Pilzticker BaWue 253: Pilzfunde in Baden-
Wuerttemberg vom 05.08.2020 - 22.08.2020



Pilzticker BaWue 253




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Übersicht aller bisherigen Pilzticker Baden-Württembergs




Zarteste Regungen im Reich der Kronauer Speisepilze lassen Michael hoffen


Michael schreibt am 22. August 2020:

»Hallo Heinz-Wilhelm,

endlich, cirka 5 Tage nach dem Regen hier in der Gegend, tut sich so langsam was im Wald und auf den Wiesen.

Entlang der Waldwege standen zahlreiche Wurzelnde Bitterröhrlinge. Die erste faustkleine Krause Glucke konnte ich auch bereits entdecken. An Sommersteinpilzen fand ich leider nur zwei überständige.

Im Körbchen landeten ein knackiger Flocki, ein Zinnobertäubling (der Knallrote auf dem Foto rechts) und ein paar Wiesenchampignons. Auf mehr Funde hoffe ich die kommende Woche.

Viele Grüße Michael«

(4 Fotos © Michael)

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2 Fotos: An besten Speisepilzen zeigten ein knackiger Flockenstieliger Hexenröhrling (links) und eine Krause Glucke, der die Sonneneinwirkung anzusehen ist (rechts), dass es sie noch gibt.

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Foto: Ein vielsagendes Foto, das zeigt, wie verdörrt das Wiesengras ist. Waren das noch Zeiten, als die Wiesenchampignons noch im satten Wiesengrün wachsen konnten!

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Drei Semmelstoppelpilze hat die Dürre im Bodenseekreis netterweise verschont


Fritz schreibt am 22. August 2020:

»Hallo Heinz-Wilhelm,

infolge der Dürre ist momentan wenig los mit Pilzen. Ausnahme: ich habe einen sehr großen Semmelstoppelpilz in Nachbarschaft zu zwei normalgroßen gefunden. Ich finde seit Jahren immer wieder Riesen dieser Pilzart.

Grüße aus dem Bodenseekreis, Fritz«

(Foto © Fritz)

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Freiburg i. Br.: Lang ersehnte Beute nach eineinhalb Monaten ohne jeden Speisepilz


Julia schreibt am 17. August 2020:

»Hallo liebes Pilzticker-Team,

nach unserem ersten Schwefelporlings-Fund Mitte Juni haben wir lange gar keine Pilze gesehen. Die zwei Fotos zeigen unsere langersehnte Beute vom 16. August vom Schlossberg in Freiburg i. Br.. Der Schwefelporling brachte 1,9 Kilo auf die Waage brachte.

Grüße Iulia«

(2 Fotos © Julia/Privat)

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Kalbsmedaillons auf einer Morchel-Cognacsauce an gebackenen zweifarbigen Kartoffelchips zu einem Gartensalat mit Früchtchen





Foto rechts: Die Vorratsanlegung von Pilzen ist für viele Pilzfreunde ein Muss. Als Michael seine Spitz- und Speisemorcheln fand, dachte er wohl kaum daran, bereits im Monat August auf sie zurückzugreifen. Weil hitze- und trockenheitsbedingt einfach keine Pilze wachsen. Sein »Vorratspilzgericht« kann sich mehr als sehen lassen: es gab Kalbmedaillons auf einer Morchel-Cognac-Sauce mit gebackenen zweifarbigen Kartoffelchips zu einem Gartensalat mit Früchtchen.

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Michael schreibt am 11. August 2020:

»Hallo Heinz-Wilhelm,

da sich die Pilze aufgrund der aktuellen Hitze nicht so richtig blicken lassen wollen, bin ich kurzerhand meinen Morchelvorrat angegangen. Es gab

Kalbsmedaillons auf Morchel-Cognagsahne an gebackenen zweifarbigen Kartoffelchips zu einem Gartensalat mit Früchtchen.

Außer den Kalbsmedaillons, dem Cognac und der Sahne ist alles aus dem eigenen Garten.

Viele Grüße Michael«

(Foto © Michael)

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Fritz findet immer noch feuchte Stellen, die ihm Pfifferlinge liefern


Fritz schreibt am 11. August 2020:

»Hallo Heinz-Wilhelm,

heute früh, als die Temperaturen noch erträglich waren, habe ich eine kleine Exkursion gemacht, um zu überprüfen, ob sich trotz Trockenheit schon etwas bei den Steinpilzen und Flockis tun würde. Fehlanzeige!

Dafür fand ich an meinen noch etwas feuchteren Stellen eine schöne Mahlzeit mit Pfifferlingen und Semmelstoppelpilzen, die ich heute Abend mit Genuss verspeist habe.

Viele Grüße aus dem Bodenseekreis, Fritz«

(Foto © Fritz)

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Kronau: Zu trocken - die Pilze kommen mit dem Wachstum nicht voran


Foto: Eine Miniaturausgabe von einem Grauen Wulstling. Die Pilzart bietet nicht gerade den großen Geschmack, eignet sich aber zur Beigabe im Mischgericht. (2 Fotos © Michael)

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Michael schreibt am 11. August 2020:

»Hallo Heinz-Wilhelm,

noch immer ist mit den Pilzen fast nichts los. Ich fand einen zwar ausgewachsenen, jedoch miniaturhaften Grauen Wulstling. 

Bei einer kleinen Radtour entdeckten Yoga und ich an einem noch stehenden Baumstumpf fast am Wegesrand sehr viele Schwefelporlinge. Alle wären noch küchentauglich gewesen. Sie blieben jedoch an Ort und Stelle, da mein Jahresvorrat an Schwefelporlingen bereits im Frühjahr ausreichend gedeckt wurde.

Viele Grüße Michael und Yoga«

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Foto: Schwefelporling an einem bereits fortgeschritten verrottetem Baumstumpf. Ich habe sie in diesem Alter schon gegessen, würde sie eher nicht mehr zum Verzehr empfehlen. Sie waren die am schwersten zu verdauenden Pilze, die ich je gegessen habe.

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Die wenigen gefundenen Pilze auf der Radtour ließen Michael & Co. stehen


Foto: Es ist gut, dass Michael & Co. die Finger von diesem Schwefelporling ließen, denn in diesem Stadium der schon flach ausgebreiteten konsolenartigen Fruchtkörper sind sie bereits lederig-zäh und bitter und somit nicht mehr zu genießen. (2 Fotos © Michael)

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Michael schreibt am 6. August 2020:

»Hallo Heinz-Wilhelm,

bei unseren Radtouren die vergangenen Tage entdeckten Suri, Yoga und ich am Wegesrand unserer Strecken einige Wurzelnde Bitterröhrlinge und den zweiten Schub an Schwefelporlingen. Wir haben alle Pilze allerdings an Ort und Stelle gelassen.

Viele Grüße Michael, Suri und Yoga«

Blau = ungenießbar


Foto: Ich hatte bereits angedeutet, dass wir ein sehr starkes Jahr der Wurzelnden Bitterröhrlinge haben. Auch Michael haben sie sich nun in den Weg gestellt mit ihren grau-weißen Polsterhüten, den gelben Röhren und gelben Stielen. Es sind Pilze, die schon bei geringstem Druck heftig blauen.

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Ein Hoffnungsschimmer in den Höhenlagen des Schwarzwaldes


Foto: Dafür, dass der Waldboden in weiten Teilen Baden-Württembergs knochentrocken ist, ist Heikos Fund aus dem Hochschwarzwald gar nicht mal schlecht. Pfifferlinge, Semmelstoppelpilze und ein Flockenstieliger Hexenröhrling landeten in der Schüssel. Es regt sich also was beim Pilzwachstum. (2 Fotos © Heiko)

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Heiko schreibt am 5. August 2020:

»Lieber Heinz-Wilhelm,

nach einigen Wochen habe ich heute Vormittag wieder einmal meine Pilzstellen im Hochschwarzwald besucht.

In ganz winzigen Schritten scheint sich wieder ein wenig Artenvielfalt einzustellen. Auf über 1000 Höhenmetern entdeckte ich zwei Hände voll Pfifferlinge, die ersten Semmelstoppelpilze und einen Flockenstieligen Hexenröhrling. Im Wald blieben einige junge Täublinge, Perlpilze sowie ein alter Fichtensteinpilz.

Wirklich viel gibt es nach den trockenen Monaten also noch nicht aus Baden-Württemberg zu vermelden.

Hoffen wir auf ertragreiche kommende Wochen!

Herzliche Grüße sendet Dir Heiko«

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Foto: Ein nicht gerade alltäglicher Anblick in diesen trocken-heißen Zeiten ist dieser Flockenstielige Hexenröhrling.

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