Rohlands Pilztouren 44:
Funde vom 10.02.2016



Rohlands Pilztouren 44




Alle Funde des Pilzberaters ab dem 08.02.2014:

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Peter Rohland auf Tour

Die Böhmischen Verpeln bereiten sich schon auf ihren Auftritt vor, die ersten Frühblüher erfreuen mit satten Farben das Herz




Foto: Ein ungenießbarer Rotrandiger Baumschwamm leuchtet in der pilzarmen Zeit in der warmen Sonne. 

Rohlands Pilztouren 44



Peter Rohland schreibt am 10. Februar 2016:

»Hallo Ihr Lieben,

nun blüht endlich meine Coelogyne-intermedia-Orchidee, eine riesige Schaupflanze, die  meist nur auf einem Neutrieb von vieren blüht. Sie hängt bei mir sommers wie winters am offenen Fenster und kann auch Minusgrade wegstecken. Ich halte sie durchgehend feucht.

Ich war heute früh mal im Auwald bei den Märzenbechern. Dort wird immer noch Holz gefällt. Das ist ein trauriger Anblick.

Im meinem Orchideenwald spitzen schon die Neutriebe des Knabenkrautes aus der Erde. Die des Bärlauches sowiewo. Und im schönsten Park der Welt sonnen sich die Enten am Teich und freuen sich über den milden Winter.

Wir erleben jetzt gerade die pilzärmste Zeit des Jahres. Der einzige Vertreter, den ich heute im schönsten Park der Welt erblicken konnte, war der Rotrandige Baumschwamm. Um so schöner war er im warmen Sonnenlicht anzusehen.

In den großen Leipziger Parks räkeln sich die Frühblüher aus dem Winterschlaf. So sah ich unter alten Douglasien bereits die ersten blühenden Wildalpenveilchen. Auch der Seidelbast blüht schon, so dass ich in Kürze mal in meinen Frauenschuh-Wald fahren werde, weil dort viel Kalk ist und viele Seidelbaste und andere Raritäten wachsen.

In großer Menge fand ich den Warzigen Drüsling. Wegen der Pilzarmut stimme ich Euch heute mal mit den kräftigen Farben der Frühblüher auf das Frühjahr - und auf Pilze ein. Ich wage die Prognose, dass die Böhmische Verpel in diesem Jahr nicht mehr lange auf sich warten lässt, vorausgesetzt, die Babyfruchtkörper kriegen nicht noch mal minus zehn Grad auf die Mütze.

Viel Freude an den Bildern, die Euch hoffentlich Lust auf mehr machen!

Euer Peter Rohland aus dem manchmal trüben, manchmal sonnigen Leipzig.«

Blau = ungenießbar


Foto: Rotrandiger Baumschwamm 2, ungenießbar.






Foto rechts: Seidelbast, giftig.






Foto: Enten unter einer fahlen alten Weide auf dem Teich.


Foto: Die Wilden Alpenveilchen blühen bereits. Ein wunderschöner Anblick.






Foto: Die männlichen Haselkätzchen, hier rot, sind nach Susanne Fischer-Rizzi essbar. Sie enthalten hochwertige Proteine. Mehr dazu in ihrem Buch »Blätter von Bäumen: Heilkraft und Mythos einheimischer Bäume.«

Foto: Warziger Drüsling 1, ungenießbar. Die Pilze wachsen um diese Jahreszeit mehrmals hintereinander am gleichen Holz.


Foto: Warziger Drüsling 2, ungenießbar.






Foto: Lila Krokusse.






Foto rechts: Gelbe Krokusse.




Foto: Lilagelbe Krokusse.


Foto: Eine ausgewilderte Nieswurzart aus der Gattung, der auch die verwandte Christrose angehört. Übergeordnet zählen sie zur Familie der Hahnenfußgewächse.


Foto: Eine rotblühende Zaubernuss (Hamamelis).

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Foto: Und zu guter letzt: Meine eingangs des obigen Textes beschriebene Riesenschau-Orchidee Coelogyne intermedia.

(14 Fotos © Peter Rohland)

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