Pilzticker Bawue 181: Pilzfunde in Baden-
Wuerttemberg vom 14.05.2019 - 20.05.2019



Pilzticker Bawue 181




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Bretten: Schöne Maipilze im Walderdbeerbeet für Sven


Foto: Ein Anblick, der Christian sicher genauso erfreuen wird wie Sven, der diese schönen Maipilze bei Bretten gefunden hat. (2 Fotos © Sven)

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Sven schreibt am 20. Mai 2019:

»Lieber Heinz-Wilhelm,

endlich habe ich es mal wieder in den Wald geschafft. Leider bleiben bei meinem Pilzgang meine Dickröhrlingsstellen weiterhin leer.

Dafür wurde ich mit einigen schönen Maipilzen, die sich am Wegrand unter den Erdbeeren versteckten, prima entlohnt.

Auch einen ihnen zum Verwechseln ähnlichen Pilz fand ich massig. Von oben betrachtet, war kein Unterschied zu erkennen, auch vom Geruch her war er sehr ähnlich, allerdings eher unangenehm aufdringlich. Lediglich der schmale Stiel, der Ring unter den Lamellen und die braun gefärbten Lamellen entlarvten ihn. Ich ließ diese Exemplare stehen.*

Liebe Grüße aus Bretten, Sven«

* Das riecht förmlich nach Voreilenden Ackerlingen, ist aber natürlich eine hypothetische Einschätzung


Foto: Ihr Versteckspiel in wilden Erdbeeren half ihnen nicht; Sven hat sie entdeckt - und mit nach Hause genommen.

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Christian zieht Maipilze geschmacklich den erstmals probierten Speisemorcheln vor


Foto: Schön sehen sie aus, die Gelben Speisemorcheln, doch sie versprachen mehr, als sie hielten. Christian, der sie zum ersten Mal goutierte, schmecken Maipilze »sehr viel besser«. Das ist ein prima Plädoyer für die wegen ihres kräftigen Geschmacks mitunter verschmähten Maipilze. Ohne Speisemorcheln geschmacklich herabsetzen zu wollen, kann ich ihn - als Fan von Maipilzen - gut verstehen! (Foto © Christian)

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Christian schreibt am 19. Mai 2019:

»Guten Abend Heinz-Wilhelm,

nach langen Jahren des vergeblichen Suchens fand auch ich endlich einmal auf der Schwäbischen Alb Speisemorcheln.

Darüber habe mich sehr gefreut und war schon sehr gespannt auf den allseits gepriesenen guten und intensiven Geschmack. Leider konnte ich davon nichts bemerken. Und ehrlich gesagt, schmecken mir die Maipilze sehr viel besser. Trotzdem war es eine gute Erfahrung und Freude über den Fund.

Eine gute Woche wünscht allen Christian«


Michaels Sammelvergnügen im saftigen Grün der Kronauer Frühlingswiesen und Pferdekoppeln


Foto: Unter die herrlichen jungen Wiesenchampignons hat sich auch ein kleiner Parasolschlegel gemischt, dem natürlich der Platz im Zentrum gebührt. (4 Fotos © Michael)

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Michael schreibt am 18. Mai 2019:

»Hallo Heinz-Wilhelm,

endlich wieder was los auf den Wiesen und Pferdekoppeln rund um Kronau. Neben zahlreichen einwandfreien Champignons schmuggelte sich auch ein Parasolschlegel in meinen Korb. Ein Bild der herrlichen Wiesen sowie einem Hexenring aus Gras will ich keinem Pilzfreund vorenthalten.

Solch ein Hexenring ist nämlich stets ein Indikator dafür, dass an genau dieser Stelle im Vorjahr Pilze standen und mit ihren zersetzten organischen Resten den Boden mit Nährstoffen versorgten.

Viele Grüße Michael«


Foto: Wenn wir einen solchen sich dunkel vom Umgebungsgras abhebenden Kreis (oder auch Halb- oder Teilkreis) entdecken, sollten wir uns einen näheren Blick gönnen. Oftmals bergen diese dunklen Grasbögen begehrte Wiesenpilze wie Champignons, Maipilze oder Nelkenschwindlinge.


Foto: Und da sind sie auch schon, die erhofften weißen Flecken!


Foto: Welchem Pizfreund bereitet es nicht Freude, in solch einer Landschaft den Korb zu füllen?






Ein Streifzug nach Feierabend für eine leckere Flocki-Salami-Pizza


Oliver konnte es nach Feierabend und ersten Funden von Sommersteinpilzen natürlich nicht lassen und war wieder einmal im Landkreis Emmendingen unterwegs.

Neben einigen Flockenstieligen Hexenröhrlingen fand er auch einen frühen schönen Grauen Wulstling. Zum Fund der ersten Sommersteinpilze von Michael bei Kronau schreibt er: »Mein Kompliment nach Karlsruhe!«

Freiburg, 14. Mai 2019

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4 Fotos: Der kleine Flocki (oben links) landete als leckere Beigabe auf einer Salami-Pizza (rechts daneben).

Unten sehen wir den Grauen Wulstling. Wichtig: die Hutfarbe ist kein Abgrenzungsmerkmal zum hoch giftigen Pantherpilz! Beide Arten können helle bis dunkle grau-braune Mischtöne haben. Ein Perlpilz, der als Doppelgänger auch in Betracht käme, hätte rosa oder rötliche Flecken oder Grundtöne, die hier fehlen. Die für den Grauen Wulstling typischen grauweißen bis grauen Flocken auf dem Hut sind vergänglich. In diesem Fall wurden sie zudem von starkem Regen abgewaschen, den es jüngst im Schwarzwald gab. Graue Wulstlinge wachsen häufig bei Fichten oder Buchen und sind Speisepilze von mittlerem Wert.

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Foto: Das Unterscheidungsmerkmal, welches den Grauen Wulstling vom sehr giftigen Pantherpilz unterscheidet, ist der hier extra groß gezeigte geriefte Ring. Der Ring vom Pantherpilz ist ungerieft. (5 Fotos © Oliver)

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