Ein Weidenkorb soll es, nein, muss es sein. Wer Pilze möglichst unbeschadet aus dem Wald tragen will, kommt an ihm einfach nicht vorbei.
Und speziell eine Art von Weidenkorb bietet sich für den guten Pilzkorb fast alternativlos an. Ein wirklich guter Pilzkorb hat nämlich keine senkrecht-steilen Seitenwände, sondern die Seitenwände weisen schräg nach oben. Dadurch wird der Druck von den unten liegenden Pilzen genommen.
Grobes Flechtwerk und schräge Seitenwände
machen den wirklich guten Pilzkorb aus. Sie sind ein
großes Plus, wenn wir an heißen Sommertagen einen
Korb voller Pilze aus dem Wald tragen!
Es gibt diese sehr belastbaren und sehr haltbaren Körbe in diversen Größen. Der kleine ist der ideale (Klein-)Kinderkorb; die mittlere Größe bietet sich für kleinere Pilzarten wie Pfifferlinge oder verletzliche Blätterpilze an; der große Korb, in der Regel 55cm lang, ist unser Standard- und Allroundkorb.
Diese Idealkörbe sind gar nicht leicht zu finden. Nach aufwändiger
Suche habe ich einen Internet-Handel entdeckt, der die für Pilzsammler idealen Weidenkörbe zum Verkauf anbietet. Altes Handwerk in bester Ausführung, ohne Schnörkel. In 3 Größen sind sie zu haben - zu einem sehr günstigen Preis.
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Recht originell ist noch ein zweistöckiger Etagenkorb, der unten einen größeren und darüber einen kleineren Korb aus Weidenruten hat. Der höhere eignet sich wiederum gut für kleinere Pilze. Da er aufgrund seiner Höhe leichter umkippt, muss man ihn, will man ihn abstellen, auf abschüssigem Gelände an einen Baum lehnen.
Ein Korb aus Weidenruten, wie er für Pilze bestens geeignet ist: Die Steinpilze und Rotkappen bekommen von allen Seiten Luft. Und die Korbseiten stehen nicht steil nach oben, sondern verlaufen zur Entlastung der unteren Pilze leicht schräg. Dass Karl Berchtold aus Gauting dennoch etwas skeptisch schaut, hat wohl eher mit der Last zu tun, die er noch aus dem Wald zu tragen hat...
Weidenkorb statt Bastkorb
Tiefe Weidenkörbe wie der klassische Kartoffel- oder Obstkorb sind wegen des auf den unteren Pilzen lastenden Drucks deutlich schlechter geeignet. Die gewöhnlichen Einkaufsflechtkörbe aus Bast oder Schilf, mit denen man Pilzsammler nicht selten antrifft, bieten den Pilzen kaum Luftzirkulation.
Auch ein Spankorb, ob groß oder klein, ist eine schwache Alternative. Sehr nachteilig sind seine Ecken - sowie die ebenfalls eingeschränkte Luftdurchlässigkeit. Nicht nur erfahrene Sammler wissen, wie sehr die Sommerhitze einmal geernteten Pilzen selbst in kurzer Zeit zusetzen kann.
Deshalb haben sie in Säcken, Netzen, Plastik- und Kunststofftüten oder Cellophanbeuteln nichts, aber auch gar nichts zu suchen. Wer sie benutzt, outet sich als hoffnungsloser Anti-Pilzsammler.
Ein schöner voller Pilzkorb ist ein Kunstmotiv
Ein Pilzkorb ist, wie unser
Taschenmesser
oder
Pilzmesser,
ein sehr persönliches Stück des Sammlers. Er begleitet uns in der Regel über viele Jahre und ist stillberedter Zeuge unwiederbringlicher und unvergesslicher Wald- und Pilzerlebnisse.
Was hängen an meinen Pilzkörben doch für Erinnerungen. Das fing schon beim Kauf an. Ich habe sie bei einem leider nicht mehr existierenden Korbhändler in der Dachauer Straße in München erstanden. Noch gut erinnere mich an das gemütliche Gespräch über die Korbmacherei und über die Pilzsuche mit dem überaus freundlichen Ladeninhaber.
Für einen fachgerechten Weidenkorb spricht - überdeutlich - auch die Ästhetik. Ist er mit vorgesäuberten Pilzen gut gefüllt, so bietet er einen naturgemäßen, schönen Anblick, der einen Künstler wie von selbst zum Malen eines Stillebens verlockt.
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