Wir sammeln Pilze - Eine Fotogalerie mit kleinen und großen Sammlern
Wir sammeln Pilze: Unter diesem Motto zeigt diese Seite ausgesuchte Fotos, die ich im Laufe der Jahre rund um das Thema Pilze gemacht habe. Fotos, hinter denen sich liebenswürdige kleine Geschichten verstecken. Diese Bilder werde ich regelmäßig gegen andere austauschen. Es ist eine bunte, zwanglose Auswahl. Eine Fotoecke zum Schmunzeln, Staunen, Träumen. Und immer im Mittelpunkt: Pilzsammler. Egal ob groß oder klein. Herbstbild mit prächtigen Steinpilzen
Petra, die Tochter von Karl Berchtold, begleitet ihren Vater gerne in den Wald. Hier zeigt sie sich in einem stimmungsvollen Herbstabend mit prächtigen Steinpilzen. Schon als kleines Kind hat Berchtold sie und ihre Schwester häufig zu Pilzgängen mitgenommen. Wenn die Kleinen über Spinnenweben klagten, die sich in der Fichtenschonung in ihren Gesichtern verfangen hatten, so tröstete Berchtold sie: "Habt ihr gut gemacht, Kinder. Jetzt wissen wir, dass heute noch kein Konkurrent hier war."
Herrliche Mischpilze zum Herbstbeginn

Wir sammeln Pilze zum Herbstanfang: Cornelia Ballhaus war im Landkreis Göttingen/Süd-Niedersachsen an einer ihrer besten Pilzstellen. Das Ergebnis kann sich sehen lassen: In der Mitte des Korbes lachen zwei herrliche Steinpilze mit ihren Röhren heraus, hinten ruht ein Safranschirmling, rechts an der Seite macht es sich ein schöner Waldchampignon bequem. Stolz zeigt sie ihre Ernte vor der wunderschönen alten Mühle, in der sie mit ihrem Mann wohnt - direkt am Waldrand.
Ein VW-Käfer voller Maronenröhrlinge - in der Adventszeit
Wir sammeln Pilze, und zwar bis zum Überdruss: Zwei prallvolle Körbe Maronenröhrlinge fand Karl Berchtold aus Gauting/Obb. im tagelangen Dauerregen spät im Oktober. Er ist durchnässt bis aufs Unterhemd. Als ich ihm vorschlug, einen weiteren Korb zu sammeln, sagte er nur: "Du kannst mich mal. Ich fahre jetzt duschen und dann ins Café." Unvergessen war sein Fund von Maronenröhrlingen in den 70er Jahren. "Während der Adventszeit, es herrschte leichter Frost, fand ich noch so viele kerngesunder Maronen, dass ich in meinem VW-Käfer den Beifahrersitz ausbaute, um sie abtransportieren zu können. Als ich damit am Viktualienmarkt in München vorfuhr, fielen die Marktfrauen fast Ohnmacht: 'Was, jetzt noch Schwammerl?'" "Jetzt geht's los!" so Berchtolds schlagfertige Antwort.
Das gibt's auch noch: Ein Sack voller Wiesenchampignons
Wenn im Herbst früh morgens die Nebel dräuten, gingen wir beizeiten auf die Weiden. Welch eine Spannung, als Erster da sein zu müssen...Wiesenchampignons! Heute gibt es sie kaum noch. Um so mehr ist die Suche nach ihnen mit lebhaften Erinnerungen verbunden: Schon bald waren Finger und Hände im taunassen Gras klamm und steif. Die in Gummistiefeln steckenden Füße begannen zu frieren... Der Stundenschlag von der Kirchturmuhr verdeutlichte die Entrückheit vom eintönigen Lauf des Tages im Dorf. Während sich der Korb füllte, saßen die anderen gemütlich beim Frühstückskaffee. Heute wissen wir: Diese Stunde der Lese, alleine verbracht auf einer stillen Weide, war eine kleine Kostbarkeit. Karl Berchtold fror allerdings nicht, als er diesen Sack bester Wiesenchampignons erntete. Er fand sie im August 2006. Nach langer Trockenperiode setzte endlich ein warmer, nachtlanger Landregen ein. Und übersäte alsbald die ganze Pferdekoppel mit den weißen Köpfchen.
Oliver steht der Steinpilz-Stolz ins Gesicht geschrieben
Wer etwa zehn Jahre alt ist, befindet sich im besten Alter, um Pilze kennenzulernen - und zu sammeln. Oliver Brandt aus Kriechau bei Weißenfels (Sachsen-Anhalt) ist ein gutes Beispiel dafür. Die prächtigen Steinpilze und Maronen dürften manchen erwachsenen Halbprofi neidisch machen... Gefunden hat er sie im Staatsforst von Ziegelroda. Gewiss, die Oma hat ein bisschen mitgeholfen. Und wird ihm bestimmt bald einen schönen Pilzkorb schenken...
Ulrich Kellner: "Meinen Urlaub nehme ich stets zur Pilzzeit"
Wir sammeln Pilze - und nehmen dafür Urlaub. Für Ulrich Kellner ist das ein Gesetz: "Meine Urlaubsplanung richtet sich fast immer nach der Pilzzeit." Fast das ganze Jahr über ist der Monteur aus Merseburg (Sachsen-Anhalt) beruflich unterwegs. Mallorca, Gran Canaria und andere Ferienparadiese spielen für ihn kaum eine Rolle: "Die Pilzsuche ist der schönste Urlaub, den es für mich gibt. Jeden Tag bin ich dann unterwegs." Das untermauerte er prompt. Nachdem er sich auf dem Waldparkplatz verabschiedet hatte und davongebraust war, kehrte er ein paar Minuten darauf überraschend zurück: "Ich gehe nochmal rein. Pilze sammeln ist einfach herrlich."
Edmund Fröhlichs Gesicht spiegelt tiefe Zufriedenheit wider
Wir sammeln Pilze - mit unserer Erfahrung. Wenn ein durch Jahrzehnte gewanderter Pilzsammler schönste Rotkappen findet, darf er sich gänzlich glücklich und zufrieden fühlen. Im Antlitz von Edmund Fröhlich aus Querfurt/S.-Anhalt spiegelt sich dies wider: Es verrät nicht nur angenehm zurückhaltenden Stolz, sondern auch Reife und innere Ruhe eines Pilzveteranen. Nicht zu Unrecht. Denn an einem Tag, als die Rivalen fast ausschließlich Maronen- und Rotfußröhrlinge fanden, spürte er die prachtvollen Rotkappen auf.
Rübezahl im Pilzherbst
Die herbstliche Stimmung zeigt gleichzeitig Höhepunkt und Neige des Pilzjahres an. Trotz guten Fundes einer bunten Herbstmischung schaut der Pilzsammler grimmig drein. Und der Knüppel, den er gerne mit auf seine Pilzgänge nimmt, wirft die Frage auf: Posiert hier wirklich Karl Berchtold aus Gauting in Oberbayern - oder ist es nicht vielleicht doch der ewig launische Berggeist Rübezahl aus dem Riesengebirge?
Zurück zu "Warum ich eine Website über Pilzsammler anlegte"
Von "Wir sammeln Pilze" zurück zu Passion Pilze sammeln Home Page
|