Pilzticker Thueringen 18:
Funde vom 29.10.2015 - 23.12.2015



Pilzticker Thueringen 18




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Im nördlichen Eichsfeld fressen die Schnecken schneller als Heikes Austernseitlinge wachsen können


2 Fotos: Ein Birkenporling in sehr guter Qualität (links) und einer der wenigen kleinen Austernpilze (rechts), die Heike gefunden hat. (2 Fotos © Heike)

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Heike schreibt am 23. Dezember 2015:

»Lieber Heinz-Wilhelm,

bei einem meiner letzten Waldgänge konnte ich noch zwei erstklassige Birkenporlinge finden. Und, kaum zu glauben, sogar noch eine Krause Glucke. Die Austernpilze tun sich hingegen zur Zeit schwer. Ich habe eine neue Fundstelle mit sehr kleinen Austernpilzeln entdeckt, die ich regelmäßig kontrolliere. Dabei musste ich feststellen, dass die Pilze nur sehr langsam wachsen. Und die Schnecken sind mit ihrer Fressgier schneller.

Übrigens wachsen momentan unwahrscheinlich viele Grünblättrige und - nicht ganz so viele - Ziegelrote Schwefelköpfe.

Lieber Heinz-Wilhelm,
vielen Dank für Deine tolle Arbeit, die großes Interesse bei Pilzsammlern weckt und bei denen, die es noch werden wollen. 

Dir und deiner Famile ein ruhiges Weihnachtsfest und einen guten Rutsch in das neue Pilzjahr!

PS: Wenn das Wetter so weitermacht, wachsen bald die ersten Morcheln. Hoffentlich bricht ausgerechnet dann nicht der Winter an...

Herzliche Grüße aus dem Eichsfeld und bis bald Heike«

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Nördliches Eichsfeld: Schöne frische Stockschwämmchen, aber leider schon überständige Austernpilze


Heike schreibt am 29. November 2015:

»Hallo lieber Heinz-Wilhelm,

wir waren vor drei Tagen im Wald. Meine Hoffnung war es, Austernseitlinge zu finden. Ich hatte ja vor einiger Zeit hoch oben am Baum welche entdeckt. Und siehe da, es gab tatsächlich welche, sogar greifbar nah, doch leider waren sie bereits überständig. Aber ich werde dieses Gebiet diesen Winter im Auge behalten.

Daraufhin entdeckte ich an einer Buche noch kleinere, frisch herauswachsende Pilze. Zwar sahen sie, oberflächlich betrachtet, ebenfalls wie Austernseitlinge aus. Aber die beigefarbenen Lamellen und vor allem der gelbliche bis gelbe Stiel machten mich stutzig. Und tatsächlich, es waren Gelbstielige Muschelseitlinge, die ja hinsichtlich ihres Speisewertes sehr umstritten sind.


2 Fotos: Die köstlichen Austernpilze (links) waren leider schon etwas zu alt, die Gelbstieligen Muschelseitlinge (rechts) sollten besser nicht Zugang in die Pilzküche finden.


Auf meinem weiteren Weg durch den Wald entdeckte ich noch viele Herbstlorcheln* und einen ganzen Stubben voll schöner frischer Stockschwämmchen; siehe die beiden größeren Fotos. Die feinschuppigen Stiele auf dem zweiten Bild (rechts) zeigen, dass es tatsächlich welche sind, obwohl die Hüte auf dem Foto ganz oben fast Grünblättrige Schwefelköpfe vermuten lassen.

Nächstes Wochenende  werde ich den Wald wieder besuchen, vorausgesetzt, die Wetterlage lässt es zu. Vielleicht gibt es ja noch eine weitere Pilzernte.

Ganz herzliche Grüße aus dem Eichsfeld, Heike«

(4 Fotos © Heike)

* Lorcheln werden generell nicht mehr als Speisepilze empfohlen, egal, um welche Art es sich handelt



Nördliches Eichsfeld: Die Pfifferlinge rücken noch einmal kräftig nach


Heike schreibt am 1. November 2015:

"Hallo lieber Heinz-Wilhelm,

wir waren am Wochenende noch einmal in den Wäldern unterwegs.

Am Samstag fanden wir noch etliche Krause Glucken; eine stand sogar am Fuße einer Rotbuche. Sechs von ihnen kamen mit nach Hause. Dazu gab es Mönchsköpfe, noch einige Birkenporlinge und eine einzige Marone.


2 Fotos: Links wachsen im Gras unter Rotbuchen die Mönchsköpfe, rechts eine Krause Glucke, die sich von einer Kiefer an eine Rotbuche davongestohlen hat. Das ist sehr selten!


Am Sonntag fuhren wir noch einmal in den kürzlich bei unserem Motorradausflug neu entdeckten Pilzwald. Zu unserer Freude fanden wir dort schöne frische Pfifferlinge. Und das Tollste ist, dass noch viele nachkommen, sie sind gerade mal streichholzkopfgroß. Hoffentlich macht uns der Frost nicht einen Strich durch die Rechnung.

Weiterhin gab es viele Trompetenpfifferlinge in jedem Alter, die teils wie ein Teppich dastanden.







2 Fotos: Wir sehen links schöne Pfifferlinge, rechts junge Trompetenpfifferlinge in hellen Scharen. (4 Fotos © Heike)

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Wie schon am Vortag gab es auch hier nachkommende Fliegenpilze, Samtfußkremplinge und zahlreiche Gelbe Knollenblätterpilze.

Leider hält die Trockenheit an. Wir erwarten in den nächsten Tagen nachts um 0 Grad, dann aber zwischen 6-9 Grad. Vielleicht traut sich noch der eine oder andere Pilz doch noch hervor.


Eichsfeld: Die erste Suche nach Heilpilzen brachte Heike gleich guten Ertrag


Foto: Die Birkenporlinge waren schnell gefunden. Heike wusste, wo sie wachsen.







Heike schreibt am 29. Oktober 2015:

"Hallo lieber Heinz-Wilhelm,

das erste Mal überhaupt habe ich in Wald und Feld bewusst nach Vital- oder Heilpilzen gesucht.

Ich hatte mir vorgenommen, mein Augenmerk vor allem auf  Birkenporlinge, Schmetterlingstrameten, Zunderschwämme und den Schiefen Schillerporling zu richten.


Wo ich Birkenporlinge finden würde, wusste ich, da ich auf dem Weg zu meiner Steinpilzecke an einem kleinen Birkenrevier vorbeikomme. Das Foto rechts zeigt sie im geschnittenen Zustand. Auch das Finden von Schmetterlingstrameten ist kein Thema. Schauen musste ich nur, dass es auch die richtigen sind.

Ich stellte farbliche Unterschiede der Oberfläche in Bezug zu bestimmten Böden fest. Auf Kalk sind sie nach meinem Eindruck heller, auf saurem Boden dunkler. Ob was dran ist, weiß ich nicht. Farbliche Unterschiede und Kontraste von hell zu dunkel stelle ich aber z. B. auch bei Herbsttrompeten in Abhängigkeit von verschiedenen Böden und Bäumen fest.


Foto: Die Schmetterlingstrameten erscheinen in ganz unterschiedlichen Farben und Farbtönen, je nach Bodenbeschaffenheit. (3 Fotos © Heike)

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Außerdem fand ich an Birken etliche Rötende Trameten, die jedoch keine bekannte Heilwirkung haben.

Ergebnislos verlief hingegen die Suche nach dem Schiefen Schillerporling. Vergeblich durchkämmte ich drei Birkenwäldchen und einige Birkenalleen. Schade. Ihn scheint es hier gar nicht oder nur selten zu geben.

In den nächsten Tagen werde ich die verwertbaren Heilpilze mal testen. :))

Herzliche Grüße aus dem Eichsfeld, Heike B."

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Die Violetten Rötelritterlinge in seinem Garten in Altenburg erfreuen Markus

Markus schreibt am 29. Oktober 2015:

"Als ich heute in meinen Garten in Altenburg ging, habe ich fünf Violette Rötelritterlinge entdeckt.

Alle standen auf dem Rasen unterhalb einer Hecke. Einen typischen Symbiosepartner konnte ich nicht ausfindig machen. Selbst im weiteren Umkreis standen nur Obstbäume. Die Pilze haben jedenfalls gut geschmeckt und ich bin glücklich, sie in meinen Garten heimisch zu haben."

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