan und Dani die Erkenntnis, dass junge Pfifferlingsbrut massenhaft nachwächst. (2 Fotos © Stefan)

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Stefan schreibt am 12. Juni 2020:

»Hallo lieber Heinz-Wilhelm,

wie angekündigt, ging es für Dani und mich heute Morgen nach einem leckeren Pfifferlingsomelett ab in den Spessart.

Eigentlich war es nicht geplant, alle unsere Pfifferlingsplätze dort anzulaufen, aber das hätte wieder nur eine innere Unruhe zur Folge gehabt. Nun, die komplette Beschau sollte nicht zu unserem Nachteil sein.

Die Pfifferlinge stehen auch dort massig in den Startlöchern. Allerdings haben wir viele an Ort und Stelle gelassen, denn wir hätten das Laub regelrecht durchwühlen müssen, um die erntewürdigen Exemplare ausfindig zu machen. Das wäre auf Kosten vieler kleiner goldgelber Nachwuchsknöpfchen gewesen, die dabei unvermeidbar entweder zertreten oder mit herausgerissen worden wären.

So haben wir sehr vieles unberührt gelassen mit dem Ziel, diese Stellen in zwei bis drei Wochen nochmals aufzusuchen.

Rezept nach dem Schweizer Star-Pilzkoch Thuri Maag

Für eine gute Handvoll schöner Pfifferlinge hat es dennoch gereicht, und so werden wir morgen mit den gesamten Pfifferlingen ein leckeres Pastarezept nach Thuri Maag und seinem ausgezeichneten Buch »Feine Pilzküche« kochen.

Außerdem konnten wir noch ein paar überständige Flockis, Perlpilze und auch ein paar Frauentäublinge finden. Sie trafen jedoch allesamt nicht unser momentanes Interesse, so dass wir sie an Ort und Stelle ließen.

Auf der Rückfahrt mussten wir dann noch betrübt feststellen, dass ein ganzes Fichtenwäldchen komplett dem Erdboden gleichgemacht wurde. Das ist sehr schade, denn zum Herbst war dies immer ein guter Steinpilzplatz. In diesem Wäldchen entstand übrigens am 30. Oktober 2017 jenes Foto, auf dem ich bäuchlings, mit dem Messer in der Hand, einem Steinpilz zu Leibe rücke (2. Foto rechts).

Liebste Grüße Stefan & Dani«

(1 Foto © Dani)

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Main-Kinzig-Kreis: Auch an drei weiteren Pfifferlingsplätzen leuchtete es für Stefan und Dani herrlich goldgelb


Foto: Welch eine Pfifferlingspracht! Die drei Gruppen zeigen das jeweilige Fundergebnis pro aufgesuchtem Wachstumsplatz von Stefan und Dani. 350 Gramm brachte der Gesamtfund auf die Waage! (2 Fotos © Stefan)

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Stefan schreibt am 11. Juni 2020:

»Hallo lieber Heinz-Wilhelm,

heute war ein erster Inspektionsgang zu unseren in diesem Jahr noch unbesuchten Pfifferlingsplätzen angesagt. Und was soll ich sagen: es war ein voller Erfolg, und zwar an allen drei Plätzen!

Dazu möchte ich noch erwähnen, dass ich beim letzten Gang schon angenehm überrascht war, dass unsere Pfifferlingsreviere die vergangenen Dürrejahre scheinbar unbeschadet überstanden haben. Heute ist mir zudem aufgefallen, dass sich zwei Plätze ganz offensichtlich sogar noch ausgebreitet haben.

Das Myzel scheint demnach weiterhin vollkommen intakt und entwicklungsfähig zu sein, was ein weiterer Grund zur Freude ist. Wie das Foto rechts zeigt, haben es die Pilze schön feucht im Laub.

Morgen geht es dann auf eine ausgiebige Tour zu unseren Plätzen im Spessart. Ich bin gespannt, welcher Anblick uns dort an unseren wachstumsstarken Stellen erwartet.

Weitere Pilze, die wir fanden, waren junge Perlpilze und ein paar angeknabberte Frauentäublinge. Von Röhrlingen war heute nichts zu sehen.

Liebste Grüße Stefan und Dani«

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Ein Genussessen mit der lange ersehnten Pfifferlingsrahmsauce

»Umso mehr haben wir es heute alle genossen«


Foto: An diesem Bild führt kein Weg vorbei! Stefan schreibt dazu: »Hier unser angekündigtes und mit viel Vorfreude erwartetes Pfifferlingsessen. Eigentlich ja ein einfaches, jedoch wirklich tolles Essen mit den leicht angebratenen, knackigen und bissfesten Pfifferlingen. Ich hatte es während der zwei Jahre, in denen die Pfifferlinge bei uns ausgeblieben waren, bestimmt vier- oder fünfmal irgendwo außerhalb gegessen und es war ein ums andere mal miserabel zubereitet. Umso mehr haben wir es heute alle genossen ;-)« (3 Fotos © Stefan)

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Stefan schreibt am 7. Juni 2020:

»Hallo lieber Heinz-Wilhelm,

Dani und ich haben heute Morgen auf einer kleinen Runde drei Plätze inspiziert. Erste Anlaufstelle war die der Raufüße, wo ich noch immer auf die Espenrotkappen warte.
Hier durften wir uns wieder zweier toller knackiger Pappelraufüße erfreuen.

Dann haben wir nach den Sommersteinpilzen gesehen, aber hier ist noch nichts in Sicht. Überrascht hat uns das nicht, denn rückblickend kann ich sagen, dass in guten Pfifferlingsjahren eher wenige Sommersteinpilze zu finden waren.

Während die Pfifferlinge es feucht und auch nicht zwingend zu warm mögen, vermute ich, dass es den Sommersteinpilzen noch an Wärme fehlt. Dies zeigte sich auch vergangenes Jahr, als bei Temperaturen von dauerhaft 25-30 Grad bereits geringe Niederschlagsmengen ausreichten, um Sommersteinpilze, Bronze- und Anhängselröhrlinge zahlreich wachsen zu lassen.

Zu guter Letzt haben wir einen weiteren Pfifferlingsplatz aufgesucht. Eine Buchenschonung, die uns 2017 relativ spät im Jahr durch ihre vielen leuchtend gelben Flecken am Boden aufgefallen war. Es waren alles Pfifferlinge. Aber auch hier herrschte noch Fehlanzeige.

Auf dem Rückweg fand noch ein leicht angeknabberter, aber ansonsten knackiger Frauentäubling den Weg ins Körbchen.

Liebe Grüße Stefan & Dani«

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2 Fotos: Es scheint, die Pappelraufüße wollen Stefan und Dani auch in diesem Jahr wieder gut und zuverlässig beliefern. Die Wiese, auf der sie sie immer wieder finden, hat schon fast Plantagencharakter.

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Große Freude im Hause Stefan und Dani:

Die Schnitzel mit der frischen Pfifferlingsrahmsauce und Knödeln werden Wirklichkeit


Foto: Stefan und Dani waren ganz aus dem Häuschen über ihren schönen Fund. Die Inspektion ihrer Pfifferlingsplätze im Main-Kinzig-Kreis nach einer Woche des Wartens und Wachsens der gut versteckten Pilze hat sich gelohnt. Links zwei junge Frauentäublinge. (3 Fotos © Stefan)

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Stefan schreibt am 6. Juni 2020:

»Hallo lieber Heinz-Wilhelm,

den heutigen Tag werden wir uns fett im Kalender anstreichen! Nach etwas über zweieinhalb Jahren haben Dani und ich heute endlich wieder einen vorzeigbaren Pfifferlingsfang machen dürfen!

Noch eine Woche zu warten hat sich definitiv gelohnt. Auch wenn einige Pfifferlinge bereits sichtbare Trockenschäden hatten, war zu unserer Freude noch genügend für eine Mahlzeit am morgigen Sonntag zusammengekommen.

Wir sind ein paar der uns bekannten Plätze, die recht nahe beisammen liegen, angelaufen und fanden überall unsere eigelben Lieblinge in unterschiedlichen Wachstumsstadien vor.
Das heißt für uns, dass wir nun die kommenden zwei Wochen alle bekannten Plätze inspizieren werden, denn es dürfte sich überall in unserer Region etwas tun.

Außerdem haben wir noch einen schönen Flockenstieligen Hexenröhrling und zwei knackige Frauentäublinge gefunden.

Ein schönes Erlebnis war auch, dass wir den Dornigen Stachelbart, dessen zweiter Ernte uns spät im vergangenen Jahr ein Konkurrent zuvorgekommen war, schon wieder beim fröhlichen Wachsen vorfanden.

Es hat uns heute wirklich riesige Freude bereitet und die frische Pfifferlingsrahmsauce mit Schnitzel und Semmelknödeln am morgigen Sonntag werden wir ausgiebig genießen.

Liebe Grüße Stefan & Dani«

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2 Fotos: Stefans und Danis Freude beim Anblick der eigelben Schwämme (links) war groß. So viele und so schöne Pfifferlinge hatten sie zwei Jahren nicht gefunden. Da durfte der etwas ins Alter gekommene Flocki (rechts) gerne im Wald bleiben.

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