Pilzticker Thueringen 17:
Funde vom 27.09.2015 - 28.10.2015



Pilzticker Thueringen 17




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Übersicht aller bisherigen Pilzticker Thüringens





Nördliches Eichsfeld: Ein großes Angebot an essbaren Pilzen für Heike


Heike schreibt am 28. Oktober 2015:

"Hallo lieber Heinz-Wilhelm,

der Oktober brachte extrem viel Hallimasch & Krause Glucken. Eine davon zeigt das Foto rechts. Die Waldgänge der letzten letzten Tage nach nun endlich mal einigem Niederschlag fielen nicht aus nicht wie erhofft. Schuld daran sind wohl die kalten Nachttemperaturen gewesen.

Eigentlich wollte ich  nach Herbsttrompeten, Maronen und Steinpilzen schauen. Von allen dreien war nichts in Sicht.

Dagegen gab es immer noch - für mich unfassbar - Krause Glucken. Ein neuer Schub Hallimasch setzt ein. Außerdem gibt es wieder frische  StockschwämmchenRauchblättrige Schwefelköpfe, Riesenparasolen, Flaschenboviste, Schopftintlinge und andere mehr.

Auch konnte ich endlich die ersten Austernseitlinge in meinem Leben entdecken. Leider waren sie nicht fotografierbar, weil sie zu hoch an der Buche emporkletterten.

In Massen hätte ich die Herbstlorcheln ernten können. Entlang des Waldweges standen sie in in rauen Mengen. Auch viele Täublingsarten waren zu sehen. An giftigen und ungenießbaren Pilzen fand ich Grünblättrige Schwefelköpfe, Fliegenpilze, Sparrige Schüpplinge. Ich kann gar nicht alles aufzählen, dann wäre die Seite wohl voll.

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2 Fotos: Eine Herbstlorchel (links) und Goldfellschüpplinge (rechts). Herbstlorcheln sind hinsichtlich ihres Speisewertes mittlerweile umstritten, weil sie das Gift Gyromitrin enthalten und bei manchen Menschen heftige Magen-Darm-Beschwerden auslösen. Goldfellschüpplinge sind wie Sparrige Schüpplinge ungenießbar. Im ganz jungen Zustand können sie im Mischpilzgericht verwendet werden.

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Auch auf unserer Pferdeweide finden sich über das Jahr hinweg einige Pilzarten wie der Schwefelporling, manchmal Mairitterlinge und Mönchsköpfe an essbaren Pilzen. Ungenießbare sind der Sparrige Schüppling sowie Helmlinge und schützenswerte Saftlingsarten. Die giftigen Kleinen Schirmlinge bleiben natürlich stehen. 

Rechts ein tolles Bild von einem Baumstumpf mit vielen Pilzsorten. Leider konnte ich nicht den ganzen Stumpf fotografisch erfassen, so dass man alle daran befindlichen Pilzsorten hätte sehen können. Es war jedenfalls eine Augenweide. Dazu habe ich auch ein Foto von einer Schüpplingsart mitgeschickt; ich denke, es ist der Goldfellschüppling. Die Schüpplinge quellen im Moment nur so aus den Baumstämmen und -stümpfen.

Am Wochenende werde ich die Wälder nochmals durchqueren.

Herzliche Grüße aus dem Eichsfeld an Dich und alle Pilzfreunde Heike B."

(4 Fotos © Heike)

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Viele, viele gute Pilze für Robert und seine Oma im nordöstlichen Thüringer Wald

Robert schreibt am 12. Oktober 2015:

"Lieber Pilzticker,

ich war gestern mit meiner Oma am nordöstlichen Rand des Thüringer Waldes Pilze suchen. Da ich es jetzt erst wieder in die Heimat geschafft hatte, wurde mir prophezeit, dass es zu spät sei für Pilze.

Erfreulicherweise wurden alle eines Besseren belehrt. Wir hatten gar nicht genug Körbe und Beutel dabei für all die Pilze. Wir haben in knappen drei Stunden cirka sieben Kilo Maronen, Rotfußröhrlinge und ein paar Steinpilze gesammelt. Wir hätten problemlos weiter machen können, doch irgendwann hatten wir genug. 

Auch andere Pilze gab es reichlich, aber da wir sie nicht kannte, haben wir sie lieber für andere Sammler oder Waldbewohner stehen lassen.

Jetzt, da es nachts allmählich immer kälter wird, sollte man sich wahrscheinlich beeilen mit weiteren Pilzgängen. Aber grundsätzlich gibt es noch viel zu finden.

Liebe Grüße, Robert"


Eichsfeld: Vom Motorrad aus entdeckte Heike einen neuen, starken Pilzwald


Foto: Die Trompetenpfifferlinge sind spät dran in diesem Jahr. Und sie sind lange nicht so häufig wie im Vorjahr zu finden.







Heike schreibt am 9. Oktober 2015:

"Hallo lieber Heinz-Wilhelm,

heute möchte ich mich aus der Versenkung zurückmelden.
Nach meiner letzten Meldung war bis letzte Woche Freitag die Runkelernte angesagt.
Danach ereilte mich leider nach täglich 2 Wochen Pilze und einer Woche Runkeln eine schmerzhafte Muskelentzündung, die mich komplett außer Gefecht setzte.

So fuhren wir vergangenen Sonnabend bei sagenhaftem Sonnenschein eine Runde Motorrad.
Natürlich konnte ich es bei der Gelegenheit nicht lassen - und blickte immer wieder nach rechts und links. Warum, ist schon klar. 

Und siehe da, auf diese Weise erspähte ich einen großen alten Steinpilz, fuhr aber weiter.
Zuhause habe ich mir den Flecken Wald gegoogelt und näher angeschaut. Heute konnte ich nicht mehr an mich halten. Das Sprunggelenk wurde bandagiert, und schon ging's los.

Und was soll ich sagen: ein neues Gebiet für uns ist entdeckt für die nächste Pilzsaison. Die Steinpilze standen in Massen da, Riesenexemplare. Leider waren sie alle bereits überständig. Aber, wie ich meine Prüfung ergab, allesamt madenfrei.


Foto: Jetzt ist in Mitteldeutschland der Höhepunkt der Hallimaschzeit. Nicht wenige schätzen diese Massenpilze sehr. (2 Fotos © Heike)







Außerdem gab es dort eine tolle Pilzvielfalt. So fanden wir noch, leider auch überständig, Rotkappen, Rotfüßchen , Maronen. Dann noch in Unmengen Hallimasch und erstaunlicherweise immer noch Krause Glucken und Egerlinge. Beeindruckend war ein Massenauftritt von verschiedenen Arten Knollenblätterpilzen und sehr vielen Giftschirmlingen.

Beim Anblick des vielen Mooses dachte ich mir, hier könnten auch Pfifferlinge wachsen. Kaum gedacht, da rief mein Mann auch schon, dass er einen Pfifferling gefunden habe. Zur Krönung gab's dann auch noch Trompetenpfifferlinge.

Es war leider eine kurze Inspektion des Waldes nach der Arbeit, die abrupt unterbrochen wurde von starkem Regen. Die Pilze gingen im Korb regelrecht baden und mussten zu Hause trocken gelegt werden.

So haben wir einen tollen neuen Pilzwald entdeckt - dank unserer Motarradtour.

Herzliche Grüße aus dem Eichsfeld, Heike"


Markus' bislang bester Fund in diesem Jahr in den Wäldern um Saalfeld

Markus schreibt am 5. Oktober 2015:

"Ich war gestern in den Wäldern um Saalfeld unterwegs.

Gleich als ich den Wald betrat, stellte ich fest, dass der Boden sehr trocken ist. Meine Suche konzentrierte sich daher auf dicht bemoosten Waldboden. Und sie wurde belohnt.

Ich fand reichlich Maronen und Sandröhrlinge, einen Steinpilz, zwei Flockenstielige Hexenröhrlinge und zwei Perlpilze. Auf dem Rückweg kamen noch reichlich Hallimasch hinzu, die die letzten Lücken im Korb stopften.

Es war mein bester Fund in dieser Pilzsaison!

Da für Dienstag und Mittwoch teils ergiebiger Regen angesagt ist, rechne ich zum Ende der Woche mit besonders ergiebigen Funden. Aber was kann man schon in diesem Pilzjahr vorraussagen?" 


Riechheimer Berg/Erfurt: Eine schöne Herbstmischung bei schönem Herbstwetter für Simone


Foto: Ein prächtiger Perlpilz unterm Moosdach, gut erkennbar an seiner rosa Färbung.


Simone schreibt am 4. Oktober 2015:

"Lieber Heinz-Wilhelm,

heute, bei wunderschönem Herbstwetter, waren wir Nähe Riechheimer Berg, cirka zehn Kilometer südöstlich von Erfurt, unterwegs.

Der Pilzkorb füllte sich fast zur Hälfte mit Steinpilzen, meist kleine bis mittelgroße Exemplare, jungem Hallimasch, ein paar Graublättrigen Schwefelköpfen, Gold- und Sandröhrlingen und einem großen Flockenstieligen Hexenröhrling.

Grünblättrige Schwefelköpfe gab es reichlich, auch viele verschiedene Täublinge, ab und zu ein paar Perl- und Fliegenpilze und auch einige Gelbe Knollenblätterpilze sowie Graue Wulstlinge.

Viele Grüße aus Erfurt Simone"


Foto: Die Hallimasch, von vielen Pilzsammlern geschätzt, von anderen weniger, sind da. In bester Verfassung, wie man sieht: jung, knackig, mit geschlossenen Hüten.

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Foto: Und so sah Simones Ernte aus. Die Steinpilze, die sie als erste fand, liegen unten, bedeckt von einem großen Flocki, Maronen, Hallimasch und einem Sandröhrling. (3 Fotos © Simone H.)

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Landkreis Goth: Gleich vier Röhrlingsarten begeistern Thomas

Thomas schreibt am 27. September 2015:

"Hallo Heinz-Wilhelm,

kurz mein aktueller Bericht zum Pilzvorkommen in Thüringen rund um Tambach am Nordhang des Thüringer Waldes im Landkreis Gotha.

Es gibt derzeit alle regional typischen Arten Röhren- und Lamellenpilze. Ich habe mich auf Maronen, Steinpilze und Flockenstielige Hexenröhrlinge konzentriert. Aber auch frische Sandröhrlinge und Perlpilze kamen in den Korb.

Außerdem stehen Massen von Reizkern, Täublingen und herrlichen Fliegenpilzen.

Allen Pilzsammlern viel Glück!

Beste Grüße Thomas" 

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Saale-Orla-Kreis: Der Tipp der Kollegin war für Sandy beste Steinpilze wert


Foto: Sandra war erstaunt, in einem fremden Pilzrevier so viele Steinpilze, Maronen und Rotfüße gefunden zu haben. (Foto © Sandy P.)

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Sandy schreibt am 27. September 2015:

Hallo Heinz-Wilhelm,

"nachdem ich so viel gehört habe, dass es reichlich Pilze geben soll, habe ich mich auf die Suche im nördlichen Gera und im Saale-Holzland-Kreis begeben. Leider wurde ich dort sehr enttäuscht. Stellenweise keine Pilze weit und breit.

Ich hatte aber einen Tipp von meiner Arbeitskollegin erhalten - und machte ich mich auf die Suche im Saale-Orla-Kreis. Dort wurde ich echt überrascht von jeder Menge Steinpilzen, Maronen und einigen Rotfußröhrlingen.

Innerhalb kürzester Zeit war der Korb fast voll. Auch ein paar Gewimperte Erdsterne, die ich schon lange nicht mehr gesehen hatte, entdeckte ich am Wegesrand. Da sich die Wachstumsbedingungen in den letzten Wochen deutlich gebessert haben, hoffe ich, dass die Pilze in meinem alten Revier doch noch sprießen werden.

In diesem Sinne noch ein erfolgreiches Pilzrestjahr!

Sandy"

Blau = Ungenießbar

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