Pilzticker Hessen 125: Pilzfunde in
Hessen vom 21.06.2020 - 23.06.2020



Pilzticker Hessen 125




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Stefans Jahrespremiere kann sich sehen lassen:

4 Schwarzhütige Steinpilze, 11 Sommersteinpilze und ein Fichtensteinpilz


Foto: »Mein heutiger Fund. Links außen der Pappelraufuß, rechts daneben die oberen zwei Reihen sind Sommersteinis, darunter von links vier Überreste von Bronzeröhrlingen, rechts daneben ein kleiner Fichtensteinpilz. Rechts die schönen Pfifferlinge.« (3 Fotos © Stefan)

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Stefan schreibt am 23. Juni 2020:

»Hallo lieber Heinz-Wilhelm,

ich bin heute Nachmittag eine ausgedehnte Runde zu meinen Stammplätzen  im Main-Kinzig-Kreis gelaufen, eigentlich nur, um nach den Pfifferlingen zu sehen. Aber dann kam eines zum anderen. Erst habe ich ein paar Pfifferlinge geerntet, um kurz darauf meinen ersten Steinpilz in diesem Jahr zu finden.

Er war noch so klein, dass ich ihn mit Laub zudeckte. Es war, als hätten sich meine Augen sogleich, da ich so lange auf sie hatte warten müssen, auf sie eingeübt. So entdeckte ich immer mehr Sommersteinpilze um mich herum, es schien mir beinahe Magie im Spiel zu sein.

Viele waren leider schon regelrecht von Schnecken zerfleddert, und die, die noch etwas boten, taugten nur ohne ihren vermadeten Stiel. Zu meiner Freude füllte sich mein Korb dennoch recht ordentlich, wenn auch nicht im Eiltempo.


Foto: Zwei von elf Sommersteinpilzen. Auch wenn sie noch klein waren, Stefan tat gut daran, sie mitzunehmen. Tags darauf wären sie vermutlich von den Schnecken runtergefressen gewesen.

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An meinem zweiten Stammplatz fand ich schließlich eine gute Ansammlung an Bronzeröhrlingen beim Sonnenbaden vor. Leider waren auch sie schon stark von Schneckenfraß gezeichnet.

Ein kleiner Fichtensteinpilz und ein kräftiger Pappelraufuß landeten ebenfalls noch bei der Gesellschaft im Korb.

Was mir auffiel: die Pfifferlinge ächzen meist schon wieder nach Wasser. Ich war der Hoffnung, dass sie länger über die Runden kommen würden, aber die Temperaturen klettern Mittags bereits wieder auf 29 °C und trocknen sie regelrecht aus, sobald sie durchs Laub kommen.

Ganz besonders habe ich mich darüber gefreut, dass ich mit dem ersten Steinpilz des Jahres direkt Fichten-, Sommer- und den Schwarzhütigen Steinpilz (Bronzeröhrling) gefunden habe.

Ich bin gespannt, wie sich das Pilzwachstum weiterhin entwickelt. Bei den hohen Temperaturen dürfte es auch bald mit den Grünfelderigen Täublingen losgehen.

Liebe Grüße Stefan«

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Eberstadt: Im Wettlauf gegen die Schnecken sind die Pfifferlinge größer als die Steinpilze


Foto: Ein schöner Fund für Tobias! Und schmunzelnd dürfen wir feststellen, dass die Pfifferlinge größer sind als Sommersteinpilze. Aber was will man machen? Wenn die Schnecken ihr großes Bankett abhalten, muss man mitnehmen, was man mitnehmen kann. (3 Fotos © Tobias)

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Tobias schreibt am 23. Juni 2020:

»Einen schönen guten Abend Heinz-Wilhelm,

heute war ich nochmal kurz mit einem Arbeitskollegen an einer anderen Pilzstelle gewesen.

Ich hatte ihm die Fotos von meinem gestrigen erfolgreichen Pilzgang zugesandt, und da ich ihm versprochen hatte, dass wir einmal zusammen in den Wald gehen würden, setzten wir es kurzerhand in die Tat um. Im Hinterkopf hatten wir dabei, dass es recht schnell wieder zu trocken für die Pilze sein könnte.

Und der Gang hat sich erneut gelohnt. Mein Kollege hat sich sehr über unsere Funde - Sommersteinpilze und Pfifferlinge (Fotos rechts) - gefreut und hat seiner Mutter gleich aus dem Wald ein Bild zugeschickt.

Viele Grüße, Tobi aus Eberstadt«

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Eberstadt: Zwei Sommersteinpilze, etliche Pfifferlinge und ein Dank an die Pilzfreunde


Tobias schreibt am 22. Juni 2020:

»Einen schönen guten Abend Heinz- Wilhelm,

heute war ich endlich auch einmal wieder in den Wäldern unterwegs. Von Morgens bis zum Mittag bin ich die meisten meiner Stellen um Eberstadt abgelaufenen. 15,5 Kilometer kamen im gebirgigen Wald zusammen.

Aber es hat sich gelohnt. Schön war, dass ich an meinen Pfifferlingsplätzen auch herrliche Walderdbeeren fand. So konnte ich beide ernten, Pilze und Waldfrüchte. Den Pfifferlingen sah man an, dass es an Regen fehlt. Denn im Wald ist es schon wieder sehr trocken.

Die Sommersteinpilze kommen langsam. Sie sind noch klein, so klein, dass ich einige stehen ließ. Auch ihnen würde ein wenig Regen guttun. Zwei konnte ich aber guten Gewissens mitnehmen (2 Fotos rechts).

An dieser Stelle einmal vielen Dank an die Pilzsammler, die hier ihre aktuellen Informationen an alle weitergeben. Die positive Nachrichtenlage war nämlich der Grund für meinen Waldgang.

Ich werde am Ball bleiben und dich und die Pilzfreunde auf dem Laufenden halten.

Viel Erfolg euch allen in dieser Saison!

Viele Grüße, Tobi aus Eberstadt in Hessen«

(5 Fotos © Tobias)

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2 Fotos: Tobias freute sich über seine Pfifferlingsfunde. Es hatte sich gelohnt, dass er seine weit auseinander liegenden Stellen aufgesucht hatte.

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Foto: Man sah manchen Pfifferlingen an, dass sie an der Trockenheit litten.

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Der Rundgang am Edersee bescherte Armin eine kleine Mischpilzpfanne


Foto: Für den Anfang zufrieden war Armin, der hauptsächlich Goldröhrlinge und vier Pfifferlinge (unten rechts) fand. Und zwei frühe Maronenröhrlinge. (Foto © Armin)

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Armin schreibt am 22. Juni 2020:

»Hallo,

auf meimem heutigen Rundgang im Revier am Edersee konnte ich neben einigen Goldröhrlingen und Pfifferlingen auch schon zwei Maronenröhrlinge finden. Das ergab eine kleine Mischpilzpfanne.

Liebe Grüße von Armin aus Kassel«





Landkreis Gießen, Vogelsberg: Juliane sammelt Pilze zur Freude ihrer Eltern

Juliane schreibt am 21. Juni 2020:

»Hallo Pilzfreunde.

ich habe den Pilz-Ticker erst dieses Jahr entdeckt und finde die Idee großartig! Danke schön!

Ich lebe am Rande des Kreises Gießen, zum Vogelsberg und der Wetterau hin. Ich liebe das Pilzesammeln, gehe mit meinen Eltern schon seit meiner Kindheit auf Pilzpirsch. Ich esse zwar keine - oder besser: nur Schirmpilze -, jedoch sind meine Eltern mittlerweile in einem Alter, in dem sie sich nicht mehr selbst ausreichend mit Pilzeiweiß versorgen können. So habe ich immer freudige Abnehmer.

Heute habe ich eine kleine Pfifferlingmahlzeit sowie einige Butterpilze für meine Mutter sammeln können. Auch Perlpilze habe ich gesehen, aber die lasse ich immer für die Menschen stehen, die sie auch mögen. Meine Eltern sind recht verwöhnt, woran ich sicher meinen Anteil habe...

Liebe Grüße Juliane«

Liebe Juliane,

das ist eine schöne Beschreibung Deiner Leidenschaft! Dass Deine Eltern Dir das Pilzesammeln beibrachten und Du sie heute mit Pilzen belieferst, ist fast wie ein geschlossener Lebenskreis. So soll es sein!

Weiterhin viel Freude und Erfolg bei Deinen Pilzgängen wünscht Dir

mit herzlichen Grüßen Heinz-Wilhelm

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Die herrlichen Pfifferlinge rissen einen enttäuschenden Pilzgang doch noch raus


Foto: Fast wäre es eine Schneidertour, eine Fahrt ohne jeglichen Ertrag, für Mia und Stefan gewesen. Wenn diese schönen Pfifferlinge am Ende nicht doch noch für Freude gesorgt hätten. (6 Fotos © Stefan)

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Stefan schreibt am 21. Juni 2020:

»Hallo lieber Heinz-Wilhelm,

ich habe mich heute mit meiner Tochter Mia mal wieder in den Wäldern bei Alzenau umgesehen. Unser letzter Besuch dort lag nun schon drei Wochen zurück und ich muss noch ein Gespür dafür entwickeln, wann dort was wächst.

Steinpilze und Flockis haben wir auch diesmal wieder vergeblich gesucht. Statt ihrer wuchsen aber Frauen- und Speisetäublinge, Perlpilze, Graue Wulstlinge, Rotbraune Scheidenstreiflinge und Goldröhrlinge ziemlich zahlreich. Auch Narzissengelbe Wulstlinge fanden wir.

Nahezu alle gesichteten Pilze waren jedoch entweder verwurmt oder von Schnecken dermaßen zerfressen, dass uns buchstäblich nichts für den Korb übrig blieb.

Nach vollen zwei Stunden war das dann doch etwas frustrierend, weshalb wir auf dem Heimweg nochmals einen mir bekannten Platz angefahren sind, an dem ich einige Pfifferlinge erhoffte. Dass wir dann aber solch einen herrlichen Fund machen würden, hatte ich nicht erwartet!

Der größte und schönste Pfifferling maß 8 mal 10 Zentimeter und brachte stolze 68 Gramm auf die Waage (Foto rechts). Das muss ein Pfifferling erstmal schaffen!

So konnten wir unsere Tour doch noch erfolgreich und zufrieden abschließen.

Viele liebe Grüße von Mia und Stefan«

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4 Fotos: Wie gut, dass Stefan die Pfifferlinge noch »rettete«, bevor sie dem Verderben anheim gefallen wären. Die Goldröhrlinge (rechts daneben) sowie der Rotbraune oder Fuchsrote Scheidenstreifling und der Frauentäubling (beide unten) blieben dagegen im Wald.

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