Pilzticker Thueringen 41:
Funde vom 05.08.2017 - 08.08.2017



Pilzticker Thueringen 41




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Heike entdeckt eine neue Silberröhrlingsstelle und stellt fest: Der erste große Steinpilzschub geht zu Ende


Heike schreibt am 8. August 2017:

»Hallo lieber Heinz-Wilhelm,

noch einmal bin ich heute kurz zum Tümpel. Auf dem Weg dorthin schaute ich an einer steinalten Hainbuche. Im Graben daneben im dichtesten Gestrüpp sah ich einige Steinpilze.
Ich erntete einige brauchbare.

Als ich den nächsten vermeintlichen entnahm, erwies sich dieser als Silberröhrling. Nun schaute ich genau hin und entdeckte noch drei weitere. Die blieben am Ort stehen. Damit habe ich eine neue Stelle mit Silberröhrlingen. Und das direkt am Wegrand.

Am Tümpel gab es noch einige Sommersteinis  (Foto rechts), drei schöne Hainbuchenröhrlinge und eine Rotkappe wieder an einer Hainbuche, wie neulich. Der Schub Steinpilze dürfte wohl  durch sein.

Die Grauen Leistlinge sind seit meiner letzten Inspektion nicht 1 mm gewachsen. Es ist schon wieder sehr trocken. Es war in den letzten Tagen auch sehr windig, was Pilze ja überhaupt nicht mögen. Regen haben wir heute leider auch nicht abbekommen.

Der Wald war heute gelb getupft von vielen Goldröhrlingen und es gab Massen an neuen Perlpilzen. Auch jede Menge Stockschwämmchen kommen. Die Täublinge sind im Moment auf dem Rückzug.

Herzliche Grüße Heike«

(2 Fotos © Heike)

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Ein großer Korb voller Herbsttrompeten und mehr für den glücklichen Rainer


Rainer schreibt am 7. August 2017:

»Lieber Heinz- Wilhelm,

sie sind da, meine geliebten Herbsttrompeten! Heike, die schätzungsweise 800 Kilo Pilze jedes Jahr nach Hause schleppt, hatte Recht.

Nach 3 Jahren sind sie zurückgekehrt. Sonnabend war da noch nix. Fundgebiet war das Östliche Kyffhäuser-Gebirge, bei Udersleben. Maronen, Steinpilze, Rotkappen und drei Grüngefelderte Täublinge runden das Bild ab.

Grüße an die Pilzfreunde deiner Seiten!

Rainer L.«

(Foto © Rainer L.)

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Sondershausen: Rebecca ließ einen Großteil der herrlichen Steinpilze im Wald zurück


Foto: Die Steinpilze außerhalb des Korbes rechts sind seltene Schwarzhütige Steinpilze (Boletus aereus), die unter Eichen oder Esskastanien wachsen. Sieben auf einen Streich - ein wahrhaft seltener Fund!


Rebecca schreibt am 7. August 2017:

»Lieber Heinz-Wilhelm,

dank des günstigen Pilzwetters der letzten Wochen konnte ich bereits einige Male samt Hund einen kleinen Streifzug durch die hiesigen Wälder unternehmen. Hund hatte Spaß, Frauchen auch - und für ein leckeres Mischpilzgericht mit Pfifferlingen, Semmelstoppeln und ein paar wenigen Rotkappen - zuletzt sogar vielen schönen Herbsttrompeten  - hat es fast immer gereicht.

Nur die Steinpilze wollten noch nicht so recht. Heute also erneut der Versuch - und das Glück war auf meiner Seite! Auf bisher unbekanntem Boden standen urplötzlich solche Mengen schönster Steinpilze unterschiedlichster Art, dass ich einen Großteil stehen lassen konnte, als mein Korb voll war. Auf dem Foto rechts bewacht mein Vierbeiner drei prächtige  Schwarzhütige Steinpilze.

Eine derartige Auswahl hatte ich zuletzt 2013! Die Madenkameradschaft ist in diesem Jahr allerdings wieder sehr fleißig, was meiner Freude aber keinen Abbruch tat, schließlich hatte ich genug gesammelt.

Schon nach einer Stunde ging es heimwärts - fast ein bisschen zu früh. Aber der Korb war schwer... Morgen geht's wieder los!

Viele liebe Grüße aus Sondershausen, Rebecca«


Foto: Welch eine makellose Majestät von einem Steinpilz (Boletus edulis)! Sein ebenmäßiger Hut und der wohlproportionierte Stiel verleihen ihm einen stolzen, erhabenen Habitus. (3 Fotos © Rebecca)





Thüringer Vogtland: Der Wind geht, die Pilze gehen erst einmal merklich zurück


Monika schreibt am 7. August 2017:

»Hallo Heinz-Wilhelm,

wir waren heute nach dem Frühstück wieder in unseren Pilzwäldern im Thüringer Vogtland. Es hat sich gelohnt.

Wir fanden einige wurmlose Steinpilze (unter vielen überständigen), schöne Maronen, Goldröhrlinge und Graue Lärchenröhrlinge, die seit Donnerstag wieder vermehrt wachsen. Dazu Rotkappen, kleine Safranschirmpilze und schöne Fichtenreizker. Die gefundenen Hexenröhrlinge haben Freunde bekommen.

Bei uns war es in den letzten Tagen sehr windig, der Wald wird trockener und stellenweise stand kein einziger Pilz mehr. Man merkte heute, dass das Pilzwachstum hier erstmal einmal zurückgeht.

Meine zwei Fotos zeigen die Espenrotkappe am Wegesrand und die gesammelten Pilze auf dem Küchentisch.

Herzliche Grüße aus dem Thüringer Vogtland von Monika«

(2 Fotos © Monika)

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Rekordjahr im Nördlichen Eichsfeld

So viele Sommersteinis, so viele Pilze: »Wo soll das dieses Jahr nur hinführen?«


Foto: Die Sommersteinpilze liegen wieder bereit zum Verschenken und zum Verzehr. Und Nora Richters Wildpilz-Kochbuch auch schon griffbereit für das Nachkochen leckerer Rezepte.

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Heike schreibt am 6. August 2017:

»Hallo lieber Heinz-Wilhelm,

alle Pilze von gestern waren gestern Abend noch vearbeitet . Mein Vater bekam pünktlich zum Abendbrot eine große Schüssel pfannenfertig geputzt und geschnitten, überbracht durch meine Tochter.

Keine zehn Minuten, nachdem sie meinem Vater die Pilze übergeben hatte, klingelte das Telefon bei mir. Die erste Frage: »Bist du wahnsinnig? So viel Pilze.«  Er hat sich sehr gefreut über so viel Steinpilze. 

Heute früh um 7 Uhr ging es noch mal in meinen kleinen Wald. Die Stellen ablaufen, für die es gestern zeitlich nicht mehr gereicht hatte. Bei den Silberröhrlingen gab es nichts Besonderes, zwei alte »Silberrücken« und einige Perlpilze langweilten sich dort. Ich hatte noch auf andere Arten gehofft.

Am Tümpel entlang zu meinen Leistlingsstellen fanden wir unzählige Hainbuchenröhrlinge, die in Reihe standen. Das sah beeindruckend aus. Für meinen Geschmack waren sie leider schon zu weich.

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Foto: Wie gepflastert wachsen im Nördlichen Eichsfeld die Grauen Leistlinge. Zu beachten sind die unzähligen jungen in dem kräftigen Büschel. (2 Fotos © Heike)

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Ein Ring aus Sommersteinpilzen

Dann stießen wir erneut auf sehr, sehr viele Sommersteinis, von denen der eine oder andere in den Korb wanderte. Ich möchte nicht wissen, wieviele Steinpilze es im Moment in meinem Wäldchen gibt. Ähnlich wie Michael mit seinem Hexenring aus Sommersteinpilzen, so offenbarte uns heute ein vergleichbarer Anblick. An die 30 Stück standen im Ring um eine alte Buche.

Das Witzige daran war, dass sie von winzig klein bis zu steinalten Riesen reichten. Es gab Stellen, wo an die 20 Stück auf nicht einmal zwei Quadratmetern standen. Dann mal wieder hier einer, dort einer. Es ist verrückt dieses Jahr.

Am Wegesrand zu den besten Stellen der Leistlinge lassen diese sich auch schon vereinzelt sehen. Herbsttrompeten und Graue Leistlinge wechseln sich am Standort ab. Alle noch ganz winzig klein und noch vereinzelt. Die teppichartige Invasion der Grauen Leistlinge von Oktober 2014 ist noch nicht in Sicht. Außerdem gibt es seit gestern auch diese furchtbar großen weißen Milchlinge. Zu Hunderten.

Ich bin gespannt, wie es weitergeht. Hoffentlich kommt keine längere Trockenheit. Wegen der unerwarteten Unmenge Sommersteinis bin ich noch gar nicht in die Fichten gekommen.

Die Gefriertruhe weist auch schon ordentliche Mengen an vakuumierten fertigen Pilzleckereien auf. Und drei spannende Monate liegen noch vor uns. Wo soll das dieses Jahr nur hinführen?

Herzliche Grüße Heike«

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Matthias ist enttäuscht: Keine essbaren Röhrlinge bei Jena

Matthias schreibt am 5. August 2017:

»Ich war heute mit meiner Frau in den Pilzen, wir kennen nur die mit Schwamm (Röhren) und die sammeln wir auch nur. Wir gehen immer in den Wald um Zölnitz (Jena), haben dort auch schon viele Pilze gefunden.

Doch heute gab es nur Bitterlinge (Gallenröhrlinge), und die zuhauf. Keine Maronen, Butter-, Sandröhrlinge oder Steinpilze.

In Jena und Umgebung lohnt es sich zurzeit nicht, wenn man nur Pilze mit Schwamm kennt.

Viele Grüße aus Jena«

Blau = ungenießbar

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