Pilzticker Thueringen 9:
Funde vom 10.10.2013 - 19.11.2013



Pilzticker Thueringen 9




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Übersicht aller bisherigen Pilzticker Thüringens




Kranichfeld: Nur noch die Trompetenpfifferlinge sind übrig geblieben - und das Trockenprogramm läuft auf vollen Touren



Foto rechts: In vielen Wäldern in Deutschland haben sie jetzt die Oberhand: Trompetenpfifferlinge. Sie sind vor allem gute Suppen- und Soßenpilze. (Foto © Margit Lindemann)




Marc schreibt am 19. November 2013:

"Hallo an alle,

in einem Nadelwald bei Kranichfeld (überwiegend Fichten und Kiefern, einigem Moos sowie Heidekraut) wachsen seit gut drei Wochen nur noch die Trompetenpfifferlinge. Die kommen allerdings massenhaft vor. Ähnliche Stellen kenne ich sonst nur aus dem Ilmenauer Raum.

Mein letzter Pilzausflug am 16. November trug mehr als genügend für den Eigenbedarf der kommenden Monate beziehungsweise Jahre ein. Seither läuft das Trockenprogramm...

Viele Grüße Marc"

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Region Jena: "Ein Ausflug zu den einschlägigen Stellen kann sich durchaus noch lohnen"

Michael schreibt am 11. November 2013:

"Lieber Heinz-Wilhelm,

es scheint, als ob die meisten Pilzfreunde die Saison für beendet erklärt haben. Die Pilze jedenfalls noch nicht.

Ich war am Freitag in "meinem" Wald westlich von Eisenach. Leider gab es nur überalterte Maronen. Die hätte ich wohl rund vier Tage zuvor ernten müssen. Die Suche ging aber ohne Ernte zu Ende, sie waren einfach zu matschig.

Heute hab ich dann vor meiner Rückfahrt nach Jena nochmal einen Graben am Waldrand geprüft. Da war am Freitag noch nicht viel zu sehen. Heute hingegen fand ich zwei sehr junge Maronen, einen mittelgroßen Steinpilz in bester Qualität und vier gute bis sehr gute Butterpilze.

Weiterhin habe ich noch einen winzigen Birkenpilz mitgenommen. Das alles auf nur vier Meter Grabenlänge! Ein Jammer, dass ich los musste und keine Zeit mehr hatte, im Wald an den richtigen Stellen zu suchen.

Ein Ausflug zu den einschlägigen Stellen kann sich also durchaus noch lohnen. Obwohl es ziemlich kalt war in den vergangenen Tagen, hatte es noch einmal sintflutartige Regenfälle über zwei Tage hinweg gegeben. Vermutlich hat das für den Schub gesorgt.

Viele Grüße, Michael"

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Vogtland/Thüringen: Der letzte Pilzgang des Jahres brachte noch einmal üppige Maronenfunde

Horst schreibt am 26. Oktober 2013:

"Hallo Heinz-Wilhelm,

da aus den Bundesländern in letzer Zeit relativ wenig gute Pilznachrichten kamen, möchte ich unseren sicher auch letzten Pilzausflug für dieses Jahr in das Grenzgebiet zwischen Vogtland und Thüringen beschreiben. Er bescherte uns reichlich Maronen!

So hatte jeder von uns pro Stunde etwa zwei Kilogramm, und wir waren nicht nur eine Stunde im Wald! Es waren keine jungen Pilze mehr, aber sie waren groß und fest. Für mich war es ein insgesamt gutes Pilzjahr nach Startschwierigkeiten.

Mit freundlichen Grüßen - und auf ein Neues 2014!
Horst"

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Jena: Michael hofft auf einen erneuten Schub von Maronenröhrlingen

Michael schreibt am 23. Oktober 2013:

"Lieber Heinz-Wilhelm,

gestern war ich wieder in den Wäldern westlich von Jena unterwegs. Ich hatte auf junge Fruchtkörper gehofft, da es hier sehr mild war und vor einigen Tagen gut geregnet hatte. Leider wurde ich enttäuscht, es gab nur ein paar Maronen, die allerdings durchweg schon (zu) alt waren. Keine jungen Fruchtkörper. Ich hoffe es gibt noch einen Schub in den kommenden Tagen.

Zu Fritz' Frage vom 20. Oktober 2013:

Ich habe leider immer noch keine Krause Glucke gefunden, trotz intensiver Suche in Kiefernwäldern. Allerdings vornehmlich auf Kalkboden, daher dürfte das Fritz' Frage beantworten.

Viele Grüße, Michael"

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Bei Jena: So viele Erdritterlinge wie noch nie - und die seltenen Kiefernschnecklinge sind auch da

Fritz schreibt am 20. Oktober 2013:

"Um Jena gibt es auf Muschelkalkboden unter Kiefern zur Zeit massenhaft Erdritterlinge. Soviele habe ich hier noch nie gesehen. Auch einige Schnecklinge, etwa weiße - Elfenbeinschnecklinge(?) (Hygrophorus eburneus) - sowie Große Kiefernschnecklinge (Hygrophorus fuscoalbus) gibt es an diesen Standorten hier einige.

Zum Vorkommen von Krausen Glucken habe ich eine Frage: Ich kenne einige Standorte um Jena, aber nur auf Buntsandsteinuntergrund. Hat jemand schon Krause Glucken auf Muschelkalk gefunden?

Fritz"

Hallo Fritz,

der ebenfalls für den Pilz-Ticker-Thueringen schreibende "Michael" befasst sich mit der Beschaffenheit der Böden, auf denen Pilze wachsen. Neben ihm könnte Deine Frage vielleicht noch am ehesten Pilzfreund "Chris" vom Pilzticker Sachsen beantworten, der sich in seinem Geologiestudium an der TU Bergakademie Freiberg mit der Lithologie befasst und Pilze u. a. nach gesteinskundlichen Gegebenheiten sucht.

Gerne leite ich Deine Frage an beide weiter.

Viele Grüße von Heinz-Wilhelm







Ein später Korb voller schöner Pilze für Thorsten aus den Wäldern bei Königsee-Rottenbach

Thorsten schreibt am 20. Oktober 2013:

"Servus und Hallo aus Thüringen,

hallo Heinz-Wilhelm,

nach meiner letzten Mail an Dich, die ein paar Tage zurückliegt, war ich gestern noch mal los.

Und was ich erlebt habe, war echt der Wahnsinn: Der ganze Wald roch nach Pilzen, und was ich gefunden habe, war echt toll: Steinpilze, Maronen, Birkenpilze, Butterpilze und Hallimasch. Du hattest Recht, ich war zu ungeduldig. Und nach drei Stunden war der Korb voll!

Mit freundlichen Grüßen Thorsten


Stadtroda/Hermsdorf: Und immer noch eine Fülle von Steinpilzen - auch richtig guten





Jana schreibt am 17. Oktober 2013:

"Hallo Heinz-Wilhelm,

den heutigen freien Tag nutzte ich natürlich wieder dazu, um den heimischen Wald um Hermsdorf/Stadtroda unsicher zu machen. Da ich am Samstag und Sonntag jeweils den Korb voll hatte, erwartete ich keine große Ausbeute.

Doch auch heute war der Korb innerhalb kurzer Zeit gefüllt mit einer großen Vielfalt. Die Masse waren abermals Steinpilze. Dazu kamen Birkenpilze, Butterröhrlinge, Hexenröhrlinge, Maronen, Blutreizker und Hallimasch.

Mich erstaunt immer wieder, dass es dieses Jahr so viele Steinpilze gibt. Die großen Exemplare sind stehen geblieben - nur die knackigen durften mit. Einen Eindruck von der Fülle vermitteln die zwei Fotos.

Liebe Grüß, Jana"

(2 Fotos © Jana)

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Saale-Orla-Kreis: Die Steinpilze gehen zur Neige, die Maronen gibt es in Massen

Horst schreibt am 16. Oktober 2013:

"Hallo,

ich war in letzter Zeit häufig unterwegs im Saale -Orla-Kreis und im Gebiet um Großräschen. Die Steinpilze gehen zur Neige. Dafür gibt es Maronen in Massen. Alles erst nach den Regentagen der vergangenen Woche.

Meine Prognose: Maronen wachsen weiter, dazu Butterpilze und Sandröhrlinge. Ich versuche es weiter. Man musste ja auch lange Geduld haben.

Mit freundlichen Grüßen an alle Pilzfreunde, Horst.

P.S.: Die immer mehr werdenden Berichte auf dieser Seite haben mir wertvolle Hinweise auf meine Pilzgebiete gegeben, zu denen ich ja viele Kilometer unterwegs bin. Danke!"

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Mühltal, Holzland: Der spontane Pilzgang war trotz Regens ein Vergnügen und die Ernte erfreute drei Familien


Petra und Andreas schreiben am 13. Oktober 2013:

"Liebe Pilzfreunde,

wir haben das erste Mal auf den Pilz-Ticker geschaut. Die letzte Meldung vom 10. Oktober von "Villa" hat uns veranlasst, in das Mühltal, im Holzland, zu fahren.

Wir wurden nicht enttäuscht und fanden in zwei Stunden ca. 10 kg herrliche Mischpilze, d. h. vorwiegend Maronen (klein), Steinpilze, Rotfußröhrlinge, Birkenpilze, Sandröhrlinge und eine Krause Glucke. Das Foto rechts zeigt unsere schöne Ernte.

Der Fund hat für drei Familien gereicht. Trotz schlechten Wetters hat uns der Pilzsammelausflug viel Freude bereitet.

Petra u. Andreas"

(Foto © P./A. Privat)

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Thüringer Eichsfeld: Ein Steinpilzfund, an den Heike noch lange zurückdenken wird






Heike hat uns im Oktober 2015 dieses Foto von ihrer Steinpilzernte am 12. Oktober 2013 nachgeliefert. Solch einen Fund macht man nicht jedes Jahr. Um so nachhaltiger ist die Erinnerung an solch herausragende Tage im Verlauf eines Pilzsammlerlebens. (Foto © Heike)

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Stadtroda: Jana musste die schönen Steinpilze schweren Herzens zurücklassen.




Foto links: Was nun? Janas Korb ist bereits nach der Hälfte der geplanten Pilzstrecke überfüllt. Schweren Herzens ließ sie beste Steinpilze im Wald zurück. (Foto © Jana)




Jana schreibt am 12. Oktober 2013:

"Hallo Heinz-Wilhelm, 

hier, in den Wäldern um Hermsdorf/Stadtroda im Saale-Holzland-Kreis, steppt der Bär! Oder sollte man lieber sagen, hier feiern die Steinpilze eine Party?

Nach nur der Hälfte der geplanten Route musste ich wegen Überfüllung meines Korbes abbrechen und schweren Herzens einige sehr schöne Steinpilze zurücklassen. 

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Foto: Tief im Gras, tief im Moos. Ob Jana diesen Steinpilz auch stehen ließ, weil der Korb ihn nicht mehr fasste? (Foto © Jana)


So viele wie dieses Jahr habe ich schon lange nicht mehr gefunden. Überall wachsen sie, sogar da, wo ich noch nie einen Steinpilz fand, stehen sie scharenweise! Auch die Butterpilze schießen hier nur so aus dem Boden, genau wie die Stockschwämmchen und die Blutreizker.

Heute durften aber nur Steinpilze, ein paar Hexenröhrlinge, einige junge Birkenpilze sowie Rotkappen im Korb Platz nehmen.

Bis bald, Jana"

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Jena: Mit ganzer Kraft und einem Igelwulstling bäumt sich der Pilzherbst noch einmal auf


Foto: Welch ein satter bunter Pilzherbst hat sich in Villas prachtvollem Korb eingenistet! Alles drin, alles da! Schöner lässt sich ein Pilzgang in dieser hohen Zeit wohl kaum darstellen.


Villa schreibt am 10. Oktober 2013:

"Lieber Heinz-Wilhelm,

mit ganzer Kraft hat sich der Pilzherbst noch einmal aufgebäumt. Und mit letzter Kraft habe ich Sammler gesehen, die ihre "Beute" kaum durch den Wald schleppen konnten, so beladen mit Pilzen waren sie.

Mein kleines, feines Sammelsurium zeigt, was es alles so gab in den letzten Tagen. An einer einzelnen Birke konnte ich 16 junge Birkenpilze zählen und zwei Rotkappen gab es obendrauf. Meine Sorge die Maronen könnten zurückgegangen sein, war unbegründet. Hunderte standen gestern im Wald! Von den Reizkern, Butterpilzen, Goldröhrlingen, Kuh- und Sandröhrlingen sowie Ziegenlippen nahm ich nur eine ganz kleine Auswahl.




Foto links: Ein Igelwulstling oder Stachelschuppiger Wulstling (Amanita solitaria syn. A. echinocephala). Der Pilz ist grünlich überhaucht und hat einen medikamentösen Geruch. Sehr markant sind seine pyramidenförmigen Schüppchen.




Steinpilze und Hexenröhrlinge durften, sofern madenfrei, ins Körbchen. Der Violette Rötelritterling war ebenso zu finden wie auch Grünspanträuschlinge und Hallimasch.


Foto: Vier schöne Birkenpilzemit mit beinahe noch blütenweißen Stielen. Auf dem einen liegt, zur besseren Bestimmung, extra ein Birkenblättchen.


Aber mein schönster Fund waren ein Igelwulstling (Amanita solitaria syn. Amanita echinocephala) und eine Grubenlorchel (Foto rechts), die mir in meiner Morchel-Lorchel-Sammlung noch gefehlt hatte.

In unserer Tageszeitung stand ein Bericht, dass das Pilzjahr eher mäßig war. Dem kann ich nicht zustimmen.

Egal, ob im Winter, Frühling, Sommer oder Herbst, es gab in unserer Region immer Pilze zu finden.

Herzliche Grüße, Villa" (4 Fotos © Villa/Jenalebt)

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Allen Pilz- und Naturfreunden eine schöne Adventszeit

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